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Schöne, Albrecht

Vom Betreten des Rasens

Siebzehn Reden über Literatur

Albrecht Schöne über Reuchlin, Goethe, Lichtenberg, Gottfried Benn, Walter Benjamin, Paul Celan, die Ideologiegeschichte der Redensart Auf Biegen und Brechen, die Physiognomik, die Lyrik der NS-Zeit, den Nibelungenfilm Fritz Langs und anderes mehr.

Albrecht Schöne hat als Inhaber des Göttinger Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft nicht bloß eine ganze Generation von Nachwuchswissenschaftlern und Deutschlehrern, Lektoren und Redakteuren, sondern als Redner und Essayist auch weit über die Universität hinaus das genaue, entdeckende Lesen literarischer Texte gelehrt. Seine Goethestudien, sein Faustkommentar, seine Arbeiten zum Barock, zu Georg Christoph Lichtenberg und zur sprachlichen Säkularisation sind mittlerweile Klassiker einer philologisch fundierten Interpretationskunst, die dem Leser die Augen für oft nie bemerkte Bedeutungszusammenhänge öffnet, ohne dabei den untersuchten Texten Gewalt anzutun. Indem er die Erkenntnisse anderer Disziplinen wie der Psychiatrie, Theologie, Kunstwissenschaft, Sozialgeschichte und der Naturwissenschaften zu Hilfe nahm, zeigte Albrecht Schöne seinem Fach und dessen Methoden ihre Grenzen, um diese zugleich zu überschreiten. Schönes Arbeiten beschränken sich freilich nicht auf die unbestreitbar ganz großen Kunstwerke, die Klassiker – und schon gar ist bloß anbetende Bewunderung nicht seine Sache. Vielmehr hat er sich auch immer ›eingemischt‹ und Farbe bekannt. Zu seinem achtzigsten Geburtstag haben drei seiner Schüler aus seinem umfangreichen Werk einige zum Teil sehr abgelegen publizierte (sowie zwei bislang noch ungedruckte) und daher vielleicht weniger bekannte Arbeiten ausgewählt, die allesamt ›politisch‹ sind, sei es, weil sie von politischen Kunstwerken handeln, in politische Situationen eingreifen oder bei ihrer Entstehung selber zu einem Politicum wurden.


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Bibliografie

978-3-406-52889-7

2. Auflage, 2006

368 S., mit 35 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 29,90 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

„Zu seinem 80. Geburtstag haben drei Schüler des Nestors der deutschen Germanistik 17 programmatische Aufsätze und Werkauszüge zusammengestellt, die bezeugen, daß Albrecht Schöne, dieser so brillante Forscher und Formulierer, immer zugleich auch ein politischer Kopf war. Das spürt man schon, wenn man sich seine Schwerpunkte anschaut. Im 18. Jahrhundert sind es eben nicht die Kardinalfiguren Goethe und Schiller, sondern die vor allem im Hinblick auf die nunmehr auch in Deutschland entstehende zivile Bürgergesellschaft so ergiebigen philosophisch-anthropologischen Publizisten à la Lavater und Lichtenberg.“
Tilman Krause, Die Welt, 23. Juli 2005



„Der in Göttingen lebende Literaturwissenschaftler und Goetheforscher ist vor wenigen Wochen 80 Jahre alt geworden; ein schönes Geburtstagsgeschenk ist seine überaus anregende Aufsatzsammlung bei Beck. (…) Allen Texten ist diese Sensibilität für dem Autor, für den Gegenstand, gepaart mit immenser Kenntnis auch des sozialen und politischen Umfelds gemeinsam. Für den Leser wird jeder Aufsatz zu einer Entdeckungsreise in scheinbar vertrautes und dann doch wieder ganz neues Terrain.“
Albrecht Schöne, Die Welt, 22./29. August 2005



„Die Schriften des Göttinger Germanisten Albrecht Schöne zum Barock, zu Goethe und zu Lichtenberg und zur Säkularisation als sprachbildende Kraft“ in den Dichtungen deutscher Pfarrersöhne gehören zweifellos nach wie vor auf den Tisch des Hauses. Es sind vorbildliche Beispiele für die Handhabung der philologisch fundierten Deutungskunst, zugleich aber überschritten sie wie selbstverständlich die Grenzen des Fachs, ohne dass sie sich modische Etiketten hätten aufkleben müssen, Es sind Arbeiten eines durch und durch gewissenhaften Germanisten (…) Diese Botschaften sind garantiert noch haltbarer als ein Göttinger Zwieback und überdies viel schöner verpackt. Die Anschaffung und Aufbewahrung kann Literaturwissenschaftlern, Lehrern und interessierten Lesern mit bestem Gewissen empfohlen werden.“
Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. März 2006



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-52889-7

2. Auflage , 2006

368 S., mit 35 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 29,90 € Kaufen

Schöne, Albrecht

Vom Betreten des Rasens

Siebzehn Reden über Literatur

Albrecht Schöne über Reuchlin, Goethe, Lichtenberg, Gottfried Benn, Walter Benjamin, Paul Celan, die Ideologiegeschichte der Redensart Auf Biegen und Brechen, die Physiognomik, die Lyrik der NS-Zeit, den Nibelungenfilm Fritz Langs und anderes mehr.

Albrecht Schöne hat als Inhaber des Göttinger Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft nicht bloß eine ganze Generation von Nachwuchswissenschaftlern und Deutschlehrern, Lektoren und Redakteuren, sondern als Redner und Essayist auch weit über die Universität hinaus das genaue, entdeckende Lesen literarischer Texte gelehrt. Seine Goethestudien, sein Faustkommentar, seine Arbeiten zum Barock, zu Georg Christoph Lichtenberg und zur sprachlichen Säkularisation sind mittlerweile Klassiker einer philologisch fundierten Interpretationskunst, die dem Leser die Augen für oft nie bemerkte Bedeutungszusammenhänge öffnet, ohne dabei den untersuchten Texten Gewalt anzutun. Indem er die Erkenntnisse anderer Disziplinen wie der Psychiatrie, Theologie, Kunstwissenschaft, Sozialgeschichte und der Naturwissenschaften zu Hilfe nahm, zeigte Albrecht Schöne seinem Fach und dessen Methoden ihre Grenzen, um diese zugleich zu überschreiten. Schönes Arbeiten beschränken sich freilich nicht auf die unbestreitbar ganz großen Kunstwerke, die Klassiker – und schon gar ist bloß anbetende Bewunderung nicht seine Sache. Vielmehr hat er sich auch immer ›eingemischt‹ und Farbe bekannt. Zu seinem achtzigsten Geburtstag haben drei seiner Schüler aus seinem umfangreichen Werk einige zum Teil sehr abgelegen publizierte (sowie zwei bislang noch ungedruckte) und daher vielleicht weniger bekannte Arbeiten ausgewählt, die allesamt ›politisch‹ sind, sei es, weil sie von politischen Kunstwerken handeln, in politische Situationen eingreifen oder bei ihrer Entstehung selber zu einem Politicum wurden.

Webcode: https://www.chbeck.de/13565

Pressestimmen

„Zu seinem 80. Geburtstag haben drei Schüler des Nestors der deutschen Germanistik 17 programmatische Aufsätze und Werkauszüge zusammengestellt, die bezeugen, daß Albrecht Schöne, dieser so brillante Forscher und Formulierer, immer zugleich auch ein politischer Kopf war. Das spürt man schon, wenn man sich seine Schwerpunkte anschaut. Im 18. Jahrhundert sind es eben nicht die Kardinalfiguren Goethe und Schiller, sondern die vor allem im Hinblick auf die nunmehr auch in Deutschland entstehende zivile Bürgergesellschaft so ergiebigen philosophisch-anthropologischen Publizisten à la Lavater und Lichtenberg.“
Tilman Krause, Die Welt, 23. Juli 2005


„Der in Göttingen lebende Literaturwissenschaftler und Goetheforscher ist vor wenigen Wochen 80 Jahre alt geworden; ein schönes Geburtstagsgeschenk ist seine überaus anregende Aufsatzsammlung bei Beck. (…) Allen Texten ist diese Sensibilität für dem Autor, für den Gegenstand, gepaart mit immenser Kenntnis auch des sozialen und politischen Umfelds gemeinsam. Für den Leser wird jeder Aufsatz zu einer Entdeckungsreise in scheinbar vertrautes und dann doch wieder ganz neues Terrain.“
Albrecht Schöne, Die Welt, 22./29. August 2005


„Die Schriften des Göttinger Germanisten Albrecht Schöne zum Barock, zu Goethe und zu Lichtenberg und zur Säkularisation als sprachbildende Kraft“ in den Dichtungen deutscher Pfarrersöhne gehören zweifellos nach wie vor auf den Tisch des Hauses. Es sind vorbildliche Beispiele für die Handhabung der philologisch fundierten Deutungskunst, zugleich aber überschritten sie wie selbstverständlich die Grenzen des Fachs, ohne dass sie sich modische Etiketten hätten aufkleben müssen, Es sind Arbeiten eines durch und durch gewissenhaften Germanisten (…) Diese Botschaften sind garantiert noch haltbarer als ein Göttinger Zwieback und überdies viel schöner verpackt. Die Anschaffung und Aufbewahrung kann Literaturwissenschaftlern, Lehrern und interessierten Lesern mit bestem Gewissen empfohlen werden.“
Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. März 2006