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Snyder, Timothy

Bloodlands

Europa zwischen Hitler und Stalin

Timothy Snyder ist Hannah-Arendt-Preisträger 2013

Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten – Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.
Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht – und setzte dieses Morden während des Krieges fort. Bevor Hitler besiegt war, hatte er sechs Millionen Juden ermorden lassen – und ließ Millionen andere Menschen gezielt verhungern. All dies geschah auf einem einzigen Gebiet: den „Bloodlands“ zwischen Russland und Deutschland. Doch als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, verschwand die Erinnerung an diesen millionenfachen Mord in der Dunkelheit hinter dem Eisernen Vorhang.
Nicht nur unser Bild vom Holocaust erweist sich jedoch mit dem Blick auf die „Bloodlands“ als unvollständig und westlich verzerrt. Auch die Geschichte Europas gewinnt ein verlorenes Terrain im Osten zurück: die gemeinsame Erinnerung an 14 Millionen Tote und die größte Tragödie der modernen Geschichte.
Von Timothy Snyder. Aus dem Englischen von Martin Richter.

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Bibliografie

978-3-406-62184-0

Erschienen am 12. Juli 2011

5. Auflage, 2015

523 S., mit 36 Karten

Hardcover

Hardcover 29,95 € Kaufen
e-Book 14,99 € Kaufen
Inhalt
Vorwort     Europa 

Einleitung  Hitler und Stalin

Kapitel 1    Die sowjetischen Hungersnöte

Kapitel 2    Klassenterror

Kapitel 3     Nationalitätenterror 

Kapitel 4    Molotow-Ribbentrop-Europa 

Kapitel 5    Ökonomie der Apokalypse

Kapitel 6    Endlösung 

Kapitel 7    Holocaust und Rache

Kapitel 8    Todesfabriken 

Kapitel 9    Widerstand und Einäscherung 

Kapitel 10  Ethnische Säuberungen 

Kapitel 11  Stalinistischer Antisemitismus 

Schluss     Menschlichkeit 

Anhang    Zusammenfassung 
                  Zahlen und Begriffe
                  Danksagung
                  Anmerkungen
                  Bibliographie Register 
Pressestimmen

Pressestimmen

„Erschütternde Geschichtsstunde.“
Sven Stein, Bild Online, 17. März 2015



"Wenn man heuer nur ein Sachbuch kauft, dann bitte dieses."
Kurier, 14. November 2011



"Der Yale-Historiker weist (...) nicht nur auf die östliche Dimension des Judenmordes hin und korrigiert zurecht das Bild eines relativ distanzierten Mordens. Diese Verschiebung des Blickes auf Osteuropa und das eigentliche Mordgeschehen ist in der NS-Täterforschung schon länger zu beobachten, aber in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen."
Jörg Später, Berliner Zeitung, 27. Oktober 2011



"Snyder gelingt es (...), in seiner Darstellung des geschändeten Raumes zwischen den terroristischen Mühlsteinen Hitler und Stalin den Holocaust und die anderen Verbrechen lehrreich miteinander zu verknüpfen. Seine gründlich recherchierte Analyse, deren Inhalt zwar nicht in hohem Maß auf neuen Quellen, sondern respektive auf neuerer Forschungsliteratur beruht, ist in einem prägnanten, in seinem Tempo teilweise atemberaubenden dichten Schreibstil gehalten, der es ermöglicht, die gewaltsamen Verwerfungen, denen die Zivilbevölkerung der Bloodlands ausgesetzt war, gleichsam nachzuvollziehen."
Florian Grumblies, Jüdische Zeitung, Oktober 2011



"Exemplarisch[e] Tiefenanalysen."
Rolf Wiggershaus, SWR 2, Forum Buch, 28. August 2011



"Immer wieder gewinnt Snyder seiner Doppelperspektive ungewöhnliche Einsichten ab. (…) Snyders 'Bloodlands’ beruhen auf der Auswertung einer beeindruckend breiten und vielsprachigen Literatur."
Norbert Frei, Süddeutsche Zeitung, 5. September 2011



"[D]as Verdienst des Buchs (…) ist (…) eine Neuauflage des Historikerstreits mit einer fälligen Korrektur. Denn die Geschichtsklitterer, die noch die Berliner Mauer für verdienstvoll halten, sind längst wieder unterwegs."
Cora Stephan, Deutschlandradio Kultur, Lesart – das Politische Buchmagazin, 28. August 2011



Armin Thurnher und Wolfgang Zwander im Gespräch mit Timothy Snyder:
"Timothy Snyder hat (…) ein Stück scheußlichster europäischer Geschichte aus dem Unbewussten des Kontinents zum Vorschein gebracht."
Armin Thurnher, Wolfgang Zwander und Timothy Snyder, Falter Nr. 34, 24. August 2011



"Diese Zusammenschau eröffnet neue Einsichten. Der 41-jährige Snyder, von älteren Kontroversen unbelastet, arbeitet die heillose Durchtränkung des Bloodlands-Gebietes mit staatlicher Gewalt heraus, um die bestürzende Selbstverständlichkeit noch der schlimmsten Untaten überhaupt plausibel zu machen."
Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel, 22. August 2011



"[Ein] beeindruckendes Zeugnis historischer Geschichtsschreibung, ganz im Sinne der großen russischen Dichterin."
Wolf Scheller, Jüdische Allgemeine, 11. August 2011



"Das zentrale Verdienst dieser Publikation: Es bringt das in vielen kaum gelesenen Detailstudien gesammelte Wissen über die Realität des Terrors an die Leser."
Stefan Reinecke, die Tageszeitung, 5. August 2011



"Wem die Engherzigkeit der deutschen Debatten auf die Nerven geht, lese Snyders Blog für die ‚New York Review of Books‘."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 31. März 2014



"Das gewaltige, schreckliche, glänzend geschriebene Buch (...)."
Jobst-Ulrich Brand, Focus Online, 2. August 2011



"Das vielleicht wichtigste Sachbuch dieses Herbstes, so Salonchef Daniel Schreiber, sei ‘Bloodlands’. CICERO traf den Autor Timothy Snyder auf ein Interview. ‘Wissen Sie, ‘Bloodlands’ ist für jeden Leser, egal woher er stammt, ein unbehagliches Buch.’"
Cicero, 28. Juli 2011



"Timothy Snyders ‘Bloodlands’ sollten nicht nur die Redeschreiber der diversen Politiker zur Hand nehmen, wenn sie von Europa und der gemeinsamen Geschichte sprechen, es ist auch eine notwendige Voraussetzung für jeden Leser, der sich mit dem Umstand der Massenmorde und den alle Vorstellungen überragenden Zahlen in unserer Geschichte nicht einfach abfinden will."
Erich Klein, ORF.at, 27. Juli 2011



"Das wichtigste historische Buch dieses Sommers."
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 26. Juli 2011



"Ein großer Wurf (…) Snyder mahnt eine Korrektur unseres westeuropäischen Geschichtsbilds an, das allzu oft Massenmord mit Auschwitz, dem Holocaust und der Vernichtung von 5,7 Millionen Juden gleichsetzt und darüber den Massenmord an weit mehr Millionen Ukrainern, Polen und Weißrussen vergisst. Damit will er die Einzigartigkeit des Holocaust nicht in Frage stellen, im Gegenteil, aber als Beispiel für unsere Vergesslichkeit nennt er Polen, dessen Ausmaß des Leidens bis heute außerhalb Polens unterschätzt werde. (...) Snyder setzt nicht gleich, er vergleicht, und zwar weniger um das eine oder andere zu begreifen, sondern um uns selbst zu verstehen. Eine aufwühlende Geschichte Europas im Zeitalter des Terrors."
Peter Merseburger, Die Welt, 23. Juli 2011



"Historisierung, nicht Relativierung: Timothy Snyders ebenso grandioses wie erschütterndes Buch 'Bloodlands' erlaubt einen neuen Blick auf den Zivilisationsbruch des mörderischen 20. Jahrhunderts. (…) Snyders Stärke ist das genaue Hinsehen."
Alan Posener, Welt am Sonntag, 24. Juli 2011



"‘Bloodlands’ ist das bisherige Meisterwerk des US-Historikers Timothy Snyder, in dem er das Verhungern, Erschießen, Erschlagen und Vergasen im ‘Europa zwischen Hitler und Stalin’ ab den 1920er-Jahren schildert."
b.b., Die Presse, 21. Juli 2011



"Timothy Snyder [eröffnet] mit ‘Bloodlands’ eine wichtige Diskussion und auch ein großes Forschungsfeld. Denn die Gründe für die Entfesselung der Gewalt unter Hitler und Stalin sind längst noch nicht hinreichend erklärt."
Niels Beintker, Deutschlandfunk, 18. Juli 2011



"Vor zwanzig Jahren wäre das noch undenkbar gewesen: dass ein Historiker die Mordexzesse und Vernichtungsstrategien der Nationalsozialisten mit den Bluttaten der Bolschewiki in einer Geschichte miteinander verbindet. (…) Bisher haben Historiker entweder das eine oder das andere beschrieben. Snyder aber will beides verbinden: nicht im Vergleich, sondern in der Beschreibung ineinandergreifender Gewaltpraktiken. Denn ohne den Exzess der stalinistischen Diktatur wird überhaupt nicht verständlich, worauf der Nationalsozialismus auch eine Antwort war. Historiker sollen Geschichten erzählen. Denn sie sind nicht nur Sachwalter der Wissenschaft, sondern auch Schriftsteller. Wenn die Qualität des Erzählens der Maßstab für die Beurteilung von Büchern wäre, dann müsste man Snyders Text schon deswegen zu den Meisterwerken der Geschichtsschreibung zählen. Snyder erspart seinen Lesern kein Detail des Schreckens. Nirgendwo ist der Horror der ukrainischen Hungersnot, der Deportationen und des Massenterrors packender und ergreifender beschrieben worden. Und auch über die nationalsozialistischen Mordexzesse im Osten Europas weiß Snyder auf eine Weise zu erzählen, dass das Blut in den Adern gefriert. Dennoch lässt sich über Meisterliches auch Kritisches sagen."
Jörg Baberowski, Die Zeit, 14. Juli 2011



"An emotionally charged book which gives the victims of the crimes a voice."
Anita J. Prazmowska, The Times Literary Supplement, 18. Februar 2011



"Den unabweisbaren Zusammenhang zwischen Ideologie, ökonomischer Revolution und Radikalisierung des Mordens angesichts des Scheiterns eigener Umwälzungserwartungen hat Snyder eindrucksvoll für den Nationalsozialismus und für den Sowjetkommunismus unter Stalin dargelegt."
Björn Hofmeister, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 6/2012



"Ein originelles, wunderbares, furchterregendes Buch. (...) Dieses so schön geschriebene und eindrucksvoll recherchierte Buch ist ohne Zweifel eines des wichtigsten Werke der Zeitgeschichte."
Anthony Beevor



"[Sorgt] für großes Aufsehen."
Klaus Wiegrefe, Der Spiegel, 11. Juni 2011



"Dieses Buch zwingt seine Leser, Geschichte neu zu überdenken."
Norman Davies



"Eine nuancierte, originelle und eindringliche Analyse der europäischen Killing Fields zwischen Deutschland und Russland."
Timothy Garton Ash



"Bloodlands wird für Jahrzehnte das wichtigste Buch zum Thema sein."
Tony Judt



"Baberowski zählt das Buch (...) zu den 'Meisterwerken der Geschichtsschreibung'. Das ist keine Übertreibung."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 14. März 2012



"Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschwand die Erinnerung an all diese Gräueltaten in der Dunkelheit hinter dem Eisernen Vorhang. Mit 'Bloodlands' macht der mehrfach ausgezeichnete Timothy D. Snyder sie wieder sichtbar. Und er stellt seine Interpretation dieses Kapitels der europäischen Geschichte zur Diskussion."
Silke Bartlick, Deutsche Welle Online, 13. März 2012



"Die Historiker Timothy Snyder und Ian Kershaw erforschen die Schreckensgeschichte der ‚Bloodlands’ und der letzten Kriegsjahre. In Leipzig werden sie dafür geehrt."
Wolfgang Schneider, Börsenblatt, 1. März 2012



"Snyders exzellent geschriebene Studie zeigt einem breiten Publikum das Martyrium der osteuropäischen Bevölkerung in der Zeit von 1933 bis 1945 auf und schärft den Blick für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von nationalsozialistischem und kommunistischem Terror."
Sönke Neitzel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Januar 2012



"Man muß sagen, dieses Buch hat die Lobeshymnen verdient, die darauf angestimmt wurden."
Rafael A. Zagovec, Das Historisch-Politische Buch, 59. Jg. 2011, Heft 6



"Synder gehört zu jenen angloamerikanischen Wissenschaftlern, die exzellent und verständlich schreiben können. (...) ein unbedingt lesenswertes Geschichtsbuch"
gro, Heilbronner Stimme, 27. Dezember 2011



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Bibliografie

978-3-406-62184-0

Erschienen am 12. Juli 2011

5. Auflage , 2015

523 S., mit 36 Karten

Hardcover

Hardcover 29,95 € Kaufen
e-Book 14,99 € Kaufen

Snyder, Timothy

Bloodlands

Europa zwischen Hitler und Stalin

Timothy Snyder ist Hannah-Arendt-Preisträger 2013

Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten – Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.
Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht – und setzte dieses Morden während des Krieges fort. Bevor Hitler besiegt war, hatte er sechs Millionen Juden ermorden lassen – und ließ Millionen andere Menschen gezielt verhungern. All dies geschah auf einem einzigen Gebiet: den „Bloodlands“ zwischen Russland und Deutschland. Doch als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, verschwand die Erinnerung an diesen millionenfachen Mord in der Dunkelheit hinter dem Eisernen Vorhang.
Nicht nur unser Bild vom Holocaust erweist sich jedoch mit dem Blick auf die „Bloodlands“ als unvollständig und westlich verzerrt. Auch die Geschichte Europas gewinnt ein verlorenes Terrain im Osten zurück: die gemeinsame Erinnerung an 14 Millionen Tote und die größte Tragödie der modernen Geschichte.
Von Timothy Snyder. Aus dem Englischen von Martin Richter.
Webcode: https://www.chbeck.de/8531560

Inhalt

Vorwort     Europa 

Einleitung  Hitler und Stalin

Kapitel 1    Die sowjetischen Hungersnöte

Kapitel 2    Klassenterror

Kapitel 3     Nationalitätenterror 

Kapitel 4    Molotow-Ribbentrop-Europa 

Kapitel 5    Ökonomie der Apokalypse

Kapitel 6    Endlösung 

Kapitel 7    Holocaust und Rache

Kapitel 8    Todesfabriken 

Kapitel 9    Widerstand und Einäscherung 

Kapitel 10  Ethnische Säuberungen 

Kapitel 11  Stalinistischer Antisemitismus 

Schluss     Menschlichkeit 

Anhang    Zusammenfassung 
                  Zahlen und Begriffe
                  Danksagung
                  Anmerkungen
                  Bibliographie Register 

Pressestimmen

„Erschütternde Geschichtsstunde.“
Sven Stein, Bild Online, 17. März 2015


"Wenn man heuer nur ein Sachbuch kauft, dann bitte dieses."
Kurier, 14. November 2011


"Der Yale-Historiker weist (...) nicht nur auf die östliche Dimension des Judenmordes hin und korrigiert zurecht das Bild eines relativ distanzierten Mordens. Diese Verschiebung des Blickes auf Osteuropa und das eigentliche Mordgeschehen ist in der NS-Täterforschung schon länger zu beobachten, aber in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen."
Jörg Später, Berliner Zeitung, 27. Oktober 2011


"Snyder gelingt es (...), in seiner Darstellung des geschändeten Raumes zwischen den terroristischen Mühlsteinen Hitler und Stalin den Holocaust und die anderen Verbrechen lehrreich miteinander zu verknüpfen. Seine gründlich recherchierte Analyse, deren Inhalt zwar nicht in hohem Maß auf neuen Quellen, sondern respektive auf neuerer Forschungsliteratur beruht, ist in einem prägnanten, in seinem Tempo teilweise atemberaubenden dichten Schreibstil gehalten, der es ermöglicht, die gewaltsamen Verwerfungen, denen die Zivilbevölkerung der Bloodlands ausgesetzt war, gleichsam nachzuvollziehen."
Florian Grumblies, Jüdische Zeitung, Oktober 2011


"Exemplarisch[e] Tiefenanalysen."
Rolf Wiggershaus, SWR 2, Forum Buch, 28. August 2011


"Immer wieder gewinnt Snyder seiner Doppelperspektive ungewöhnliche Einsichten ab. (…) Snyders 'Bloodlands’ beruhen auf der Auswertung einer beeindruckend breiten und vielsprachigen Literatur."
Norbert Frei, Süddeutsche Zeitung, 5. September 2011


"[D]as Verdienst des Buchs (…) ist (…) eine Neuauflage des Historikerstreits mit einer fälligen Korrektur. Denn die Geschichtsklitterer, die noch die Berliner Mauer für verdienstvoll halten, sind längst wieder unterwegs."
Cora Stephan, Deutschlandradio Kultur, Lesart – das Politische Buchmagazin, 28. August 2011


Armin Thurnher und Wolfgang Zwander im Gespräch mit Timothy Snyder:
"Timothy Snyder hat (…) ein Stück scheußlichster europäischer Geschichte aus dem Unbewussten des Kontinents zum Vorschein gebracht."
Armin Thurnher, Wolfgang Zwander und Timothy Snyder, Falter Nr. 34, 24. August 2011


"Diese Zusammenschau eröffnet neue Einsichten. Der 41-jährige Snyder, von älteren Kontroversen unbelastet, arbeitet die heillose Durchtränkung des Bloodlands-Gebietes mit staatlicher Gewalt heraus, um die bestürzende Selbstverständlichkeit noch der schlimmsten Untaten überhaupt plausibel zu machen."
Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel, 22. August 2011


"[Ein] beeindruckendes Zeugnis historischer Geschichtsschreibung, ganz im Sinne der großen russischen Dichterin."
Wolf Scheller, Jüdische Allgemeine, 11. August 2011


"Das zentrale Verdienst dieser Publikation: Es bringt das in vielen kaum gelesenen Detailstudien gesammelte Wissen über die Realität des Terrors an die Leser."
Stefan Reinecke, die Tageszeitung, 5. August 2011


"Wem die Engherzigkeit der deutschen Debatten auf die Nerven geht, lese Snyders Blog für die ‚New York Review of Books‘."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 31. März 2014


"Das gewaltige, schreckliche, glänzend geschriebene Buch (...)."
Jobst-Ulrich Brand, Focus Online, 2. August 2011


"Das vielleicht wichtigste Sachbuch dieses Herbstes, so Salonchef Daniel Schreiber, sei ‘Bloodlands’. CICERO traf den Autor Timothy Snyder auf ein Interview. ‘Wissen Sie, ‘Bloodlands’ ist für jeden Leser, egal woher er stammt, ein unbehagliches Buch.’"
Cicero, 28. Juli 2011


"Timothy Snyders ‘Bloodlands’ sollten nicht nur die Redeschreiber der diversen Politiker zur Hand nehmen, wenn sie von Europa und der gemeinsamen Geschichte sprechen, es ist auch eine notwendige Voraussetzung für jeden Leser, der sich mit dem Umstand der Massenmorde und den alle Vorstellungen überragenden Zahlen in unserer Geschichte nicht einfach abfinden will."
Erich Klein, ORF.at, 27. Juli 2011


"Das wichtigste historische Buch dieses Sommers."
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 26. Juli 2011


"Ein großer Wurf (…) Snyder mahnt eine Korrektur unseres westeuropäischen Geschichtsbilds an, das allzu oft Massenmord mit Auschwitz, dem Holocaust und der Vernichtung von 5,7 Millionen Juden gleichsetzt und darüber den Massenmord an weit mehr Millionen Ukrainern, Polen und Weißrussen vergisst. Damit will er die Einzigartigkeit des Holocaust nicht in Frage stellen, im Gegenteil, aber als Beispiel für unsere Vergesslichkeit nennt er Polen, dessen Ausmaß des Leidens bis heute außerhalb Polens unterschätzt werde. (...) Snyder setzt nicht gleich, er vergleicht, und zwar weniger um das eine oder andere zu begreifen, sondern um uns selbst zu verstehen. Eine aufwühlende Geschichte Europas im Zeitalter des Terrors."
Peter Merseburger, Die Welt, 23. Juli 2011


"Historisierung, nicht Relativierung: Timothy Snyders ebenso grandioses wie erschütterndes Buch 'Bloodlands' erlaubt einen neuen Blick auf den Zivilisationsbruch des mörderischen 20. Jahrhunderts. (…) Snyders Stärke ist das genaue Hinsehen."
Alan Posener, Welt am Sonntag, 24. Juli 2011


"‘Bloodlands’ ist das bisherige Meisterwerk des US-Historikers Timothy Snyder, in dem er das Verhungern, Erschießen, Erschlagen und Vergasen im ‘Europa zwischen Hitler und Stalin’ ab den 1920er-Jahren schildert."
b.b., Die Presse, 21. Juli 2011


"Timothy Snyder [eröffnet] mit ‘Bloodlands’ eine wichtige Diskussion und auch ein großes Forschungsfeld. Denn die Gründe für die Entfesselung der Gewalt unter Hitler und Stalin sind längst noch nicht hinreichend erklärt."
Niels Beintker, Deutschlandfunk, 18. Juli 2011


"Vor zwanzig Jahren wäre das noch undenkbar gewesen: dass ein Historiker die Mordexzesse und Vernichtungsstrategien der Nationalsozialisten mit den Bluttaten der Bolschewiki in einer Geschichte miteinander verbindet. (…) Bisher haben Historiker entweder das eine oder das andere beschrieben. Snyder aber will beides verbinden: nicht im Vergleich, sondern in der Beschreibung ineinandergreifender Gewaltpraktiken. Denn ohne den Exzess der stalinistischen Diktatur wird überhaupt nicht verständlich, worauf der Nationalsozialismus auch eine Antwort war. Historiker sollen Geschichten erzählen. Denn sie sind nicht nur Sachwalter der Wissenschaft, sondern auch Schriftsteller. Wenn die Qualität des Erzählens der Maßstab für die Beurteilung von Büchern wäre, dann müsste man Snyders Text schon deswegen zu den Meisterwerken der Geschichtsschreibung zählen. Snyder erspart seinen Lesern kein Detail des Schreckens. Nirgendwo ist der Horror der ukrainischen Hungersnot, der Deportationen und des Massenterrors packender und ergreifender beschrieben worden. Und auch über die nationalsozialistischen Mordexzesse im Osten Europas weiß Snyder auf eine Weise zu erzählen, dass das Blut in den Adern gefriert. Dennoch lässt sich über Meisterliches auch Kritisches sagen."
Jörg Baberowski, Die Zeit, 14. Juli 2011


"An emotionally charged book which gives the victims of the crimes a voice."
Anita J. Prazmowska, The Times Literary Supplement, 18. Februar 2011


"Den unabweisbaren Zusammenhang zwischen Ideologie, ökonomischer Revolution und Radikalisierung des Mordens angesichts des Scheiterns eigener Umwälzungserwartungen hat Snyder eindrucksvoll für den Nationalsozialismus und für den Sowjetkommunismus unter Stalin dargelegt."
Björn Hofmeister, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 6/2012


"Ein originelles, wunderbares, furchterregendes Buch. (...) Dieses so schön geschriebene und eindrucksvoll recherchierte Buch ist ohne Zweifel eines des wichtigsten Werke der Zeitgeschichte."
Anthony Beevor


"[Sorgt] für großes Aufsehen."
Klaus Wiegrefe, Der Spiegel, 11. Juni 2011


"Dieses Buch zwingt seine Leser, Geschichte neu zu überdenken."
Norman Davies


"Eine nuancierte, originelle und eindringliche Analyse der europäischen Killing Fields zwischen Deutschland und Russland."
Timothy Garton Ash


"Bloodlands wird für Jahrzehnte das wichtigste Buch zum Thema sein."
Tony Judt


"Baberowski zählt das Buch (...) zu den 'Meisterwerken der Geschichtsschreibung'. Das ist keine Übertreibung."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 14. März 2012


"Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschwand die Erinnerung an all diese Gräueltaten in der Dunkelheit hinter dem Eisernen Vorhang. Mit 'Bloodlands' macht der mehrfach ausgezeichnete Timothy D. Snyder sie wieder sichtbar. Und er stellt seine Interpretation dieses Kapitels der europäischen Geschichte zur Diskussion."
Silke Bartlick, Deutsche Welle Online, 13. März 2012


"Die Historiker Timothy Snyder und Ian Kershaw erforschen die Schreckensgeschichte der ‚Bloodlands’ und der letzten Kriegsjahre. In Leipzig werden sie dafür geehrt."
Wolfgang Schneider, Börsenblatt, 1. März 2012


"Snyders exzellent geschriebene Studie zeigt einem breiten Publikum das Martyrium der osteuropäischen Bevölkerung in der Zeit von 1933 bis 1945 auf und schärft den Blick für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von nationalsozialistischem und kommunistischem Terror."
Sönke Neitzel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Januar 2012


"Man muß sagen, dieses Buch hat die Lobeshymnen verdient, die darauf angestimmt wurden."
Rafael A. Zagovec, Das Historisch-Politische Buch, 59. Jg. 2011, Heft 6


"Synder gehört zu jenen angloamerikanischen Wissenschaftlern, die exzellent und verständlich schreiben können. (...) ein unbedingt lesenswertes Geschichtsbuch"
gro, Heilbronner Stimme, 27. Dezember 2011