Merken

Brandt, Hartwin

Wird auch silbern mein Haar

Eine Geschichte des Alters in der Antike

In unserer Kultur, in der das Idol der Jugendlichkeit wie ein goldenes Kalb umtanzt wird, erreichen immer mehr Menschen ein hohes Alter, wird die Frage immer drängender, wie wir mit dem Altwerden umgehen – welche Möglichkeiten, Hoffnungen und Ängste wir damit verbinden. Hartwin Brandt lädt mit seinem Buch ein, sich diesem zentralen Thema des Menschseins behutsam aus großer zeitlicher Distanz zu nähern. Sein Werk öffnet den Blick für die ganze Bandbreite der Fragen und ebenso für die Fülle der Antworten, die man in der klassischen Antike bei der Auseinandersetzung mit dem Alter gestellt und zu finden versucht hat: die Erkenntnis der Sterblichkeit und der Wunsch nach ewiger Jugend, die Erfahrung der Hinfälligkeit und das Bemühen, durch vernünftige Lebensführung die körperlichen und geistigen Kräfte zu erhalten, das Erlebnis der Entwürdigung und das Streben, sich gesellschaftliche Anerkennung auch im Alter zu sichern. Um diese zentralen Themen kreisen die – häufig überraschend modern anmutenden – Texte von Dichtern, Staatsmännern, Philosophen. Sie werden veranschaulicht durch Werke der zeitgenössischen Maler und Bildhauer.
Diese facettenreiche Kultur- und Sozialgeschichte des Alters zeigt, welche Antworten in der Antike das Individuum, die Öffentlichkeit, aber auch beispielsweise das frühe Christentum auf die Herausforderungen des Alterns zu finden suchten.


Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-49593-9

302 S., Mit 89 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Bibliografische Reihen

Sonstiges 29,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort
Einleitung: Zwischen Jugend und Tod, oder: Wann ist ein Greis ein Greis?

I. Griechische Frühzeit

1. Homer: Alter als natürliche Lebenszeit
2. Hesiod: «Unseliges Alter»?
3. Die Lyriker: «Oh allverderbendes Alter»!

II. Die Griechen der klassischen Zeit

1. Die Realität: Der alte Mensch in der klassischen Polis
2. Die Theorie: Die Philosophen und die Alten
3. Das poetische Bild (I): Die Tragiker
4. Das poetische Bild (II): Die Alte Komödie
5. Die Bilderwelt: Alte Menschen in der klassischen Kunst

III. Hellenismus

1. Die Alten in der neuen Welt des Hellenismus
2. Alter und Komik: Die Neue Komödie
3. Neue Bilder: Alte Menschen im neuen Realismus

IV. Die römische Republik

1. Res publica und die Dominanz der Alten
2. Die Alten als Vorbilder: Cato der Ältere
3. Alter und Komik: Die römische Komödie
4. Die Alten und ihre Bilder
5. Die Realität: Alte Menschen in republikanischer Zeit

V. Die römische Kaiserzeit

1. Die Alten im Sozialgefüge der Kaiserzeit
2. Bildungskult: Hohes Alter und Intellektualität
3. Poesie, Philosophie und Kunst: Bilder vom Alter und von Alten

VI. Die Spätantike

1. Die Alten in der Welt der Spätantike
2. Neue Ideale? Die Christen und das Greisenalter
3. Neue Bilder? Alter und Jenseitsnähe

Epilog

Anhang

Anmerkungen
Abkürzungsverzeichnis
Verzeichnis der zitierten Literatur
Abbildungsnachweis
Register

Pressestimmen

Pressestimmen

"Brandt bietet eine Blütenlese von Reflexionen aus allen Genres der antiken Literatur vom archaischen Griechenland bis zur christlichen Spätantike und bezieht auch ausführlich die - teils idealisierenden, teils realistischen - Darstellungen in der bildenden Kunst ein."
Wilfried Nippel, Süddeutsche Zeitung, 9. März 2003



"Das Buch taugt gleichermaßen für Laien wie Fachleute. Es bedarf keiner Vorkenntnisse. Alles ist unauffällig und doch erschöpfend erläutert, strittige Punkte werden diskutiert, umfangreiche Belege ermöglichen die vergleichende Lektüre der Originalquellen."
Wolfgang Will, Berliner Zeitung, 3. März 2003



"Hartwin Brandts Darstellung der Geschichte des Alters in der Antike ergibt kein homogenes Bild des Alterns. Sie zeigt jedoch, wie damals zur menschlichen Selbstsorge immer auch die Auseinandersetzung mit dem Alter gehörte: eine Auseinandersetzung, in welche zwangsläufig Leben und Sterben gehörte."
Peter Schneider, Neue Zürcher Zeitung, 26. Januar 2003



"Das Buch lädt ein zur Identifikation: Schon damals hatten die Menschen Angst vor der Gebrechlichkeit, vor dem Ausgelacht werden, schon damals versuchte man, Körper und Geist durch eine vernünftige Lebensführung auf das Alter vorzubereiten. So entsteht der Eindruck einer großen Kontinuität in den Altersanschauungen von der Frühzeit bis zum Ende der Antike, wenn nicht gar bis in unsere Tage."
Balthasar Haußmann, Frankfurter Rundschau, 28. Dezember 2002



"Die Lektüre dieses verwirrend materialreichen Buches ist ein Gewinn - auch in jüngeren Jahren (...)."
Gabriele Schmelz, Der Tagesspiegel, 15. Dezember 2002



"Besonderen Reiz erhält das Buch dadurch, daß es nicht nur die Ansichten über das Alter der antiken Literatur und Philosophie zitiert, sondern auch die Darstellungen des Alters in der Kunst wiedergibt und historisch einordnet. Zudem erhält es eine Reihe sozialgeschichtlicher Informationen, zum Beispiel über die durchschnittliche Lebenserwartung, die bei etwa fünfunddreißig Jahren lag, oder über den Anteil der mehr als Sechzigjährigen, der auf fünf Prozent geschätzt wird.
(...) Brandt behandelt ein wichtiges Thema informativ und gelehrt, ohne unnötige Umständlichkeit."
Kurt Flasch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Oktober 2002



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-49593-9

302 S., Mit 89 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 29,90 € Kaufen

Brandt, Hartwin

Wird auch silbern mein Haar

Eine Geschichte des Alters in der Antike

In unserer Kultur, in der das Idol der Jugendlichkeit wie ein goldenes Kalb umtanzt wird, erreichen immer mehr Menschen ein hohes Alter, wird die Frage immer drängender, wie wir mit dem Altwerden umgehen – welche Möglichkeiten, Hoffnungen und Ängste wir damit verbinden. Hartwin Brandt lädt mit seinem Buch ein, sich diesem zentralen Thema des Menschseins behutsam aus großer zeitlicher Distanz zu nähern. Sein Werk öffnet den Blick für die ganze Bandbreite der Fragen und ebenso für die Fülle der Antworten, die man in der klassischen Antike bei der Auseinandersetzung mit dem Alter gestellt und zu finden versucht hat: die Erkenntnis der Sterblichkeit und der Wunsch nach ewiger Jugend, die Erfahrung der Hinfälligkeit und das Bemühen, durch vernünftige Lebensführung die körperlichen und geistigen Kräfte zu erhalten, das Erlebnis der Entwürdigung und das Streben, sich gesellschaftliche Anerkennung auch im Alter zu sichern. Um diese zentralen Themen kreisen die – häufig überraschend modern anmutenden – Texte von Dichtern, Staatsmännern, Philosophen. Sie werden veranschaulicht durch Werke der zeitgenössischen Maler und Bildhauer.
Diese facettenreiche Kultur- und Sozialgeschichte des Alters zeigt, welche Antworten in der Antike das Individuum, die Öffentlichkeit, aber auch beispielsweise das frühe Christentum auf die Herausforderungen des Alterns zu finden suchten.

Webcode: https://www.chbeck.de/20228

Inhalt

Vorwort
Einleitung: Zwischen Jugend und Tod, oder: Wann ist ein Greis ein Greis?

I. Griechische Frühzeit

1. Homer: Alter als natürliche Lebenszeit
2. Hesiod: «Unseliges Alter»?
3. Die Lyriker: «Oh allverderbendes Alter»!

II. Die Griechen der klassischen Zeit

1. Die Realität: Der alte Mensch in der klassischen Polis
2. Die Theorie: Die Philosophen und die Alten
3. Das poetische Bild (I): Die Tragiker
4. Das poetische Bild (II): Die Alte Komödie
5. Die Bilderwelt: Alte Menschen in der klassischen Kunst

III. Hellenismus

1. Die Alten in der neuen Welt des Hellenismus
2. Alter und Komik: Die Neue Komödie
3. Neue Bilder: Alte Menschen im neuen Realismus

IV. Die römische Republik

1. Res publica und die Dominanz der Alten
2. Die Alten als Vorbilder: Cato der Ältere
3. Alter und Komik: Die römische Komödie
4. Die Alten und ihre Bilder
5. Die Realität: Alte Menschen in republikanischer Zeit

V. Die römische Kaiserzeit

1. Die Alten im Sozialgefüge der Kaiserzeit
2. Bildungskult: Hohes Alter und Intellektualität
3. Poesie, Philosophie und Kunst: Bilder vom Alter und von Alten

VI. Die Spätantike

1. Die Alten in der Welt der Spätantike
2. Neue Ideale? Die Christen und das Greisenalter
3. Neue Bilder? Alter und Jenseitsnähe

Epilog

Anhang

Anmerkungen
Abkürzungsverzeichnis
Verzeichnis der zitierten Literatur
Abbildungsnachweis
Register

Pressestimmen

"Brandt bietet eine Blütenlese von Reflexionen aus allen Genres der antiken Literatur vom archaischen Griechenland bis zur christlichen Spätantike und bezieht auch ausführlich die - teils idealisierenden, teils realistischen - Darstellungen in der bildenden Kunst ein."
Wilfried Nippel, Süddeutsche Zeitung, 9. März 2003


"Das Buch taugt gleichermaßen für Laien wie Fachleute. Es bedarf keiner Vorkenntnisse. Alles ist unauffällig und doch erschöpfend erläutert, strittige Punkte werden diskutiert, umfangreiche Belege ermöglichen die vergleichende Lektüre der Originalquellen."
Wolfgang Will, Berliner Zeitung, 3. März 2003


"Hartwin Brandts Darstellung der Geschichte des Alters in der Antike ergibt kein homogenes Bild des Alterns. Sie zeigt jedoch, wie damals zur menschlichen Selbstsorge immer auch die Auseinandersetzung mit dem Alter gehörte: eine Auseinandersetzung, in welche zwangsläufig Leben und Sterben gehörte."
Peter Schneider, Neue Zürcher Zeitung, 26. Januar 2003


"Das Buch lädt ein zur Identifikation: Schon damals hatten die Menschen Angst vor der Gebrechlichkeit, vor dem Ausgelacht werden, schon damals versuchte man, Körper und Geist durch eine vernünftige Lebensführung auf das Alter vorzubereiten. So entsteht der Eindruck einer großen Kontinuität in den Altersanschauungen von der Frühzeit bis zum Ende der Antike, wenn nicht gar bis in unsere Tage."
Balthasar Haußmann, Frankfurter Rundschau, 28. Dezember 2002


"Die Lektüre dieses verwirrend materialreichen Buches ist ein Gewinn - auch in jüngeren Jahren (...)."
Gabriele Schmelz, Der Tagesspiegel, 15. Dezember 2002


"Besonderen Reiz erhält das Buch dadurch, daß es nicht nur die Ansichten über das Alter der antiken Literatur und Philosophie zitiert, sondern auch die Darstellungen des Alters in der Kunst wiedergibt und historisch einordnet. Zudem erhält es eine Reihe sozialgeschichtlicher Informationen, zum Beispiel über die durchschnittliche Lebenserwartung, die bei etwa fünfunddreißig Jahren lag, oder über den Anteil der mehr als Sechzigjährigen, der auf fünf Prozent geschätzt wird.
(...) Brandt behandelt ein wichtiges Thema informativ und gelehrt, ohne unnötige Umständlichkeit."
Kurt Flasch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Oktober 2002