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Kakar, Katharina / Kakar, Sudhir

Die Inder

Porträt einer Gesellschaft

Indien gibt viele Rätsel auf. Als Reiseland boomt es, die USA und Europa streiten sich um den größeren Einfluß in einem Land, das schon jetzt alle Wachstums- und Entwicklungsrekorde schlägt. Inder wie Gandhi faszinieren auch heute. Gibt es eine gemeinsame indische Identität, lässt sich eine „indische“ Essenz finden, die eine Milliarde Menschen teilen? Dieses Buch spürt sensibel und kenntnisreich dieser Frage nach und entwirft ein eindrucksvolles Porträt des modernen Indien.
Wer sind „die Inder“? Gibt es überhaupt so etwas wie eine indische Identität? Tatsächlich berichten seit der Antike viele Reisende von den Gemeinsamkeiten unter den indischen Völkern. Die Hindu-Zivilisation hat Übereinstimmungen hervorgebracht, die man als ein „Indisch-Sein“, als eine indische Identität bezeichnen kann, die sich klar akzentuiert gegenüber „Europäern“, „Chinesen“ oder „Amerikanern“.
Der Band bietet ein facettenreiches Porträt dieser indischen Identität. Er entwirft ein Gesamtbild, das sich zusammensetzt aus der besondern Form der indischen Familienbeziehungen, der Institution der erweiterten Großfamilie; aus einer sozialen Wahrnehmung, die zutiefst vom Kastenwesen beeinflusst ist; und aus einer Vorstellung von Körper und Körperlichkeit, die auf dem System des Ayurveda basiert sowie einer kulturellen und religiösen Vorstellungswelt, die von Mythen und Legenden nur so wimmelt. Dieses Buch, geschrieben von einem international angesehenen Kulturwissenschaftler und Psychoanalytiker, der wie kaum ein anderer die indische und westliche Gesellschaft kennt, und einer Religionswissenschaftlerin, die seit vielen Jahren in Indien lebt, eröffnet neue Einsichten in eine Kultur, die sicher zu den einflussreichsten in diesem Jahrhundert gehören wird.

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Bibliografie

978-3-406-54969-4

Erschienen am 15. Januar 2014

Statt 19,90 € jetzt nur noch 9,95 €

3. Auflage, 2006

206 S.

Hardcover

Hardcover 9,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

Der hierarchische Mensch
Das Familiennetz
Autorität in Familie und Gesellschaft
Indische Kultur und Führung

Die innere Erfahrung des Kastenwesens
Schmutz und Diskriminierung
Kaste und Mittelklasse

Die indische Frau: Tradition und Moderne
Eine Tochter wird geboren
Die Diskriminierung der Mädchen
In die Pubertät kommen
Ehe: Ist Liebe nötig?
Das Heim und die Welt

Sexualität
Sex im alten Indien
Sex und städtisches Leben im 3. Jahrhundert in Indien
Frauen im Kamasutra
Liebe in klassischen Zeitalter
Sexualität in Tempeln und in der Literatur des Mittelalters
Sexualität der Gegenwart
Sexualität und Gesundheit
Jungfrauen und andere
Sexualität und Heirat
Ein Thema männlicher Sexualität
Alternative Sexualitäten

Gesundheit und Heilung
Der Körper bei Gesundheit und Krankheit im Ayurveda
Ein Besuch beim ayurvedischen Arzt
Nahrung und die indische Psyche
Gesundheit und moderne Medizin
Betrachtungen von Sterben und Tod

Religion und Spiritualität
Der Hindu-Nationalist
Der flexible Hindu

Konflikte zwischen Hindus und Muslimen
Das Bild der Hindus von den Muslimen
Das Bild der Muslime von den Hindus
Vom Konflikt zur Gewalt
Die Rolle religiös-politischer Demagogen
Gerüchte und Ausschreitungen
Die Moral der Gewalt
Die Zukunft hindu-muslimischer Konflikte

Die indische Psyche
Die hinduistische Weltanschauung
Das Lebensziel
Falsch und richtig
Karma, Wiedergeburt und die indische Psyche
Ich und andere: Trennung und Verbindung
Männlich und weiblich

Anmerkungen

Pressestimmen

Pressestimmen

"Kann es dennoch so etwas geben wie eine indische Identität, einen gemeinsamen Nenner in einem vielfältigen Volk? (...) Die Autoren Sudhir und Katherina Kakar, ein indischer Psychoanalytiker und eine deutsche Religionswissenschaftlerin, werfen den Blick von innen und von außen auf das Land, beschreiben vorsichtig Gemeinsamkeiten: den Stellenwert der Familie zum Beispiel, das Kastenwesen, die Einstellung zum Körper."
Anne-Dore Krohn, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8. Oktober 2006



"All das ist flüssig, manchmal anekdotisch erzählt, deshalb anschaulich und lehrreich. Eine Lösungshilfe für einige der Rätsel, die uns Indien aufgibt."
ler, Die Welt, 30. September 2006



"Das Buch ist eine Fundgrube voller Aha-Effekte - nicht nur für Indien-Liebhaber, sondern für alle, die in Zeiten der Globalisierung über den Tellerrand des eigenen Kulturkreises hinausblicken wollen."
Rainer Traub, Spiegel special, September 2006



"Es eröffnet Einsichten in Kultur und Gesellschaft eines Landes, das eine immer wichtigere Rolle spielen wird."
Die Zeit, 31. August 2006



"Sudhir und Katherina Kakar erklären in ihrem neuen in ihrem neuen Buch der westlichen Welt die Inder. Knapp, klar und klug vermitteln sie, was deren Gesellschaft trotz Spannungen zusammenhält. (...) Sudhir und Katherina Kakars Buch ist eine wahre Fundgrube für Indienkenner.
(...) Die Beobachtungen, ob über Sexualität, Nationalismus oder den Hindu-Muslim-Konflikt, sind kluge Mischungen aus alter Kultur und lebendigen Alltags. Ein richtiges Standardwerk."
Renée Zucker, die tageszeitung, 7. Oktober 2006



"Eindringlich wird (...) die Diskriminierung der „unberührbaren“ geschildert, die die niedrigste Sprosse im Kastensystem besetzen. Aufschlussreich auch das Kapitel über die indische Familienstruktur: Wo noch der Gedanke der Großfamilie herrscht, gibt es keine WGs – aber auch kaum Altersheime."
Kaspar Renner, Der Tagesspiegel, 4. Oktober 2006



"Lesenswert ist deshalb das „Porträt einer Gesellschaft“, in dem sich die Religionswissenschaftlerin Katherina und der Psychoanalytiker Sudhir Kakar ohne exotische Fachtermini mit der Frage beschäftigen, was es heisst „indisch“ zu sein (...)."
Ulrich Baron, Tagesanzeiger, 3. Oktober 2006



"So kann man dieses Buch geradezu als Vorbereitung auf die Lektüre indischer Romane lesen, als Wegweiser, um diese besser zu verstehen."
Martin Kämpchen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2006



"Sudhir und Katharina Kakars Buch über die Inder („Die Inder. Porträt einer Gesellschaft“ C.H.Beck) vermag in Hinblick auf den diesjährigen Gast der Frankfurter Buchmesse (Indien eben) diese Unterschiede der allgemeinen Daseinsbewältigung anschaulich und deutlich vor Augen zu führen (...)".
Eberhard Rathgeb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2006



"Der Vorrang von Beziehungen über abstrakte Tugenden, ein zutiefst von der Ayuveda-Medizin geprägtes Körperbewusstsein, die Obsession mir Reinheit, Nahrung und Verdauungsvorgängen, die spirituelle Grundfärbung der Seele – auf all dies und viel mehr wird die indische Psyche klug und differenziert abgeklopft."
Kathrin Meier-Rust, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 1. Oktober 2006



"Von deutschen Philosophen hielt nur Schelling Theorie für erzählbar. Sie kannten nicht Sudhir Kakar, der zusammen mit der Religionswissenschaftlerin Katharina Kakar, „die“ Inder in einer großartigen Erzählung porträtiert. In einem Land, wo „die Unterbrechung einer Geschichte als ebenso große Sünde galt wie der Mord an einem Brahmanen“, konnte die Erzähltradition naturgemäß nicht abreißen Farben, Farben, Farben und dennoch Klarheit und keine Spur von Ethnokitsch."
Persönliche Empfehlung im Oktober von Caroline Neubaur (Berlin), www.SWR.de/bestenliste



"Den beiden ist ein sehr lesbares und facettenreiches Buch gelungen, das die gemeinsame Identität "der Inder" in ihrer historischen Kontinuität, ihrer Homogenität sowie ihrer zivilisatorischen Einzigartigkeit aufzuspüren versucht. Es ist ein schillerndes Porträt des modernen Indien entstanden (...)
Brillante Streifzüge durch die Themen Familienbeziehungen, Sexualität, Gesundheit und Körpervorstellungen stützen Behauptungen über eine "indische Essenz", welche vorwiegend im Unbewussten der "indischen Psyche" lokalisiert wird."
Shalini Randeria, Neue Zürcher Zeitung, 2. Oktober 2006



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-54969-4

Erschienen am 15. Januar 2014

Statt 19,90 € jetzt nur noch 9,95 €

3. Auflage , 2006

206 S.

Hardcover

Hardcover 9,95 € Kaufen

Kakar, Katharina / Kakar, Sudhir

Die Inder

Porträt einer Gesellschaft

Indien gibt viele Rätsel auf. Als Reiseland boomt es, die USA und Europa streiten sich um den größeren Einfluß in einem Land, das schon jetzt alle Wachstums- und Entwicklungsrekorde schlägt. Inder wie Gandhi faszinieren auch heute. Gibt es eine gemeinsame indische Identität, lässt sich eine „indische“ Essenz finden, die eine Milliarde Menschen teilen? Dieses Buch spürt sensibel und kenntnisreich dieser Frage nach und entwirft ein eindrucksvolles Porträt des modernen Indien.
Wer sind „die Inder“? Gibt es überhaupt so etwas wie eine indische Identität? Tatsächlich berichten seit der Antike viele Reisende von den Gemeinsamkeiten unter den indischen Völkern. Die Hindu-Zivilisation hat Übereinstimmungen hervorgebracht, die man als ein „Indisch-Sein“, als eine indische Identität bezeichnen kann, die sich klar akzentuiert gegenüber „Europäern“, „Chinesen“ oder „Amerikanern“.
Der Band bietet ein facettenreiches Porträt dieser indischen Identität. Er entwirft ein Gesamtbild, das sich zusammensetzt aus der besondern Form der indischen Familienbeziehungen, der Institution der erweiterten Großfamilie; aus einer sozialen Wahrnehmung, die zutiefst vom Kastenwesen beeinflusst ist; und aus einer Vorstellung von Körper und Körperlichkeit, die auf dem System des Ayurveda basiert sowie einer kulturellen und religiösen Vorstellungswelt, die von Mythen und Legenden nur so wimmelt. Dieses Buch, geschrieben von einem international angesehenen Kulturwissenschaftler und Psychoanalytiker, der wie kaum ein anderer die indische und westliche Gesellschaft kennt, und einer Religionswissenschaftlerin, die seit vielen Jahren in Indien lebt, eröffnet neue Einsichten in eine Kultur, die sicher zu den einflussreichsten in diesem Jahrhundert gehören wird.
Webcode: https://www.chbeck.de/19126

Inhalt

Einleitung

Der hierarchische Mensch
Das Familiennetz
Autorität in Familie und Gesellschaft
Indische Kultur und Führung

Die innere Erfahrung des Kastenwesens
Schmutz und Diskriminierung
Kaste und Mittelklasse

Die indische Frau: Tradition und Moderne
Eine Tochter wird geboren
Die Diskriminierung der Mädchen
In die Pubertät kommen
Ehe: Ist Liebe nötig?
Das Heim und die Welt

Sexualität
Sex im alten Indien
Sex und städtisches Leben im 3. Jahrhundert in Indien
Frauen im Kamasutra
Liebe in klassischen Zeitalter
Sexualität in Tempeln und in der Literatur des Mittelalters
Sexualität der Gegenwart
Sexualität und Gesundheit
Jungfrauen und andere
Sexualität und Heirat
Ein Thema männlicher Sexualität
Alternative Sexualitäten

Gesundheit und Heilung
Der Körper bei Gesundheit und Krankheit im Ayurveda
Ein Besuch beim ayurvedischen Arzt
Nahrung und die indische Psyche
Gesundheit und moderne Medizin
Betrachtungen von Sterben und Tod

Religion und Spiritualität
Der Hindu-Nationalist
Der flexible Hindu

Konflikte zwischen Hindus und Muslimen
Das Bild der Hindus von den Muslimen
Das Bild der Muslime von den Hindus
Vom Konflikt zur Gewalt
Die Rolle religiös-politischer Demagogen
Gerüchte und Ausschreitungen
Die Moral der Gewalt
Die Zukunft hindu-muslimischer Konflikte

Die indische Psyche
Die hinduistische Weltanschauung
Das Lebensziel
Falsch und richtig
Karma, Wiedergeburt und die indische Psyche
Ich und andere: Trennung und Verbindung
Männlich und weiblich

Anmerkungen

Pressestimmen

"Kann es dennoch so etwas geben wie eine indische Identität, einen gemeinsamen Nenner in einem vielfältigen Volk? (...) Die Autoren Sudhir und Katherina Kakar, ein indischer Psychoanalytiker und eine deutsche Religionswissenschaftlerin, werfen den Blick von innen und von außen auf das Land, beschreiben vorsichtig Gemeinsamkeiten: den Stellenwert der Familie zum Beispiel, das Kastenwesen, die Einstellung zum Körper."
Anne-Dore Krohn, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8. Oktober 2006


"All das ist flüssig, manchmal anekdotisch erzählt, deshalb anschaulich und lehrreich. Eine Lösungshilfe für einige der Rätsel, die uns Indien aufgibt."
ler, Die Welt, 30. September 2006


"Das Buch ist eine Fundgrube voller Aha-Effekte - nicht nur für Indien-Liebhaber, sondern für alle, die in Zeiten der Globalisierung über den Tellerrand des eigenen Kulturkreises hinausblicken wollen."
Rainer Traub, Spiegel special, September 2006


"Es eröffnet Einsichten in Kultur und Gesellschaft eines Landes, das eine immer wichtigere Rolle spielen wird."
Die Zeit, 31. August 2006


"Sudhir und Katherina Kakar erklären in ihrem neuen in ihrem neuen Buch der westlichen Welt die Inder. Knapp, klar und klug vermitteln sie, was deren Gesellschaft trotz Spannungen zusammenhält. (...) Sudhir und Katherina Kakars Buch ist eine wahre Fundgrube für Indienkenner.
(...) Die Beobachtungen, ob über Sexualität, Nationalismus oder den Hindu-Muslim-Konflikt, sind kluge Mischungen aus alter Kultur und lebendigen Alltags. Ein richtiges Standardwerk."
Renée Zucker, die tageszeitung, 7. Oktober 2006


"Eindringlich wird (...) die Diskriminierung der „unberührbaren“ geschildert, die die niedrigste Sprosse im Kastensystem besetzen. Aufschlussreich auch das Kapitel über die indische Familienstruktur: Wo noch der Gedanke der Großfamilie herrscht, gibt es keine WGs – aber auch kaum Altersheime."
Kaspar Renner, Der Tagesspiegel, 4. Oktober 2006


"Lesenswert ist deshalb das „Porträt einer Gesellschaft“, in dem sich die Religionswissenschaftlerin Katherina und der Psychoanalytiker Sudhir Kakar ohne exotische Fachtermini mit der Frage beschäftigen, was es heisst „indisch“ zu sein (...)."
Ulrich Baron, Tagesanzeiger, 3. Oktober 2006


"So kann man dieses Buch geradezu als Vorbereitung auf die Lektüre indischer Romane lesen, als Wegweiser, um diese besser zu verstehen."
Martin Kämpchen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2006


"Sudhir und Katharina Kakars Buch über die Inder („Die Inder. Porträt einer Gesellschaft“ C.H.Beck) vermag in Hinblick auf den diesjährigen Gast der Frankfurter Buchmesse (Indien eben) diese Unterschiede der allgemeinen Daseinsbewältigung anschaulich und deutlich vor Augen zu führen (...)".
Eberhard Rathgeb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2006


"Der Vorrang von Beziehungen über abstrakte Tugenden, ein zutiefst von der Ayuveda-Medizin geprägtes Körperbewusstsein, die Obsession mir Reinheit, Nahrung und Verdauungsvorgängen, die spirituelle Grundfärbung der Seele – auf all dies und viel mehr wird die indische Psyche klug und differenziert abgeklopft."
Kathrin Meier-Rust, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 1. Oktober 2006


"Von deutschen Philosophen hielt nur Schelling Theorie für erzählbar. Sie kannten nicht Sudhir Kakar, der zusammen mit der Religionswissenschaftlerin Katharina Kakar, „die“ Inder in einer großartigen Erzählung porträtiert. In einem Land, wo „die Unterbrechung einer Geschichte als ebenso große Sünde galt wie der Mord an einem Brahmanen“, konnte die Erzähltradition naturgemäß nicht abreißen Farben, Farben, Farben und dennoch Klarheit und keine Spur von Ethnokitsch."
Persönliche Empfehlung im Oktober von Caroline Neubaur (Berlin), www.SWR.de/bestenliste


"Den beiden ist ein sehr lesbares und facettenreiches Buch gelungen, das die gemeinsame Identität "der Inder" in ihrer historischen Kontinuität, ihrer Homogenität sowie ihrer zivilisatorischen Einzigartigkeit aufzuspüren versucht. Es ist ein schillerndes Porträt des modernen Indien entstanden (...)
Brillante Streifzüge durch die Themen Familienbeziehungen, Sexualität, Gesundheit und Körpervorstellungen stützen Behauptungen über eine "indische Essenz", welche vorwiegend im Unbewussten der "indischen Psyche" lokalisiert wird."
Shalini Randeria, Neue Zürcher Zeitung, 2. Oktober 2006