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Eder, Franz X.

Kultur der Begierde

Eine Geschichte der Sexualität

Der Band bietet einen Überblick über die Sexualitätsgeschichte im deutschsprachigen Raum vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Es wird die ganze Bandbreite sexueller Äußerungen vorgeführt und in einem gesellschaftlichen und kulturellen Rahmen interpretiert die Praktiken der bäuerlichen Bevölkerung und der städtischen Arbeiterschaft; der aufklärerische Onanie-Diskurs und die Geschlechterdebatte des 18. und 19. Jahrhunderts; die Entstehung des modernen sexuellen Subjekts und die sexuellen Wurzeln der bürgerlichen Gesellschaft. Homosexualität, Prostitution und andere Formen der ‘Abweichung’ von Sittlichkeit und Moral werden in ihren sozialen und individuellen Dimensionen vorgestellt.

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Bibliografie

978-3-406-57738-3

Erschienen am 23. Februar 2009

2., erweiterte Auflage, 2009

393 S., Mit 10 Abbildungen

Softcover

Bibliografische Reihen

Schlagwörter

Broschur 16,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

Einleitung: Sexualität historisch er/finden

1. «Gemieth und Lieb»:
Die sexuelle Begierde in der bäuerlichen Kultur

2. «Verbrechen» oder «öffentliches Ärgernis»?
Die Kriminalisierung des Sexuellen
(16.–19. Jahrhundert)

3. Onanie und die Wurzeln des modernen sexuellen
Subjekts im 17. und 18. Jahrhundert

4. «Durchtränktsein mit Geschlechtlichkeit»:
Bürgerliche Geschlechterdifferenz und wissenschaftlicher
Diskurs über die Sexualität

5. «Sodomiten» und «Konträrsexuale»:
Die Konstruktion des «homosexuellen» Subjekts

6. Auf dem Weg zur Respektabilität:
Sexuelle Begierde in der Arbeiterschaft

7. Politisierung und Medizinierung des Sexuellen im späten
19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

8. «Liberalisierung» und Kommerzialisierung
des Sex nach 1945

Epilog.
Die Historisierung des sexuellen Subjekts:
Sexualitätsgeschichte zwischen Essentialismus und
sozialem Konstruktionismus

Anmerkungen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Personen- und Sachregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Der SchulSPIEGEL erzählt die Kulturgeschichte der Sexratgeber.
Anfangs klärten Bücher über Sexualmoral und biologische Fakten auf (...) aber die Bedürfnisse der Teenager sind in all den Jahrzehnten gleich geblieben. Kurz gesagt: Wie geht das? 'Es musste erst einmal ein Bewusstsein dafür entstehen, dass man ein Problem hat', sagt Franz X. Eder, Professor für Sozialgeschichte an der Universität Wien, über die Anfänge der Sexratgeber. Eders Spezialthema ist die 'Kultur der Begierde'."
Anne Haeming, Spiegel Online, 17. September 2010



"Franz X. Eder kommt das Verdienst zu, in seinem Standardwerk – das nun in einer revidierten und erweiterten Neufassung vorliegt – die Etappen des Sexuellen (...) von der Kriminalisierung über Psychologisierung, Politisierung, Medizinalisierung, Kommerzialisierung und Liberalisierung bis hin zur gegenwärtigen Biologisierung nachzuzeichnen."
lx, Neue Zürcher Zeitung, 7. Juli 2009



"Gegenwärtig wird übrigens, behauptet der Sozialhistoriker Franz X. Eder, die sexuelle Begierde "neu konstruiert". Nähe und Geborgenheit, Treue und Romantik spielen wieder eine größere Rolle, außerdem ist das Thema, gerade auch unter Jugendlichen, angenehm entmytizifiert und muss nicht - wie noch zu meiner Jugendzeit - jedes zweite Gespräch anspielungsarm dominieren."
Hanns-Josef Ortheil, Die Welt, 10. August 2002



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-57738-3

Erschienen am 23. Februar 2009

2., erweiterte Auflage , 2009

393 S., Mit 10 Abbildungen

Softcover

Softcover 16,95 € Kaufen

Eder, Franz X.

Kultur der Begierde

Eine Geschichte der Sexualität

Der Band bietet einen Überblick über die Sexualitätsgeschichte im deutschsprachigen Raum vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Es wird die ganze Bandbreite sexueller Äußerungen vorgeführt und in einem gesellschaftlichen und kulturellen Rahmen interpretiert die Praktiken der bäuerlichen Bevölkerung und der städtischen Arbeiterschaft; der aufklärerische Onanie-Diskurs und die Geschlechterdebatte des 18. und 19. Jahrhunderts; die Entstehung des modernen sexuellen Subjekts und die sexuellen Wurzeln der bürgerlichen Gesellschaft. Homosexualität, Prostitution und andere Formen der ‘Abweichung’ von Sittlichkeit und Moral werden in ihren sozialen und individuellen Dimensionen vorgestellt.
Webcode: https://www.chbeck.de/24292

Inhalt

Vorwort

Einleitung: Sexualität historisch er/finden

1. «Gemieth und Lieb»:
Die sexuelle Begierde in der bäuerlichen Kultur

2. «Verbrechen» oder «öffentliches Ärgernis»?
Die Kriminalisierung des Sexuellen
(16.–19. Jahrhundert)

3. Onanie und die Wurzeln des modernen sexuellen
Subjekts im 17. und 18. Jahrhundert

4. «Durchtränktsein mit Geschlechtlichkeit»:
Bürgerliche Geschlechterdifferenz und wissenschaftlicher
Diskurs über die Sexualität

5. «Sodomiten» und «Konträrsexuale»:
Die Konstruktion des «homosexuellen» Subjekts

6. Auf dem Weg zur Respektabilität:
Sexuelle Begierde in der Arbeiterschaft

7. Politisierung und Medizinierung des Sexuellen im späten
19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

8. «Liberalisierung» und Kommerzialisierung
des Sex nach 1945

Epilog.
Die Historisierung des sexuellen Subjekts:
Sexualitätsgeschichte zwischen Essentialismus und
sozialem Konstruktionismus

Anmerkungen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Personen- und Sachregister

Pressestimmen

"Der SchulSPIEGEL erzählt die Kulturgeschichte der Sexratgeber.
Anfangs klärten Bücher über Sexualmoral und biologische Fakten auf (...) aber die Bedürfnisse der Teenager sind in all den Jahrzehnten gleich geblieben. Kurz gesagt: Wie geht das? 'Es musste erst einmal ein Bewusstsein dafür entstehen, dass man ein Problem hat', sagt Franz X. Eder, Professor für Sozialgeschichte an der Universität Wien, über die Anfänge der Sexratgeber. Eders Spezialthema ist die 'Kultur der Begierde'."
Anne Haeming, Spiegel Online, 17. September 2010


"Franz X. Eder kommt das Verdienst zu, in seinem Standardwerk – das nun in einer revidierten und erweiterten Neufassung vorliegt – die Etappen des Sexuellen (...) von der Kriminalisierung über Psychologisierung, Politisierung, Medizinalisierung, Kommerzialisierung und Liberalisierung bis hin zur gegenwärtigen Biologisierung nachzuzeichnen."
lx, Neue Zürcher Zeitung, 7. Juli 2009


"Gegenwärtig wird übrigens, behauptet der Sozialhistoriker Franz X. Eder, die sexuelle Begierde "neu konstruiert". Nähe und Geborgenheit, Treue und Romantik spielen wieder eine größere Rolle, außerdem ist das Thema, gerade auch unter Jugendlichen, angenehm entmytizifiert und muss nicht - wie noch zu meiner Jugendzeit - jedes zweite Gespräch anspielungsarm dominieren."
Hanns-Josef Ortheil, Die Welt, 10. August 2002