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Schauer, Markus

Der Gallische Krieg

Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk

Nominiert für den Bayerischen Buchpreis in der Kategorie Sachbuch

In den Jahren 58 bis 50 v. Chr. überzog Gaius Julius Caesar Gallien mit einem furchtbaren Krieg. Ehrsucht und Gewinnstreben waren die maßgeblichen Motive Caesars, dessen Vorgehen im römischen Senat auf erheblichen Widerspruch stieß. Doch der militärische Stratege war auch ein Meister der politischen Taktik. So verfasste er in dieser Situation seine berühmten commentarii de bello gallico, die heute Teil der Weltliteratur sind, damals aber vor allem eine an die Adresse der römischen Öffentlichkeit gerichtete, raffinierte Rechtfertigungsschrift bildeten.

Markus Schauer legt eine ereignis- und literaturgeschichtlich fundierte, differenzierte und spannende Einführung in dieses überzeitlich bedeutende Werk vor. Er erhellt die krisenhafte politische Situation der späten römischen Republik, die Karrieren wie jene Caesars erst ermöglicht hat, erklärt, wie es zu Caesars Krieg gegen Gallien kam, wie er verlief und Ausmaße eines Völkermordes annahm, und erläutert dann Wesen und Besonderheiten seiner commentarii - ihre Stellung im Literaturbetrieb, Struktur, raffinierte Darstellungsmethoden, Erfundenes und Historisches, Akteure und Ereignisse. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die dramatischen Folgen von Caesars Vorgehensweise für den römischen Staat und auf die Rezeption, die Autor und Werk seit 2000 Jahren erfahren haben.


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Bibliografie

978-3-406-68743-3

Erschienen am 09. März 2016

2., durchgesehene Auflage, 2017

271 S., mit 4 Abbildungen und 1 Karte

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 19,95 € Kaufen
e-Book 15,99 € Kaufen
Inhalt
Vorwort


Erster Teil
Historische Voraussetzungen


Austariert – Staat in den Händen von Großklans
Aus dem Lot – Republik zwischen Revolution und Reformstau
Außerordentliche Kommandos – Pompeius und das erste Triumvirat
Außergewöhnlich oder regulär? Caesars Wesen und Werdegang bis zu seinem Konsulat
Außer Kontrolle – Unter ‹Julius und Caesar›

Zweiter Teil
Nachrichten aus dem Norden – Caesars Commentarii


Die Erfindung einer neuen Gattung

Der ‹römische› Literaturbetrieb
Geburt einer neuen Gattung
«Sie sind nämlich nackt …» – Stil und Charakter der Commentarii
Mit den Waff en des Wortes: Erzählstrategien eines Feldherrn

Der versteckte Erzähler • Geschichtsschreibung im Jahres takt •
Informationsvermittlung und Erzähl tempo • Reden •
Exkurse • Einzelerzählungen

Die Erfindung der Geschichte

Der Raum
Die Figuren

Caesar und seine Soldaten • Caesar und seine Feinde

Die Handlung

Wie der Krieg begann … – Der Zug der Helvetier •
… und wie er endete – Caesar gegen Vercingetorix

Fazit
Die Selbsterfindung Caesars


Zusammenfassung der Bücher 1–8 des Bellum Gallicum
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Register der Namen und geographischen Begriffe
Stellenindex
Zeittafel
Pressestimmen

Pressestimmen

"Äußerst lesenswert."
Wolfgang Herles, Tichys Einblick, 17. Dezember 2016



"Ein bemerkenswertes Buch."
Jorit Wintjes, Historische Zeitschrift, 3/2018



"Eine brillante Analyse".
Florian Felix Weyh, Deutschlandradio Kultur, 7. Mai 2016



"ein ungeheuer … elegantes Buch, ausgesprochen elegant konstruiert."
Carolin Emcke, Bayerisches Fernsehen in der Sendung Südlicht, 7. Dezember 2016



"Markus Schauer ist wirklich, glaube ich, etwas Besonderes mit diesem Text gelungen. Er hat ein Schatzbuch des Wissens geschaffen."
Denis Scheck, Bayerisches Fernsehen in der Sendung Südlicht, 7. Dezember 2016



"Schauer zeigt, dass der Heerführer und Politiker Caesar ein gewitzter Literat war"
Damals, Dezember 2016



"sehr anregend und gerade wegen des essayistischen, gefälligen Stils gut lesbar und lesenswert [...] Mit der sensiblen, tiefgehenden Werkanalyse und den individuellen Akzenten [...] bietet das Werk aber auch einem Fachpublikum Inspiration und Anlässe zum eigenen Weiterdenken"
Jonas Scherr, h-soz-kult, 17. Oktober 2016



"Ein fesselndes Buch über Geschichte und Täuschung"
Franziska Augstein, Augsteins Auslese, SZ, 29. August 2016



"Markus Schauer interpretiert die raffiniert gestaltete Episode nach allen Regeln der Kunst."
Uwe Walter, FAZ, 8. März 2016



"Schauer versteht es, Caesars steinerne Ausdruckslosigkeit zum Reden zu bringen."
Burkhard Müller, SZ 21. Juli 2016



Szene um Szene entlarvt der Altphilologe die Intention des späteren Diktators und ihre meisterhafte Verschleierung. Die belächelte Schullektüre vergangener Jahre erscheint auf einmal in einem neuen, gespenstischem Licht."
Berthold Seewald, Die Welt, 24.Juli 2016

 



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-68743-3

Erschienen am 09. März 2016

2., durchgesehene Auflage , 2017

271 S., mit 4 Abbildungen und 1 Karte

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 19,95 € Kaufen
e-Book 15,99 € Kaufen

Schauer, Markus

Der Gallische Krieg

Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk

Nominiert für den Bayerischen Buchpreis in der Kategorie Sachbuch

In den Jahren 58 bis 50 v. Chr. überzog Gaius Julius Caesar Gallien mit einem furchtbaren Krieg. Ehrsucht und Gewinnstreben waren die maßgeblichen Motive Caesars, dessen Vorgehen im römischen Senat auf erheblichen Widerspruch stieß. Doch der militärische Stratege war auch ein Meister der politischen Taktik. So verfasste er in dieser Situation seine berühmten commentarii de bello gallico, die heute Teil der Weltliteratur sind, damals aber vor allem eine an die Adresse der römischen Öffentlichkeit gerichtete, raffinierte Rechtfertigungsschrift bildeten.

Markus Schauer legt eine ereignis- und literaturgeschichtlich fundierte, differenzierte und spannende Einführung in dieses überzeitlich bedeutende Werk vor. Er erhellt die krisenhafte politische Situation der späten römischen Republik, die Karrieren wie jene Caesars erst ermöglicht hat, erklärt, wie es zu Caesars Krieg gegen Gallien kam, wie er verlief und Ausmaße eines Völkermordes annahm, und erläutert dann Wesen und Besonderheiten seiner commentarii - ihre Stellung im Literaturbetrieb, Struktur, raffinierte Darstellungsmethoden, Erfundenes und Historisches, Akteure und Ereignisse. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die dramatischen Folgen von Caesars Vorgehensweise für den römischen Staat und auf die Rezeption, die Autor und Werk seit 2000 Jahren erfahren haben.

Webcode: https://www.chbeck.de/15931861

Inhalt

Vorwort


Erster Teil
Historische Voraussetzungen


Austariert – Staat in den Händen von Großklans
Aus dem Lot – Republik zwischen Revolution und Reformstau
Außerordentliche Kommandos – Pompeius und das erste Triumvirat
Außergewöhnlich oder regulär? Caesars Wesen und Werdegang bis zu seinem Konsulat
Außer Kontrolle – Unter ‹Julius und Caesar›

Zweiter Teil
Nachrichten aus dem Norden – Caesars Commentarii


Die Erfindung einer neuen Gattung

Der ‹römische› Literaturbetrieb
Geburt einer neuen Gattung
«Sie sind nämlich nackt …» – Stil und Charakter der Commentarii
Mit den Waff en des Wortes: Erzählstrategien eines Feldherrn

Der versteckte Erzähler • Geschichtsschreibung im Jahres takt •
Informationsvermittlung und Erzähl tempo • Reden •
Exkurse • Einzelerzählungen

Die Erfindung der Geschichte

Der Raum
Die Figuren

Caesar und seine Soldaten • Caesar und seine Feinde

Die Handlung

Wie der Krieg begann … – Der Zug der Helvetier •
… und wie er endete – Caesar gegen Vercingetorix

Fazit
Die Selbsterfindung Caesars


Zusammenfassung der Bücher 1–8 des Bellum Gallicum
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Register der Namen und geographischen Begriffe
Stellenindex
Zeittafel

Pressestimmen

"Äußerst lesenswert."
Wolfgang Herles, Tichys Einblick, 17. Dezember 2016


"Ein bemerkenswertes Buch."
Jorit Wintjes, Historische Zeitschrift, 3/2018


"Eine brillante Analyse".
Florian Felix Weyh, Deutschlandradio Kultur, 7. Mai 2016


"ein ungeheuer … elegantes Buch, ausgesprochen elegant konstruiert."
Carolin Emcke, Bayerisches Fernsehen in der Sendung Südlicht, 7. Dezember 2016


"Markus Schauer ist wirklich, glaube ich, etwas Besonderes mit diesem Text gelungen. Er hat ein Schatzbuch des Wissens geschaffen."
Denis Scheck, Bayerisches Fernsehen in der Sendung Südlicht, 7. Dezember 2016


"Schauer zeigt, dass der Heerführer und Politiker Caesar ein gewitzter Literat war"
Damals, Dezember 2016


"sehr anregend und gerade wegen des essayistischen, gefälligen Stils gut lesbar und lesenswert [...] Mit der sensiblen, tiefgehenden Werkanalyse und den individuellen Akzenten [...] bietet das Werk aber auch einem Fachpublikum Inspiration und Anlässe zum eigenen Weiterdenken"
Jonas Scherr, h-soz-kult, 17. Oktober 2016


"Ein fesselndes Buch über Geschichte und Täuschung"
Franziska Augstein, Augsteins Auslese, SZ, 29. August 2016


"Markus Schauer interpretiert die raffiniert gestaltete Episode nach allen Regeln der Kunst."
Uwe Walter, FAZ, 8. März 2016


"Schauer versteht es, Caesars steinerne Ausdruckslosigkeit zum Reden zu bringen."
Burkhard Müller, SZ 21. Juli 2016


Szene um Szene entlarvt der Altphilologe die Intention des späteren Diktators und ihre meisterhafte Verschleierung. Die belächelte Schullektüre vergangener Jahre erscheint auf einmal in einem neuen, gespenstischem Licht."
Berthold Seewald, Die Welt, 24.Juli 2016