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Leonhard, Jörn

Der überforderte Frieden

Versailles und die Welt 1918-1923

Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie sollte man ihn beenden? Meisterhaft und mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt zwischen 1918 und 1923 um eine neue Friedensordnung rang und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Die Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, schuf Enttäuschungen und Konflikte, die das 20. Jahrhundert prägen sollten und deren Ausläufer bis in unsere Gegenwart reichen.

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Bibliografie

978-3-406-72506-7

Erschienen am 09. Oktober 2018

1531 S., mit 88 Abbildungen und 15 Karten

Hardcover

Hardcover 39,95 € Kaufen
Inhalt

Inhalt

I. «Die ganze Welt wird anders»: Vergangenheit und Zukunft am Ende des Krieges

II. Hohe Erwartungen, offene Ausgänge: Die Scharniere des Krieges 1916 bis 1918

1. Kriegsziele, Friedensinitiativen und die paradoxe Ökonomie der Opfer
2. Neue Utopien und entfernte Verwandtschaft: Weltrevolution, Weltdemokratie, Selbstbestimmung
3. Asymmetrischer Frieden und progressive Rhetorik: Brest-Litowsk und die Vierzehn Punkte Woodrow Wilsons
4. Die ideologischen Arsenale des Friedens

III. Reiche und Revolutionen: Das lange Kriegsende im Herbst 1918

1. Aufteilen und Erhalten: Das Ende des Krieges im Osmanischen Reich
2. Loyalitätswandel und Legitimitätskrise: Der Zerfall der Habsburgermonarchie
3. Fragiler Konsens, überzogene Hoffnungen: Der lange Weg der Alliierten und Deutschen nach Compiègne
4. Drei Waffenstillstände zwischen Kapitulation und Revolution

IV. Triumph und Trauer: Der globale November 1918

1. Herausfinden und Zurückfinden: Der November 1918 der Soldaten
2. Emotion und Epoche: Heimatfronten zwischen Restabilisierung und Verunsicherung
3. Kapitulation und Ermächtigung: Das weltweite Kriegsende
4. Gespiegelte Geschichte? August 1914 und November 1918

V. Nach dem Krieg, vor dem Frieden: Das «Traumland» zwischen November 1918 und Frühjahr 1919

1. Kurze Wege nach Paris: Erschöpfte Sieger und erhoffte Friedensdividenden in Europa
2. Lange Reisen nach Europa: Globale Akteure und konkurrierende Erwartungen
3. Entscheidungen, Bedrohungen, Vorbereitungen: Die Zwischenzeit der deutschen Republik
4. Variationen und Improvisationen der Niederlage: Österreich und Ungarn zwischen Revolution und Frieden
5. Nach dem Imperium: Staatsbildung und umkämpfte Souveränität in Ostmittel- und Südosteuropa
6. Erosion und Intervention: Übergangszonen zwischen Russland und dem Osmanischen Reich
7. Ansprüche und Visionen: Kolonialgesellschaften nach dem Krieg
8. Vor Paris: Die Hypotheken der Zwischenzeit

VI. Aus dem Krieg und wieder zu Hause: Demobilisierte Gesellschaften und remobilisierte Gewalt

1. Zurückkehren und empfangen werden: Von Soldaten zu Veteranen
2. Rekonstruktion, Reintegration und Exklusion: Die widersprüchliche Heimat des Nachkrieges
3. Unterwegs und dazwischen: Flüchtlinge, Staatenlose und der Kampf um Anerkennung und Status
4. Übergänge und Entgrenzungen: Das Kontinuum der Gewalt
5. Utopie und Untergang: Intellektuelle Diagnosen und Aufbrüche
6. Nach dem Krieg: Generationen und Frakturen

VII. Moral und Interesse: Die Pariser Friedenskonferenz ab Januar 1919

1. Eröffnen und Ausschließen, Anwesende und Abwesende: Die Widersprüche der Konferenz
2. Wissen, Arkanum und Öffentlichkeit: Die Konferenz der Experten, Diplomaten und Journalisten
3. Vertrauensvorschuss und Glaubwürdigkeitskrise: Der Kampf um die Völkerbundakte
4. Dekolonisierungsimpuls und Machtinteresse: Der Testfall der Mandate und die Zukunft des Kolonialismus
5. Das Vakuum der postimperialen Zusammenbruchzone: Konkurrierende Ansprüche in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa
6. Ansprüche und Wirklichkeiten: Der Nahe Osten in Paris
7. Verflochtene Agenden: Deutschlands Status, Polens Staat,Frankreichs Sicherheit
8. Schuld und Schulden: Von der moralischen zur politischen Ökonomie der Reparationsfrage
9. Der Krieg als Verbrechen: Auf der Suche nach einer internationalen Rechtsordnung
10. Saarland und Fiume, Schantung und Kleinasien: Die Krise der Konferenz im April 1919
11. Nebenbühnen, Katzentische, Hinterzimmer: Globale und postkoloniale Vorstellungen jenseits der Friedenskonferenz
12. Der Preis der Kompromisse: Stabilisierungsleistung und Aporien auf der Pariser Friedenskonferenz im Frühjahr 1919

VIII. Die polyzentrische Krise: Paris und die Welt seit März 1919

1. Die Präsenz der Abwesenden: Revolutionärer Internationalismus und nationale Behauptung in Russland und Ungarn
2. Die bedrohte Republik und die Diskussion der Schuldfrage: Das lange Warten der Deutschen bis Mai 1919
3. Ermächtigung und Emanzipation: Die Eigenlogik der globalen Krisenschwellen
4. Universalismus der Versprechen, Partikularismus der Kontexte: Über Gleichzeitigkeit und Kausalität

IX. Kalkül und Emotion: Versailles im Sommer 1919

1. Unterstellte Demütigung und verletzte Ehre: Der Vertragsentwurf vom 7. Mai 1919
2. Inkrementale Lösungen und emotionale Überwölbung: Der Kampf um die Annahme des Friedensvertrags
3. Die Grenzen der Inszenierung: Von der Unterzeichnung zur Friedensfeier
4. Der Weg nach Versailles und das Versagen der politischen Kommunikation.

X. Postimperiale Räume: Verträge und Revisionen 1919 bis 1923

1. Rechtsnachfolge, Anschluss, Rumpfstaat? Österreich und die Konferenz von Saint-Germain
2. Innenpolitische Belastung und kollektives Trauma: Bulgarien in Neuilly und Ungarn in Trianon
3. Von Sèvres nach Lausanne, von Istanbul nach Ankara: Vertragsrevision und Souveränitätsanspruch der Türkei 1919 bis 1923
4. Imperiale Erosion und koloniale Expansion? Der Nahe und Mittlere Osten.

XI. Nach Paris: Das lange Ringen um eine Nachkriegsordnung

1. Bedingter Frieden: Revisionsanläufe und Weltvisionen nach dem Sommer 1919
2. Fluide Formationen: Staatsbildung, Statuskonflikte und Stabilisierungsansätze in Ostmittel- und Südosteuropa
3. Belagerte Republik: Die Krisen des deutschen Nachkrieges bis 1923
4. Untergangsvision und Aufbruchssignal: Liberalismus und Massendemokratie nach 1918

XII. Eine globale Epochenschwelle: Der überforderte Frieden und das 20. Jahrhundert

Anhang
Anmerkungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Karten
Bildnachweis
Dank
Personenregister
Sach- und Ortsregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Mit Leonhards Analyse beginnt eine neue Epoche der Weltkriegsgeschichte."
Hans-Ulrich Wehler zu "Die Büchse der Pandora"



"Wer Leonhards monumentales Buch liest, sieht schärfer, in welcher Welt wir zu leben haben.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Stephan Speicher



"Anschaulich und perspektivenreich (…) In seinem großen, Maßstäbe setzenden Buch ‚Der überforderte Frieden‘ erzählt Jörn Leonhard eine Globalgeschichte dieser Zeitenwende.“
Süddeutsche Zeitung, Jens Bisky



"Mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonard, wie die Welt von Krieg in den Frieden schlitterte und was diese Zeitwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete."
ZEIT



"Herausragend!"
Alexander Jungkunz, Nürnberger Nachrichten



"Jörn Leonhard erkundet in seinem eindrucksvollen Buch die Ereignisse in Europa und weit darüber hinaus."



"Wie sehr sein Thema ‚Versailles und die Welt 1918 – 1923‘ und dessen Folgen bis in unsere Gegenwart prägend hineinreichen, lässt sich umfassender kaum schildern.“
Sächsische Zeitung, Oliver Reinhard



"Der Historiker Jörn Leonhard plädiert für eine Neubewertung der Weimarer Republik. Und erklärt, welche Leistungen in dieser jungen deutschen Demokratie vollbracht wurden. Vor allem weist Leonhard aber auch die vielen Verweise auf „Weimarer Verhältnisse“ zurück, die in unserer Gegenwart angeblich herrschen würden.“
t-online.de, Marc von Lüpke



"Leonhard legt eine überbordende, schillernde Studie über Jahre vor, deren Entscheidungen noch die Welt von heute prägen.“
Landeszeitung, Joachim Zießler



"Binnen vier Jahren hat er zwei insgesamt 2000 Seiten starke Werke zu Erstem Weltkrieg und Versailler Friedensvertrag vorgelegt und dabei anschaulich zusammengefasst, welche Umbrüche die Welt zwischen 1913 und 1923 erlebte.“
Der Sonntag, Anton Nachbar



„In dieses Zeitreise-Buch kann man sich versenken (…) Ein Standartwerk."
Die Literarische WELT, Marc Reichwein



Medien
Veranstaltungen

Veranstaltungen

Neudietendorf

17. November 2018

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

"Utopie und Untergang: Intellektuelle Bilanzen im Übergang vom Krieg zum Frieden 1918/19" - ein Vortrag von Jörn Leonhard

Tagung: "Der Sommer zog über die Gräber her. Schriftsteller und der Erste Weltkrieg"

Veranstaltungsort: Tagungs- und Begegnungsstätte Zinzendorfhaus Neudietendorf

Neudietendorf , Zinzendorfplatz 3

Web: Zur Veranstaltungsseite

Düsseldorf

20. November 2018

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Lesung & Gespräch

Vortrag von Jörn Leonhard

Moderation: Dr. Frank Vollmer (Rheinische Post)
Veranstalter: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Veranstaltungsort: Haus der Universität

Düsseldorf , Schadowplatz 14

München

26. November 2018

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Jörn Leonhard

eine Veranstaltung des Historischen Kollegs in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie, dem Kulturreferat der LH München und dem Verlag C.H.Beck

Jörn Leonhard im Gespräch mit Andreas Wirsching


um Anmeldung wird gebeten

Veranstaltungsort: Historisches Kolleg

München , Kaulbachstraße 15

Web: Zur Veranstaltungsseite

Eintritt: Eintritt frei

Stuttgart

27. November 2018

19:15 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Diskussion

Podiumsdiskussion: "November 1918: das Ende der Kriegsgesellschaften in Deutschland, Belgien und Frankreich"

Moderation: Prof. Dr. Wolfram Pyta

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Stuttgart

Stuttgart , Mailänder Platz 1

Brüssel

29. November 2018

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Lesung & Gespräch

Lesung und Gespräch mit Jörn Leonhard

Durch die Podiumsdiskussion führt Prof. Dr. Martin Kohlrausch (Leuven)

Veranstaltungsort: Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU

Brüssel , Rue Belliard 60 - 62

Bochum

4. Dezember 2018

19:30 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag "Der Versailler Vertrag" - von Jörn Leonhard

Veranstaltungsort: Evangelische Stadtakademie Bochum

Bochum , Westring 26 A

Saarbrücken

5. Dezember 2018

18:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag von Jörn Leonhard: "A Peace to end all Peace"? Der Versailler Vertrag und das 20. Jahrhundert

Im Rahmen der Vortragsreihe 100 Jahre Versailler Vertrag

Veranstaltungsort: Politische Akademie der SDS

Saarbrücken , Europaallee 18

Schwabmünchen

6. Dezember 2018

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag von Jörn Leonhard

Veranstaltungsort: Leonhard-Wagner-Gymnasium

Schwabmünchen , Breitweg 16

Freiburg

13. Dezember 2018

20:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag von Jörn Leonhard

100 Jahre Weimarer Republik: Alles für das Volk. Alles durch das Volk.
Vortragsreihe mit fünf Terminen im Rahmen des Colloquium politicum.

Moderation: Prof. Dr. Michael Walter

Veranstaltungsort: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, KG I, HS 1199

Freiburg , Platz der Universität 3

Dortmund

20. Dezember 2018

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Buchpräsentation

Buchvorstellung mit Jörn Leonhard

Veranstaltungsort: Stadtarchiv Dortmund

Dortmund , Märkische Str. 14

Offenburg

16. Januar 2019

20:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Lesung & Gespräch

“ConTEXT – Lesungen und Vorträge zu Zeitfragen”: Vortrag von Jörn Leonhard

Veranstalter: Stadtbibliothek Offenburg und das Museum und Archiv im Ritterhaus

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Offenburg

Offenburg , Weingartenstrasse 32/34

Stuttgart

28. Februar 2019

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag von Jörn Leonhard

Veranstaltungsort: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Stuttgart , Urbansplatz 2

Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-72506-7

Erschienen am 09. Oktober 2018

1531 S., mit 88 Abbildungen und 15 Karten

Hardcover

Hardcover 39,95 € Kaufen

Leonhard, Jörn

Der überforderte Frieden

Versailles und die Welt 1918-1923

Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie sollte man ihn beenden? Meisterhaft und mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt zwischen 1918 und 1923 um eine neue Friedensordnung rang und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Die Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, schuf Enttäuschungen und Konflikte, die das 20. Jahrhundert prägen sollten und deren Ausläufer bis in unsere Gegenwart reichen.
Webcode: https://www.chbeck.de/24058575

Inhalt

Inhalt

I. «Die ganze Welt wird anders»: Vergangenheit und Zukunft am Ende des Krieges

II. Hohe Erwartungen, offene Ausgänge: Die Scharniere des Krieges 1916 bis 1918

1. Kriegsziele, Friedensinitiativen und die paradoxe Ökonomie der Opfer
2. Neue Utopien und entfernte Verwandtschaft: Weltrevolution, Weltdemokratie, Selbstbestimmung
3. Asymmetrischer Frieden und progressive Rhetorik: Brest-Litowsk und die Vierzehn Punkte Woodrow Wilsons
4. Die ideologischen Arsenale des Friedens

III. Reiche und Revolutionen: Das lange Kriegsende im Herbst 1918

1. Aufteilen und Erhalten: Das Ende des Krieges im Osmanischen Reich
2. Loyalitätswandel und Legitimitätskrise: Der Zerfall der Habsburgermonarchie
3. Fragiler Konsens, überzogene Hoffnungen: Der lange Weg der Alliierten und Deutschen nach Compiègne
4. Drei Waffenstillstände zwischen Kapitulation und Revolution

IV. Triumph und Trauer: Der globale November 1918

1. Herausfinden und Zurückfinden: Der November 1918 der Soldaten
2. Emotion und Epoche: Heimatfronten zwischen Restabilisierung und Verunsicherung
3. Kapitulation und Ermächtigung: Das weltweite Kriegsende
4. Gespiegelte Geschichte? August 1914 und November 1918

V. Nach dem Krieg, vor dem Frieden: Das «Traumland» zwischen November 1918 und Frühjahr 1919

1. Kurze Wege nach Paris: Erschöpfte Sieger und erhoffte Friedensdividenden in Europa
2. Lange Reisen nach Europa: Globale Akteure und konkurrierende Erwartungen
3. Entscheidungen, Bedrohungen, Vorbereitungen: Die Zwischenzeit der deutschen Republik
4. Variationen und Improvisationen der Niederlage: Österreich und Ungarn zwischen Revolution und Frieden
5. Nach dem Imperium: Staatsbildung und umkämpfte Souveränität in Ostmittel- und Südosteuropa
6. Erosion und Intervention: Übergangszonen zwischen Russland und dem Osmanischen Reich
7. Ansprüche und Visionen: Kolonialgesellschaften nach dem Krieg
8. Vor Paris: Die Hypotheken der Zwischenzeit

VI. Aus dem Krieg und wieder zu Hause: Demobilisierte Gesellschaften und remobilisierte Gewalt

1. Zurückkehren und empfangen werden: Von Soldaten zu Veteranen
2. Rekonstruktion, Reintegration und Exklusion: Die widersprüchliche Heimat des Nachkrieges
3. Unterwegs und dazwischen: Flüchtlinge, Staatenlose und der Kampf um Anerkennung und Status
4. Übergänge und Entgrenzungen: Das Kontinuum der Gewalt
5. Utopie und Untergang: Intellektuelle Diagnosen und Aufbrüche
6. Nach dem Krieg: Generationen und Frakturen

VII. Moral und Interesse: Die Pariser Friedenskonferenz ab Januar 1919

1. Eröffnen und Ausschließen, Anwesende und Abwesende: Die Widersprüche der Konferenz
2. Wissen, Arkanum und Öffentlichkeit: Die Konferenz der Experten, Diplomaten und Journalisten
3. Vertrauensvorschuss und Glaubwürdigkeitskrise: Der Kampf um die Völkerbundakte
4. Dekolonisierungsimpuls und Machtinteresse: Der Testfall der Mandate und die Zukunft des Kolonialismus
5. Das Vakuum der postimperialen Zusammenbruchzone: Konkurrierende Ansprüche in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa
6. Ansprüche und Wirklichkeiten: Der Nahe Osten in Paris
7. Verflochtene Agenden: Deutschlands Status, Polens Staat,Frankreichs Sicherheit
8. Schuld und Schulden: Von der moralischen zur politischen Ökonomie der Reparationsfrage
9. Der Krieg als Verbrechen: Auf der Suche nach einer internationalen Rechtsordnung
10. Saarland und Fiume, Schantung und Kleinasien: Die Krise der Konferenz im April 1919
11. Nebenbühnen, Katzentische, Hinterzimmer: Globale und postkoloniale Vorstellungen jenseits der Friedenskonferenz
12. Der Preis der Kompromisse: Stabilisierungsleistung und Aporien auf der Pariser Friedenskonferenz im Frühjahr 1919

VIII. Die polyzentrische Krise: Paris und die Welt seit März 1919

1. Die Präsenz der Abwesenden: Revolutionärer Internationalismus und nationale Behauptung in Russland und Ungarn
2. Die bedrohte Republik und die Diskussion der Schuldfrage: Das lange Warten der Deutschen bis Mai 1919
3. Ermächtigung und Emanzipation: Die Eigenlogik der globalen Krisenschwellen
4. Universalismus der Versprechen, Partikularismus der Kontexte: Über Gleichzeitigkeit und Kausalität

IX. Kalkül und Emotion: Versailles im Sommer 1919

1. Unterstellte Demütigung und verletzte Ehre: Der Vertragsentwurf vom 7. Mai 1919
2. Inkrementale Lösungen und emotionale Überwölbung: Der Kampf um die Annahme des Friedensvertrags
3. Die Grenzen der Inszenierung: Von der Unterzeichnung zur Friedensfeier
4. Der Weg nach Versailles und das Versagen der politischen Kommunikation.

X. Postimperiale Räume: Verträge und Revisionen 1919 bis 1923

1. Rechtsnachfolge, Anschluss, Rumpfstaat? Österreich und die Konferenz von Saint-Germain
2. Innenpolitische Belastung und kollektives Trauma: Bulgarien in Neuilly und Ungarn in Trianon
3. Von Sèvres nach Lausanne, von Istanbul nach Ankara: Vertragsrevision und Souveränitätsanspruch der Türkei 1919 bis 1923
4. Imperiale Erosion und koloniale Expansion? Der Nahe und Mittlere Osten.

XI. Nach Paris: Das lange Ringen um eine Nachkriegsordnung

1. Bedingter Frieden: Revisionsanläufe und Weltvisionen nach dem Sommer 1919
2. Fluide Formationen: Staatsbildung, Statuskonflikte und Stabilisierungsansätze in Ostmittel- und Südosteuropa
3. Belagerte Republik: Die Krisen des deutschen Nachkrieges bis 1923
4. Untergangsvision und Aufbruchssignal: Liberalismus und Massendemokratie nach 1918

XII. Eine globale Epochenschwelle: Der überforderte Frieden und das 20. Jahrhundert

Anhang
Anmerkungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Karten
Bildnachweis
Dank
Personenregister
Sach- und Ortsregister

Pressestimmen

"Mit Leonhards Analyse beginnt eine neue Epoche der Weltkriegsgeschichte."
Hans-Ulrich Wehler zu "Die Büchse der Pandora"


"Wer Leonhards monumentales Buch liest, sieht schärfer, in welcher Welt wir zu leben haben.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Stephan Speicher


"Anschaulich und perspektivenreich (…) In seinem großen, Maßstäbe setzenden Buch ‚Der überforderte Frieden‘ erzählt Jörn Leonhard eine Globalgeschichte dieser Zeitenwende.“
Süddeutsche Zeitung, Jens Bisky


"Mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonard, wie die Welt von Krieg in den Frieden schlitterte und was diese Zeitwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete."
ZEIT


"Herausragend!"
Alexander Jungkunz, Nürnberger Nachrichten


"Jörn Leonhard erkundet in seinem eindrucksvollen Buch die Ereignisse in Europa und weit darüber hinaus."


"Wie sehr sein Thema ‚Versailles und die Welt 1918 – 1923‘ und dessen Folgen bis in unsere Gegenwart prägend hineinreichen, lässt sich umfassender kaum schildern.“
Sächsische Zeitung, Oliver Reinhard


"Der Historiker Jörn Leonhard plädiert für eine Neubewertung der Weimarer Republik. Und erklärt, welche Leistungen in dieser jungen deutschen Demokratie vollbracht wurden. Vor allem weist Leonhard aber auch die vielen Verweise auf „Weimarer Verhältnisse“ zurück, die in unserer Gegenwart angeblich herrschen würden.“
t-online.de, Marc von Lüpke


"Leonhard legt eine überbordende, schillernde Studie über Jahre vor, deren Entscheidungen noch die Welt von heute prägen.“
Landeszeitung, Joachim Zießler


"Binnen vier Jahren hat er zwei insgesamt 2000 Seiten starke Werke zu Erstem Weltkrieg und Versailler Friedensvertrag vorgelegt und dabei anschaulich zusammengefasst, welche Umbrüche die Welt zwischen 1913 und 1923 erlebte.“
Der Sonntag, Anton Nachbar


„In dieses Zeitreise-Buch kann man sich versenken (…) Ein Standartwerk."
Die Literarische WELT, Marc Reichwein

Veranstaltungen

Neudietendorf

17. November 2018

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

"Utopie und Untergang: Intellektuelle Bilanzen im Übergang vom Krieg zum Frieden 1918/19" - ein Vortrag von Jörn Leonhard

Tagung: "Der Sommer zog über die Gräber her. Schriftsteller und der Erste Weltkrieg"

Veranstaltungsort: Tagungs- und Begegnungsstätte Zinzendorfhaus Neudietendorf

Neudietendorf , Zinzendorfplatz 3

Web: Zur Veranstaltungsseite


Düsseldorf

20. November 2018

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Lesung & Gespräch

Vortrag von Jörn Leonhard

Moderation: Dr. Frank Vollmer (Rheinische Post)
Veranstalter: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Veranstaltungsort: Haus der Universität

Düsseldorf , Schadowplatz 14


München

26. November 2018

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Jörn Leonhard

eine Veranstaltung des Historischen Kollegs in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie, dem Kulturreferat der LH München und dem Verlag C.H.Beck

Jörn Leonhard im Gespräch mit Andreas Wirsching


um Anmeldung wird gebeten

Veranstaltungsort: Historisches Kolleg

München , Kaulbachstraße 15

Web: Zur Veranstaltungsseite

Eintritt: Eintritt frei


Stuttgart

27. November 2018

19:15 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Diskussion

Podiumsdiskussion: "November 1918: das Ende der Kriegsgesellschaften in Deutschland, Belgien und Frankreich"

Moderation: Prof. Dr. Wolfram Pyta

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Stuttgart

Stuttgart , Mailänder Platz 1


Brüssel

29. November 2018

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Lesung & Gespräch

Lesung und Gespräch mit Jörn Leonhard

Durch die Podiumsdiskussion führt Prof. Dr. Martin Kohlrausch (Leuven)

Veranstaltungsort: Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU

Brüssel , Rue Belliard 60 - 62


Bochum

4. Dezember 2018

19:30 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag "Der Versailler Vertrag" - von Jörn Leonhard

Veranstaltungsort: Evangelische Stadtakademie Bochum

Bochum , Westring 26 A


Saarbrücken

5. Dezember 2018

18:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag von Jörn Leonhard: "A Peace to end all Peace"? Der Versailler Vertrag und das 20. Jahrhundert

Im Rahmen der Vortragsreihe 100 Jahre Versailler Vertrag

Veranstaltungsort: Politische Akademie der SDS

Saarbrücken , Europaallee 18


Schwabmünchen

6. Dezember 2018

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag von Jörn Leonhard

Veranstaltungsort: Leonhard-Wagner-Gymnasium

Schwabmünchen , Breitweg 16


Freiburg

13. Dezember 2018

20:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag von Jörn Leonhard

100 Jahre Weimarer Republik: Alles für das Volk. Alles durch das Volk.
Vortragsreihe mit fünf Terminen im Rahmen des Colloquium politicum.

Moderation: Prof. Dr. Michael Walter

Veranstaltungsort: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, KG I, HS 1199

Freiburg , Platz der Universität 3


Dortmund

20. Dezember 2018

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Buchpräsentation

Buchvorstellung mit Jörn Leonhard

Veranstaltungsort: Stadtarchiv Dortmund

Dortmund , Märkische Str. 14


Offenburg

16. Januar 2019

20:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Lesung & Gespräch

“ConTEXT – Lesungen und Vorträge zu Zeitfragen”: Vortrag von Jörn Leonhard

Veranstalter: Stadtbibliothek Offenburg und das Museum und Archiv im Ritterhaus

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Offenburg

Offenburg , Weingartenstrasse 32/34


Stuttgart

28. Februar 2019

19:00 Uhr

Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Vortrag

Vortrag von Jörn Leonhard

Veranstaltungsort: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Stuttgart , Urbansplatz 2