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Stotz, Peter

Handbuch zur lateinischen Sprache des Mittelalters Bd. 2: Bedeutungswandel und Wortbildung

Mit diesem Handbuch soll eine oft beklagte Lücke geschlossen werden: Zur Geschichte der lateinischen Sprache im Mittelalter wird hier erstmals ein Gesamtüberblick geboten. Das Ziel ist, die bisher erarbeiteten Forschungsergebnisse zu inventarisieren und mit der nötigen Behutsamkeit zu Linien auszuziehen. Angestrebt ist eine Darstellung in übersichtlicher und lesbarer Form, die auch dem Nichtphilologen möglichst weit entgegenkommt. Das Werk gliedert sich in zwei Hauptteile, Lexikologie und Grammatik, und ist auf vier Bände aufgeteilt. Den Abschluß bildet ein Bibliographie- und Registerband.
Einleitend wird ein knappes entwicklungsgeschichtliches Gesamtbild entworfen. Im Dienste lexikologischer Praxis wird sodann eine Würdigung der einzelnen Wörterbuch-Unternehmungen, gegeben; daran schließt sich Grundsätzliches zur Aufbereitung des lexikalischen Materials an. Zum Wortschatz ausgewählter Sachbereiche werden spezifische Hilfsmittel vorgestellt, auch werden ausgewählte Wortsippen erörtert. Es folgt ein Blick auf den Beitrag anderer Sprachen, vorab den des Griechischen und der germanischen Sprachen. Der (1996 erschienene) Band 3 ist der Lautlehre gewidmet; er enthält eine Beschreibung der sich mannigfach überkreuzenden Entwicklungen im phonologischen und graphematischen Bereich. In Band 4 (1998 erschienen) werden zwei Kerngebiete der Grammatik erörtert: die Formenlehre und die Syntax; hinzu tritt die Behandlung ausgewählter Elemente der Stilistik.
zwei wichtige Gebiete der Lexikologie: die mannigfachen Bedeutungsneuerungen bei bereits bestehenden Wörtern einerseits und die Art und Weise, wie neue Wörter geschaffen und in Gebrauch genommen wurden, andererseits. Im erstgenannten Bereich werden zahlreiche Typen des Bedeutungswandels im Latein der Spätantike und des Mittelalters herausgearbeitet. Die Erfassung der einzelnen Erscheinungen geschieht zum Teil unter historisch-sozialem Blickwinkel; ins Gewicht fallen Einflüsse des Christentums, der Wandel der außersprachlichen Umwelt, parallele Entwicklungen im Romanischen, die Entlehnung von Bedeutungen, die Herausbildung von Fachtermini und Ergebnisse gelehrter Spekulation. Manche Veränderungen lassen sich besser nach formalen Gesichtspunkten gruppieren, wieder andere werden in einer Reihe inhaltlich umschriebener Tyoen des Bedeutungswandels eingeordnet. Der Abschnitt über die Wortbildung wird mit einer ausgiebigen Erörterung grundsätzlicher Aspekte eröffnet. Der Reihe nach werden hierauf behandelt: die Ableitung mit Suffixen, die naturgemäß den größten Raum einnimmt, sodann verschiedene Typen von Zusammensetzungen und Zusammenrückungen, schließlich Rückläufige Wortbildung, Hypostatisierung und Verwandtes.Zwar hat man zur Erzeugung neuer Wörter vielfach die hergebrachten Verfahren genutzt, doch zeigen sich erhebliche Gewichtsverlagerungen sowie zahlreiche Einflüsse des Romanischen.
Peter Stotz, geboren 1942, ist Ordentlicher Professor für Lateinische Philologie des Mittelalters an der Universität Zürich.
Außerdem bei C.H.Beck erschienen:
1. Band: Einleitung - Lexikologische Praxis - Wörter und Sachen - Lehnwortgut 3. Band: Lautlehre4. Band: Formenlehre, Syntax und Stilistik 5. Band: Bibliographie, Quellenübersicht und Register Bände 1-5 zusammen zum Vorzugspreis

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Bibliografie

978-3-406-45836-1

Abt. II: Griechische Grammatik - Lateinische Grammatik - Rhetorik.

XXVI, 482 S.

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 84,00 € Kaufen

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Bibliografie

978-3-406-45836-1

XXVI, 482 S.

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Stotz, Peter

Handbuch zur lateinischen Sprache des Mittelalters Bd. 2: Bedeutungswandel und Wortbildung

Mit diesem Handbuch soll eine oft beklagte Lücke geschlossen werden: Zur Geschichte der lateinischen Sprache im Mittelalter wird hier erstmals ein Gesamtüberblick geboten. Das Ziel ist, die bisher erarbeiteten Forschungsergebnisse zu inventarisieren und mit der nötigen Behutsamkeit zu Linien auszuziehen. Angestrebt ist eine Darstellung in übersichtlicher und lesbarer Form, die auch dem Nichtphilologen möglichst weit entgegenkommt. Das Werk gliedert sich in zwei Hauptteile, Lexikologie und Grammatik, und ist auf vier Bände aufgeteilt. Den Abschluß bildet ein Bibliographie- und Registerband.
Einleitend wird ein knappes entwicklungsgeschichtliches Gesamtbild entworfen. Im Dienste lexikologischer Praxis wird sodann eine Würdigung der einzelnen Wörterbuch-Unternehmungen, gegeben; daran schließt sich Grundsätzliches zur Aufbereitung des lexikalischen Materials an. Zum Wortschatz ausgewählter Sachbereiche werden spezifische Hilfsmittel vorgestellt, auch werden ausgewählte Wortsippen erörtert. Es folgt ein Blick auf den Beitrag anderer Sprachen, vorab den des Griechischen und der germanischen Sprachen. Der (1996 erschienene) Band 3 ist der Lautlehre gewidmet; er enthält eine Beschreibung der sich mannigfach überkreuzenden Entwicklungen im phonologischen und graphematischen Bereich. In Band 4 (1998 erschienen) werden zwei Kerngebiete der Grammatik erörtert: die Formenlehre und die Syntax; hinzu tritt die Behandlung ausgewählter Elemente der Stilistik.
zwei wichtige Gebiete der Lexikologie: die mannigfachen Bedeutungsneuerungen bei bereits bestehenden Wörtern einerseits und die Art und Weise, wie neue Wörter geschaffen und in Gebrauch genommen wurden, andererseits. Im erstgenannten Bereich werden zahlreiche Typen des Bedeutungswandels im Latein der Spätantike und des Mittelalters herausgearbeitet. Die Erfassung der einzelnen Erscheinungen geschieht zum Teil unter historisch-sozialem Blickwinkel; ins Gewicht fallen Einflüsse des Christentums, der Wandel der außersprachlichen Umwelt, parallele Entwicklungen im Romanischen, die Entlehnung von Bedeutungen, die Herausbildung von Fachtermini und Ergebnisse gelehrter Spekulation. Manche Veränderungen lassen sich besser nach formalen Gesichtspunkten gruppieren, wieder andere werden in einer Reihe inhaltlich umschriebener Tyoen des Bedeutungswandels eingeordnet. Der Abschnitt über die Wortbildung wird mit einer ausgiebigen Erörterung grundsätzlicher Aspekte eröffnet. Der Reihe nach werden hierauf behandelt: die Ableitung mit Suffixen, die naturgemäß den größten Raum einnimmt, sodann verschiedene Typen von Zusammensetzungen und Zusammenrückungen, schließlich Rückläufige Wortbildung, Hypostatisierung und Verwandtes.Zwar hat man zur Erzeugung neuer Wörter vielfach die hergebrachten Verfahren genutzt, doch zeigen sich erhebliche Gewichtsverlagerungen sowie zahlreiche Einflüsse des Romanischen.
Peter Stotz, geboren 1942, ist Ordentlicher Professor für Lateinische Philologie des Mittelalters an der Universität Zürich.
Außerdem bei C.H.Beck erschienen:
1. Band: Einleitung - Lexikologische Praxis - Wörter und Sachen - Lehnwortgut 3. Band: Lautlehre4. Band: Formenlehre, Syntax und Stilistik 5. Band: Bibliographie, Quellenübersicht und Register Bände 1-5 zusammen zum Vorzugspreis
Webcode: https://www.chbeck.de/15796