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Türcke, Christoph

Digitale Gefolgschaft

Auf dem Weg in eine neue Stammesgesellschaft

Plattformen wie YouTube, Facebook, Twitter oder Amazon sind die neuen sozialen Magneten - Clanbildner einer sich anbahnenden globalen digitalen Stammesgesellschaft. Während die herkömmlichen sozialen Bindungskräfte von Familien, Institutionen, Parteien, Verbänden und Staaten zunehmend schwinden, entstehen um digitale Plattformen wimmelnde Kollektive, die sich wie Schwärme oder Horden ausnehmen. Ihre Benutzer sind "Follower", digitale Gefolgschaft hält die neuen Clans zusammen. Der Philosoph Christoph Türcke zeigt in einer brisanten Analyse, wohin die Dynamik der Digitalisierung führt. Sein neues Buch ist ein Augenöffner.

Plattformen knechten ihre Nutzer nicht. Sie saugen sie an. Doch damit machen sie sie abhängiger als jede politisch-militärische Gewalt. Sie entfesseln ihr Wunschleben algorithmisch in einer bestimmten Richtung. Dabei steht das neue Erfolgsmodell der Plattform erst am Anfang seiner Wirkungsmacht. Schon arbeiten die großen Player daran, das Gesundheits-, das Bildungs- und das Verkehrssystem, letztlich die gesamte Wirtschaft nach dem Prinzip der Plattform umzubauen. Auch die Politik gerät in diesen Sog. Donald Trump behandelt die USA nicht nur wie eine Firma. Er macht mit Twitter Politik und sieht in den Bürgern Gefolgsleute oder Gegner. Doch es gibt auch Gegenkräfte und Gegenentwürfe. Sie haben das letzte Wort in diesem Buch, das zeigt, dass der Weg in die digitale Hölle mit lauterverheißungsvollen Errungenschaften gepflastert ist.

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Bibliografie

978-3-406-73181-5

Erschienen am 14. Februar 2019

251 S.

Klappenbroschur

Bibliografische Reihen

Broschur 16,95 € Kaufen
e-Book 13,99 € Kaufen
Inhalt

Inhalt

Einleitung

1. Der High-Tech-Dschungel
Taylorismus  – Informeller Sektor und Jobless Growth  – Arpanet – Internet  – Suchmaschine  – «Gefällt mir»  – Neue und alte Informalität  – Deregulierung  – Dekolonisierung  – Neue Lernkultur

2. Die Auflösung der Öffentlichkeit
Brechts Rundfunk – Uröffentlichkeit und Agora  – Öffentlichkeitsparadox – Öffentlichkeit und Andacht – Unterbrechungslogik – Aufmerksamkeitsdefizit  – Iconic Turn  – Sein ist Wahrgenommen werden  –  Filterlose Öffentlichkeit  – Ende der Repräsentation  – Öffentlichkeit als Furie  – Dauerranking  – Mengen-Credo  – Lichtblicke  – Gegenöffentlichkeit – Digitaler Schwarmsog

3. Digitale Gefolgschaft
Vernetzte Wertschöpfungssysteme  – Markt als Plan  – Plattform-Staatsgeschäfte  – Bitcoin –Blockchain  – Netz-Fragmentierung – Follower  – Netz-Fundamentalismus  – Politikverdrossenheit – Tribalistischer Nationalismus  – Deregulierung 2.0  – Dataismus

4. Ausblick
3-D-Druck  – Personal Producer  – Kapitalistische Endzeit  –Verstaatlichung vs. Vergesellschaftung  – Reruralisierung  –Revision der Utopie

Literatur

Pressestimmen

Pressestimmen

"Christoph Türcke liest dem ‚global village‘ die Leviten.“
Süddeutsche Zeitung, Lothar Müller



"Kritisch-genau, kundig.“
shz,de, Stephan Opitz



"Nahezu unbekanntes Terrain erschließt Weber mit ihren Archivfunden.“
zdf.kultur, Bernhard Schulz



Medien
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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-73181-5

Erschienen am 14. Februar 2019

251 S.

Klappenbroschur

Klappenbroschur 16,95 € Kaufen
e-Book 13,99 € Kaufen

Türcke, Christoph

Digitale Gefolgschaft

Auf dem Weg in eine neue Stammesgesellschaft

Plattformen wie YouTube, Facebook, Twitter oder Amazon sind die neuen sozialen Magneten - Clanbildner einer sich anbahnenden globalen digitalen Stammesgesellschaft. Während die herkömmlichen sozialen Bindungskräfte von Familien, Institutionen, Parteien, Verbänden und Staaten zunehmend schwinden, entstehen um digitale Plattformen wimmelnde Kollektive, die sich wie Schwärme oder Horden ausnehmen. Ihre Benutzer sind "Follower", digitale Gefolgschaft hält die neuen Clans zusammen. Der Philosoph Christoph Türcke zeigt in einer brisanten Analyse, wohin die Dynamik der Digitalisierung führt. Sein neues Buch ist ein Augenöffner.

Plattformen knechten ihre Nutzer nicht. Sie saugen sie an. Doch damit machen sie sie abhängiger als jede politisch-militärische Gewalt. Sie entfesseln ihr Wunschleben algorithmisch in einer bestimmten Richtung. Dabei steht das neue Erfolgsmodell der Plattform erst am Anfang seiner Wirkungsmacht. Schon arbeiten die großen Player daran, das Gesundheits-, das Bildungs- und das Verkehrssystem, letztlich die gesamte Wirtschaft nach dem Prinzip der Plattform umzubauen. Auch die Politik gerät in diesen Sog. Donald Trump behandelt die USA nicht nur wie eine Firma. Er macht mit Twitter Politik und sieht in den Bürgern Gefolgsleute oder Gegner. Doch es gibt auch Gegenkräfte und Gegenentwürfe. Sie haben das letzte Wort in diesem Buch, das zeigt, dass der Weg in die digitale Hölle mit lauterverheißungsvollen Errungenschaften gepflastert ist.
Webcode: https://www.chbeck.de/26790611

Inhalt

Inhalt

Einleitung

1. Der High-Tech-Dschungel
Taylorismus  – Informeller Sektor und Jobless Growth  – Arpanet – Internet  – Suchmaschine  – «Gefällt mir»  – Neue und alte Informalität  – Deregulierung  – Dekolonisierung  – Neue Lernkultur

2. Die Auflösung der Öffentlichkeit
Brechts Rundfunk – Uröffentlichkeit und Agora  – Öffentlichkeitsparadox – Öffentlichkeit und Andacht – Unterbrechungslogik – Aufmerksamkeitsdefizit  – Iconic Turn  – Sein ist Wahrgenommen werden  –  Filterlose Öffentlichkeit  – Ende der Repräsentation  – Öffentlichkeit als Furie  – Dauerranking  – Mengen-Credo  – Lichtblicke  – Gegenöffentlichkeit – Digitaler Schwarmsog

3. Digitale Gefolgschaft
Vernetzte Wertschöpfungssysteme  – Markt als Plan  – Plattform-Staatsgeschäfte  – Bitcoin –Blockchain  – Netz-Fragmentierung – Follower  – Netz-Fundamentalismus  – Politikverdrossenheit – Tribalistischer Nationalismus  – Deregulierung 2.0  – Dataismus

4. Ausblick
3-D-Druck  – Personal Producer  – Kapitalistische Endzeit  –Verstaatlichung vs. Vergesellschaftung  – Reruralisierung  –Revision der Utopie

Literatur

Pressestimmen

"Christoph Türcke liest dem ‚global village‘ die Leviten.“
Süddeutsche Zeitung, Lothar Müller


"Kritisch-genau, kundig.“
shz,de, Stephan Opitz


"Nahezu unbekanntes Terrain erschließt Weber mit ihren Archivfunden.“
zdf.kultur, Bernhard Schulz