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Hildermeier, Manfred

Die rückständige Großmacht

Russland und der Westen

Seit Peter dem Großen und seiner erzwungenen Verwestlichung Russlands zieht sich ein zutiefst ambivalentes Verhältnis zum Westen durch die russische Geschichte: der Westen als Vorbild und der Westen als Feindbild. Der renommierte Russlandhistoriker Manfred Hildermeier erzählt in seinem fundierten Buch die lange Geschichte dieser schwierigen Beziehung und bietet damit auch einen Schlüssel für das Verständnis der kriegerischen Politik Wladimir Putins in der Gegenwart.

Russland fühlt sich vom Westen bedroht – diese Wahrnehmung gehört zu den offiziellen russischen Begründungen für den Überfall auf die Ukraine. Doch Russland hat Europa und Amerika über die Jahrhunderte hinweg auch immer wieder nachgeeifert und seinen eigenen Erfolg daran gemessen, wie weit es technisch, ökonomisch oder kulturell «aufgeholt» hat. Manfred Hildermeier führt in seinem Buch durch die Geschichte einer hochambivalenten Beziehung.

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Bibliografie

978-3-406-79353-0

Erschienen am 15. September 2022

271 S.

Klappenbroschur

Bibliografische Reihen

Broschur 18,00 € Kaufen
Inhalt
Vorwort
Einleitung


I. Die Kiever Rus’: Dynastische Zugehörigkeit

II. Moscovien: Katholische Teufel und verlockende Technik

III. Russische Aufklärung: Staatsreformen und kulturelle Verwestlichung
1. Gewaltsame Öffnung zum Westen: Die Reformen Peters des Großen
2. Korporative Vergesellschaftung und westlicher Kulturimport unter Katharina der Großen

IV. Das 19. Jahrhundert: Identitätssuche und neuer Aufbruch zum Westen
1. Höhepunkt liberaler Reformen und ihr Ende: Alexander I .
2. Dezemberputsch
3. Erste Identitätsdebatten
4. Die großen Reformen
5. Russland in Europa

V. Importierter Sozialismus und kapitalistische Hilfe (1917–41)
1. Sozialismus als Entwicklungsstrategie
2. Die postrevolutionäre Moderne als Ausnahme und ihr Ende
3. Der Traum vom sowjetischen Amerika
4. Importsubstitution als Entwicklungsstrategie

VI. Supermacht der Defizite und sozialistischer Konsum (1945 –1985)
1. Reparationen und Aufrüstung: Hilfe zur Selbsthilfe
2. Chruschtschow: Zwischen Sozialismus und Privatkonsum
3. Breschnew: Goldene Jahre und fatale Stagnation

VII. Nach Westen – und zurück (1985 bis heute)
1. Perestrojka: Ideologischer Mauerfall und Wiederkehr der Identitätsfrage
2. Von Jelzin zu Putin: Überstürzte Verwestlichung und neue Abgrenzung
3. Postsowjetische Identitätssuche und neue «russische Idee»

VIII. Ein Vorschlag zur Deutung: Rückständigkeit als Verflechtung



Anmerkungen
Zitierte Literatur
Hinweise zu Umschrift und Aussprache
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Hildermeier gehört zu der Generation von Russlandhistorikern, die ... eine fundierte eigenständige Deutung der Geschichte Russlands erarbeitet haben."
Andreas Kappeler, Die ZEIT



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-79353-0

Erschienen am 15. September 2022

271 S.

Klappenbroschur

Klappenbroschur 18,00 € Kaufen

Hildermeier, Manfred

Die rückständige Großmacht

Russland und der Westen

Seit Peter dem Großen und seiner erzwungenen Verwestlichung Russlands zieht sich ein zutiefst ambivalentes Verhältnis zum Westen durch die russische Geschichte: der Westen als Vorbild und der Westen als Feindbild. Der renommierte Russlandhistoriker Manfred Hildermeier erzählt in seinem fundierten Buch die lange Geschichte dieser schwierigen Beziehung und bietet damit auch einen Schlüssel für das Verständnis der kriegerischen Politik Wladimir Putins in der Gegenwart.

Russland fühlt sich vom Westen bedroht – diese Wahrnehmung gehört zu den offiziellen russischen Begründungen für den Überfall auf die Ukraine. Doch Russland hat Europa und Amerika über die Jahrhunderte hinweg auch immer wieder nachgeeifert und seinen eigenen Erfolg daran gemessen, wie weit es technisch, ökonomisch oder kulturell «aufgeholt» hat. Manfred Hildermeier führt in seinem Buch durch die Geschichte einer hochambivalenten Beziehung.
Webcode: https://www.chbeck.de/33885974

Inhalt

Vorwort
Einleitung


I. Die Kiever Rus’: Dynastische Zugehörigkeit

II. Moscovien: Katholische Teufel und verlockende Technik

III. Russische Aufklärung: Staatsreformen und kulturelle Verwestlichung
1. Gewaltsame Öffnung zum Westen: Die Reformen Peters des Großen
2. Korporative Vergesellschaftung und westlicher Kulturimport unter Katharina der Großen

IV. Das 19. Jahrhundert: Identitätssuche und neuer Aufbruch zum Westen
1. Höhepunkt liberaler Reformen und ihr Ende: Alexander I .
2. Dezemberputsch
3. Erste Identitätsdebatten
4. Die großen Reformen
5. Russland in Europa

V. Importierter Sozialismus und kapitalistische Hilfe (1917–41)
1. Sozialismus als Entwicklungsstrategie
2. Die postrevolutionäre Moderne als Ausnahme und ihr Ende
3. Der Traum vom sowjetischen Amerika
4. Importsubstitution als Entwicklungsstrategie

VI. Supermacht der Defizite und sozialistischer Konsum (1945 –1985)
1. Reparationen und Aufrüstung: Hilfe zur Selbsthilfe
2. Chruschtschow: Zwischen Sozialismus und Privatkonsum
3. Breschnew: Goldene Jahre und fatale Stagnation

VII. Nach Westen – und zurück (1985 bis heute)
1. Perestrojka: Ideologischer Mauerfall und Wiederkehr der Identitätsfrage
2. Von Jelzin zu Putin: Überstürzte Verwestlichung und neue Abgrenzung
3. Postsowjetische Identitätssuche und neue «russische Idee»

VIII. Ein Vorschlag zur Deutung: Rückständigkeit als Verflechtung



Anmerkungen
Zitierte Literatur
Hinweise zu Umschrift und Aussprache
Personenregister

Pressestimmen

"Hildermeier gehört zu der Generation von Russlandhistorikern, die ... eine fundierte eigenständige Deutung der Geschichte Russlands erarbeitet haben."
Andreas Kappeler, Die ZEIT