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Türcke, Christoph

Hyperaktiv!

Kritik der Aufmerksamkeitsdefizitkultur

Rituale statt Ritalin - eine Streitschrift

Zunehmend mehr Kinder sind von ständiger Unruhe getrieben und entwickeln sich in Schule, Familie und Jugendgruppen zu Störenfrieden. „Aufmerksamkeitsdefizit“ bzw. „Hyperaktivität“ lautet die ärztliche Diagnose für dieses vor dreißig Jahren zum ersten Mal beschriebene Syndrom. Doch ist nicht unsere gesamte Medien und Informationsgesellschaft, mit dem Computer als Taktgeber, permanent in heller Aufregung und die Kinder nur jene Wesen, an denen dies besonders auffällig wird? Was mit dem Film begann, hat durch das Fernsehen und dann den Computer eine ungeheure Steigerung erfahren: Unsere Aufmerksamkeit wird von den Bildmaschinen absorbiert und zermürbt.

Statt unseren Kindern Ritalin zu verabreichen, um sie ruhigzustellen, sollten wir besser Gegenmaßnahmen treffen, um den Schwund an Fähigkeit zu ungeteilter Aufmerksamkeit aufzuhalten. Einen Schritt in diese Richtung unternimmt der zweite Teil dieses Buches. Er plädiert für die stärkere Verankerung von Ritualen im Schullalltag. Ritualkunde, so seine These, muss zu einem regulären Schulfach werden. Eine Streitschrift, die nicht nur Eltern und Erzieher herausfordert, sondern die Grundlagen unserer Gesellschaft auf den Prüfstand stellt.

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Bibliografie

978-3-406-63044-6

Erschienen am 08. März 2012

2., durchgesehene Auflage, 2012

123 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 9,95 € Kaufen
e-Book 8,99 € Kaufen
Inhalt

Vorwort


1. Aufmerksamkeitsdefizitkultur
Das opfernde Tier – Profanierung – Maschinelle Wiederholung – Bildschock – Hirnstörung – ADHS-Herd – Kulturstörung – Geteilte Aufmerksamkeit – Multitasking – Neunmonatsrevolution – Introitus interruptus – Konzentrierte Zerstreuung – Repsychotisierung – Nachsitzen


2. Ritualkunde: Skizze eines Schulfachs
Vorklärung – Deregulierung – Primarunterricht – Lesen und schreiben – Fachkonferenz – Soziale Strukturen – Werte – Bekennen lernen


Nachbemerkung und Dank
Literaturverzeichnis

Pressestimmen

Pressestimmen

"Türckes Verdienst ist es, das Problem in seiner kulturellen und gesamtgesellschaftlichen Bedeutung in aller Brisanz deutlich werden zu lassen."
Carolin Hermann, Coburger Tageblatt, 15. November 2012



"die Lektüre lohnt sich"
Ulrich Metschies, Kieler Nachrichten, 20. Oktober 2012



"Sein Therapievorschlag? Richtig: Rituale."
Andrea Hennis, Focus Schule, Dezember 2012



"Dieses schmale Buch verdient es, gelesen und bedacht zu werden."
Kirstin Breitenfellner, Falter, 7. November 2012



"Lesenswert und diskussionswürdig"
Joachim Hackler, aerzteblatt.de, Oktober 2012



"[Türcke] entwirft das utopische, aber sehr wohl konkrete Bild eines qua Ritualisierung gekonnten Schulalltags, der dazu beizutragen vermag, einer umfänglichen, erst in den Anfängen steckenden Aufmerksamkeitsdefizitkultur das Wasser abzugraben, und stattdessen der Rehabilitierung einer Besinnung auf wichtige zwischenmenschliche Werte das Wort zu reden."
Manfred Gerspach, socialnet, 13. August 2012



"Ohne gleich in ein reaktionäres Lob der Disziplin zu verfallen, empfiehlt Türcke eine Rückbesinnung auf alte Werte und erprobte Kulturtechniken statt allzu früher Anpassung an die Erfordernisse an die Arbeitswelt. Rituale statt Ritalin (...)."
Marion Lühe, Der Bund, 3. Juli 2012



"schmales, aber inhaltlich dichtes Plädoyer für ungestörte Aufmerksamkeit."
Sybille Hasenclever, NDR Info, 7. Mai 2012



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-63044-6

Erschienen am 08. März 2012

2., durchgesehene Auflage , 2012

123 S.

Softcover

Softcover 9,95 € Kaufen
e-Book 8,99 € Kaufen

Türcke, Christoph

Hyperaktiv!

Kritik der Aufmerksamkeitsdefizitkultur

Rituale statt Ritalin - eine Streitschrift

Zunehmend mehr Kinder sind von ständiger Unruhe getrieben und entwickeln sich in Schule, Familie und Jugendgruppen zu Störenfrieden. „Aufmerksamkeitsdefizit“ bzw. „Hyperaktivität“ lautet die ärztliche Diagnose für dieses vor dreißig Jahren zum ersten Mal beschriebene Syndrom. Doch ist nicht unsere gesamte Medien und Informationsgesellschaft, mit dem Computer als Taktgeber, permanent in heller Aufregung und die Kinder nur jene Wesen, an denen dies besonders auffällig wird? Was mit dem Film begann, hat durch das Fernsehen und dann den Computer eine ungeheure Steigerung erfahren: Unsere Aufmerksamkeit wird von den Bildmaschinen absorbiert und zermürbt.

Statt unseren Kindern Ritalin zu verabreichen, um sie ruhigzustellen, sollten wir besser Gegenmaßnahmen treffen, um den Schwund an Fähigkeit zu ungeteilter Aufmerksamkeit aufzuhalten. Einen Schritt in diese Richtung unternimmt der zweite Teil dieses Buches. Er plädiert für die stärkere Verankerung von Ritualen im Schullalltag. Ritualkunde, so seine These, muss zu einem regulären Schulfach werden. Eine Streitschrift, die nicht nur Eltern und Erzieher herausfordert, sondern die Grundlagen unserer Gesellschaft auf den Prüfstand stellt.
Webcode: https://www.chbeck.de/9326028

Inhalt

Vorwort


1. Aufmerksamkeitsdefizitkultur
Das opfernde Tier – Profanierung – Maschinelle Wiederholung – Bildschock – Hirnstörung – ADHS-Herd – Kulturstörung – Geteilte Aufmerksamkeit – Multitasking – Neunmonatsrevolution – Introitus interruptus – Konzentrierte Zerstreuung – Repsychotisierung – Nachsitzen


2. Ritualkunde: Skizze eines Schulfachs
Vorklärung – Deregulierung – Primarunterricht – Lesen und schreiben – Fachkonferenz – Soziale Strukturen – Werte – Bekennen lernen


Nachbemerkung und Dank
Literaturverzeichnis

Pressestimmen

"Türckes Verdienst ist es, das Problem in seiner kulturellen und gesamtgesellschaftlichen Bedeutung in aller Brisanz deutlich werden zu lassen."
Carolin Hermann, Coburger Tageblatt, 15. November 2012


"die Lektüre lohnt sich"
Ulrich Metschies, Kieler Nachrichten, 20. Oktober 2012


"Sein Therapievorschlag? Richtig: Rituale."
Andrea Hennis, Focus Schule, Dezember 2012


"Dieses schmale Buch verdient es, gelesen und bedacht zu werden."
Kirstin Breitenfellner, Falter, 7. November 2012


"Lesenswert und diskussionswürdig"
Joachim Hackler, aerzteblatt.de, Oktober 2012


"[Türcke] entwirft das utopische, aber sehr wohl konkrete Bild eines qua Ritualisierung gekonnten Schulalltags, der dazu beizutragen vermag, einer umfänglichen, erst in den Anfängen steckenden Aufmerksamkeitsdefizitkultur das Wasser abzugraben, und stattdessen der Rehabilitierung einer Besinnung auf wichtige zwischenmenschliche Werte das Wort zu reden."
Manfred Gerspach, socialnet, 13. August 2012


"Ohne gleich in ein reaktionäres Lob der Disziplin zu verfallen, empfiehlt Türcke eine Rückbesinnung auf alte Werte und erprobte Kulturtechniken statt allzu früher Anpassung an die Erfordernisse an die Arbeitswelt. Rituale statt Ritalin (...)."
Marion Lühe, Der Bund, 3. Juli 2012


"schmales, aber inhaltlich dichtes Plädoyer für ungestörte Aufmerksamkeit."
Sybille Hasenclever, NDR Info, 7. Mai 2012