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Henrich, Dieter

Werke im Werden

Über die Genesis philosophischer Einsichten

Bestenliste "Sachbücher des Monats Mai 2011

"Philosophie und Literatur haben eine gemeinsame Geschichte. Die Form, in der ein philosophischer Gedanke mitgeteilt wird, hat stets Bedeutung für seinen Gehalt und Zusammenhang. Dieter Henrich geht in diesem Buch der Entstehung von philosophischen Konzeptionen nach und entwirft damit zugleich das Kernstück einer noch ausstehenden Literaturgeschichte der Philosophie.

Im ersten Teil des Buches werden die Entstehung und die Werkidee philosophischer Hauptwerke von Descartes, Kant, Hegel, Wittgenstein und Heidegger analysiert. Oftmals spielen in der Genese solcher Werke exzeptionelle Momente der Einsicht eine wichtige Rolle. In ihnen wird eine Konzeption gefasst, die Grundprobleme des Denkens löst und zugleich eine Orientierung für das Menschenleben erschließt. Der zweite Teil des Buches entfaltet – in kritischer Bezugnahme auf Rorty, Foucault und Quentin Skinner, aber auch auf Hegel – eine alte Frage auf neue Weise: In welchem Sinne müssen philosophische Konzeptionen als Produkte einer Kultur verstanden werden und inwiefern kann von ihnen gesagt werden, dass sie Erkenntnis nicht nur anstreben, sondern wirklich gewinnen? Der Weg zu einer Antwort führt in das Zentrum der Philosophie selbst hinein.

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Bibliografie

978-3-406-60655-7

Erschienen am 23. März 2011

216 S.

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 22,95 € Kaufen
e-Book 18,99 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

 

– I –
Die Genesis von Konzeption und Gestaltung

 

1. Zwei Formen der genetischen Untersuchung
2. Momente des Aufschlusses über Konzeption und Lebensweg
3. Zeugnisse von Momenten der Einsicht
4. Diagnose verdeckter Defizite
5. Entwürfe und Sekundenphilosophien
6. Konzeptionen in Werkgestalt
A. Die Verfassung von Hauptwerken
B. Kant, Descartes, Hegel
C. Wittgenstein und Heidegger

 

– II –
Die innere Genesis der Einsicht

 

7. Der Denker in seiner Konzeption
8. Kulturtheoretische Erklärungen der Philosophie
A. Ideengeschichte der Kanonbildung
B. Formprobleme als Komplikation
9. Erkenntnis in Zerstreuung
A. Welche Einheit in der Philosophiegeschichte?
B. Um Hegels paradoxe These
C. Wir erkennen ‹stückweise›
10. Die Subjektivität im Denken eines Gründenden
A. Konzeption und Lebensorientierung
B. Affirmation des Lebens

 

Coda
Philosophisches Werk und Kunstwerk

 

Anmerkungen

Pressestimmen

Pressestimmen

„Das Buch Werke im Werden, das Dieter Henrich hier vorlegt, kann als Summe einer lebenslangen Arbeit an philosophischen Werken gelten.“
Thomas Leinkauf, Arbitrium, Dezember 2014



"Dem Anspruch, die Entstehung philosophischer Werke selbst noch zum Gegenstand der Philosophie zu machen, dessen Einlösung ein in der bisherigen Literatur kaum betretenes Terrain erschließt, wird Henrich mit seinem Buch so vollauf gerecht, indem er die Fruchtbarkeit einer genetischen Betrachtung philosophischer Werke eine Selbstverständigung der Philosophie über ihre eigene Natur und Aufgabe überzeugend unter Beweis stellt."
Philosophisches Jahrbuch, 1/2012



"Henrichs Buch beeindruckt durch die eigenwillige und komplexe Durcharbeitung seines Themas (...)."
Brigitte Hilmer, Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 2/2012



"Dieter Henrich hat ein anregendes Buch geschrieben, dem eine Fortsetzung zu wünschen ist."
Otto A. Böhmer, Frankfurter Rundschau, 24. Juni 2011



"Ohne Umwege philosophiert man auf diesem Niveau nicht – und selten findet man sie so wohlüberlegt angelegt und konzis formuliert wie in diesem schmalen Band."
Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Mai 2011



"Es ist bahnbrechend genug, dass er in seine anti-geschichtliche Denkweise überhaupt generative Elemente mit einbezieht."
Hannah Lühmann, Süddeutsche Zeitung, 16. Mai 2011



"Trotzdem: Dieses 'kleine' Werk ist ein erfrischender Beitrag zur Positionsbestimmung der Philosophie heute. Und die ist – egal welcher philosophischen Schule man anhängt – derzeit dringend nötig."
Sibylle Salewski, Deutschlandradio Kultur, 14. April 2011



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-60655-7

Erschienen am 23. März 2011

216 S.

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 22,95 € Kaufen
e-Book 18,99 € Kaufen

Henrich, Dieter

Werke im Werden

Über die Genesis philosophischer Einsichten

Bestenliste "Sachbücher des Monats Mai 2011

"Philosophie und Literatur haben eine gemeinsame Geschichte. Die Form, in der ein philosophischer Gedanke mitgeteilt wird, hat stets Bedeutung für seinen Gehalt und Zusammenhang. Dieter Henrich geht in diesem Buch der Entstehung von philosophischen Konzeptionen nach und entwirft damit zugleich das Kernstück einer noch ausstehenden Literaturgeschichte der Philosophie.

Im ersten Teil des Buches werden die Entstehung und die Werkidee philosophischer Hauptwerke von Descartes, Kant, Hegel, Wittgenstein und Heidegger analysiert. Oftmals spielen in der Genese solcher Werke exzeptionelle Momente der Einsicht eine wichtige Rolle. In ihnen wird eine Konzeption gefasst, die Grundprobleme des Denkens löst und zugleich eine Orientierung für das Menschenleben erschließt. Der zweite Teil des Buches entfaltet – in kritischer Bezugnahme auf Rorty, Foucault und Quentin Skinner, aber auch auf Hegel – eine alte Frage auf neue Weise: In welchem Sinne müssen philosophische Konzeptionen als Produkte einer Kultur verstanden werden und inwiefern kann von ihnen gesagt werden, dass sie Erkenntnis nicht nur anstreben, sondern wirklich gewinnen? Der Weg zu einer Antwort führt in das Zentrum der Philosophie selbst hinein.
Webcode: https://www.chbeck.de/32104

Inhalt

Einleitung

 

– I –
Die Genesis von Konzeption und Gestaltung

 

1. Zwei Formen der genetischen Untersuchung
2. Momente des Aufschlusses über Konzeption und Lebensweg
3. Zeugnisse von Momenten der Einsicht
4. Diagnose verdeckter Defizite
5. Entwürfe und Sekundenphilosophien
6. Konzeptionen in Werkgestalt
A. Die Verfassung von Hauptwerken
B. Kant, Descartes, Hegel
C. Wittgenstein und Heidegger

 

– II –
Die innere Genesis der Einsicht

 

7. Der Denker in seiner Konzeption
8. Kulturtheoretische Erklärungen der Philosophie
A. Ideengeschichte der Kanonbildung
B. Formprobleme als Komplikation
9. Erkenntnis in Zerstreuung
A. Welche Einheit in der Philosophiegeschichte?
B. Um Hegels paradoxe These
C. Wir erkennen ‹stückweise›
10. Die Subjektivität im Denken eines Gründenden
A. Konzeption und Lebensorientierung
B. Affirmation des Lebens

 

Coda
Philosophisches Werk und Kunstwerk

 

Anmerkungen

Pressestimmen

„Das Buch Werke im Werden, das Dieter Henrich hier vorlegt, kann als Summe einer lebenslangen Arbeit an philosophischen Werken gelten.“
Thomas Leinkauf, Arbitrium, Dezember 2014


"Dem Anspruch, die Entstehung philosophischer Werke selbst noch zum Gegenstand der Philosophie zu machen, dessen Einlösung ein in der bisherigen Literatur kaum betretenes Terrain erschließt, wird Henrich mit seinem Buch so vollauf gerecht, indem er die Fruchtbarkeit einer genetischen Betrachtung philosophischer Werke eine Selbstverständigung der Philosophie über ihre eigene Natur und Aufgabe überzeugend unter Beweis stellt."
Philosophisches Jahrbuch, 1/2012


"Henrichs Buch beeindruckt durch die eigenwillige und komplexe Durcharbeitung seines Themas (...)."
Brigitte Hilmer, Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 2/2012


"Dieter Henrich hat ein anregendes Buch geschrieben, dem eine Fortsetzung zu wünschen ist."
Otto A. Böhmer, Frankfurter Rundschau, 24. Juni 2011


"Ohne Umwege philosophiert man auf diesem Niveau nicht – und selten findet man sie so wohlüberlegt angelegt und konzis formuliert wie in diesem schmalen Band."
Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Mai 2011


"Es ist bahnbrechend genug, dass er in seine anti-geschichtliche Denkweise überhaupt generative Elemente mit einbezieht."
Hannah Lühmann, Süddeutsche Zeitung, 16. Mai 2011


"Trotzdem: Dieses 'kleine' Werk ist ein erfrischender Beitrag zur Positionsbestimmung der Philosophie heute. Und die ist – egal welcher philosophischen Schule man anhängt – derzeit dringend nötig."
Sibylle Salewski, Deutschlandradio Kultur, 14. April 2011