Cover Download Merken

Veidlinger, Jeffrey

Mitten im zivilisierten Europa

Die Pogrome von 1918 bis 1921 und die Vorgeschichte des Holocaust

Als die Gewalt in die Kleinstadt Slovetschno kam, ist Rosa Zaks erst sieben Jahre alt. Doch sie wird ihr Leben lang nicht vergessen können, wie sie und ihre Geschwister mitten in der Nacht von der Mutter geweckt und auf den Dachboden des Nachbarhauses gebracht wurden. Aus ihrem Versteck müssen die Kinder mit ansehen, wie ein Pogrom gegen die jüdischen Bewohner des Ortes entfesselt wird.

Zwischen 1918 und 1921 überzieht eine beispiellose Welle der Gewalt die Ukraine: Normale Bürger rauben ungestraft ihre jüdischen Nachbarn aus, brennen ihre Häuser und Synagogen nieder und über 100 000 Juden werden von Bauern, Städtern und Soldaten ermordet, die sie für die Unruhen der Russischen Revolution verantwortlich machen. Anhand von lange vernachlässigtem Archivmaterial, darunter Tausende neu entdeckte Zeugenaussagen, Prozessakten und offizielle Anordnungen, zeigt der renommierte Historiker Jeffrey Veidlinger, warum die Pogrome in Osteuropa eine Art Vorgeschichte des Holocaust bilden. Das überaus differenzierte Bild dieser heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Ereignisse, das durch die Geschichten von Überlebenden, Tätern, Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und Regierungsvertretern entsteht, verdeutlicht, wie so viele verschiedene Gruppen von Menschen – mitten im zivilisierten Europa – zudem selben schrecklichen Ergebnis kamen: dass die Vernichtung der Juden eine akzeptable Antwort auf ihre jeweiligen Probleme darstellte.
Von Jeffrey Veidlinger. Aus dem Englischen von Martin Richter.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-79108-6

Erscheint am 15. September 2022

Rund 480 S.

Hardcover

Hardcover 32,00 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Keine Geschichte dieser jüdischen Katastrophe kommt an Veidlingers außergewöhnlichesBuch heran."
Timothy Snyder



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-79108-6

Erscheint am 15. September 2022

Rund 480 S.

Hardcover

Hardcover 32,00 € Kaufen

Veidlinger, Jeffrey

Mitten im zivilisierten Europa

Die Pogrome von 1918 bis 1921 und die Vorgeschichte des Holocaust

Als die Gewalt in die Kleinstadt Slovetschno kam, ist Rosa Zaks erst sieben Jahre alt. Doch sie wird ihr Leben lang nicht vergessen können, wie sie und ihre Geschwister mitten in der Nacht von der Mutter geweckt und auf den Dachboden des Nachbarhauses gebracht wurden. Aus ihrem Versteck müssen die Kinder mit ansehen, wie ein Pogrom gegen die jüdischen Bewohner des Ortes entfesselt wird.

Zwischen 1918 und 1921 überzieht eine beispiellose Welle der Gewalt die Ukraine: Normale Bürger rauben ungestraft ihre jüdischen Nachbarn aus, brennen ihre Häuser und Synagogen nieder und über 100 000 Juden werden von Bauern, Städtern und Soldaten ermordet, die sie für die Unruhen der Russischen Revolution verantwortlich machen. Anhand von lange vernachlässigtem Archivmaterial, darunter Tausende neu entdeckte Zeugenaussagen, Prozessakten und offizielle Anordnungen, zeigt der renommierte Historiker Jeffrey Veidlinger, warum die Pogrome in Osteuropa eine Art Vorgeschichte des Holocaust bilden. Das überaus differenzierte Bild dieser heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Ereignisse, das durch die Geschichten von Überlebenden, Tätern, Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und Regierungsvertretern entsteht, verdeutlicht, wie so viele verschiedene Gruppen von Menschen – mitten im zivilisierten Europa – zudem selben schrecklichen Ergebnis kamen: dass die Vernichtung der Juden eine akzeptable Antwort auf ihre jeweiligen Probleme darstellte.
Von Jeffrey Veidlinger. Aus dem Englischen von Martin Richter.
Webcode: https://www.chbeck.de/33757024

Pressestimmen

"Keine Geschichte dieser jüdischen Katastrophe kommt an Veidlingers außergewöhnlichesBuch heran."
Timothy Snyder