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Kopetzki, Annette / Galimberti, Umberto

Liebe. Eine Gebrauchsanweisung

Nichts ist heutzutage so wenig selbstverständlich wie die Liebe, und nichts wird mit so vielen Erwartungen und Hoffnungen auf Sinn beladen wie eben sie. Da sie in unserer technisierten und verwalteten Welt zum einzigen Freiraum für den einzelnen geworden ist, suchen die Menschen dort weniger die Beziehung zum anderen als vielmehr die vollkommene Selbstverwirklichung. Da die Liebe keinen gesellschaftlichen Regeln und Bräuchen mehr zu dienen braucht, da sie nicht mehr politischer und ökonomischer Vernunft gehorchen muss, ist ihre Basis das Schwankendste und Vergänglichste überhaupt geworden, das bloße Gefühl. Zwischen Privatleben und Gesellschaft findet, was die Liebe anbelangt, kein Austausch mehr statt. Was kann man da tun?

Das Erste und Wichtigste ist wohl, so klug, differenziert und gleichzeitig allgemein verständlich über die Liebe und alles, was mit ihr zusammenhängt, nachzudenken, wie dies der italienische Psychoanalytiker und Philosoph Umberto Galimberti in seinem Buch getan hat. In den neunzehn Kapiteln seines Leitfadens geht es um Begehren, Geld und Einsamkeit, um Idealisierung, Verführung und Scham oder um Verrat und Eifersucht, und so wird der Dschungel der Liebe Stück für Stück gelichtet. Dabei lässt Galimberti gleichzeitig durch viele Zitate und Hinweise die Geschichte der Auseinandersetzung mit der Liebe Revue passieren, von Platon und Rousseau bis zu Freud und Sartre.

Am Ende lieben wir vielleicht nicht besser, aber klüger.

Annette Kopetzki. Von Umberto Galimberti. Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki.

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Bibliografie

978-3-406-54209-1

224 S.

Hardcover

Hardcover 14,90 € Kaufen
Inhalt
Einführung

1. Liebe und Transzendenz.
Liebe ist keine rein menschliche Angelegenheit

2. Liebe und Sakralität.
Gefährliches Spiel an der Grenze, wo Verbot und Übertretung beieinanderliegen

3. Liebe und Sexualität.
Die Verschränkung von Tod und Wiederauferstehung

4. Liebe und Perversion
Der verzweifelte Versuch, die Grenzen des Möglichen zu erweitern

5. Liebe und Einsamkeit.
Die Masturbation und das enttäuschte Begehren

6. Liebe und Geld.
Die Verirrungen der Liebe als Spiegel der Gesellschaft

7. Liebe und Begehren.
Die Abenteuer des Begehrens und die Verlockung des Daheimseins

8. Liebe und Idealisierung.
Die Kraft der Idealisierung und der ungesunde Realismus

9. Liebe und Verführung.
Die Transparenz der Kleider und die Täuschung des Begehrens

10. Liebe und Scham.
Die Besonderheit des Individuums und die Angst vor der Verallgemeinerung

11. Liebe und Eifersucht.
Das Aufblitzen der Eifersucht und das Gefängnis des Verdachts

12. Liebe und Verrat.
Die dunkle Seite der Liebe und die Selbsterkenntnis

13. Liebe und Haß.
Die fatale Verknüpfung zwischen Abhängigkeit und Würde

14. Liebe und Leidenschaft.
Das Kalkül der Vernunft und die Einbildungskraft des Herzens

15. Liebe und Einfühlung.
Die Selbstentfremdung im anderen aus Eigenliebe

16. Liebe und Besitz.
Die Selbstbestätigung in der Auslöschung des anderen

17. Liebe und Ehe.
Liebe als Aktion versus Liebe als Passion

18. Liebe und Sprache.
Der Triumph des Widerspruchs im Überschwang des Exzesses

19. Liebe und Wahnsinn.
Die rätselhafte Stimme des anderen Teils unseres Selbst

Anmerkungen
Personenregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Unter den Liebes-Deutern ist Galimberti sicher einer der klügsten, so dass man ihm gerne durch seine 19 Kapitel über die Liebe folgt (...)."
Oliver Müller, Berliner Zeitung, 5. Februar 2007



"Wer sich aber zu weiterem Nachdenken über die Liebe in vielen ihrer geistesgeschichtlichen, philosophischen, psychologischen Facetten anregen lassen möchte (...), dem sei das Buch wärmstens empfohlen."
Franziska Sperr, Süddeutsche Zeitung, 7. Dezember 2006



"Es ist ein Streifzug durch sämtliche Facetten. Galimberti erzählt von der Einsamkeit, Begehren und Verführung über Scham bis zu Verrat und Eifersucht."
Wissen Magazin Süddeutsche Zeitung, Juli 2006



"Das Buch reizt in jedem Fall zum Selbstexperiment: Welche der versammelten Liebesweisheiten würde man heute mit einem Ausrufezeichen markieren, über die man übermorgen dann nur noch den Kopf schüttelt? Denn so wie sich die Lebensprioritäten verschieben, so wird jeder in unterschiedlichen Lebensphasen andere Kapitel für sich entscheidend finden. Einen besseren Grund, ein Buch immer wieder zu lesen, gibt es nicht."
Julia Bähr, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Mai 2006



"Ein lesenswertes und vor allem sehr vielseitiges Buch über die Aspekte der Liebe."
nlo, Die Welt, 20. Mai 2006



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-54209-1

224 S.

Hardcover

Hardcover 14,90 € Kaufen

Kopetzki, Annette / Galimberti, Umberto

Liebe. Eine Gebrauchsanweisung

Nichts ist heutzutage so wenig selbstverständlich wie die Liebe, und nichts wird mit so vielen Erwartungen und Hoffnungen auf Sinn beladen wie eben sie. Da sie in unserer technisierten und verwalteten Welt zum einzigen Freiraum für den einzelnen geworden ist, suchen die Menschen dort weniger die Beziehung zum anderen als vielmehr die vollkommene Selbstverwirklichung. Da die Liebe keinen gesellschaftlichen Regeln und Bräuchen mehr zu dienen braucht, da sie nicht mehr politischer und ökonomischer Vernunft gehorchen muss, ist ihre Basis das Schwankendste und Vergänglichste überhaupt geworden, das bloße Gefühl. Zwischen Privatleben und Gesellschaft findet, was die Liebe anbelangt, kein Austausch mehr statt. Was kann man da tun?

Das Erste und Wichtigste ist wohl, so klug, differenziert und gleichzeitig allgemein verständlich über die Liebe und alles, was mit ihr zusammenhängt, nachzudenken, wie dies der italienische Psychoanalytiker und Philosoph Umberto Galimberti in seinem Buch getan hat. In den neunzehn Kapiteln seines Leitfadens geht es um Begehren, Geld und Einsamkeit, um Idealisierung, Verführung und Scham oder um Verrat und Eifersucht, und so wird der Dschungel der Liebe Stück für Stück gelichtet. Dabei lässt Galimberti gleichzeitig durch viele Zitate und Hinweise die Geschichte der Auseinandersetzung mit der Liebe Revue passieren, von Platon und Rousseau bis zu Freud und Sartre.

Am Ende lieben wir vielleicht nicht besser, aber klüger.

Annette Kopetzki. Von Umberto Galimberti. Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki.
Webcode: https://www.chbeck.de/13690

Inhalt

Einführung

1. Liebe und Transzendenz.
Liebe ist keine rein menschliche Angelegenheit

2. Liebe und Sakralität.
Gefährliches Spiel an der Grenze, wo Verbot und Übertretung beieinanderliegen

3. Liebe und Sexualität.
Die Verschränkung von Tod und Wiederauferstehung

4. Liebe und Perversion
Der verzweifelte Versuch, die Grenzen des Möglichen zu erweitern

5. Liebe und Einsamkeit.
Die Masturbation und das enttäuschte Begehren

6. Liebe und Geld.
Die Verirrungen der Liebe als Spiegel der Gesellschaft

7. Liebe und Begehren.
Die Abenteuer des Begehrens und die Verlockung des Daheimseins

8. Liebe und Idealisierung.
Die Kraft der Idealisierung und der ungesunde Realismus

9. Liebe und Verführung.
Die Transparenz der Kleider und die Täuschung des Begehrens

10. Liebe und Scham.
Die Besonderheit des Individuums und die Angst vor der Verallgemeinerung

11. Liebe und Eifersucht.
Das Aufblitzen der Eifersucht und das Gefängnis des Verdachts

12. Liebe und Verrat.
Die dunkle Seite der Liebe und die Selbsterkenntnis

13. Liebe und Haß.
Die fatale Verknüpfung zwischen Abhängigkeit und Würde

14. Liebe und Leidenschaft.
Das Kalkül der Vernunft und die Einbildungskraft des Herzens

15. Liebe und Einfühlung.
Die Selbstentfremdung im anderen aus Eigenliebe

16. Liebe und Besitz.
Die Selbstbestätigung in der Auslöschung des anderen

17. Liebe und Ehe.
Liebe als Aktion versus Liebe als Passion

18. Liebe und Sprache.
Der Triumph des Widerspruchs im Überschwang des Exzesses

19. Liebe und Wahnsinn.
Die rätselhafte Stimme des anderen Teils unseres Selbst

Anmerkungen
Personenregister

Pressestimmen

"Unter den Liebes-Deutern ist Galimberti sicher einer der klügsten, so dass man ihm gerne durch seine 19 Kapitel über die Liebe folgt (...)."
Oliver Müller, Berliner Zeitung, 5. Februar 2007


"Wer sich aber zu weiterem Nachdenken über die Liebe in vielen ihrer geistesgeschichtlichen, philosophischen, psychologischen Facetten anregen lassen möchte (...), dem sei das Buch wärmstens empfohlen."
Franziska Sperr, Süddeutsche Zeitung, 7. Dezember 2006


"Es ist ein Streifzug durch sämtliche Facetten. Galimberti erzählt von der Einsamkeit, Begehren und Verführung über Scham bis zu Verrat und Eifersucht."
Wissen Magazin Süddeutsche Zeitung, Juli 2006


"Das Buch reizt in jedem Fall zum Selbstexperiment: Welche der versammelten Liebesweisheiten würde man heute mit einem Ausrufezeichen markieren, über die man übermorgen dann nur noch den Kopf schüttelt? Denn so wie sich die Lebensprioritäten verschieben, so wird jeder in unterschiedlichen Lebensphasen andere Kapitel für sich entscheidend finden. Einen besseren Grund, ein Buch immer wieder zu lesen, gibt es nicht."
Julia Bähr, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Mai 2006


"Ein lesenswertes und vor allem sehr vielseitiges Buch über die Aspekte der Liebe."
nlo, Die Welt, 20. Mai 2006