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Färber, Roland

Römische Gerichtsorte

Räumliche Dynamiken von Jurisdiktion im Imperium Romanum

Ob es um einen korrpten Statthalter wie Verres, einen aufrührerischen Religionsgründer wie Jesus oder die streitbaren christlichen Märtyrer ging - an den Gerichtsorten des römischen Imperiums wurden teils hochbrisante Fälle verhandelt und Urteile von erheblicher Tragweite gesprochen. Wo genau aber fand all dies statt? Wie sah ein römischer Gerichtssaal aus? Gab es überhaupt feste Räume für die Abhaltung von Prozessen, oder war der Ort, an dem über Recht und Unrecht befunden wurde ganz beliebig?

Dieses Buch rekonstruiert die Entwicklung römischer Gerichtsorte vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. Es zeigt, wie sich die Rechtsprechung des Kaisers, der Provinzstatthalter und hohen Funktionäre zusehends in spezifische Gebäude hinein verlagerte, wie öffentliche und nichtöffentliche Bereiche komplementär genutzt wurden und wie der Gerichtsplatz den Funktions- und Rangunterschieden der Beteiligten in vertikaler und horizontaler Abstufung räumlich Rechnung trug. Der landläufigen Meinung, die Gerichtsstätten römischer Magistrate seien mit der Forumsbasiliken der Städte gleichzusetzten, wird hier ein weit vielfältigeres Spektrum gegenübergestellt. Ausgewertet werden dafür literarische und juristische Texte, Inschriften, Papyri, Bildquellen und archäologische Befunde unter Einbeziehung der Forschungergebnisse sämtlicher altertumswissenschaftlicher Disziplinen.


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Bibliografie

978-3-406-66669-8

X, 418 S., mit 43 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Bibliografische Reihen

Sonstiges 70,00 € Kaufen

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978-3-406-66669-8

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Färber, Roland

Römische Gerichtsorte

Räumliche Dynamiken von Jurisdiktion im Imperium Romanum

Ob es um einen korrpten Statthalter wie Verres, einen aufrührerischen Religionsgründer wie Jesus oder die streitbaren christlichen Märtyrer ging - an den Gerichtsorten des römischen Imperiums wurden teils hochbrisante Fälle verhandelt und Urteile von erheblicher Tragweite gesprochen. Wo genau aber fand all dies statt? Wie sah ein römischer Gerichtssaal aus? Gab es überhaupt feste Räume für die Abhaltung von Prozessen, oder war der Ort, an dem über Recht und Unrecht befunden wurde ganz beliebig?

Dieses Buch rekonstruiert die Entwicklung römischer Gerichtsorte vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. Es zeigt, wie sich die Rechtsprechung des Kaisers, der Provinzstatthalter und hohen Funktionäre zusehends in spezifische Gebäude hinein verlagerte, wie öffentliche und nichtöffentliche Bereiche komplementär genutzt wurden und wie der Gerichtsplatz den Funktions- und Rangunterschieden der Beteiligten in vertikaler und horizontaler Abstufung räumlich Rechnung trug. Der landläufigen Meinung, die Gerichtsstätten römischer Magistrate seien mit der Forumsbasiliken der Städte gleichzusetzten, wird hier ein weit vielfältigeres Spektrum gegenübergestellt. Ausgewertet werden dafür literarische und juristische Texte, Inschriften, Papyri, Bildquellen und archäologische Befunde unter Einbeziehung der Forschungergebnisse sämtlicher altertumswissenschaftlicher Disziplinen.

Webcode: https://www.chbeck.de/13653900