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Malycha, Andreas / Winters, Peter Jochen

Die SED

Geschichte einer deutschen Partei

Die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der SED


Die SED war die Staatspartei der DDR. An ihrer Spitze liefen die Fäden zusammen, mit denen Staat, Gesellschaft und Wirtschaft gesteuert wurden. Dennoch ist die Schlüsselrolle der Partei für die Aufrechterhaltung der Diktatur heute ein wenig in Vergessenheit geraten. Das öffentliche Interesse hat sich eher auf die Repressionsapparate, etwa das Ministerium für Staatssicherheit, konzentriert.

Andreas Malycha und Peter Jochen Winters legen nun die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der SED vor. Dabei liegt das Hauptgewicht auf den innerparteilichen Wandlungen und Konflikten, den Machtrivalitäten und internen Führungskämpfen sowie auf den komplexen Wechselwirkungen zwischen Partei und Gesellschaft. Ebenso wie die Geschichte der SED endet auch dieses Buch nicht mit der Zäsur von 1989. Vielmehr spannen die Autoren den Bogen von der Vorgeschichte bis zum Nachleben der SED in PDS und Linkspartei.

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Bibliografie

978-3-406-59231-7

Erschienen am 31. August 2009

480 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 16,95 € Kaufen
Inhalt
Einführung

1. Die Gründung der SED | 1945 /46
1. Die Parteien in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands
2. Die Einheitskampagne und die Rolle der Besatzungsmacht
3. Programmatik und Struktur der Einheitspartei
4. SED und Besatzungsmacht

2. Der Wandel der SED zu einer Partei nach
sowjetischem Vorbild | 1947–1952

1. Lenin, Stalin und das Selbstverständnis der SED
2. Funktionswandel der Partei im Schatten des Kalten Krieges
3. Die SED wird Staatspartei
4. Die Parteisäuberungen
5. Die Aufl ösung der Landesverbände und die Bildung der Bezirke
6. Zentrale Parteischulungs- und Ausbildungsstätten

3. Die SED zwischen Krise und Konsolidierung | 1952–1961
1. Beschleunigter Kurs auf das sowjetische Gesellschaftsmodell
2. Die SED in der Herrschaftskrise
3. Reformdebatten und Revisionismuskampagne
4. Ulbricht und die Ausschaltung seiner innerparteilichen Kritiker
5. Der Wettstreit der Systeme

4. Auf der Suche nach neuen Konzepten | 1961–1971
1. Herrschaftsstabilisierung und veränderte Parteistrukturen
2. Das Reformpaket der sechziger Jahre
3. Im Schatten des Prager Frühlings
4. Das Ende der Ära Ulbricht

5. Die Vision einer «entwickelten sozialistischen
Gesellschaft» | 1971–1982
1. Von Ulbricht zu Honecker
2. Machtkonsolidierung der Honecker-Führung
3. Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik
4. Entspannung, Blocksolidarität und Deutschlandpolitik
5. Jugend, Schriftsteller, Künstler und Christen

6. Die SED im Spannungsfeld zwischen Moskau
und Bonn |
1982–1987
1. Ost-West-Konfrontation und Wirtschaftskrise
2. Rasantes Anwachsen wirtschaftlicher Schwierigkeiten
3. Streben nach eigenständiger Westpolitik
4. Streit der Ideologien?
5. Schleichende Erosion der SED-Herrschaft
6. Ratlosigkeit bei der Führung, wachsende Unruhe an der Basis

7. Niedergang und Zusammenbruch der SED | 1987–1989
1. Wirtschafts- und Versorgungskrise
2. Abwehr gegen Perestroika, Glasnost und Kirchen
3. Repressionen gegen Kritiker
4. Massenfl ucht und Opposition
5. Der Sturz Erich Honeckers
6. Versuche zur Rettung der SED-Herrschaft – 55 Tage Egon Krenz

8. Die PDS zwischen SED-Vergangenheit und gesamtdeutscher Zukunft
1. Von der SED zur PDS
2. Die PDS, freie Wahlen und die deutsche Einheit
3. Die PDS und das SED-Vermögen
4. Parteipolitische und juristische Aufarbeitung der Vergangenheit –
    Das Schicksal von Honeckers letztem Politbüro
5. PDS – Linkspartei.PDS – Die Linke

Anhang
Exkurs: Die Mitgliederentwicklung 1946 –1989
Literatur zur Geschichte der SED
Anmerkungen
Personenregister
Abkürzungen
Die Autoren
Pressestimmen

Pressestimmen

"Das ungleiche Autorenpaar legt nun eine erste umfassende Geschichte der Sozialistischen Einheitspartei vor – und analysiert die Aufbruchspläne wie auch die ständigen Führungsstreitigkeiten. (…) Das Buch endet nicht mit der Wende 1989/90, sondern führt die Geschichte der SED in die Gegenwart weiter: als die Geschichte der Linkspartei."
Wolfgang G. Schwanitz, Der Tagesspiegel, 23. August 2010



"Ihr Buch über die SED ist zugleich eine Geschichte der DDR. (...) Die Autoren zeichnen die Entwicklung der Partei mit großer Genauigkeit nach. Sie legen viel Gewicht auf die innerparteilichen Wandlungen und Konflikte, die Rivalitäten um die Macht und die internen Führungskämpfe. (...) Insgesamt (...) bietet das Buch einen hervorragenden Überblick über die Geschichte der SED."
Leo Sillner, Süddeutsche Zeitung, 12. April 2010



"Wer die Geschichte der SED nicht kennt, weiß nicht um die fatalen Erfahrungen, die speziell Sozialdemokraten in der SBZ/DDR einst sammeln mussten – und der ist heute gegen 'rot-rote' Fehlentscheidungen nicht gefeit. Unter diesem Aspekt gesehen legen Andreas Malycha und Peter Jochen Winters eine historiografische Arbeit von politischer Aktualität vor. Indes ist das Buch auch aus einem anderen Grund bemerkenswert. Er liegt in den beiden Autoren selbst. Ihr gemeinsam veröffentlichtes Buch [ist] eine solide, daten- und faktengesättigte Arbeit (...)."
Karl Wilhelm Fricke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. November 2009



"Zitat: Die SED war kein homogenes, sondern ein lebendiges und vielgestaltiges Gefüge von Menschen, die als Parteimitglieder und zugleich als Individuum in verschiedenen gesellschaftlichen Bezügen handeln mussten. (...) Auf diese Weise war sie vom Charakter her sowohl Massenpartei als auch Kaderpartei.
Autor: Unter dieser Prämisse schildern die beiden Autoren nicht nur den Ausbau eines subtilen Herrschaftssystems nach außen, sondern auch nach innen. (...)
Dies alles schildern die Autoren weitgehend wertungsfrei, auch belegt durch zahlreiche Zitate aus Erinnerungen führender Genossen nach der Wende. (...)
Hilfreich für die überfällige Diskussion über das Parteiprogramm der ‘Linken’ wäre das Buch über die ‘Geschichte der SED’ allemal."
Harald Kleinschmid, Deutschlandfunk, 9. November 2009



"Der Leser kann viel über das Wirken von Apparaten, über die Strukturen und Mechanismen einer machtausübenden Partei, über deren Arbeitsstil, über ihr Führungspersonal und dessen Rangeleien, über tatsächliche oder vermeintliche politische und ökonomische Fehlentscheidungen erfahren."
Günter Benser, Neues Deutschland, 15. Oktober 2009



"Historiker Andreas Malycha und der Journalist Peter Jochen Winters haben jetzt die Geschichte dieser undemokratischen Kaderorganisation aufgeschrieben, mitsamt der Vorgeschichte in der Weimarer Republik. Naturgemäß ist ihr Buch zugleich eine Gesamtgeschichte der ostdeutschen Diktatur. Sie zeigen, mit welchen Methoden die SED die DDR beherrschte, und entlarven ihren im Kern stets stalinistischen Charakter."
Die Welt, 10. Oktober 2009



"Andreas Malycha und Peter Jochen Winters zeichnen die Geschichte der SED nach, die sich zwischen der Gründung und Neugründung vollzogen hat, und beschreiben detailliert die Modellierung der SED nach sowjetischem Vorbild."
Moritz Schuller, Der Tagesspiegel, 28. September 2009



"Ob sich die PDS / Die Linke in Zukunft zu einer stabilen demokratischen Linkspartei entwickeln kann, meinen die Autoren, werde in erster Linie von ihrem Umgang mit der SED-Vergangenheit abhängen."
Christoph Winder, Der Standard, 26. September 2009



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-59231-7

Erschienen am 31. August 2009

480 S.

Softcover

Softcover 16,95 € Kaufen

Malycha, Andreas / Winters, Peter Jochen

Die SED

Geschichte einer deutschen Partei

Die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der SED


Die SED war die Staatspartei der DDR. An ihrer Spitze liefen die Fäden zusammen, mit denen Staat, Gesellschaft und Wirtschaft gesteuert wurden. Dennoch ist die Schlüsselrolle der Partei für die Aufrechterhaltung der Diktatur heute ein wenig in Vergessenheit geraten. Das öffentliche Interesse hat sich eher auf die Repressionsapparate, etwa das Ministerium für Staatssicherheit, konzentriert.

Andreas Malycha und Peter Jochen Winters legen nun die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der SED vor. Dabei liegt das Hauptgewicht auf den innerparteilichen Wandlungen und Konflikten, den Machtrivalitäten und internen Führungskämpfen sowie auf den komplexen Wechselwirkungen zwischen Partei und Gesellschaft. Ebenso wie die Geschichte der SED endet auch dieses Buch nicht mit der Zäsur von 1989. Vielmehr spannen die Autoren den Bogen von der Vorgeschichte bis zum Nachleben der SED in PDS und Linkspartei.
Webcode: https://www.chbeck.de/28144

Inhalt

Einführung

1. Die Gründung der SED | 1945 /46
1. Die Parteien in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands
2. Die Einheitskampagne und die Rolle der Besatzungsmacht
3. Programmatik und Struktur der Einheitspartei
4. SED und Besatzungsmacht

2. Der Wandel der SED zu einer Partei nach
sowjetischem Vorbild | 1947–1952

1. Lenin, Stalin und das Selbstverständnis der SED
2. Funktionswandel der Partei im Schatten des Kalten Krieges
3. Die SED wird Staatspartei
4. Die Parteisäuberungen
5. Die Aufl ösung der Landesverbände und die Bildung der Bezirke
6. Zentrale Parteischulungs- und Ausbildungsstätten

3. Die SED zwischen Krise und Konsolidierung | 1952–1961
1. Beschleunigter Kurs auf das sowjetische Gesellschaftsmodell
2. Die SED in der Herrschaftskrise
3. Reformdebatten und Revisionismuskampagne
4. Ulbricht und die Ausschaltung seiner innerparteilichen Kritiker
5. Der Wettstreit der Systeme

4. Auf der Suche nach neuen Konzepten | 1961–1971
1. Herrschaftsstabilisierung und veränderte Parteistrukturen
2. Das Reformpaket der sechziger Jahre
3. Im Schatten des Prager Frühlings
4. Das Ende der Ära Ulbricht

5. Die Vision einer «entwickelten sozialistischen
Gesellschaft» | 1971–1982
1. Von Ulbricht zu Honecker
2. Machtkonsolidierung der Honecker-Führung
3. Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik
4. Entspannung, Blocksolidarität und Deutschlandpolitik
5. Jugend, Schriftsteller, Künstler und Christen

6. Die SED im Spannungsfeld zwischen Moskau
und Bonn |
1982–1987
1. Ost-West-Konfrontation und Wirtschaftskrise
2. Rasantes Anwachsen wirtschaftlicher Schwierigkeiten
3. Streben nach eigenständiger Westpolitik
4. Streit der Ideologien?
5. Schleichende Erosion der SED-Herrschaft
6. Ratlosigkeit bei der Führung, wachsende Unruhe an der Basis

7. Niedergang und Zusammenbruch der SED | 1987–1989
1. Wirtschafts- und Versorgungskrise
2. Abwehr gegen Perestroika, Glasnost und Kirchen
3. Repressionen gegen Kritiker
4. Massenfl ucht und Opposition
5. Der Sturz Erich Honeckers
6. Versuche zur Rettung der SED-Herrschaft – 55 Tage Egon Krenz

8. Die PDS zwischen SED-Vergangenheit und gesamtdeutscher Zukunft
1. Von der SED zur PDS
2. Die PDS, freie Wahlen und die deutsche Einheit
3. Die PDS und das SED-Vermögen
4. Parteipolitische und juristische Aufarbeitung der Vergangenheit –
    Das Schicksal von Honeckers letztem Politbüro
5. PDS – Linkspartei.PDS – Die Linke

Anhang
Exkurs: Die Mitgliederentwicklung 1946 –1989
Literatur zur Geschichte der SED
Anmerkungen
Personenregister
Abkürzungen
Die Autoren

Pressestimmen

"Das ungleiche Autorenpaar legt nun eine erste umfassende Geschichte der Sozialistischen Einheitspartei vor – und analysiert die Aufbruchspläne wie auch die ständigen Führungsstreitigkeiten. (…) Das Buch endet nicht mit der Wende 1989/90, sondern führt die Geschichte der SED in die Gegenwart weiter: als die Geschichte der Linkspartei."
Wolfgang G. Schwanitz, Der Tagesspiegel, 23. August 2010


"Ihr Buch über die SED ist zugleich eine Geschichte der DDR. (...) Die Autoren zeichnen die Entwicklung der Partei mit großer Genauigkeit nach. Sie legen viel Gewicht auf die innerparteilichen Wandlungen und Konflikte, die Rivalitäten um die Macht und die internen Führungskämpfe. (...) Insgesamt (...) bietet das Buch einen hervorragenden Überblick über die Geschichte der SED."
Leo Sillner, Süddeutsche Zeitung, 12. April 2010


"Wer die Geschichte der SED nicht kennt, weiß nicht um die fatalen Erfahrungen, die speziell Sozialdemokraten in der SBZ/DDR einst sammeln mussten – und der ist heute gegen 'rot-rote' Fehlentscheidungen nicht gefeit. Unter diesem Aspekt gesehen legen Andreas Malycha und Peter Jochen Winters eine historiografische Arbeit von politischer Aktualität vor. Indes ist das Buch auch aus einem anderen Grund bemerkenswert. Er liegt in den beiden Autoren selbst. Ihr gemeinsam veröffentlichtes Buch [ist] eine solide, daten- und faktengesättigte Arbeit (...)."
Karl Wilhelm Fricke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. November 2009


"Zitat: Die SED war kein homogenes, sondern ein lebendiges und vielgestaltiges Gefüge von Menschen, die als Parteimitglieder und zugleich als Individuum in verschiedenen gesellschaftlichen Bezügen handeln mussten. (...) Auf diese Weise war sie vom Charakter her sowohl Massenpartei als auch Kaderpartei.
Autor: Unter dieser Prämisse schildern die beiden Autoren nicht nur den Ausbau eines subtilen Herrschaftssystems nach außen, sondern auch nach innen. (...)
Dies alles schildern die Autoren weitgehend wertungsfrei, auch belegt durch zahlreiche Zitate aus Erinnerungen führender Genossen nach der Wende. (...)
Hilfreich für die überfällige Diskussion über das Parteiprogramm der ‘Linken’ wäre das Buch über die ‘Geschichte der SED’ allemal."
Harald Kleinschmid, Deutschlandfunk, 9. November 2009


"Der Leser kann viel über das Wirken von Apparaten, über die Strukturen und Mechanismen einer machtausübenden Partei, über deren Arbeitsstil, über ihr Führungspersonal und dessen Rangeleien, über tatsächliche oder vermeintliche politische und ökonomische Fehlentscheidungen erfahren."
Günter Benser, Neues Deutschland, 15. Oktober 2009


"Historiker Andreas Malycha und der Journalist Peter Jochen Winters haben jetzt die Geschichte dieser undemokratischen Kaderorganisation aufgeschrieben, mitsamt der Vorgeschichte in der Weimarer Republik. Naturgemäß ist ihr Buch zugleich eine Gesamtgeschichte der ostdeutschen Diktatur. Sie zeigen, mit welchen Methoden die SED die DDR beherrschte, und entlarven ihren im Kern stets stalinistischen Charakter."
Die Welt, 10. Oktober 2009


"Andreas Malycha und Peter Jochen Winters zeichnen die Geschichte der SED nach, die sich zwischen der Gründung und Neugründung vollzogen hat, und beschreiben detailliert die Modellierung der SED nach sowjetischem Vorbild."
Moritz Schuller, Der Tagesspiegel, 28. September 2009


"Ob sich die PDS / Die Linke in Zukunft zu einer stabilen demokratischen Linkspartei entwickeln kann, meinen die Autoren, werde in erster Linie von ihrem Umgang mit der SED-Vergangenheit abhängen."
Christoph Winder, Der Standard, 26. September 2009