Merken

Ritter, Henning

Nahes und fernes Unglück

Versuch über das Mitleid

Henning Ritter begibt sich in seinem Essay auf die Suche nach den Anfängen der Ungewissheit über unsere moralische Zukunft.

Er macht uns dazu vertraut mit einigen Figuren und Gedankenspielen von Balzac, Diderot und Rousseau, die einzig dazu ersonnen wurden, auf die moralischen Verwirrungen zu reagieren, die uns in der Moderne abverlangt werden: ein Mandarin in Peking, dessen Vermögen dem zufallen soll, der ihn über riesige Entfernung hinweg und durch bloße Willenskraft tötet; ein Philosoph, der sich die Ohren verstopft, damit er die Schreie des Unglücklichen nicht hört, der unter seinem Fenster ermordet wird. Bis hin zu Dostojewski, Freud und Jünger zieht sich die Spur dieser und anderer agents provocateurs der Moral, die uns auf die Probe stellen. Sind wir in einer globalisierten und kommerziell organisierten Welt dazu fähig, das Mitleid mit dem Leiden der Welt auszudehnen, oder zerfällt unser Ethos in eines für das nahe und eines für das ferne Unglück?

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-73629-2

Erschienen am 25. März 2019

3. Auflage, 2019

224 S.

Hardcover (In Leinen)

Schlagwörter

Sonstiges 19,95 € Kaufen
Inhalt
  1. Seinen Mandarin töten

    1. Rastignac zögert
    2. Lob der Einfachheit
    3. Unglück in weiter Ferne
    4. Die Wüste des Egoismus
    5. Gedanken, die töten
    6. Ein bewegliches Gewissen
    7. Groß und klein, nah und fern
    8. Ein gewalttätiger Denker
    9. Der Knoten der Menschlichkeit
    10. Der Mensch im Menschen
    11. Glück, auf Unglück gebaut
    12. Die Enttäuschung des Krieges
    13. Das Schulterzucken des Bürgers

    II. Moralische Geographie

    14. Interesse regiert die Welt
    15. Lob der Verschiedenheit
    16. Dieseits Wahheit, jenseits Irrtum
    17. Über die Linie
    18. Vermessung der Moral
    19. Eine einzige Moral
    20. Große und kleine Staaten
    21. Das republikanische Dilemma
    22. Die Grenzen der Gleichheit
    23. Geschlossene und offene Gesellschaften

    III. Blicke auf ferne Katastrophen

    24. Alles ist gut in Lissabon
    25. Furcht und Mitleid
    26. Eine Katastrophe in China
    27. Warnung vor allgemeiner Menschenliebe
    28. Dialog mit dem Doppelgänger
    29. Die Verwandlung des Zuschauers
    30. Mitgefühlt mit Irren und Toten
    31. Firlefanz und Tand
    32. Eine gigantische Zweckentfremdung

    IV. Der Philosoph, der sich die Ohren verstopft

    33. Unzeitgemäße Betrachtungen
    34. Zweideutige Ratschläge
    35. Eine Theorie des Mitleids
    36. Unbehagen an der Philsosphie
    37. Egoismus und Menschheitswohl
    38. Fanatismus der Gleichgültigkeit
    39. Atheismus als Versuchung
    40. Doppelte Autorschaft
    41. Ein verdecktes Gespräch
    42. Das aus der Art geschlagene Tier
    43. Ein Feind des Menschengeschlechts

 

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-73629-2

Erschienen am 25. März 2019

3. Auflage , 2019

224 S.

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 19,95 € Kaufen

Ritter, Henning

Nahes und fernes Unglück

Versuch über das Mitleid

Henning Ritter begibt sich in seinem Essay auf die Suche nach den Anfängen der Ungewissheit über unsere moralische Zukunft.

Er macht uns dazu vertraut mit einigen Figuren und Gedankenspielen von Balzac, Diderot und Rousseau, die einzig dazu ersonnen wurden, auf die moralischen Verwirrungen zu reagieren, die uns in der Moderne abverlangt werden: ein Mandarin in Peking, dessen Vermögen dem zufallen soll, der ihn über riesige Entfernung hinweg und durch bloße Willenskraft tötet; ein Philosoph, der sich die Ohren verstopft, damit er die Schreie des Unglücklichen nicht hört, der unter seinem Fenster ermordet wird. Bis hin zu Dostojewski, Freud und Jünger zieht sich die Spur dieser und anderer agents provocateurs der Moral, die uns auf die Probe stellen. Sind wir in einer globalisierten und kommerziell organisierten Welt dazu fähig, das Mitleid mit dem Leiden der Welt auszudehnen, oder zerfällt unser Ethos in eines für das nahe und eines für das ferne Unglück?
Webcode: https://www.chbeck.de/28177154

Inhalt

  1. Seinen Mandarin töten

    1. Rastignac zögert
    2. Lob der Einfachheit
    3. Unglück in weiter Ferne
    4. Die Wüste des Egoismus
    5. Gedanken, die töten
    6. Ein bewegliches Gewissen
    7. Groß und klein, nah und fern
    8. Ein gewalttätiger Denker
    9. Der Knoten der Menschlichkeit
    10. Der Mensch im Menschen
    11. Glück, auf Unglück gebaut
    12. Die Enttäuschung des Krieges
    13. Das Schulterzucken des Bürgers

    II. Moralische Geographie

    14. Interesse regiert die Welt
    15. Lob der Verschiedenheit
    16. Dieseits Wahheit, jenseits Irrtum
    17. Über die Linie
    18. Vermessung der Moral
    19. Eine einzige Moral
    20. Große und kleine Staaten
    21. Das republikanische Dilemma
    22. Die Grenzen der Gleichheit
    23. Geschlossene und offene Gesellschaften

    III. Blicke auf ferne Katastrophen

    24. Alles ist gut in Lissabon
    25. Furcht und Mitleid
    26. Eine Katastrophe in China
    27. Warnung vor allgemeiner Menschenliebe
    28. Dialog mit dem Doppelgänger
    29. Die Verwandlung des Zuschauers
    30. Mitgefühlt mit Irren und Toten
    31. Firlefanz und Tand
    32. Eine gigantische Zweckentfremdung

    IV. Der Philosoph, der sich die Ohren verstopft

    33. Unzeitgemäße Betrachtungen
    34. Zweideutige Ratschläge
    35. Eine Theorie des Mitleids
    36. Unbehagen an der Philsosphie
    37. Egoismus und Menschheitswohl
    38. Fanatismus der Gleichgültigkeit
    39. Atheismus als Versuchung
    40. Doppelte Autorschaft
    41. Ein verdecktes Gespräch
    42. Das aus der Art geschlagene Tier
    43. Ein Feind des Menschengeschlechts