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Wiemer, Hans-Ulrich

Theoderich der Große

König der Goten, Herrscher der Römer

Ravenna, 5. März 493: „Nicht ein Knochen war in diesem Schuft.“ So kommentierte der Gotenkönig Theoderich seinen Mord an Odoaker, den er gerade mit einem einzigen Schwerthieb aus dieser Welt verabschiedet hatte. Mit dem Ende seines Widersachers war eine Planstelle freigeworden: die des Herrschers über den Westteil des Imperium Romanum. Wer den blutigen Auftakt seiner Regierung miterlebt hatte, konnte schwerlich erwarten, dass es ausgerechnet dem eidbrüchigen, blutbesudelten Theoderich gelingen würde, Goten und Römern zu einer jahrzehntelangen Periode der Ruhe und Stablität zu verhelfen. Dieses Buch bietet die spannende Geschichte, wie er es verstand, seine beiden Völker in einer klugen Arbeitsteilung auseinanderzuhalten – die militärischen Aufgaben den Goten, das Zivilleben und das Entrichten der Steuern den Römern. Das Geheimnis seines Erfolgs, das der Autor dieser modernen Biographie überzeugend entschlüsselt, lautete: Integration durch Separation! Auch nach 1500 Jahren ist es faszinierend zu verfolgen, wie es Theoderich trotz der großen Konfliktpotentiale – in Glaubensfragen und Kirchenorganisation, zwischen Kriegern und Zivilisten, im Verhältnis zum Kaiser in Konstantinopel und zu den germanischen Königen im Westen sowie angesichts drängender sozialer Probleme – gelang, nach innen wie nach außen Frieden zu halten, aber notfalls auch kompromisslos Frieden zu schaffen.

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Bibliografie

978-3-406-71908-0

Erschienen am 15. März 2018

782 S., mit 46 Abbildungen, davon 9 farbig, und 17 Karten

Gebunden

Hardcover 34,00 € Kaufen
e-Book 28,99 € Kaufen

Empfehlungen

Inhalt
Kapitel I: Theoderich der Große: Annäherungen
Kapitel II: Theoderich im Spiegel zeitgenössischer Quellen
Kapitel III: Wer waren die Ostgoten?
Kapitel IV: Von Attila zu Theoderich: Die Ostgoten auf dem Balkan
Kapitel V: Der Weg nach Westen: Die Eroberung Italiens
Kapitel VI: Die Verstetigung der Macht
Kapitel VII: Der Doppelstaat Theoderichs
Kapitel VIII: Expansion wider Willen? Die Außenpolitik Theoderichs
Kapitel IX: Ein "goldenes Zeitalter"? Italien unter gotische rHerrschaft
Kapitel X: Ein Ketzer als König: Religiöse Vielfalt und das Gebot der Rechtsgläubigkeit
Kapitel XI: Von de rKooperation zum Konflikt - die letzten Jahre Theoderichs
Kapitel XII: Das Gotenreich in Italien nach Theoderich
Kapitel XIII: Theoderich der Große - Metamorphosen einer Gestalt

Anhang
Danksagung
Stammtafeln
Quellenverzeichnis
Abkürzungsverhältnis
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Bildnachweis
Register

Das vollständige Inhaltsverzeichnis finden Sie in unserer Leseprobe.
Pressestimmen

Pressestimmen

"Wer verstehen will, wie das frühmittelalterliche Europa aus dem spätantiken Imperium Romanum erwachsen ist, kommt an Wiemer nicht vorbei."
Theodor Kissel, Darmstädter Echo, 26. Mai 2018



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-71908-0

Erschienen am 15. März 2018

782 S., mit 46 Abbildungen, davon 9 farbig, und 17 Karten

Gebunden

Gebunden 34,00 € Kaufen
e-Book 28,99 € Kaufen

Wiemer, Hans-Ulrich

Theoderich der Große

König der Goten, Herrscher der Römer

Ravenna, 5. März 493: „Nicht ein Knochen war in diesem Schuft.“ So kommentierte der Gotenkönig Theoderich seinen Mord an Odoaker, den er gerade mit einem einzigen Schwerthieb aus dieser Welt verabschiedet hatte. Mit dem Ende seines Widersachers war eine Planstelle freigeworden: die des Herrschers über den Westteil des Imperium Romanum. Wer den blutigen Auftakt seiner Regierung miterlebt hatte, konnte schwerlich erwarten, dass es ausgerechnet dem eidbrüchigen, blutbesudelten Theoderich gelingen würde, Goten und Römern zu einer jahrzehntelangen Periode der Ruhe und Stablität zu verhelfen. Dieses Buch bietet die spannende Geschichte, wie er es verstand, seine beiden Völker in einer klugen Arbeitsteilung auseinanderzuhalten – die militärischen Aufgaben den Goten, das Zivilleben und das Entrichten der Steuern den Römern. Das Geheimnis seines Erfolgs, das der Autor dieser modernen Biographie überzeugend entschlüsselt, lautete: Integration durch Separation! Auch nach 1500 Jahren ist es faszinierend zu verfolgen, wie es Theoderich trotz der großen Konfliktpotentiale – in Glaubensfragen und Kirchenorganisation, zwischen Kriegern und Zivilisten, im Verhältnis zum Kaiser in Konstantinopel und zu den germanischen Königen im Westen sowie angesichts drängender sozialer Probleme – gelang, nach innen wie nach außen Frieden zu halten, aber notfalls auch kompromisslos Frieden zu schaffen.
Webcode: https://www.chbeck.de/22253315

Inhalt

Kapitel I: Theoderich der Große: Annäherungen
Kapitel II: Theoderich im Spiegel zeitgenössischer Quellen
Kapitel III: Wer waren die Ostgoten?
Kapitel IV: Von Attila zu Theoderich: Die Ostgoten auf dem Balkan
Kapitel V: Der Weg nach Westen: Die Eroberung Italiens
Kapitel VI: Die Verstetigung der Macht
Kapitel VII: Der Doppelstaat Theoderichs
Kapitel VIII: Expansion wider Willen? Die Außenpolitik Theoderichs
Kapitel IX: Ein "goldenes Zeitalter"? Italien unter gotische rHerrschaft
Kapitel X: Ein Ketzer als König: Religiöse Vielfalt und das Gebot der Rechtsgläubigkeit
Kapitel XI: Von de rKooperation zum Konflikt - die letzten Jahre Theoderichs
Kapitel XII: Das Gotenreich in Italien nach Theoderich
Kapitel XIII: Theoderich der Große - Metamorphosen einer Gestalt

Anhang
Danksagung
Stammtafeln
Quellenverzeichnis
Abkürzungsverhältnis
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Bildnachweis
Register

Das vollständige Inhaltsverzeichnis finden Sie in unserer Leseprobe.

Pressestimmen

"Wer verstehen will, wie das frühmittelalterliche Europa aus dem spätantiken Imperium Romanum erwachsen ist, kommt an Wiemer nicht vorbei."
Theodor Kissel, Darmstädter Echo, 26. Mai 2018