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Nassehi, Armin

Unbehagen

Theorie der überforderten Gesellschaft

Armin Nassehi zeigt in seinem neuen Buch, warum moderne komplexe Gesellschaften mit der Bewältigung von Krisen notorisch überfordert sind. Unser sehnlichster Wunsch, aus einem Guss regiert zu werden, wird in solchen Situationen zwangsläufig enttäuscht - und das Unbehagen an der Gesellschaft nimmt zu.
Moderne Gesellschaften folgen einerseits stabilen Mustern, sind träge und kaum aus der Ruhe zu bringen. Andererseits erweisen sich ihre Institutionen und Praktiken immer wieder als erstaunlich fragil und vulnerabel. In Situationen, die wir Krisen nennen, prallen diese beiden widersprüchlichen Seiten der gesellschaftlichen Moderne besonders heftig aufeinander. An unserem strategielos anmutenden Umgang mit der Pandemie und der Klimakrise wird deutlich, dass die unterschiedlichen politischen, ökonomischen, familialen und wissenschaftlichen Instanzen der Gesellschaft eigenen Operationslogiken folgen, die sich intern und extern eklatant widersprechen. Infolgedessen muss der Versuch einer Bündelung aller politischen Kräfte zur Krisenüberwindung zwangsläufig scheitern. Forderungen nach mehr Gemeinschaft, Solidarität und Zusammenhalt klingen zwar gut, sind vor diesem Hintergrund aber illusorisch. Armin Nassehi vertritt in seinem Buch die These, dass komplexe Gesellschaften sich fortlaufend selbst als krisenhaft erleben, ohne je in eine Form prästabilierter Harmonie zurückzukehren. Er deutet zugleich an, was man aus unserem Umgang mit der Pandemie und der Klimakrise lernen kann, um uns für künftige Krisensituationen besser zu rüsten – ohne übersteigerte Erwartungen zu wecken.

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Bibliografie

978-3-406-77453-9

Erscheint am 16. September 2021

Rund 320 S.

Hardcover

Hardcover 26,00 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Deutschlands wichtigster Gegenwartsanalytiker."
die tageszeitung



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Bibliografie

978-3-406-77453-9

Erscheint am 16. September 2021

Rund 320 S.

Hardcover

Hardcover 26,00 € Kaufen

Nassehi, Armin

Unbehagen

Theorie der überforderten Gesellschaft

Armin Nassehi zeigt in seinem neuen Buch, warum moderne komplexe Gesellschaften mit der Bewältigung von Krisen notorisch überfordert sind. Unser sehnlichster Wunsch, aus einem Guss regiert zu werden, wird in solchen Situationen zwangsläufig enttäuscht - und das Unbehagen an der Gesellschaft nimmt zu.
Moderne Gesellschaften folgen einerseits stabilen Mustern, sind träge und kaum aus der Ruhe zu bringen. Andererseits erweisen sich ihre Institutionen und Praktiken immer wieder als erstaunlich fragil und vulnerabel. In Situationen, die wir Krisen nennen, prallen diese beiden widersprüchlichen Seiten der gesellschaftlichen Moderne besonders heftig aufeinander. An unserem strategielos anmutenden Umgang mit der Pandemie und der Klimakrise wird deutlich, dass die unterschiedlichen politischen, ökonomischen, familialen und wissenschaftlichen Instanzen der Gesellschaft eigenen Operationslogiken folgen, die sich intern und extern eklatant widersprechen. Infolgedessen muss der Versuch einer Bündelung aller politischen Kräfte zur Krisenüberwindung zwangsläufig scheitern. Forderungen nach mehr Gemeinschaft, Solidarität und Zusammenhalt klingen zwar gut, sind vor diesem Hintergrund aber illusorisch. Armin Nassehi vertritt in seinem Buch die These, dass komplexe Gesellschaften sich fortlaufend selbst als krisenhaft erleben, ohne je in eine Form prästabilierter Harmonie zurückzukehren. Er deutet zugleich an, was man aus unserem Umgang mit der Pandemie und der Klimakrise lernen kann, um uns für künftige Krisensituationen besser zu rüsten – ohne übersteigerte Erwartungen zu wecken.
Webcode: https://www.chbeck.de/32390717

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