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Holzberg, Niklas

Vergil

Der Dichter und sein Werk

Nach fast vierzig Jahren erscheint mit diesem Band wieder eine Gesamtdarstellung über Leben und Werk des bedeutendsten Dichters der Antike – Vergil. Niklas Holzberg bietet darin nicht nur einen souveränen Überblick über die Stellung Vergils in der römischen Literaturgeschichte und seine Rolle in der augusteischen Welt, sondern auch eine mit zahlreichen Textbeispielen ausgestattete, sehr gut verständliche Einführung in die Eklogen, die Georgica und sein Hauptwerk, die Aeneis.

Wer die erfrischend leichtverständlichen Bücher des renommierten Münchener Latinisten Niklas Holzberg kennt – beispielsweise über Catull, Ovid und den antiken Roman –, der weiß, daß das Erschauern in Ehrfurcht vor den antiken Texten seine Sache nicht ist. Durch seine unverblümte und den lateinischen Originalen angemessene Sprache hat er den Staub der Altphilologie von den römischen Klassikern weggeblasen. So sind sie durch seine Übersetzungen wieder für ein allgemeines Publikum interessant und lesbar geworden. Diese Vorzüge zeigt auch seine Annäherung an Vergil als einen der großen Dichter der Weltliteratur. Holzbergs Einführung in Vergils Leben und seine Poesie – über das Hirtenleben, den Landbau und den römischen Gründungsmythos, die Aeneis – zeichnet sich bei allem Informationsreichtum durch ihren hohen Grad an Lesbarkeit und Lebendigkeit aus. Ein Lesevergnügen für alle Freunde der römischen Literatur und besonders der überzeitlich schönen Verse Vergils.


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Bibliografie

978-3-406-53588-8

228 S.

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 24,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

Rollen und Stimmen des Dichters

Vom Weltweisen zum Vater des Abendlandes
Von der persona zur Person
Der reale Autor
Der gelehrte Poet
Der Römer in seinem Kosmos
Der Augusteer
Die Stimme der Einfühlung
„Ich sang von Weiden, Fluren und Führern“

Werk in einem Buch: Die Sammlung der Hirtengedichte
Streiten, Leiden und Weiden
Der Hirte und der Knabe
Gattungsdialog in Arkadien

Werk in vier Büchern: Das Lehrgedicht vom Landbau
Ackerbau und Baumpflanzung
Die Waffen des Landmanns
Das Land der Mitte
Vieh- und Bienenzucht
Totentanz der Tiere
Dichter und

Werk in zwölf Büchern: Das Epos von Aeneas
Der Mann
Von Troja nach Karthago
Schlangen gegen Troja
Ein hermeneutisches Problem
Von Sizilien nach Rom
Rendezvous mit einer Toten
Sohn und Vater Vulkan
Krieg in Latium
Der Prinzenschuß
Ein offenes Ende?

Anhang
Bibliographie
Personen- und Sachregister
Glossar
Werkindex

Pressestimmen

Pressestimmen

„Wer aber, und ein paar sind es ja doch, Vergil liebt und die Publikationen dieses Münchner Latinisten, des pfiffigsten und so gar nicht professoralen deutschsprachigen Vertreters seiner Zunft verfolgt hat, über Ovid, über Catull, der hatte schon sehnsüchtig darauf gewartet, daß Holzberg sich endlich auch dem Größten, dem poeta poetarum in einer Monographie zuwenden würde. Jetzt liegt sie vor und erfüllt alle Erwartungen. (…) Natürlich erschöpft sich Holzbergs Buch nicht darin, Vorurteile zu widerlegen, die der Vergilliebhaber ohnehin nicht teilte. Es erweitert den Horizont, lenkt den Blick auf vielleicht Übersehenes, beleuchtet mythologische Hintergründe, poetologische Zusammenhänge, versteckte Zitate, Selbstverweise im vergilischen Werk, korrigiert jahrhunderte-, jahrtausendealte Irrtümer der Rezeptionsgeschichte und, nicht zuletzt: Holzberg wäre nicht Holzberg, wenn er nicht ein besonders Augenmerk auf das Heitere legte, den – das wird mancher für eine contradictio in adjecto halten – den Humor Vergils. Ein Beispiel nur, aus dem Lehrgedicht vom Landbau: das Treiben der Mäuse auf der Tenne, geschildert im Ton der Gigantomachie: die letzten Krümel schnappt sich die sich vor dem Darben im Alter fürchtende Ameise.“
Thomas Meyerhöfer, Bayern2Radio, Diwan, Büchermagazin, 11. März 2006



„Holzbergs neues Buch ist seit langem die erste Gesamtdarstellung von Werk und Leben Vergils – vieles zum Leben des Dichters ist nur aus dem Werk zu ziehen.“
Hans-Albrecht Koch, Neue Zürcher Zeitung, 16. August 2006



„Dieses Verwobensein von literarischem Spiel und weltgeschichtlichem Pathos macht Niklas Holzberg anschaulich, und er hat seinerseits, seinem „Kampf“ durchs „Riesenmaterial“ zum Trotz, ein schmales (…) gut lesbares Buch geschrieben. Holzberg gelingt ohne katalogartige Anhäufung des Materials eine übersichtliche Einführung in die Inhalte, aber vor allem in den besonderen Reiz der Dichtung Vergils (…)
Es ist vielleicht das wichtigste Verdienst von Holzbergs Buch, dass es auf diesem Nebeneinander beharrt: Man sollte bei der Lektüre der „Aeneis“ weder an der pro-augusteischen Haltung des Epikers zweifeln (also post-kolonial eine subversive Nebenstimme des Dichteres vermuten); noch sollte man umgekehrt meinen, alle tragisch-menschlichen Kollateralschäden der römischen Mission müssten mit dieser Ideologie unter einen Hut zu bringen sein."
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 8. September 2006



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-53588-8

228 S.

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 24,90 € Kaufen

Holzberg, Niklas

Vergil

Der Dichter und sein Werk

Nach fast vierzig Jahren erscheint mit diesem Band wieder eine Gesamtdarstellung über Leben und Werk des bedeutendsten Dichters der Antike – Vergil. Niklas Holzberg bietet darin nicht nur einen souveränen Überblick über die Stellung Vergils in der römischen Literaturgeschichte und seine Rolle in der augusteischen Welt, sondern auch eine mit zahlreichen Textbeispielen ausgestattete, sehr gut verständliche Einführung in die Eklogen, die Georgica und sein Hauptwerk, die Aeneis.

Wer die erfrischend leichtverständlichen Bücher des renommierten Münchener Latinisten Niklas Holzberg kennt – beispielsweise über Catull, Ovid und den antiken Roman –, der weiß, daß das Erschauern in Ehrfurcht vor den antiken Texten seine Sache nicht ist. Durch seine unverblümte und den lateinischen Originalen angemessene Sprache hat er den Staub der Altphilologie von den römischen Klassikern weggeblasen. So sind sie durch seine Übersetzungen wieder für ein allgemeines Publikum interessant und lesbar geworden. Diese Vorzüge zeigt auch seine Annäherung an Vergil als einen der großen Dichter der Weltliteratur. Holzbergs Einführung in Vergils Leben und seine Poesie – über das Hirtenleben, den Landbau und den römischen Gründungsmythos, die Aeneis – zeichnet sich bei allem Informationsreichtum durch ihren hohen Grad an Lesbarkeit und Lebendigkeit aus. Ein Lesevergnügen für alle Freunde der römischen Literatur und besonders der überzeitlich schönen Verse Vergils.

Webcode: https://www.chbeck.de/13380

Inhalt

Vorwort

Rollen und Stimmen des Dichters

Vom Weltweisen zum Vater des Abendlandes
Von der persona zur Person
Der reale Autor
Der gelehrte Poet
Der Römer in seinem Kosmos
Der Augusteer
Die Stimme der Einfühlung
„Ich sang von Weiden, Fluren und Führern“

Werk in einem Buch: Die Sammlung der Hirtengedichte
Streiten, Leiden und Weiden
Der Hirte und der Knabe
Gattungsdialog in Arkadien

Werk in vier Büchern: Das Lehrgedicht vom Landbau
Ackerbau und Baumpflanzung
Die Waffen des Landmanns
Das Land der Mitte
Vieh- und Bienenzucht
Totentanz der Tiere
Dichter und

Werk in zwölf Büchern: Das Epos von Aeneas
Der Mann
Von Troja nach Karthago
Schlangen gegen Troja
Ein hermeneutisches Problem
Von Sizilien nach Rom
Rendezvous mit einer Toten
Sohn und Vater Vulkan
Krieg in Latium
Der Prinzenschuß
Ein offenes Ende?

Anhang
Bibliographie
Personen- und Sachregister
Glossar
Werkindex

Pressestimmen

„Wer aber, und ein paar sind es ja doch, Vergil liebt und die Publikationen dieses Münchner Latinisten, des pfiffigsten und so gar nicht professoralen deutschsprachigen Vertreters seiner Zunft verfolgt hat, über Ovid, über Catull, der hatte schon sehnsüchtig darauf gewartet, daß Holzberg sich endlich auch dem Größten, dem poeta poetarum in einer Monographie zuwenden würde. Jetzt liegt sie vor und erfüllt alle Erwartungen. (…) Natürlich erschöpft sich Holzbergs Buch nicht darin, Vorurteile zu widerlegen, die der Vergilliebhaber ohnehin nicht teilte. Es erweitert den Horizont, lenkt den Blick auf vielleicht Übersehenes, beleuchtet mythologische Hintergründe, poetologische Zusammenhänge, versteckte Zitate, Selbstverweise im vergilischen Werk, korrigiert jahrhunderte-, jahrtausendealte Irrtümer der Rezeptionsgeschichte und, nicht zuletzt: Holzberg wäre nicht Holzberg, wenn er nicht ein besonders Augenmerk auf das Heitere legte, den – das wird mancher für eine contradictio in adjecto halten – den Humor Vergils. Ein Beispiel nur, aus dem Lehrgedicht vom Landbau: das Treiben der Mäuse auf der Tenne, geschildert im Ton der Gigantomachie: die letzten Krümel schnappt sich die sich vor dem Darben im Alter fürchtende Ameise.“
Thomas Meyerhöfer, Bayern2Radio, Diwan, Büchermagazin, 11. März 2006


„Holzbergs neues Buch ist seit langem die erste Gesamtdarstellung von Werk und Leben Vergils – vieles zum Leben des Dichters ist nur aus dem Werk zu ziehen.“
Hans-Albrecht Koch, Neue Zürcher Zeitung, 16. August 2006


„Dieses Verwobensein von literarischem Spiel und weltgeschichtlichem Pathos macht Niklas Holzberg anschaulich, und er hat seinerseits, seinem „Kampf“ durchs „Riesenmaterial“ zum Trotz, ein schmales (…) gut lesbares Buch geschrieben. Holzberg gelingt ohne katalogartige Anhäufung des Materials eine übersichtliche Einführung in die Inhalte, aber vor allem in den besonderen Reiz der Dichtung Vergils (…)
Es ist vielleicht das wichtigste Verdienst von Holzbergs Buch, dass es auf diesem Nebeneinander beharrt: Man sollte bei der Lektüre der „Aeneis“ weder an der pro-augusteischen Haltung des Epikers zweifeln (also post-kolonial eine subversive Nebenstimme des Dichteres vermuten); noch sollte man umgekehrt meinen, alle tragisch-menschlichen Kollateralschäden der römischen Mission müssten mit dieser Ideologie unter einen Hut zu bringen sein."
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 8. September 2006