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Revers, Peter

Mahlers Sinfonien

Ein musikalischer Werkführer

Gustav Mahlers neun vollendete sowie die letzte, unvollendet gebliebene 10. Sinfonie zählen zu den meist aufgeführten Werken dieser Gattung. Der vorliegende Band bietet eine klare und anregende Einführung in dieses Herzstück der Kompositionen Mahlers. Peter Revers, einer der profiliertesten Kenner seines Œuvres, zeigt darin unter anderem die Einflüsse auf das sinfonische Schaffen des Komponisten, erhellt die Stellung der Sinfonien in dessen Gesamtwerk, beschreibt den Prozess ihres Entstehens und stellt Werk für Werk eingehend vor.

Gustav Mahlers neun Sinfonien sowie die (unvollendete) Zehnte zählen weltweit zum zentralen Konzertrepertoire. Von Anfang an sprengte Mahler die traditionellen Gattungsgrenzen, vor allem zwischen Lied und Sinfonie. Und obwohl er, der begnadete Dirigent und Direktor der Wiener Hofoper, nie eine Oper komponiert hat, finden sich in seinen Sinfonien zahlreiche Beispiele gleichsam szenischer Provenienz: eine Theatralik ohne Bühne. Seine Sinfonien beschreiben häufig eine Welt schroffer Ausdruckskontraste, die elementare musikalische Kategorien wie etwa Marsch, Lied, Choral, volksmusikalische Einflüsse, aber auch katastrophal anmutende Klangeruptionen und Zusammenbrüche einerseits, krönende Finalsteigerungen andererseits beinhalten. Nach der monumentalen 8. Sinfonie («Sinfonie der Tausend») herrscht in seinen beiden letzten die Aura des Abschieds vor. Das allmähliche Verstummen der musikalischen Ereignisse wird zum zentralen Moment des musikalischen Ausdrucks und eröffnet eine neue Perspektive von Finalsätzen abseits jeglichen triumphalen Gestus.

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Bibliografie

978-3-406-74732-8

Erschienen am 17. September 2020

128 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 9,95 € Kaufen
e-Book 7,49 € Kaufen
Inhalt
I. Einführung
Einflüsse auf … und Wege zu Mahlers Sinfonien
Theatralik ohne Bühne: Einflüsse des Musiktheaters auf Mahlers Sinfonien
Sinfonie und Lied
Mahlers sinfonisches Œuvre im Kontext der Gattungstradition
Affirmation und ersterbendes Ende: Klimax und Krise der «Finalsinfonie»
Gedankliche Entwicklung und kompositorischer Prozess in Mahlers frühen Sinfonien

II. Die Sinfonien
Naturlaut – Groteske – Apotheose: die 1. Sinfonie
«Nervenerlebnis»: Abgründe – Weltenende – Erlösung: die 2. Sinfonie
«eine Welt aufbauen» – aber eine Welt der schroffen Kontraste: die 3. Sinfonie
Humoreske und Unheimlichkeit: die 4. Sinfonie
«Seelenvoller Klang» und «kontrapunktische Kunst»: die 5. Sinfonie
Gattungsnorm und Gattungssprengung: die 6. Sinfonie
«Gefährdete Idylle»: die 7. Sinfonie
«Eine Symphonie für die Massen?»: die 8. Sinfonie
Erinnerung – Zusammenbruch – Verstummen: die 9. Sinfonie
Vollendeter Torso?: die 10. Sinfonie

Literaturverzeichnis
Register

Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-74732-8

Erschienen am 17. September 2020

128 S.

Softcover

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Revers, Peter

Mahlers Sinfonien

Ein musikalischer Werkführer

Gustav Mahlers neun vollendete sowie die letzte, unvollendet gebliebene 10. Sinfonie zählen zu den meist aufgeführten Werken dieser Gattung. Der vorliegende Band bietet eine klare und anregende Einführung in dieses Herzstück der Kompositionen Mahlers. Peter Revers, einer der profiliertesten Kenner seines Œuvres, zeigt darin unter anderem die Einflüsse auf das sinfonische Schaffen des Komponisten, erhellt die Stellung der Sinfonien in dessen Gesamtwerk, beschreibt den Prozess ihres Entstehens und stellt Werk für Werk eingehend vor.

Gustav Mahlers neun Sinfonien sowie die (unvollendete) Zehnte zählen weltweit zum zentralen Konzertrepertoire. Von Anfang an sprengte Mahler die traditionellen Gattungsgrenzen, vor allem zwischen Lied und Sinfonie. Und obwohl er, der begnadete Dirigent und Direktor der Wiener Hofoper, nie eine Oper komponiert hat, finden sich in seinen Sinfonien zahlreiche Beispiele gleichsam szenischer Provenienz: eine Theatralik ohne Bühne. Seine Sinfonien beschreiben häufig eine Welt schroffer Ausdruckskontraste, die elementare musikalische Kategorien wie etwa Marsch, Lied, Choral, volksmusikalische Einflüsse, aber auch katastrophal anmutende Klangeruptionen und Zusammenbrüche einerseits, krönende Finalsteigerungen andererseits beinhalten. Nach der monumentalen 8. Sinfonie («Sinfonie der Tausend») herrscht in seinen beiden letzten die Aura des Abschieds vor. Das allmähliche Verstummen der musikalischen Ereignisse wird zum zentralen Moment des musikalischen Ausdrucks und eröffnet eine neue Perspektive von Finalsätzen abseits jeglichen triumphalen Gestus.
Webcode: https://www.chbeck.de/29883698

Inhalt

I. Einführung
Einflüsse auf … und Wege zu Mahlers Sinfonien
Theatralik ohne Bühne: Einflüsse des Musiktheaters auf Mahlers Sinfonien
Sinfonie und Lied
Mahlers sinfonisches Œuvre im Kontext der Gattungstradition
Affirmation und ersterbendes Ende: Klimax und Krise der «Finalsinfonie»
Gedankliche Entwicklung und kompositorischer Prozess in Mahlers frühen Sinfonien

II. Die Sinfonien
Naturlaut – Groteske – Apotheose: die 1. Sinfonie
«Nervenerlebnis»: Abgründe – Weltenende – Erlösung: die 2. Sinfonie
«eine Welt aufbauen» – aber eine Welt der schroffen Kontraste: die 3. Sinfonie
Humoreske und Unheimlichkeit: die 4. Sinfonie
«Seelenvoller Klang» und «kontrapunktische Kunst»: die 5. Sinfonie
Gattungsnorm und Gattungssprengung: die 6. Sinfonie
«Gefährdete Idylle»: die 7. Sinfonie
«Eine Symphonie für die Massen?»: die 8. Sinfonie
Erinnerung – Zusammenbruch – Verstummen: die 9. Sinfonie
Vollendeter Torso?: die 10. Sinfonie

Literaturverzeichnis
Register