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Hein, Dieter

Die Revolution von 1848/49

Die Revolution, die seit Anfang März 1848 die Staaten des Deutschen Bundes erschütterte, war kein isoliertes, auf den mitteleuropäischen Raum begrenztes Phänomen. Sie war Teil einer allgemeinen europäischen Entwicklung, in der sich tiefgreifende Spannungen seit langem mehr und mehr aufgebaut hatten und sich nun in gewaltsamen Auseinandersetzungen entluden. Das konkrete Konfliktpotential war von Land zu Land sehr verschieden. Von der revolutionären Bewegung erfaßt wurden Regionen, die sich wie Frankreich, Deutschland und Oberitalien bereits mehr oder minder weit im Übergang zur Industrialisierung befanden, doch auch solche, die wie etwa Süditalien und weite Teile der Habsburgermonarchie noch rein agrarisch strukturiert waren. Verfassungsstaaten mit gewählten Parlamenten wurden ebenso angegriffen wie autokratisch regierte Länder. Die Erhebungen richteten sich gegen einheimische Monarchien wie auch gegen fremde Regime. Am ehesten war noch in dem außer in Frankreich überall anzutreffenden Streben nach nationaler Selbstbestimmung ein verbindendes, die jeweils landesspezifischen Bewegungen überwölbendes Element zu sehen.


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Bibliografie

978-3-406-45119-5

5., durchgesehene und aktualisierte Auflage, 2015

144 S., mit 9 Abbildungen

Broschiert

Bibliografische Reihen

Schlagwörter

Broschur 8,95 € Kaufen
e-Book 7,99 € Kaufen
Inhalt
Abbildungsnachweis
Einleitung

1.Krise und Revolution

2.Die politische Etablierung der Revolution

3.Das neue Zentrum und die alten Mächte

4.Politik und Gesellschaft im revolutionären Deutschland

5.Die deutsche Nation in Europa

6.Revolutionswende

7.Die bürgerliche Gesellschaft

8.Der nationale Verfassungsstaat

9.Aufbäumen und Ende

10.1848/49 – eine bürgerliche Revolution?


Weiterführende Literatur
Personenregister

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978-3-406-45119-5

5., durchgesehene und aktualisierte Auflage , 2015

144 S., mit 9 Abbildungen

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Hein, Dieter

Die Revolution von 1848/49

Die Revolution, die seit Anfang März 1848 die Staaten des Deutschen Bundes erschütterte, war kein isoliertes, auf den mitteleuropäischen Raum begrenztes Phänomen. Sie war Teil einer allgemeinen europäischen Entwicklung, in der sich tiefgreifende Spannungen seit langem mehr und mehr aufgebaut hatten und sich nun in gewaltsamen Auseinandersetzungen entluden. Das konkrete Konfliktpotential war von Land zu Land sehr verschieden. Von der revolutionären Bewegung erfaßt wurden Regionen, die sich wie Frankreich, Deutschland und Oberitalien bereits mehr oder minder weit im Übergang zur Industrialisierung befanden, doch auch solche, die wie etwa Süditalien und weite Teile der Habsburgermonarchie noch rein agrarisch strukturiert waren. Verfassungsstaaten mit gewählten Parlamenten wurden ebenso angegriffen wie autokratisch regierte Länder. Die Erhebungen richteten sich gegen einheimische Monarchien wie auch gegen fremde Regime. Am ehesten war noch in dem außer in Frankreich überall anzutreffenden Streben nach nationaler Selbstbestimmung ein verbindendes, die jeweils landesspezifischen Bewegungen überwölbendes Element zu sehen.

Webcode: https://www.chbeck.de/11663

Inhalt

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Einleitung

1.Krise und Revolution

2.Die politische Etablierung der Revolution

3.Das neue Zentrum und die alten Mächte

4.Politik und Gesellschaft im revolutionären Deutschland

5.Die deutsche Nation in Europa

6.Revolutionswende

7.Die bürgerliche Gesellschaft

8.Der nationale Verfassungsstaat

9.Aufbäumen und Ende

10.1848/49 – eine bürgerliche Revolution?


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