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Reinhardt, Volker

Machiavelli

oder Die Kunst der Macht

Volker Reinhardt legt mit diesem Buch die erste Biographie über Machiavelli seit Jahrzehnten vor. Er beschreibt dessen Kindheit und Jugend im Florenz der Renaissance, den Aufstieg zum Politiker und Diplomaten sowie sein Leben als Literat und von den Mächtigen verfolgter Provokateur. Das Ergebnis ist ein neues Bild von Machiavelli als einem Theoretiker der Macht, der in seinem eigenen Leben und Werk auf Macht und Täuschung verzichtete.
Machiavellis Lehre, wie man Macht erlangt, ist bis heute eine kalte Dusche: Moral, Recht und Religion soll der Fürst als Fassade einsetzen, um seine Gegner in falscher Sicherheit zu wiegen. Keinesfalls darf er selbst daran glauben. Viele haben sich voller Abscheu von Machiavelli abgewandt, aber es gibt auch eine Reihe von Bewunderern, die von Friedrich Nietzsche über Hannah Arendt bis zu heutigen populären Nutzanwendungen für den Alltag reicht. Wie lebt jemand, der die Techniken der Macht durchschaut, aber selbst keine Macht hat? Volker Reinhardt zeigt, dass sich hinter dem illusionslosen Zyniker Machiavelli ein Idealist verbirgt, der an die perfekte Republik und das gute Leben glaubt. Gerade dieser Machiavelli hat uns bis heute etwas zu sagen.

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Bibliografie

978-3-406-66676-6

Erschienen am 22. August 2014

400 S., mit 15 Abbildungen und 1 Karte

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 14,95 € Kaufen
Inhalt
PROLOG: «EIN DURCH UND DURCH SCHÄDLICHER MENSCH»

Der Provokateur 7 – Der Tabubrecher 13

I. DIE KUNST, SICH EINEN NAMEN ZU MACHEN, 1469–1498

Der unbekannte Kanzler 25 – Eine Kindheit im Florenz der Medici 31 – Die falsche Republik 35 – Der unbewaffnete Prophet 44

II. DIE KUNST DER DIPLOMATIE, 1498–1510

Florenz im Jahre 1498 51 – Erste Missionen 60 – Arbeit in der Kanzlei 69 – Die Hölle auf Erden 72 – Über Pisa nach Frankreich 77 – Häusliches Intermezzo 89 – Cesare Borgia 1: Präludium 95 – Cesare Borgia 2: Psychokrieg 103 – Cesare Borgia 3: Lektionen für Florenz 113 – Cesare Borgia 4: Abgesang 117 – Die Schwäche von Florenz 124 – Der Diplomat als Dichter 128 – Auf der Suche nach guten condottieri 131 – Machiavellis Heer 134 – Beim schrecklichen Papst 141 – Bei Kaiser Maximilian 145 – Von fremden Ländern und Menschen 153 – Triumph in Pisa 158 – Abenteuer in Verona 163

III. DIE KUNST DES ÜBERLEBENS, 1510–1513

Zwischen Frankreich und dem Papst 167 – Der Weg in den Abgrund 178 – Diplomatische Poesie 185 – Das fatale Konzil 189 – Auf Messers Schneide 198 – Die Kapitulation 203 – Rechenschaft im Zeichen des Scheiterns 207 – Macht und Ohnmacht der Fortuna 212 – Folter und Isolation 218 – Ein Freund in der Not 227

IV. DIE KUNST DES SCHREIBENS, 1513–1520

Amouröse Eroberungen und sonstige Phantasien 243 – Innere Emigration 248 – Vom Fürsten 251 – Von der Republik 263 – Der nutzlose Republikaner 273 – Im Menschenzoo 276 – «Andria» und die Theorie der Komödie 284 – «La Mandragola» und die Praxis der Komödie 290 – «Clizia» und der Kampf der Generationen 301 – Die vorbildlichen Angelegenheiten von Lucca 306 – Letzte politische Träumereien 310 – Das Leben des Castruccio Castracani 316 – Die Kunst des Krieges 324

V. DIE KUNST DER PROVOKATION, 1521–1527

Auf verlorenem Posten 333 – Der Fluch über der Geschichte von Florenz 342 – Die Ruhe vor dem Sturm 351 – Das Elend des Krieges 357 – Himmel oder Hölle 364

EPILOG: VERFEMUNG ODER RUHM? 367

ANHANG

Karte 376 – Zeittafel 377 – Anmerkungen 381 – Literatur 391 – Bildnachweis 395 – Personenregister 396

Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-66676-6

Erschienen am 22. August 2014

400 S., mit 15 Abbildungen und 1 Karte

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen

Reinhardt, Volker

Machiavelli

oder Die Kunst der Macht

Volker Reinhardt legt mit diesem Buch die erste Biographie über Machiavelli seit Jahrzehnten vor. Er beschreibt dessen Kindheit und Jugend im Florenz der Renaissance, den Aufstieg zum Politiker und Diplomaten sowie sein Leben als Literat und von den Mächtigen verfolgter Provokateur. Das Ergebnis ist ein neues Bild von Machiavelli als einem Theoretiker der Macht, der in seinem eigenen Leben und Werk auf Macht und Täuschung verzichtete.
Machiavellis Lehre, wie man Macht erlangt, ist bis heute eine kalte Dusche: Moral, Recht und Religion soll der Fürst als Fassade einsetzen, um seine Gegner in falscher Sicherheit zu wiegen. Keinesfalls darf er selbst daran glauben. Viele haben sich voller Abscheu von Machiavelli abgewandt, aber es gibt auch eine Reihe von Bewunderern, die von Friedrich Nietzsche über Hannah Arendt bis zu heutigen populären Nutzanwendungen für den Alltag reicht. Wie lebt jemand, der die Techniken der Macht durchschaut, aber selbst keine Macht hat? Volker Reinhardt zeigt, dass sich hinter dem illusionslosen Zyniker Machiavelli ein Idealist verbirgt, der an die perfekte Republik und das gute Leben glaubt. Gerade dieser Machiavelli hat uns bis heute etwas zu sagen.
Webcode: https://www.chbeck.de/13653907

Inhalt

PROLOG: «EIN DURCH UND DURCH SCHÄDLICHER MENSCH»

Der Provokateur 7 – Der Tabubrecher 13

I. DIE KUNST, SICH EINEN NAMEN ZU MACHEN, 1469–1498

Der unbekannte Kanzler 25 – Eine Kindheit im Florenz der Medici 31 – Die falsche Republik 35 – Der unbewaffnete Prophet 44

II. DIE KUNST DER DIPLOMATIE, 1498–1510

Florenz im Jahre 1498 51 – Erste Missionen 60 – Arbeit in der Kanzlei 69 – Die Hölle auf Erden 72 – Über Pisa nach Frankreich 77 – Häusliches Intermezzo 89 – Cesare Borgia 1: Präludium 95 – Cesare Borgia 2: Psychokrieg 103 – Cesare Borgia 3: Lektionen für Florenz 113 – Cesare Borgia 4: Abgesang 117 – Die Schwäche von Florenz 124 – Der Diplomat als Dichter 128 – Auf der Suche nach guten condottieri 131 – Machiavellis Heer 134 – Beim schrecklichen Papst 141 – Bei Kaiser Maximilian 145 – Von fremden Ländern und Menschen 153 – Triumph in Pisa 158 – Abenteuer in Verona 163

III. DIE KUNST DES ÜBERLEBENS, 1510–1513

Zwischen Frankreich und dem Papst 167 – Der Weg in den Abgrund 178 – Diplomatische Poesie 185 – Das fatale Konzil 189 – Auf Messers Schneide 198 – Die Kapitulation 203 – Rechenschaft im Zeichen des Scheiterns 207 – Macht und Ohnmacht der Fortuna 212 – Folter und Isolation 218 – Ein Freund in der Not 227

IV. DIE KUNST DES SCHREIBENS, 1513–1520

Amouröse Eroberungen und sonstige Phantasien 243 – Innere Emigration 248 – Vom Fürsten 251 – Von der Republik 263 – Der nutzlose Republikaner 273 – Im Menschenzoo 276 – «Andria» und die Theorie der Komödie 284 – «La Mandragola» und die Praxis der Komödie 290 – «Clizia» und der Kampf der Generationen 301 – Die vorbildlichen Angelegenheiten von Lucca 306 – Letzte politische Träumereien 310 – Das Leben des Castruccio Castracani 316 – Die Kunst des Krieges 324

V. DIE KUNST DER PROVOKATION, 1521–1527

Auf verlorenem Posten 333 – Der Fluch über der Geschichte von Florenz 342 – Die Ruhe vor dem Sturm 351 – Das Elend des Krieges 357 – Himmel oder Hölle 364

EPILOG: VERFEMUNG ODER RUHM? 367

ANHANG

Karte 376 – Zeittafel 377 – Anmerkungen 381 – Literatur 391 – Bildnachweis 395 – Personenregister 396