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Kiesel, Helmuth

Geschichte der literarischen Moderne

Sprache, Ästhetik, Dichtung im zwanzigsten Jahrhundert

Helmuth Kiesel entwickelt in seinem großen Werk einen umfassenden Begriff der literarischen Moderne: Er zeigt, wann sie entstand, wer sie prägte, was sie war und wie sie wirkte. Sein vorzüglich geschriebenes Buch hat die Qualitäten eines Standardwerkes.
"Unser höchstes Kunstideal ist nicht mehr die Antike, sondern die Moderne", heißt es in der Programmschrift einer Berliner Literatenvereinigung Ende der 1880er Jahre. Helmuth Kiesel setzt bei dieser Proklamation einer neuen kulturellen Epoche an und erarbeitet aus prominenten Texten ein vielschichtiges Bild der literarischen Moderne. Er spannt einen großen Bogen vom Französischen Symbolismus und dem Berliner Naturalismus über das Junge Wien und die Dichtung der Futuristen, Expressionisten und Dadaisten bis hin zu den Autoren der Gruppe 47 und zur literarischen Postmoderne.Der Heidelberger Literaturwissenschaftler stellt die Entfaltung des Begriffs der Moderne dar und erläutert an Texten von Charles Baudelaire, James Joyce, Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke oder Franz Kafka die grundlegenden Aspekte der klassisch gewordenen Epoche: experimenteller Umgang mit Form und Inhalt, Sprachkritik und ein neues dichterisches Sprachbewußtsein sowie vielfältige avantgardistische Strömungen.
An den Hauptwerken Alfred Döblins, Bertolt Brechts und Gottfried Benns erläutert Helmuth Kiesel in brillanter Weise, wie die Veränderungen und Erneuerungen der epischen, dramatischen und lyrischen Gattungen die Epoche der literarischen Moderne entscheidend geprägt haben.

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Bibliografie

978-3-406-70230-3

Erschienen am 05. September 2017

2. Auflage, 2017

640 S.

Softcover

Broschur 38,00 € Kaufen
Inhalt

Einleitung
Die literarische Moderne – ein Prozeß aus Prozessen

Erster Teil
Die Proklamation der Moderne und erste Realisierung

1. Zum Begriff der Moderne und zur Entwicklung des Moderne-Gefühls

2. Die Berliner Proklamation

3. Die Frage nach dem eigentlichen Beginn der literarischen Moderne

4. Wien vs. Berlin: zwei unterschiedliche Spielarten der Moderne

5. Jenseits des Naturalismus: eine neue Auffassung von Moderne

6. Die frühe Moderne: Zeit der "Ismen"

Zweiter Teil
Literatursoziologische Aspekte der Moderne

1. Internationalität

2. Widersprüchliches Verhältnis zum Bürgertum

3. Konservative und sozialdemokratische Kritik

4. Modernität und Regionalität

5. Moderne – Religion – Konfession

6. Moderne und Judentum

7. Moderne – Frauen – Avantgarde

Dritter Teil
Prinzipien der programmatischen Moderne

1. Integration des Unschönen in die Schöne Literatur

2. Entgrenzung

Vierter Teil
Sprachkrise und Überwindungsversuche

1. Vorbereitende Reflexionen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts

2. Manifestationen der Sprachkrise

3. Überwindungsversuche

Fünfter Teil
Der avantgardistische Zug der Moderne

1. Die Entfaltung des Avantgardebewußtseins im 19. Jahrhundert

2. Die Gegenbewegung des "L´art pour l´art"/Ästhetizismus

3. Die Kunst-Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts: Aufhebung des Ästhetizismus

4. Die Polarisierung der Avantgardebewegungen

5. Exkurs: Der Aussteiger Hugo Ball

6. Frontbildung, Mobilisierung, Gleichschaltung, Liquidierung

7. Zwischen Engagement, Desengagement und reiner "Tat-Beobachtung"

8. Avantgardismus nach dem Zweiten Weltkrieg

9. Ende der Avantgarde?

Sechster Teil
Reflektierte Moderne

1. Alfred Döblin: Montageroman

2. Bertolt Brechts episches/montierendes Theater

3. Gottfried Benns Montagegedicht

Siebter Teil
Entwicklungsmomente der reflektierten Moderne in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

1. Die Kontinuität der Moderne

2. Die Bedeutung von Döblin, Brecht und Benn für die Entwicklung nach 1945

3. Fortschreibungen der Moderne: zum Beispiel Peter Handke

Anhang
Anmerkungen
Literaturliste
Namenregister
Sachregister

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-70230-3

Erschienen am 05. September 2017

2. Auflage , 2017

640 S.

Softcover

Softcover 38,00 € Kaufen

Kiesel, Helmuth

Geschichte der literarischen Moderne

Sprache, Ästhetik, Dichtung im zwanzigsten Jahrhundert

Helmuth Kiesel entwickelt in seinem großen Werk einen umfassenden Begriff der literarischen Moderne: Er zeigt, wann sie entstand, wer sie prägte, was sie war und wie sie wirkte. Sein vorzüglich geschriebenes Buch hat die Qualitäten eines Standardwerkes.
"Unser höchstes Kunstideal ist nicht mehr die Antike, sondern die Moderne", heißt es in der Programmschrift einer Berliner Literatenvereinigung Ende der 1880er Jahre. Helmuth Kiesel setzt bei dieser Proklamation einer neuen kulturellen Epoche an und erarbeitet aus prominenten Texten ein vielschichtiges Bild der literarischen Moderne. Er spannt einen großen Bogen vom Französischen Symbolismus und dem Berliner Naturalismus über das Junge Wien und die Dichtung der Futuristen, Expressionisten und Dadaisten bis hin zu den Autoren der Gruppe 47 und zur literarischen Postmoderne.Der Heidelberger Literaturwissenschaftler stellt die Entfaltung des Begriffs der Moderne dar und erläutert an Texten von Charles Baudelaire, James Joyce, Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke oder Franz Kafka die grundlegenden Aspekte der klassisch gewordenen Epoche: experimenteller Umgang mit Form und Inhalt, Sprachkritik und ein neues dichterisches Sprachbewußtsein sowie vielfältige avantgardistische Strömungen.
An den Hauptwerken Alfred Döblins, Bertolt Brechts und Gottfried Benns erläutert Helmuth Kiesel in brillanter Weise, wie die Veränderungen und Erneuerungen der epischen, dramatischen und lyrischen Gattungen die Epoche der literarischen Moderne entscheidend geprägt haben.
Webcode: https://www.chbeck.de/21995081

Inhalt

Einleitung
Die literarische Moderne – ein Prozeß aus Prozessen

Erster Teil
Die Proklamation der Moderne und erste Realisierung

1. Zum Begriff der Moderne und zur Entwicklung des Moderne-Gefühls

2. Die Berliner Proklamation

3. Die Frage nach dem eigentlichen Beginn der literarischen Moderne

4. Wien vs. Berlin: zwei unterschiedliche Spielarten der Moderne

5. Jenseits des Naturalismus: eine neue Auffassung von Moderne

6. Die frühe Moderne: Zeit der "Ismen"

Zweiter Teil
Literatursoziologische Aspekte der Moderne

1. Internationalität

2. Widersprüchliches Verhältnis zum Bürgertum

3. Konservative und sozialdemokratische Kritik

4. Modernität und Regionalität

5. Moderne – Religion – Konfession

6. Moderne und Judentum

7. Moderne – Frauen – Avantgarde

Dritter Teil
Prinzipien der programmatischen Moderne

1. Integration des Unschönen in die Schöne Literatur

2. Entgrenzung

Vierter Teil
Sprachkrise und Überwindungsversuche

1. Vorbereitende Reflexionen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts

2. Manifestationen der Sprachkrise

3. Überwindungsversuche

Fünfter Teil
Der avantgardistische Zug der Moderne

1. Die Entfaltung des Avantgardebewußtseins im 19. Jahrhundert

2. Die Gegenbewegung des "L´art pour l´art"/Ästhetizismus

3. Die Kunst-Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts: Aufhebung des Ästhetizismus

4. Die Polarisierung der Avantgardebewegungen

5. Exkurs: Der Aussteiger Hugo Ball

6. Frontbildung, Mobilisierung, Gleichschaltung, Liquidierung

7. Zwischen Engagement, Desengagement und reiner "Tat-Beobachtung"

8. Avantgardismus nach dem Zweiten Weltkrieg

9. Ende der Avantgarde?

Sechster Teil
Reflektierte Moderne

1. Alfred Döblin: Montageroman

2. Bertolt Brechts episches/montierendes Theater

3. Gottfried Benns Montagegedicht

Siebter Teil
Entwicklungsmomente der reflektierten Moderne in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

1. Die Kontinuität der Moderne

2. Die Bedeutung von Döblin, Brecht und Benn für die Entwicklung nach 1945

3. Fortschreibungen der Moderne: zum Beispiel Peter Handke

Anhang
Anmerkungen
Literaturliste
Namenregister
Sachregister