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Grave, Johannes

Bild und Zeit

Eine Theorie des Bildbetrachtens

Können Bilder Macht auf ihre Betrachter ausüben? In seiner neuen Bildtheorie zeigt Leibniz-PreisträgerJohannes Grave, dass Bilder uns in zeitliche Prozesse verstricken, die sich nicht vollständig kontrollieren lassen, aber neue Denkräume eröffnen. Vor allem durch ihre Struktur und Gestaltung beeinflussen Bilder die Wahrnehmung und damit auch unsere Zeiterfahrung erheblich. Das Buch ist ein Plädoyer dafür, sich beim Blick auf Bilder Zeit zu nehmen und sich ganz in ihren Bann ziehen zu lassen.
Bei der Betrachtung von Bildern wird dem Faktor Zeit meist keine besondere Bedeutung beigemessen. Anders als bei einem Text scheint beim Bild alles auf den ersten Blick gegenwärtig zu sein. Tatsächlich aber sind in Bildern verschiedene Zeitebenen miteinander verschränkt – so z. B. die Zeitspanne, die man vor dem Werk verbringt, die im Bild dargestellte Zeitlichkeit oder die Alterung des Bildträgers. Die Wahrnehmung von Bildern lässt sich daher nicht als simultane Schau eines gegebenen Ganzen verstehen, sondern vollzieht sich in einer eigenen Zeit. Dabei kann das Sehen vorgezeichneten Spuren folgen oder auch aus einer Fülle von Angeboten auswählen. Johannes Grave geht der Frage nach, wie Bilder die Zeit ihrer Betrachtung auf eine Weise beeinflussen, die sich vom Blick auf andere Dinge und von der Lektüre eines Textes unterscheidet.

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Bibliografie

978-3-406-78045-5

Erschienen am 14. März 2022

270 S., mit 26 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 28,00 € Kaufen
e-Book 21,99 € Kaufen
Inhalt
ZU DIESEM BUCH

ANNÄHERUNGEN
I. Der Akt des Bildbetrachtens. Ausgangsüberlegungen
II. Augenblick, Blickwanderung und Widerstreit: Kunsthistorische Streifzüge

GRUNDLAGEN
III. Ebenen der rezeptionsästhetischen Temporalität. Eine idealtypische Differenzierung
IV. Form, Struktur und Zeit. Bildliche Formkonstellationen und ihre rezeptionsästhetische Temporalität
V. Zwiespalt und Zeit. Die Dualität des Bildes und ihre rezeptionsästhetischen Implikationen
VI. Werk und Wirkung – Bild und agency. Zur Aktualität der phänomenologischen Unterscheidung zwischen Kunstwerk und ‹ästhetischem Objekt›
VII. Bilder in Kontexten und Situationen: Zur Bedeutung von Verkettungen und Zurichtungen

PERSPEKTIVEN
VIII. Können Bilder Rhythmen aufweisen? Rechtfertigungen einer problematischen Redeweise
IX. Bild, Zeit und Geschichte. Eine Skizze
X. Bildpolitik. Annäherungen an einen schwierigen Begriff
XI. Denkräume der Besonnenheit: Geschichte und Politik in einem Werk Caspar David Friedrichs


EPILOG
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

„Wer sich nach einer Exitstrategie zurück ins Bild und nach der Tiefe romantischer Kunstbetrachtung sehnt, ist mit diesem aus der ‚Zeit‘ gefallenen Buch richtig.“
WELT AM SONNTAG, Swantje Karich



„Johannes Grave sucht nach einer angemessenen Beschreibung unseres Betrachtens von Bildern … Eine stringente und klar artikulierte Argumentation“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Karlheinz Lüdeking



„öffnet den Blick auf eine Vielzahl von Ansätzen aus Bildwissenschaft, Kunstgeschichte und -theorie … vertieftes Erkenntnisvergnügen“

Falter, Thomas Leitner



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-78045-5

Erschienen am 14. März 2022

270 S., mit 26 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 28,00 € Kaufen
e-Book 21,99 € Kaufen

Grave, Johannes

Bild und Zeit

Eine Theorie des Bildbetrachtens

Können Bilder Macht auf ihre Betrachter ausüben? In seiner neuen Bildtheorie zeigt Leibniz-PreisträgerJohannes Grave, dass Bilder uns in zeitliche Prozesse verstricken, die sich nicht vollständig kontrollieren lassen, aber neue Denkräume eröffnen. Vor allem durch ihre Struktur und Gestaltung beeinflussen Bilder die Wahrnehmung und damit auch unsere Zeiterfahrung erheblich. Das Buch ist ein Plädoyer dafür, sich beim Blick auf Bilder Zeit zu nehmen und sich ganz in ihren Bann ziehen zu lassen.
Bei der Betrachtung von Bildern wird dem Faktor Zeit meist keine besondere Bedeutung beigemessen. Anders als bei einem Text scheint beim Bild alles auf den ersten Blick gegenwärtig zu sein. Tatsächlich aber sind in Bildern verschiedene Zeitebenen miteinander verschränkt – so z. B. die Zeitspanne, die man vor dem Werk verbringt, die im Bild dargestellte Zeitlichkeit oder die Alterung des Bildträgers. Die Wahrnehmung von Bildern lässt sich daher nicht als simultane Schau eines gegebenen Ganzen verstehen, sondern vollzieht sich in einer eigenen Zeit. Dabei kann das Sehen vorgezeichneten Spuren folgen oder auch aus einer Fülle von Angeboten auswählen. Johannes Grave geht der Frage nach, wie Bilder die Zeit ihrer Betrachtung auf eine Weise beeinflussen, die sich vom Blick auf andere Dinge und von der Lektüre eines Textes unterscheidet.
Webcode: https://www.chbeck.de/33100329

Inhalt

ZU DIESEM BUCH

ANNÄHERUNGEN
I. Der Akt des Bildbetrachtens. Ausgangsüberlegungen
II. Augenblick, Blickwanderung und Widerstreit: Kunsthistorische Streifzüge

GRUNDLAGEN
III. Ebenen der rezeptionsästhetischen Temporalität. Eine idealtypische Differenzierung
IV. Form, Struktur und Zeit. Bildliche Formkonstellationen und ihre rezeptionsästhetische Temporalität
V. Zwiespalt und Zeit. Die Dualität des Bildes und ihre rezeptionsästhetischen Implikationen
VI. Werk und Wirkung – Bild und agency. Zur Aktualität der phänomenologischen Unterscheidung zwischen Kunstwerk und ‹ästhetischem Objekt›
VII. Bilder in Kontexten und Situationen: Zur Bedeutung von Verkettungen und Zurichtungen

PERSPEKTIVEN
VIII. Können Bilder Rhythmen aufweisen? Rechtfertigungen einer problematischen Redeweise
IX. Bild, Zeit und Geschichte. Eine Skizze
X. Bildpolitik. Annäherungen an einen schwierigen Begriff
XI. Denkräume der Besonnenheit: Geschichte und Politik in einem Werk Caspar David Friedrichs


EPILOG
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Personenregister

Pressestimmen

„Wer sich nach einer Exitstrategie zurück ins Bild und nach der Tiefe romantischer Kunstbetrachtung sehnt, ist mit diesem aus der ‚Zeit‘ gefallenen Buch richtig.“
WELT AM SONNTAG, Swantje Karich


„Johannes Grave sucht nach einer angemessenen Beschreibung unseres Betrachtens von Bildern … Eine stringente und klar artikulierte Argumentation“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Karlheinz Lüdeking


„öffnet den Blick auf eine Vielzahl von Ansätzen aus Bildwissenschaft, Kunstgeschichte und -theorie … vertieftes Erkenntnisvergnügen“

Falter, Thomas Leitner