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Richter, Hedwig

Demokratie

Eine deutsche Affäre

Dass alle Menschen - wirklich alle! - gleich sein sollen, galt die längste Zeit als absurd. Die Historikerin Hedwig Richter erzählt, wie diese revolutionäre Idee aufkam, allmählich Wurzeln schlug, auch in Deutschland, und gerade hier so radikal verworfen und so selbstverständlich wieder zur Norm wurde wie nirgends sonst. Wer heute Angst vor dem Untergang der Demokratie hat, der lese dieses wunderbar leicht geschriebene, optimistische Buch, das uns zeigt, dass Demokratie auch von der Krise lebt, weil sie ein offenes und utopisches Projekt ist.
Politikverdrossenheit und geringe Wahlbeteiligungen lassen die Alarmglocken schrillen: Demokratie in der Krise! Doch von Anfang an bedurfte es besonderer Anstrengungen – von Alkohol über Geld bis zum staatlichen Zwang –, um Menschen zur Wahl zu bewegen. Ein besserer Gradmesser für die Demokratisierung ist daher der Umgang mit dem menschlichen Körper: die Abschaffung von Leibeigenschaft und Prügelstrafen, der steigende Wohlstand, die Humanisierung der Arbeit, die gleiche Behandlung der Geschlechter. Hedwig Richter erzählt die Geschichte der Demokratie als eine Chronologie von Fehlern, Zufällen und Lernprozessen, in deren Zentrum der Zivilisationsbruch des Holocaust steckt. Ihr anschauliches, erfrischend thesenstarkes Buch konzentriert sich auf Deutschland, weil gerade an der deutschen Affäre mit der Demokratie deutlich wird, wie international verflochten die Wege zu Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind.

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Bibliografie

978-3-406-75479-1

Erscheint am 27. August 2020

400 S., mit 22 Abbildungen und 3 Grafiken

Gebunden

Hardcover 26,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

1. Eliten und Volk
Ideen von Gleichheit
Der Traum vom mündigen Bürger
Das Desinteresse des Volkes
Disziplinierung und Freiheit
Die Welt der Zahlen

2. Inklusion und Exklusion
Armut als Skandal
Das Recht, gehört zu werden
Nation
Die Würde des Körpers
Wohlstand

3. Das bürgerliche Projekt: Mobilisierung und Beschränkung

Die Massen machen Gesellschaft
Verfassung und Parlament
Reformzeitalter
Kolonialismus

4. Gewalt: Homogenisierung und Diversität
«Mitleiderregend wie Menschen»: Zerfetzte Körper im Krieg
Der Aufbruch geht weiter
Entwürdigung
Vernichtung

5. Demokratie nach dem Nationalsozialismus
Die Unwahrscheinlichkeit der Demokratie
Lernende Nation
Der befreite Körper
Europa und die Welt

Ausblick:
Eine Affäre von Krise und Glück

Dank
Anmerkungen
Bildnachweis
Literatur
Personenregister
Sachregister
Veranstaltungen

Veranstaltungen

16. September 2020

20:00 Uhr

Hedwig Richter

Demokratie

Buchpräsentation

Ein Abend mit Hedwig Richter

Dass alle Menschen gleich sein sollen, galt lange Zeit als absurd. Hedwig Richter (Professorin für Neuere und Neueste Geschichte in München) zeigt, wie diese einst revolutionäre Idee allmählich Wurzeln schlug, durch den Zivilisationsbruch des Holocausts zeitweilig radikal verworfen und später beinahe selbstverständlich wieder zur Norm wurde. Ihr anschauliches und thesenstarkes Buch (Verlag C.H.Beck) konzentriert sich auf Deutschland, weil gerade an der deutschen »Affäre mit der Demokratie« deutlich wird, wie international verflochten die Wege zu Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind, und wie zerbrechlich das demokratische Gebäude sein kann.
Karten VVK startet am 17. August 2020

Veranstaltungsort: Literaturhaus München, Saal und Livestream

Web: Zur Veranstaltungsseite

Eintritt: Euro 15.- (Saal) // Euro 5.-

Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-75479-1

Erscheint am 27. August 2020

400 S., mit 22 Abbildungen und 3 Grafiken

Gebunden

Gebunden 26,95 € Kaufen

Richter, Hedwig

Demokratie

Eine deutsche Affäre

Dass alle Menschen - wirklich alle! - gleich sein sollen, galt die längste Zeit als absurd. Die Historikerin Hedwig Richter erzählt, wie diese revolutionäre Idee aufkam, allmählich Wurzeln schlug, auch in Deutschland, und gerade hier so radikal verworfen und so selbstverständlich wieder zur Norm wurde wie nirgends sonst. Wer heute Angst vor dem Untergang der Demokratie hat, der lese dieses wunderbar leicht geschriebene, optimistische Buch, das uns zeigt, dass Demokratie auch von der Krise lebt, weil sie ein offenes und utopisches Projekt ist.
Politikverdrossenheit und geringe Wahlbeteiligungen lassen die Alarmglocken schrillen: Demokratie in der Krise! Doch von Anfang an bedurfte es besonderer Anstrengungen – von Alkohol über Geld bis zum staatlichen Zwang –, um Menschen zur Wahl zu bewegen. Ein besserer Gradmesser für die Demokratisierung ist daher der Umgang mit dem menschlichen Körper: die Abschaffung von Leibeigenschaft und Prügelstrafen, der steigende Wohlstand, die Humanisierung der Arbeit, die gleiche Behandlung der Geschlechter. Hedwig Richter erzählt die Geschichte der Demokratie als eine Chronologie von Fehlern, Zufällen und Lernprozessen, in deren Zentrum der Zivilisationsbruch des Holocaust steckt. Ihr anschauliches, erfrischend thesenstarkes Buch konzentriert sich auf Deutschland, weil gerade an der deutschen Affäre mit der Demokratie deutlich wird, wie international verflochten die Wege zu Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind.
Webcode: https://www.chbeck.de/30917915

Inhalt

Einleitung

1. Eliten und Volk
Ideen von Gleichheit
Der Traum vom mündigen Bürger
Das Desinteresse des Volkes
Disziplinierung und Freiheit
Die Welt der Zahlen

2. Inklusion und Exklusion
Armut als Skandal
Das Recht, gehört zu werden
Nation
Die Würde des Körpers
Wohlstand

3. Das bürgerliche Projekt: Mobilisierung und Beschränkung

Die Massen machen Gesellschaft
Verfassung und Parlament
Reformzeitalter
Kolonialismus

4. Gewalt: Homogenisierung und Diversität
«Mitleiderregend wie Menschen»: Zerfetzte Körper im Krieg
Der Aufbruch geht weiter
Entwürdigung
Vernichtung

5. Demokratie nach dem Nationalsozialismus
Die Unwahrscheinlichkeit der Demokratie
Lernende Nation
Der befreite Körper
Europa und die Welt

Ausblick:
Eine Affäre von Krise und Glück

Dank
Anmerkungen
Bildnachweis
Literatur
Personenregister
Sachregister

Veranstaltungen

16. September 2020

20:00 Uhr

Hedwig Richter

Demokratie

Buchpräsentation

Ein Abend mit Hedwig Richter

Dass alle Menschen gleich sein sollen, galt lange Zeit als absurd. Hedwig Richter (Professorin für Neuere und Neueste Geschichte in München) zeigt, wie diese einst revolutionäre Idee allmählich Wurzeln schlug, durch den Zivilisationsbruch des Holocausts zeitweilig radikal verworfen und später beinahe selbstverständlich wieder zur Norm wurde. Ihr anschauliches und thesenstarkes Buch (Verlag C.H.Beck) konzentriert sich auf Deutschland, weil gerade an der deutschen »Affäre mit der Demokratie« deutlich wird, wie international verflochten die Wege zu Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind, und wie zerbrechlich das demokratische Gebäude sein kann.
Karten VVK startet am 17. August 2020

Veranstaltungsort: Literaturhaus München, Saal und Livestream

Web: Zur Veranstaltungsseite

Eintritt: Euro 15.- (Saal) // Euro 5.-