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Leggewie, Claus / Lang, Anne-Katrin

Der Kampf um die europäische Erinnerung

Ein Schlachtfeld wird besichtigt

Was hält Europa zusammen – der reichste Binnenmarkt der Welt, eine starke Währung, die Freizügigkeit seiner Bevölkerung – oder eine geteilte Geschichte? Vier von zehn EU-Bürgern sind Euro-Skeptiker, die in Umfragen bekunden, die Europäische Union sei eine schlechte Sache. Wer die europäische Identität stärken möchte, so die These von Claus Leggewie, der wird die Erörterung und Anerkennung der strittigen Erinnerungen genauso hoch bewerten müssen, wie Vertragswerke, Währungsunion und offene Grenzen. In diesem Buch analysiert er die europäische Erinnerungslandschaft und besucht Erinnerungsorte, an denen sich die aktuellen Geschichtskonflikte verdeutlichen lassen. Dabei steht die europäische Peripherie im Mittelpunkt, das Baltikum, die Ukraine, Jugoslawien, die Türkei, aber auch die europäische Kolonialvergangenheit und die Geschichte der Migranten. Auf diese Weise wird deutlich, wie weit noch der Weg ist zu einem im doppelten Wortsinne geteilten europäischen Geschichtsbewusstsein.


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Bibliografie

978-3-406-60584-0

Erschienen am 23. Februar 2011

224 S., mit 7 Abbildungen

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 14,95 € Kaufen
Inhalt

Einleitung
Warum es so schwer ist, Europäer zu sein


Erstes Kapitel
Sieben Kreise europäischer Erinnerung
1. Der Holocaust als negativer Gründungsmythos Europas
2. Sowjetkommunismus – gleichermaßen verbrecherisch?
3. Vertreibungen als gesamteuropäisches Trauma
4. Kriegs- und Krisenerinnerungen als Motor Europas
5. Schwarzbuch Kolonialismus
6. Europa als Einwanderungskontinent
7. Europas Erfolgsgeschichte nach 1945


Zweites Kapitel
Erinnerungsorte der europäischen Peripherie
1. Aljoscha und die baltische Ambivalenz
2. Karadžic in Den Haag oder: Europa begann nicht in Sarajevo
3. Artikel 301: Anerkennung des Genozids als Beitrittskriterium?
4. Holodomor: die Ukraine ohne Platz im europäischen Gedächtnis?
5. Tervuren: das schwache Kolonialgedächtnis Europas
6. Deutz tief: Europa als Einwanderungskontinent


Ausblick: Ein Haus der Geschichte
Wie Europa politische Identität gewinnen kann


Koautorenschaft und Danksagung


Anmerkungen
Bildnachweis
Personen-, Orts- und Sachregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Ein in jeder Hinsicht anregendes Buch, das der Europa-Forschung neue und weiterführende Impulse verleihen wird."
Jürgen Elvert, Historische Zeitschrift, Februar 2013



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-60584-0

Erschienen am 23. Februar 2011

224 S., mit 7 Abbildungen

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen

Leggewie, Claus / Lang, Anne-Katrin

Der Kampf um die europäische Erinnerung

Ein Schlachtfeld wird besichtigt

Was hält Europa zusammen – der reichste Binnenmarkt der Welt, eine starke Währung, die Freizügigkeit seiner Bevölkerung – oder eine geteilte Geschichte? Vier von zehn EU-Bürgern sind Euro-Skeptiker, die in Umfragen bekunden, die Europäische Union sei eine schlechte Sache. Wer die europäische Identität stärken möchte, so die These von Claus Leggewie, der wird die Erörterung und Anerkennung der strittigen Erinnerungen genauso hoch bewerten müssen, wie Vertragswerke, Währungsunion und offene Grenzen. In diesem Buch analysiert er die europäische Erinnerungslandschaft und besucht Erinnerungsorte, an denen sich die aktuellen Geschichtskonflikte verdeutlichen lassen. Dabei steht die europäische Peripherie im Mittelpunkt, das Baltikum, die Ukraine, Jugoslawien, die Türkei, aber auch die europäische Kolonialvergangenheit und die Geschichte der Migranten. Auf diese Weise wird deutlich, wie weit noch der Weg ist zu einem im doppelten Wortsinne geteilten europäischen Geschichtsbewusstsein.

Webcode: https://www.chbeck.de/31924

Inhalt

Einleitung
Warum es so schwer ist, Europäer zu sein


Erstes Kapitel
Sieben Kreise europäischer Erinnerung
1. Der Holocaust als negativer Gründungsmythos Europas
2. Sowjetkommunismus – gleichermaßen verbrecherisch?
3. Vertreibungen als gesamteuropäisches Trauma
4. Kriegs- und Krisenerinnerungen als Motor Europas
5. Schwarzbuch Kolonialismus
6. Europa als Einwanderungskontinent
7. Europas Erfolgsgeschichte nach 1945


Zweites Kapitel
Erinnerungsorte der europäischen Peripherie
1. Aljoscha und die baltische Ambivalenz
2. Karadžic in Den Haag oder: Europa begann nicht in Sarajevo
3. Artikel 301: Anerkennung des Genozids als Beitrittskriterium?
4. Holodomor: die Ukraine ohne Platz im europäischen Gedächtnis?
5. Tervuren: das schwache Kolonialgedächtnis Europas
6. Deutz tief: Europa als Einwanderungskontinent


Ausblick: Ein Haus der Geschichte
Wie Europa politische Identität gewinnen kann


Koautorenschaft und Danksagung


Anmerkungen
Bildnachweis
Personen-, Orts- und Sachregister

Pressestimmen

"Ein in jeder Hinsicht anregendes Buch, das der Europa-Forschung neue und weiterführende Impulse verleihen wird."
Jürgen Elvert, Historische Zeitschrift, Februar 2013