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Varwick, Johannes

Die NATO

Vom Verteidigungsbündnis zur Weltpolizei?

Sechzig Jahre NATO – eine kritische Bilanz

1949 als reines Verteidigungsbündnis in der Zeit des Kalten Krieges geschlossen, gab es in der NATO gravierende Veränderungen, insbesondere seit dem Zusammenbruch des Kommunismus. Die Allianz dient den Mitgliedstaaten nicht mehr nur als Verteidigungsbündnis, sondern versteht sich in zunehmendem Maße als militärisch-politische Organisation, die die Sicherheit ihrer Mitgliedstaaten wahren und zugleich weltweit für friedliche stabile Verhältnisse sorgen soll. Nimmt die NATO immer mehr die Aufgaben einer Weltpolizei wahr, die ihr gar nicht zustehen? Wer entscheidet über die Wahl der Mittel, die von ihr eingesetzt werden? Wie sieht die Zukunft der Allianz in einer Welt aus, die zunehmend von Gefahren bedroht ist, die die bisherigen nationalen Grenzen überschreiten? Johannes Varwick stellt Geschichte, Struktur und Strategie der NATO dar und fragt nach der Zukunft des Bündnisses in einer sich wandelnden globalen Welt.

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Bibliografie

978-3-406-56809-1

Erschienen am 17. März 2008

200 S., mit 1 Karte

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 12,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

I. Die Gründung der NATO

I.1 Kollektive Sicherheit und Regionalpakte als Eckpfeiler internationaler Sicherheit
I.2 Die Gründung von Brüsseler Pakt und NATO
I.3 Politische Analyse des NATO-Vertrags

II. Die Entwicklung der NATO im Überblick
II.1 ‹NATO I›: 1949 bis 1989
II.2 ‹NATO II›: 1990 –1999
II.3 ‹NATO III›: 1999 bis heute

III. Struktur, Aufbau und Funktionsweise der NATO
III.1 Die politische Struktur der NATO
III.2 Die militärische Organisation der NATO

IV. Sicherheit und Allianzen im Wandel
IV.1 Sicherheit im Wandel: Begriffe und Konzepte
IV.2 Allianzen im Wandel: theoretische Erklärungsansätze

V. NATO-Strategie im Wandel
V.1 Von der ‹massiven Vergeltung› zur ‹flexiblen Reaktion›
V.2 Strategiewandel nach dem Ost-West-Konflikt
V.3 Die Debatte über ein neues strategisches Konzept

VI. Erweiterung und Partnerschaften der NATO
VI.1 Qualitative Veränderung: die Erweiterung als Prozess
VI.2 Russland und die Osterweiterung
VI.3 Partnerschaften und die Debatte um eine ‹globale NATO›?

VII. Die Europäisierung der Allianz und die Beziehungen zwischen NATO und EU
VII.1 Die Europäisierung der Sicherheitspolitik als transatlantischer Streitpunkt
VII.2 Auf dem Weg zu einer tragfähigen Beziehung: Meilensteine und Erklärungsversuche

VIII. Die neuen Aufgaben der NATO: vom Verteidigungsbünd­nis zum Instrument globaler Stabilitätsprojektion
VIII.1 ‹Out of area› und ‹humanitäre Intervention› – zum Aufstieg und Fall von Allianzstreitthemen
VIII.2 Operationen der NATO: ‹missions redefi ned›

IX. Die Zukunft der NATO

X. Anhang
X.1 Literaturverzeichnis
X.2 Informationsmöglichkeiten im Internet
X.3 Chronologie zur Entwicklung der NATO

Abkürzungsverzeichnis
Sach- und Personenregister
Karten
Übersichten
Übersicht 1: Mitgliedschaftsentwicklung der NATO
Übersicht 2: Grunddaten der NATO-Mitglieder
Übersicht 3: Die politische Struktur der NATO
Übersicht 4: Generalsekretäre der NATO
Übersicht 5 Die Entwicklung des NATO-Haushalts in Mio. Euro
Übersicht 6: Beitragsschlüssel der NATO-Mitglieder 2007
Übersicht 7: Die militärische Struktur der NATO
Übersicht 8: NATO-Streitkräfte in Deutschland
Übersicht 9: Der Euro-Atlantische Partnerschaftsrat 2007
Übersicht 10: Mitgliederstruktur von NATO und EU
Übersicht 11: Operationen der NATO 1991–2007
Pressestimmen

Pressestimmen

"Dennoch bleibt die Frage, wie sich die Nato in den nächsten Jahrzehnten strategisch ausrichten wird. Um sie zu beantworten, hat Johannes Varwick in einem kompakten und analytisch dichten Band die Geschichte des Bündnisses untersucht, um aus ihr Handlungsszenarien abzuleiten. (...) Am Beispiel des Kosovo-Krieges verdeutlicht Varwick, dass es in demokratischen Staaten kaum möglich ist, öffentliche Unterstützung selbst für gut begründbare Interventionen zu finden. Fällt dennoch eine solche Entscheidung, so hat der Bombenkrieg gegen Serbien gezeigt, dass eine heterogene Allianz wie die Nato strukturell zur Kriegführung zumindest nur eingeschränkt geeignet ist. Eine Analyse, die für den weiteren Einsatz in Afghanistan wenig Gutes erwarten lässt. (...) Allein die Tatsache, dass die Nato ihr strategisches Konzept aus dem Jahr 1999 aktualisieren will zeigt, dass die Allianz so leicht nicht totzusagen oder totzuschreiben ist."
Thomas Speckmann, Süddeutsche Zeitung, 6. April 2009



"Noch immer befinde sich die Allianz in einer Art Zwitterstellung. Gegründet als Verteidigungsbündnis, habe es sich zunehmend zu einem „Instrument internationaler Krisenbeherrschung“ entwickelt. Dies sei ebenso strittig wie die Erweiterung des Bündnisses, man denke an die Ukraine sowie Georgien im Vorhof Russlands. Zudem stellt das zunehmend antidemokratische Russland mit seinem militärischen Großmachtstreben die Nato vor grundlegende Entscheidungen. Diese Bedrohung macht dieser außerordentlich informative, mit viel statistischem Material angereicherte Band hinreichend deutlich."
Thomas Medicus, Die Welt, 9. August 2008



"(...) die Spannbreite der Herausforderungen (...) reicht von den Absichten der Gründung einst, über die aktuellen Ansprüche bis hin zu den zu erwartenden und möglichen Anforderungen weltweit zu agieren. Varwick verliert bei der Vorstellung dieser unterschiedlichen Aspekte nie die Ansicht aus dem Auge, ein Handbuch zu erarbeiten und gleichzeitig so viel Information wie möglich zu vermitteln."
Franz H. U. Borkenhagen, Das Parlament, 19. Mai 2008



"Johannes Varwick zeichnet den Verlauf und die Veränderungen in der Geschichte des nordatlantischen Bündnisses auf knappem Raum einprägsam nach. Darüber hinaus stellt er nach einer gekonnten Analyse der aktuellen, komplizierten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU Überlegungen zur Zukunft des Bündnisses an."
Reiner Pommerin, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Juni 2008



"Die Nato, gegründet 1949, feiert am 4. April des kommenden Jahres ihren 60. Geburtstag. Das Jubiläum ist allemal ein Grund, sie mit ihren Zielen, Strukturen und auch mit ihrer Geschichte ein wenig ausführlicher vorzustellen. Hierzu legt Johannes Varwick, Professor für Politikwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, bereits ein Jahr vorher ein knappes, übersichtliches und dennoch informatives Handbuch vor.
Mit dem Untertitel "Vom Verteidigungsbündnis zur Weltpolizei?" wird die Spannbreite der Herausforderungen an das Bündnis deutlich: sie reicht von den Absichten der Gründung einst, über die aktuellen Ansprüche bis hin zu den zu erwartenden und möglichen Anforderungen weltweit zu agieren. Varwick verliert bei der Vorstellung dieser unterschiedlichen Aspekte nie die Absicht aus dem Auge, ein Handbuch zu erarbeiten und gleichzeitig so viel Information wie möglich zu vermitteln."
Franz H. U. Borkenhagen , Das Parlament, Nr. 21/2008



"Professor Varwick gibt sich nicht damit zufrieden, einfach eine Chronologie der NATO abzuliefern. Er gibt dem Leser weit mehr. Sein Buch ist Faktensammlung, Chronologie und Analyse zugleich. Man erfährt also nicht nur etwas über die Geschichte und die Organisationsstrukturen der NATO, sondern auch vieles über den sich wandelnden Sicherheitsbegriff, über Allianzheorien, über die Entwicklung des Völkerrechts und vieles mehr. Dass sich der Verfasser dabei nicht, wie manche anderen, im Dickicht von abstrakten Begriffen und abgehobenen Theorien verliert, ist ein weiterer Pluspunkt, der dieses Buch auszeichnet.
(...) Professor Varwick hat eine klare, nüchterne und lesbare Darstellung der NATO abgeliefert, die wahrscheinlich für die nächsten Jahre das Standardwerk zu diesem Thema sein wird."
Michael Rühle, Leiter des Planungsreferats der Politischen Abteilung der NATO, Brüssel, März 2008



"Varwicks Studie ist mit leichter Feder geschrieben, ohne oberflächlich und seicht zu sein. Die langjährigen Forschungen des Autors im Bereich internationaler, transatlantischer und europäischer Sicherheitspolitik, aber auch seine Erfahrungen in der universitären Vermittlung einschlägiger Sujets Internationaler Politik fließen hilfreich in den didaktischen Aufbau des Buches ein und gewährleisten eine gewinnbringende Lektüre. Obwohl der sprichwörtliche "Rote Faden" des Buches vom ersten bis zum letzten Abschnitt des Buches deutlich zu erkennen ist, sind die einzelnen Kapitel auch in sich selbst jeweils schlüssig [...] Varwicks Monographie wendet sich an "sicherheitspolitisch interessierte Leserinnen und Leser aus Politik und Gesellschaft, politischer Bildung, Journalismus und Militär, aber auch an Studierende und Dozenten der Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften bzw. Lehrerinnen und Lehrer". Dieser ambitionierte Anspruch ist durchaus gerechtfertigt, zumal der klug strukturierte und allgemeinverständliche Band nicht nur insbesondere wegen seiner historischen Kapitel und zahlreichen, sinnvollen Schaubilder als nützliche Einführung für sicherheitspolitische Laien zu empfehlen ist, sondern weil er auch der thematisch bewanderten Leserschaft wertvolle Ansatzpunkte für die weiterführende Diskussion zur Zukunft der NATO liefert. Auch den vergleichsweise günstigen Preis der Publikation sowie nützliche, dem Band mitgegebene Informations-Dienstleistungen wie Chronologie, Literaturverzeichnis, Internet-Recherchehinweise und Register werden viele potenziell Interessierte zu schätzen wissen. Man darf gespannt sein, welch weitere Publikationen mit Blick auf das 60-jährige Jubiläum der NATO in den nächsten Monaten noch vorgelegt werden. Johannes Varwick hat jedenfalls mit seiner ohne jede Einschränkung zur Lektüre zu empfehlenden Monographie, der eine erfolgreiche Verbreitung gewünscht werden darf, die Messlatte für andere Autoren bereits hoch angesetzt."
Reinhard C. Meier-Walser, Politische Studien, März/April 2008



"Im Jahr 2009 wird die Nato sechzig Jahre alt. Johannes Varwick, Professor der Politikwissenschaft in Kiel, legt mit diesem Buch eine gründliche und umfassende Darstellung der Organisation vor, von ihren Anfängen über die Zeitenwende 1989 bis hin zu den Herausforderungen und Zerreißproben, die das Bündnis des Westens heute beschäftigen. Der pathe­tische Orgelton einer älteren Generation von „Transat­lan­tikern“ ist dem gebürtigen Achtundsech­ziger Var­wick erfreulich fremd. Nüchtern seziert er die „zentra­len Strukturprobleme“, die der Allianz zu schaffen machen: unterschiedliche Bedrohungswahr­neh­mun­gen, rigide Entscheidungsprozesse und die ungelöste Frage nach der Rolle der EU im Bündnis. Varwick empfiehlt pragmatische Kompromisse. Den Euro­päern aber rät er, sich nicht zu überschätzen, Amerika nicht zu verprellen, und mehr globale Ver­antwortung zu übernehmen. Recht hat er."
Constanze Stelzenmüller, Internationale Politik", Heft 3/2008



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-56809-1

Erschienen am 17. März 2008

200 S., mit 1 Karte

Softcover

Softcover 12,95 € Kaufen

Varwick, Johannes

Die NATO

Vom Verteidigungsbündnis zur Weltpolizei?

Sechzig Jahre NATO – eine kritische Bilanz

1949 als reines Verteidigungsbündnis in der Zeit des Kalten Krieges geschlossen, gab es in der NATO gravierende Veränderungen, insbesondere seit dem Zusammenbruch des Kommunismus. Die Allianz dient den Mitgliedstaaten nicht mehr nur als Verteidigungsbündnis, sondern versteht sich in zunehmendem Maße als militärisch-politische Organisation, die die Sicherheit ihrer Mitgliedstaaten wahren und zugleich weltweit für friedliche stabile Verhältnisse sorgen soll. Nimmt die NATO immer mehr die Aufgaben einer Weltpolizei wahr, die ihr gar nicht zustehen? Wer entscheidet über die Wahl der Mittel, die von ihr eingesetzt werden? Wie sieht die Zukunft der Allianz in einer Welt aus, die zunehmend von Gefahren bedroht ist, die die bisherigen nationalen Grenzen überschreiten? Johannes Varwick stellt Geschichte, Struktur und Strategie der NATO dar und fragt nach der Zukunft des Bündnisses in einer sich wandelnden globalen Welt.
Webcode: https://www.chbeck.de/23079

Inhalt

Vorwort

I. Die Gründung der NATO

I.1 Kollektive Sicherheit und Regionalpakte als Eckpfeiler internationaler Sicherheit
I.2 Die Gründung von Brüsseler Pakt und NATO
I.3 Politische Analyse des NATO-Vertrags

II. Die Entwicklung der NATO im Überblick
II.1 ‹NATO I›: 1949 bis 1989
II.2 ‹NATO II›: 1990 –1999
II.3 ‹NATO III›: 1999 bis heute

III. Struktur, Aufbau und Funktionsweise der NATO
III.1 Die politische Struktur der NATO
III.2 Die militärische Organisation der NATO

IV. Sicherheit und Allianzen im Wandel
IV.1 Sicherheit im Wandel: Begriffe und Konzepte
IV.2 Allianzen im Wandel: theoretische Erklärungsansätze

V. NATO-Strategie im Wandel
V.1 Von der ‹massiven Vergeltung› zur ‹flexiblen Reaktion›
V.2 Strategiewandel nach dem Ost-West-Konflikt
V.3 Die Debatte über ein neues strategisches Konzept

VI. Erweiterung und Partnerschaften der NATO
VI.1 Qualitative Veränderung: die Erweiterung als Prozess
VI.2 Russland und die Osterweiterung
VI.3 Partnerschaften und die Debatte um eine ‹globale NATO›?

VII. Die Europäisierung der Allianz und die Beziehungen zwischen NATO und EU
VII.1 Die Europäisierung der Sicherheitspolitik als transatlantischer Streitpunkt
VII.2 Auf dem Weg zu einer tragfähigen Beziehung: Meilensteine und Erklärungsversuche

VIII. Die neuen Aufgaben der NATO: vom Verteidigungsbünd­nis zum Instrument globaler Stabilitätsprojektion
VIII.1 ‹Out of area› und ‹humanitäre Intervention› – zum Aufstieg und Fall von Allianzstreitthemen
VIII.2 Operationen der NATO: ‹missions redefi ned›

IX. Die Zukunft der NATO

X. Anhang
X.1 Literaturverzeichnis
X.2 Informationsmöglichkeiten im Internet
X.3 Chronologie zur Entwicklung der NATO

Abkürzungsverzeichnis
Sach- und Personenregister
Karten
Übersichten
Übersicht 1: Mitgliedschaftsentwicklung der NATO
Übersicht 2: Grunddaten der NATO-Mitglieder
Übersicht 3: Die politische Struktur der NATO
Übersicht 4: Generalsekretäre der NATO
Übersicht 5 Die Entwicklung des NATO-Haushalts in Mio. Euro
Übersicht 6: Beitragsschlüssel der NATO-Mitglieder 2007
Übersicht 7: Die militärische Struktur der NATO
Übersicht 8: NATO-Streitkräfte in Deutschland
Übersicht 9: Der Euro-Atlantische Partnerschaftsrat 2007
Übersicht 10: Mitgliederstruktur von NATO und EU
Übersicht 11: Operationen der NATO 1991–2007

Pressestimmen

"Dennoch bleibt die Frage, wie sich die Nato in den nächsten Jahrzehnten strategisch ausrichten wird. Um sie zu beantworten, hat Johannes Varwick in einem kompakten und analytisch dichten Band die Geschichte des Bündnisses untersucht, um aus ihr Handlungsszenarien abzuleiten. (...) Am Beispiel des Kosovo-Krieges verdeutlicht Varwick, dass es in demokratischen Staaten kaum möglich ist, öffentliche Unterstützung selbst für gut begründbare Interventionen zu finden. Fällt dennoch eine solche Entscheidung, so hat der Bombenkrieg gegen Serbien gezeigt, dass eine heterogene Allianz wie die Nato strukturell zur Kriegführung zumindest nur eingeschränkt geeignet ist. Eine Analyse, die für den weiteren Einsatz in Afghanistan wenig Gutes erwarten lässt. (...) Allein die Tatsache, dass die Nato ihr strategisches Konzept aus dem Jahr 1999 aktualisieren will zeigt, dass die Allianz so leicht nicht totzusagen oder totzuschreiben ist."
Thomas Speckmann, Süddeutsche Zeitung, 6. April 2009


"Noch immer befinde sich die Allianz in einer Art Zwitterstellung. Gegründet als Verteidigungsbündnis, habe es sich zunehmend zu einem „Instrument internationaler Krisenbeherrschung“ entwickelt. Dies sei ebenso strittig wie die Erweiterung des Bündnisses, man denke an die Ukraine sowie Georgien im Vorhof Russlands. Zudem stellt das zunehmend antidemokratische Russland mit seinem militärischen Großmachtstreben die Nato vor grundlegende Entscheidungen. Diese Bedrohung macht dieser außerordentlich informative, mit viel statistischem Material angereicherte Band hinreichend deutlich."
Thomas Medicus, Die Welt, 9. August 2008


"(...) die Spannbreite der Herausforderungen (...) reicht von den Absichten der Gründung einst, über die aktuellen Ansprüche bis hin zu den zu erwartenden und möglichen Anforderungen weltweit zu agieren. Varwick verliert bei der Vorstellung dieser unterschiedlichen Aspekte nie die Ansicht aus dem Auge, ein Handbuch zu erarbeiten und gleichzeitig so viel Information wie möglich zu vermitteln."
Franz H. U. Borkenhagen, Das Parlament, 19. Mai 2008


"Johannes Varwick zeichnet den Verlauf und die Veränderungen in der Geschichte des nordatlantischen Bündnisses auf knappem Raum einprägsam nach. Darüber hinaus stellt er nach einer gekonnten Analyse der aktuellen, komplizierten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU Überlegungen zur Zukunft des Bündnisses an."
Reiner Pommerin, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Juni 2008


"Die Nato, gegründet 1949, feiert am 4. April des kommenden Jahres ihren 60. Geburtstag. Das Jubiläum ist allemal ein Grund, sie mit ihren Zielen, Strukturen und auch mit ihrer Geschichte ein wenig ausführlicher vorzustellen. Hierzu legt Johannes Varwick, Professor für Politikwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, bereits ein Jahr vorher ein knappes, übersichtliches und dennoch informatives Handbuch vor.
Mit dem Untertitel "Vom Verteidigungsbündnis zur Weltpolizei?" wird die Spannbreite der Herausforderungen an das Bündnis deutlich: sie reicht von den Absichten der Gründung einst, über die aktuellen Ansprüche bis hin zu den zu erwartenden und möglichen Anforderungen weltweit zu agieren. Varwick verliert bei der Vorstellung dieser unterschiedlichen Aspekte nie die Absicht aus dem Auge, ein Handbuch zu erarbeiten und gleichzeitig so viel Information wie möglich zu vermitteln."
Franz H. U. Borkenhagen , Das Parlament, Nr. 21/2008


"Professor Varwick gibt sich nicht damit zufrieden, einfach eine Chronologie der NATO abzuliefern. Er gibt dem Leser weit mehr. Sein Buch ist Faktensammlung, Chronologie und Analyse zugleich. Man erfährt also nicht nur etwas über die Geschichte und die Organisationsstrukturen der NATO, sondern auch vieles über den sich wandelnden Sicherheitsbegriff, über Allianzheorien, über die Entwicklung des Völkerrechts und vieles mehr. Dass sich der Verfasser dabei nicht, wie manche anderen, im Dickicht von abstrakten Begriffen und abgehobenen Theorien verliert, ist ein weiterer Pluspunkt, der dieses Buch auszeichnet.
(...) Professor Varwick hat eine klare, nüchterne und lesbare Darstellung der NATO abgeliefert, die wahrscheinlich für die nächsten Jahre das Standardwerk zu diesem Thema sein wird."
Michael Rühle, Leiter des Planungsreferats der Politischen Abteilung der NATO, Brüssel, März 2008


"Varwicks Studie ist mit leichter Feder geschrieben, ohne oberflächlich und seicht zu sein. Die langjährigen Forschungen des Autors im Bereich internationaler, transatlantischer und europäischer Sicherheitspolitik, aber auch seine Erfahrungen in der universitären Vermittlung einschlägiger Sujets Internationaler Politik fließen hilfreich in den didaktischen Aufbau des Buches ein und gewährleisten eine gewinnbringende Lektüre. Obwohl der sprichwörtliche "Rote Faden" des Buches vom ersten bis zum letzten Abschnitt des Buches deutlich zu erkennen ist, sind die einzelnen Kapitel auch in sich selbst jeweils schlüssig [...] Varwicks Monographie wendet sich an "sicherheitspolitisch interessierte Leserinnen und Leser aus Politik und Gesellschaft, politischer Bildung, Journalismus und Militär, aber auch an Studierende und Dozenten der Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften bzw. Lehrerinnen und Lehrer". Dieser ambitionierte Anspruch ist durchaus gerechtfertigt, zumal der klug strukturierte und allgemeinverständliche Band nicht nur insbesondere wegen seiner historischen Kapitel und zahlreichen, sinnvollen Schaubilder als nützliche Einführung für sicherheitspolitische Laien zu empfehlen ist, sondern weil er auch der thematisch bewanderten Leserschaft wertvolle Ansatzpunkte für die weiterführende Diskussion zur Zukunft der NATO liefert. Auch den vergleichsweise günstigen Preis der Publikation sowie nützliche, dem Band mitgegebene Informations-Dienstleistungen wie Chronologie, Literaturverzeichnis, Internet-Recherchehinweise und Register werden viele potenziell Interessierte zu schätzen wissen. Man darf gespannt sein, welch weitere Publikationen mit Blick auf das 60-jährige Jubiläum der NATO in den nächsten Monaten noch vorgelegt werden. Johannes Varwick hat jedenfalls mit seiner ohne jede Einschränkung zur Lektüre zu empfehlenden Monographie, der eine erfolgreiche Verbreitung gewünscht werden darf, die Messlatte für andere Autoren bereits hoch angesetzt."
Reinhard C. Meier-Walser, Politische Studien, März/April 2008


"Im Jahr 2009 wird die Nato sechzig Jahre alt. Johannes Varwick, Professor der Politikwissenschaft in Kiel, legt mit diesem Buch eine gründliche und umfassende Darstellung der Organisation vor, von ihren Anfängen über die Zeitenwende 1989 bis hin zu den Herausforderungen und Zerreißproben, die das Bündnis des Westens heute beschäftigen. Der pathe­tische Orgelton einer älteren Generation von „Transat­lan­tikern“ ist dem gebürtigen Achtundsech­ziger Var­wick erfreulich fremd. Nüchtern seziert er die „zentra­len Strukturprobleme“, die der Allianz zu schaffen machen: unterschiedliche Bedrohungswahr­neh­mun­gen, rigide Entscheidungsprozesse und die ungelöste Frage nach der Rolle der EU im Bündnis. Varwick empfiehlt pragmatische Kompromisse. Den Euro­päern aber rät er, sich nicht zu überschätzen, Amerika nicht zu verprellen, und mehr globale Ver­antwortung zu übernehmen. Recht hat er."
Constanze Stelzenmüller, Internationale Politik", Heft 3/2008