Leseprobe Merken

Kijowska, Marta

Polen, das heißt nirgendwo

Ein Streifzug durch Polens literarische Landschaften

Ein Streifzug durch Polens literarische Landschaft

Für kaum eine andere europäische Nation war das 20. Jahrhundert eine solche Herausforderung wie für die Polen: Der Kampf um die Wiedererlangung der staatlichen Souveränität, der Erste Weltkrieg, die unruhigen Zwischenkriegsjahre, in denen der Aufbau des neuen Staates mit dem Heraufziehen des Faschismus in Europa einherging, der Zweite Weltkrieg, der das Land völlig verwüstete, die 45-jährige Ära des Kommunismus, die seinen wirtschaftlichen Ruin mit sich brachte, und schließlich die Zeit nach der Wende, in der es galt, moderne Strukturen des öffentlichen Lebens zu schaffen – all das setzte sich zu einem sehr bewegten Kapitel der polnischen Geschichte zusammen und fand freilich auch seinen Niederschlag in der Literatur: Nicht nur in der Zahl literarischer Werke und in der Themenwahl, sondern auch darin, daß die im Laufe des Jahrhunderts wechselnden Zentren des literarischen Lebens einen unterschiedlichen Charakter hatten. Mal war er Folge der politischen Situation, mal Ausgeburt einer Mode, mal resultierte er aus der geographischen Eigenart des jeweiligen Hinterlandes. Und immer und überall – ob in Warschau, Krakau, Zakopane, Lemberg, Wilna, Danzig oder Paris, dem Exilmekka der Polen – wurde er von einer oder mehreren Literatenpersönlichkeiten geprägt.
Das neue Buch von Marta Kijowska ist eine Reise durch diese wechselnden Zentren, bei der sie die wichtigsten dieser „Literaturlandschaften“ charakterisiert. Es geht ihr nicht darum, alle Erscheinungen, Richtungen, Moden und Stile zu schildern, geschweige denn eine vollständige „Geschichte der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts“ zu schaffen. Sie erzählt vielmehr die mit einem Ort und einer bestimmten Zeitspanne verbundenen literarischen Ereignisse und zeigt dabei die historischen, politischen und kulturellen Zusammenhänge und Querverbindungen.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-56375-1

Erschienen am 15. August 2007

220 S.

Hardcover

Hardcover 19,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort 

Krakau und Zakopane der Jahrhundertwende

Warschau der Zwischenkriegszeit

Wilna der späten Dreißigerjahre

Lemberg und Ostgalizien

Polen unter Krieg und Okkupation 

Paris – Zentrum der polnischen Nachkriegsemigration

Warschau der Fünfziger und Sechzigerjahre

Krakau der Siebzigerjahre

Der literarische Untergrund der Achtzigerjahre

Die polnische Literaturlandschaft nach der Wende

Anhang
Quellennachweis
Anmerkung
Pressestimmen

Pressestimmen

"Die Publizistin Marta Kijowska legt nun einen lesenswerten Band vor, in dem sie die verschiedenen Orte der polnischen Literatur vorstellt. Dabei wird deutlich, wie sich das Gravitationszentrum der polnischen Literatur je nach Epoche innerhalb des Landes verlagerte. (...) Marta Kijowska entwirft in ihrem Buch eine faszinierende literarische Landkarte, die gleichzeitig zur Wieder- und Neuentdeckung eines noch viel zu wenig bekannten Textuniversums verlockt."
Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 19./20. April 2008



"Am überzeugendsten gelingt Kijowska die gesellschaftliche Verortung der Literatur nach 1989. Von der Last befreit, Hüter der nationalen Identität im Kampf gegen kulturelle und politische Fremdherrschaft zu sein, wandten die Autoren sich neuen Themen zu."
Andreas Mix, Berliner Zeitung, 21. Februar 2007



"In zehn stringenten Kapiteln werden die historischen Orte des literarischen Lebens und ihre wichtigsten Progatonisten vor dem Hintergrund der zeitgeschichtlichen Entwicklungen skiziiert. Letzteres gilt - mit besonderem Akzent auf dem Politischen - vor allem für die Zeit seit der deutschen Okkupation Polens 1939 bis zum Ende der kommunistischen Herrschaft: Hier brilliert Kijowska mit einer beeidnruckenden Fülle von Detailkenntnissen, wie sie sich auf einem relativ knappen Raum in so präziser Geschlossenheit der Darstelllung kaum anderswo finden dürften."
Adelbert Reif, Universitas, Januar 2008



"Kijowska nimmt mit ihrem Buch eine wichtige Vermittlerfunktion ein. Es ist es ein Bindeglied zwischen einem rein akademischen, spezialisierten, slawistischen Diskurs und einer interessierten Leserschaft, die ganz einfach etwas mehr über polnische Literatur erfahren möchte. Diese Schnittstelle wird selten genug besetzt. 'Vademecum', scheint Kijowska dem Leser zuzurufen, und man folgt ihr gerne."
Daniel Henseler, literaturkritik.de, Nr. 11, November 2007



"Wohl keine andere europäische Literatur des 20. Jahrhunderts kreist so eng um die Probleme der eigenen Nation wie die polnische. (...)
Marta Kijowska (...) versteht es, ihr tiefgründiges Wissen im lockeren Plauderton darzubieten. So ist dieses Buch auch als Einführung in die komplexen Zusammenhänge von literarischem Leben und Politik in unserem Nachbarland für den interessierten Leser bestens geeignet."
Martin Sander, Deutschlandradio Kultur, 25. Oktober 2007



"Dabei versteht es Marta Kijowska, ihr Wissen über die polnische Literatur des 20. Jahrhunderts und deren Voraussetzungen im lockeren Plauderton darzubieten. So ist dieses Buch auch als Einführung in die komplexen Zusammenhänge von literarischem Leben und Politik in unserem Nachbarland bestens geeignet."
Uwe Kossack, SWR2, 19. Oktober 2007



"Marta Kijowska, die 1955 in Krakau zur Welt kam und seit 1979 vorwiegend in München lebt,versteht es, ihr tiefgründiges Wissen über die polnische Literatur des 20. Jahrhunderts und ihre gesellschaftlichen Bedingungen im lockeren Plauderton darzubieten. So ist dieses Buch auch als Einführung in die komplexen Zusammenhänge von literarischem Leben und Politik in unserem Nachbarland für den interessierten Leser bestens geeignet."
Martin Sander, DeutschlandRadio Kultur, 16. August 2007



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-56375-1

Erschienen am 15. August 2007

220 S.

Hardcover

Hardcover 19,90 € Kaufen

Kijowska, Marta

Polen, das heißt nirgendwo

Ein Streifzug durch Polens literarische Landschaften

Ein Streifzug durch Polens literarische Landschaft

Für kaum eine andere europäische Nation war das 20. Jahrhundert eine solche Herausforderung wie für die Polen: Der Kampf um die Wiedererlangung der staatlichen Souveränität, der Erste Weltkrieg, die unruhigen Zwischenkriegsjahre, in denen der Aufbau des neuen Staates mit dem Heraufziehen des Faschismus in Europa einherging, der Zweite Weltkrieg, der das Land völlig verwüstete, die 45-jährige Ära des Kommunismus, die seinen wirtschaftlichen Ruin mit sich brachte, und schließlich die Zeit nach der Wende, in der es galt, moderne Strukturen des öffentlichen Lebens zu schaffen – all das setzte sich zu einem sehr bewegten Kapitel der polnischen Geschichte zusammen und fand freilich auch seinen Niederschlag in der Literatur: Nicht nur in der Zahl literarischer Werke und in der Themenwahl, sondern auch darin, daß die im Laufe des Jahrhunderts wechselnden Zentren des literarischen Lebens einen unterschiedlichen Charakter hatten. Mal war er Folge der politischen Situation, mal Ausgeburt einer Mode, mal resultierte er aus der geographischen Eigenart des jeweiligen Hinterlandes. Und immer und überall – ob in Warschau, Krakau, Zakopane, Lemberg, Wilna, Danzig oder Paris, dem Exilmekka der Polen – wurde er von einer oder mehreren Literatenpersönlichkeiten geprägt.
Das neue Buch von Marta Kijowska ist eine Reise durch diese wechselnden Zentren, bei der sie die wichtigsten dieser „Literaturlandschaften“ charakterisiert. Es geht ihr nicht darum, alle Erscheinungen, Richtungen, Moden und Stile zu schildern, geschweige denn eine vollständige „Geschichte der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts“ zu schaffen. Sie erzählt vielmehr die mit einem Ort und einer bestimmten Zeitspanne verbundenen literarischen Ereignisse und zeigt dabei die historischen, politischen und kulturellen Zusammenhänge und Querverbindungen.
Webcode: https://www.chbeck.de/21216

Inhalt

Vorwort 

Krakau und Zakopane der Jahrhundertwende

Warschau der Zwischenkriegszeit

Wilna der späten Dreißigerjahre

Lemberg und Ostgalizien

Polen unter Krieg und Okkupation 

Paris – Zentrum der polnischen Nachkriegsemigration

Warschau der Fünfziger und Sechzigerjahre

Krakau der Siebzigerjahre

Der literarische Untergrund der Achtzigerjahre

Die polnische Literaturlandschaft nach der Wende

Anhang
Quellennachweis
Anmerkung

Pressestimmen

"Die Publizistin Marta Kijowska legt nun einen lesenswerten Band vor, in dem sie die verschiedenen Orte der polnischen Literatur vorstellt. Dabei wird deutlich, wie sich das Gravitationszentrum der polnischen Literatur je nach Epoche innerhalb des Landes verlagerte. (...) Marta Kijowska entwirft in ihrem Buch eine faszinierende literarische Landkarte, die gleichzeitig zur Wieder- und Neuentdeckung eines noch viel zu wenig bekannten Textuniversums verlockt."
Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 19./20. April 2008


"Am überzeugendsten gelingt Kijowska die gesellschaftliche Verortung der Literatur nach 1989. Von der Last befreit, Hüter der nationalen Identität im Kampf gegen kulturelle und politische Fremdherrschaft zu sein, wandten die Autoren sich neuen Themen zu."
Andreas Mix, Berliner Zeitung, 21. Februar 2007


"In zehn stringenten Kapiteln werden die historischen Orte des literarischen Lebens und ihre wichtigsten Progatonisten vor dem Hintergrund der zeitgeschichtlichen Entwicklungen skiziiert. Letzteres gilt - mit besonderem Akzent auf dem Politischen - vor allem für die Zeit seit der deutschen Okkupation Polens 1939 bis zum Ende der kommunistischen Herrschaft: Hier brilliert Kijowska mit einer beeidnruckenden Fülle von Detailkenntnissen, wie sie sich auf einem relativ knappen Raum in so präziser Geschlossenheit der Darstelllung kaum anderswo finden dürften."
Adelbert Reif, Universitas, Januar 2008


"Kijowska nimmt mit ihrem Buch eine wichtige Vermittlerfunktion ein. Es ist es ein Bindeglied zwischen einem rein akademischen, spezialisierten, slawistischen Diskurs und einer interessierten Leserschaft, die ganz einfach etwas mehr über polnische Literatur erfahren möchte. Diese Schnittstelle wird selten genug besetzt. 'Vademecum', scheint Kijowska dem Leser zuzurufen, und man folgt ihr gerne."
Daniel Henseler, literaturkritik.de, Nr. 11, November 2007


"Wohl keine andere europäische Literatur des 20. Jahrhunderts kreist so eng um die Probleme der eigenen Nation wie die polnische. (...)
Marta Kijowska (...) versteht es, ihr tiefgründiges Wissen im lockeren Plauderton darzubieten. So ist dieses Buch auch als Einführung in die komplexen Zusammenhänge von literarischem Leben und Politik in unserem Nachbarland für den interessierten Leser bestens geeignet."
Martin Sander, Deutschlandradio Kultur, 25. Oktober 2007


"Dabei versteht es Marta Kijowska, ihr Wissen über die polnische Literatur des 20. Jahrhunderts und deren Voraussetzungen im lockeren Plauderton darzubieten. So ist dieses Buch auch als Einführung in die komplexen Zusammenhänge von literarischem Leben und Politik in unserem Nachbarland bestens geeignet."
Uwe Kossack, SWR2, 19. Oktober 2007


"Marta Kijowska, die 1955 in Krakau zur Welt kam und seit 1979 vorwiegend in München lebt,versteht es, ihr tiefgründiges Wissen über die polnische Literatur des 20. Jahrhunderts und ihre gesellschaftlichen Bedingungen im lockeren Plauderton darzubieten. So ist dieses Buch auch als Einführung in die komplexen Zusammenhänge von literarischem Leben und Politik in unserem Nachbarland für den interessierten Leser bestens geeignet."
Martin Sander, DeutschlandRadio Kultur, 16. August 2007