Merken

Schimmel, Annemarie

Im Reich der Großmoguln

Geschichte, Kunst, Kultur

Wer kennt nicht den Taj Mahal, das weltberühmte Mausoleum, das Mogulkaiser Shah Jahan für seine Gattin im indischen Agra erbauen ließ? Dieses Wunderwerk aus weißem Marmor mit filigranen Edelsteinintarsien demonstriert eindrucksvoll den verfeinerten Schönheitssinn der Mogulherrscher. Annemarie Schimmel zeigt, daß Bau- und Gartenarchitektur, Malerei und Literatur, ja, die gesamte höfische Kultur der Moguln, von einem Gestaltungswillen zeugen, der alle Lebensbereiche und insbesondere alles von Menschenhand Geschaffene zu durchdringen suchte.Im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts galt das Reich der Großmoguln (1526 – 1857) als eine Art Märchenland mit ungeheuren Schätzen; de facto war dieses Märchenland das mächtigste islamische Reich in der indischen Geschichte. Das Leben des Reichsgründers Babur und das seiner Nachfolger ist durch Hofchroniken, Tagebücher, Autobiographien und nicht zuletzt durch die detailgetreuen Miniaturmalereien im typischen Mogulstil gut dokumentiert. So treten die individuellen Züge dieser schillernden Herrscherpersönlichkeiten auch im vorliegenden Werk deutlich hervor: Man erkennt den kühnen Eroberer neben dem kunstverständigen Mäzen, den vergnügungssüchtigen Opiumabhängigen neben dem Herrscher, der sich für den Dialog der verschiedenen Religionsgemeinschaften in seinem Reich einsetzt. Annemarie Schimmel schildert in dieser umfassenden Kulturgeschichte den politisch-militärischen und wirtschaftlichen Aufstieg, das Herrschaftssystem, die unglaubliche Macht- und Prunkentfaltung, schließlich den langsamen Zerfall des Mogulreiches, das 1857 im britischen Kolonialreich aufging. Nach einem fundierten historischen Überblick geht sie anschaulich auf das Leben am Hofe, auf Ränge und Stellungen im streng hierarchisch aufgebauten Reich, auf das Leben der Frauen, auf die religiöse Lage, auf Sprachen und Literaturen der Mogulzeit, auf die Förderung der Künste durch die Herrscher und die besonderen Fertigkeiten und Techniken der Künstler am Mogulhof ein. Ein faszinierendes Portrait einer orientalischen Hochkultur, deren Geschichte und kulturelle Zeugnisse jeden zu begeistern vermögen.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-62253-3

Erschienen am 21. August 2012

2. Auflage, 2012

459 S., mit 37 Abbildungen im Text, 1 Stammbaum und 1 Karte

Softcover

Schlagwörter

Broschur 34,95 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Dank ihrem Sprachgenie beherrscht sie fast alle Idiome beider Welten und hat somit nicht nur physischen Zugang zu unzähligen Dokumenten. Obendrein verfügt sie über ein untrügliches Gespür für Anekdoten. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade ihr eine Geschichte der Großmoguln gelungen ist, die so bunt und vielfältig ist, wie sie schon oft im Westen in allem Überschwang beschrieben wurde. (...) Schimmel entwirft das vielschichtige Bild einer Hochkultur, in deren Blüte viele Nationen und Religionen nebeneinander lebten, in der sich eine vorbildliche Staatsstruktur entwickelte, aber auch der Drogenkonsum weit verbreitet war. Da ihre Erzählungen über Politik, Kunst, Kultur und Alltag obendrein reich an Anekdoten sind, dürften sie auch ein breites Publikum finden (...)."
Neue Zürcher Zeitung, 7./8. April 2001



"Ihr Buch beschreibt die Geschichte, die Kunst und die Kultur des Mogulreiches in großem Facettenreichtum und mit stauneswerter Differenziertheit. Dabei geht es der Autorin weniger um ein exaktes chronologisches Geschichtswerk, als um einen plastischen und aussagekräftigen Einblick in die historischen Zusammenhänge."
Christian M. Jolibois, Der Tagesspiegel, 4. Januar 2001



"Ihr Buch ist das faszinierende Porträt einer orientalischen Hochkultur."
Christoph Birnbaum, Handelsblatt, 10./11. November 2000



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-62253-3

Erschienen am 21. August 2012

2. Auflage , 2012

459 S., mit 37 Abbildungen im Text, 1 Stammbaum und 1 Karte

Softcover

Softcover 34,95 € Kaufen

Schimmel, Annemarie

Im Reich der Großmoguln

Geschichte, Kunst, Kultur

Wer kennt nicht den Taj Mahal, das weltberühmte Mausoleum, das Mogulkaiser Shah Jahan für seine Gattin im indischen Agra erbauen ließ? Dieses Wunderwerk aus weißem Marmor mit filigranen Edelsteinintarsien demonstriert eindrucksvoll den verfeinerten Schönheitssinn der Mogulherrscher. Annemarie Schimmel zeigt, daß Bau- und Gartenarchitektur, Malerei und Literatur, ja, die gesamte höfische Kultur der Moguln, von einem Gestaltungswillen zeugen, der alle Lebensbereiche und insbesondere alles von Menschenhand Geschaffene zu durchdringen suchte.Im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts galt das Reich der Großmoguln (1526 – 1857) als eine Art Märchenland mit ungeheuren Schätzen; de facto war dieses Märchenland das mächtigste islamische Reich in der indischen Geschichte. Das Leben des Reichsgründers Babur und das seiner Nachfolger ist durch Hofchroniken, Tagebücher, Autobiographien und nicht zuletzt durch die detailgetreuen Miniaturmalereien im typischen Mogulstil gut dokumentiert. So treten die individuellen Züge dieser schillernden Herrscherpersönlichkeiten auch im vorliegenden Werk deutlich hervor: Man erkennt den kühnen Eroberer neben dem kunstverständigen Mäzen, den vergnügungssüchtigen Opiumabhängigen neben dem Herrscher, der sich für den Dialog der verschiedenen Religionsgemeinschaften in seinem Reich einsetzt. Annemarie Schimmel schildert in dieser umfassenden Kulturgeschichte den politisch-militärischen und wirtschaftlichen Aufstieg, das Herrschaftssystem, die unglaubliche Macht- und Prunkentfaltung, schließlich den langsamen Zerfall des Mogulreiches, das 1857 im britischen Kolonialreich aufging. Nach einem fundierten historischen Überblick geht sie anschaulich auf das Leben am Hofe, auf Ränge und Stellungen im streng hierarchisch aufgebauten Reich, auf das Leben der Frauen, auf die religiöse Lage, auf Sprachen und Literaturen der Mogulzeit, auf die Förderung der Künste durch die Herrscher und die besonderen Fertigkeiten und Techniken der Künstler am Mogulhof ein. Ein faszinierendes Portrait einer orientalischen Hochkultur, deren Geschichte und kulturelle Zeugnisse jeden zu begeistern vermögen.
Webcode: https://www.chbeck.de/11253536

Pressestimmen

"Dank ihrem Sprachgenie beherrscht sie fast alle Idiome beider Welten und hat somit nicht nur physischen Zugang zu unzähligen Dokumenten. Obendrein verfügt sie über ein untrügliches Gespür für Anekdoten. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade ihr eine Geschichte der Großmoguln gelungen ist, die so bunt und vielfältig ist, wie sie schon oft im Westen in allem Überschwang beschrieben wurde. (...) Schimmel entwirft das vielschichtige Bild einer Hochkultur, in deren Blüte viele Nationen und Religionen nebeneinander lebten, in der sich eine vorbildliche Staatsstruktur entwickelte, aber auch der Drogenkonsum weit verbreitet war. Da ihre Erzählungen über Politik, Kunst, Kultur und Alltag obendrein reich an Anekdoten sind, dürften sie auch ein breites Publikum finden (...)."
Neue Zürcher Zeitung, 7./8. April 2001


"Ihr Buch beschreibt die Geschichte, die Kunst und die Kultur des Mogulreiches in großem Facettenreichtum und mit stauneswerter Differenziertheit. Dabei geht es der Autorin weniger um ein exaktes chronologisches Geschichtswerk, als um einen plastischen und aussagekräftigen Einblick in die historischen Zusammenhänge."
Christian M. Jolibois, Der Tagesspiegel, 4. Januar 2001


"Ihr Buch ist das faszinierende Porträt einer orientalischen Hochkultur."
Christoph Birnbaum, Handelsblatt, 10./11. November 2000