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Michaels, Axel

Die Kunst des einfachen Lebens

Eine Kulturgeschichte der Askese

Wozu Heirat, Kinder, Haus, Hab und Gut? Wozu leben, lieben, arbeiten? Asketen in vielen Kulturen suchten seit alters Antworten auf solche Fragen – und setzten sie radikal um. Ein asketisches Leben bedeutet meist ein Leben in Keuschheit, Armut und Abgeschiedenheit, in einer kargen Gemeinschaft mit Ordensbrüdern und -schwestern, mit Gelübden und Kasteiungen wie Fasten, Schweigen oder lebenslange Pilgerschaft. Axel Michaels stellt die wichtigsten asketischen Praktiken in unterschiedlichen Kulturen – mit dem Schwerpunkt auf Hinduismus und Buddhismus – vor und geht der Frage nach, ob von der Weltüberwindung der Asketen heute noch zu lernen ist. Er spricht sich in diesem klaren, anschaulichen Buch für eine neue Sorge um sich selbst aus, die alte Praktiken der Asketik zu einer keineswegs nur lebensfeindlichen Lebenskunst werden läßt.

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Bibliografie

978-3-406-51107-3

Erschienen am 25. August 2004

200 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 11,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

I. Körperqual und Seelenheil

II. Die Last mit der Lust: Sexualität und Keuschheit

III. Die Anmut der Armut: Innerweltliche und außerweltliche Askese

IV. Klause und Kloster, Haus und Hauslosigkeit

V. Heil und Erlösung: Technologien asketischer Mystik

VI. Wozu noch Askese?

Anhang
1. Kleine Geschichte der großen asketischen Religionen
2. Verzeichnis asketischer Gemeinschaften

Anmerkungen
Literatur
Zur Aussprache von Wörtern aus nicht-europäischen Sprachen
Danksagung
Registe

Pressestimmen

Pressestimmen

"Axel Michaels, Professor für Klassische Indologie am Südasien-Institut der Universität Heidelberg, findet unter den asketischen Zeitgenossen weder eine Liebe zum Absoluten noch den Drang nach Selbstaufgabe. (...) Dem modernen Asketen, in dessen Ökonomisierung der Lüste noch die Sozialisierung in einem Wirtschaftsmodell durchschimmert, stellt er die Reihe der Asketen voran, die sich vor allem im Hinduismus und Buddhismus herausgebildet hat.
Die Radikalität, mit der in diesen kulturellen Breitengraden mit der Askese Ernst gemacht wird, legt nahe, die gegenwärtigen Asketen der westlichen Nationen mehr als Ästheten zu verstehen, die auf den Expressionismus des dicken Wohlstandslebens mit einem Purismus der ausgefeilten Wohlstandsorgen antworten."
Eberhard Rathgeb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 2004



"Es ist lange her, dass Bescheidenheit eine Zier war; wir leben im Zeitalter des „Ich-Projekts“. Worte wie Demut oder Sanftmut, so der Heidelberger Indologe Axel Michaels, verschwinden sang- und klanglos aus dem Sprachgebrauch. Geradezu sozialunverträglich sind Begriffe wie „Verzicht“ und „Entsagung“. Wer der Welt entsagt, wer freiwillig auf irdische Genussmöglichkeiten verzichtet, gehört schnell zur Klasse jener Sonderlinge, denen ein gestörtes Verhältnis zur Lust und zum sinnlichen Leben nachgesagt wird. Dennoch haben, so Axel Michaels, viele Kulturen historisch dadurch an Stärke gewonnen, dass sie den Verzicht auf sexuelle Erfüllung, auf Reichtum und auf Selbstverwirklichung zum Grundtext ihrer Werte machten. Was aber ist das Geheimnis der Askese? Auch Nietzsche etwa behandelt in der „Genealogie“ ein Kapitel, das die Frage „Was bedeuten asketische Ideale?“ reichlich polemisch angeht. Axel Michaels eröffnet da andere Perspektiven. Auch erzählt er nur am Rande eine „Kulturgeschichte“ der Askese. Denn sein zentrales Thema ist – und darin darf man ihm durchaus folgen –, dass die Praktiken der Askese und des Verzichts keineswegs lebens- und lustfeindlich sind."
rox, Neue Zürcher Zeitung, 6./7. November 2004



"Axel Michaels Die Kunst des einfachen Lebens ist eine Kulturgeschichte der Askese, die uns historisch fundiert beschreibt, wie wir uns Körperqualen ersparen und das Seelenheil gewinnen."
Hanns-Josef Ortheil, Die Welt, 30. Oktober 2004



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-51107-3

Erschienen am 25. August 2004

200 S.

Softcover

Softcover 11,90 € Kaufen

Michaels, Axel

Die Kunst des einfachen Lebens

Eine Kulturgeschichte der Askese

Wozu Heirat, Kinder, Haus, Hab und Gut? Wozu leben, lieben, arbeiten? Asketen in vielen Kulturen suchten seit alters Antworten auf solche Fragen – und setzten sie radikal um. Ein asketisches Leben bedeutet meist ein Leben in Keuschheit, Armut und Abgeschiedenheit, in einer kargen Gemeinschaft mit Ordensbrüdern und -schwestern, mit Gelübden und Kasteiungen wie Fasten, Schweigen oder lebenslange Pilgerschaft. Axel Michaels stellt die wichtigsten asketischen Praktiken in unterschiedlichen Kulturen – mit dem Schwerpunkt auf Hinduismus und Buddhismus – vor und geht der Frage nach, ob von der Weltüberwindung der Asketen heute noch zu lernen ist. Er spricht sich in diesem klaren, anschaulichen Buch für eine neue Sorge um sich selbst aus, die alte Praktiken der Asketik zu einer keineswegs nur lebensfeindlichen Lebenskunst werden läßt.
Webcode: https://www.chbeck.de/20953

Inhalt

Vorwort

I. Körperqual und Seelenheil

II. Die Last mit der Lust: Sexualität und Keuschheit

III. Die Anmut der Armut: Innerweltliche und außerweltliche Askese

IV. Klause und Kloster, Haus und Hauslosigkeit

V. Heil und Erlösung: Technologien asketischer Mystik

VI. Wozu noch Askese?

Anhang
1. Kleine Geschichte der großen asketischen Religionen
2. Verzeichnis asketischer Gemeinschaften

Anmerkungen
Literatur
Zur Aussprache von Wörtern aus nicht-europäischen Sprachen
Danksagung
Registe

Pressestimmen

"Axel Michaels, Professor für Klassische Indologie am Südasien-Institut der Universität Heidelberg, findet unter den asketischen Zeitgenossen weder eine Liebe zum Absoluten noch den Drang nach Selbstaufgabe. (...) Dem modernen Asketen, in dessen Ökonomisierung der Lüste noch die Sozialisierung in einem Wirtschaftsmodell durchschimmert, stellt er die Reihe der Asketen voran, die sich vor allem im Hinduismus und Buddhismus herausgebildet hat.
Die Radikalität, mit der in diesen kulturellen Breitengraden mit der Askese Ernst gemacht wird, legt nahe, die gegenwärtigen Asketen der westlichen Nationen mehr als Ästheten zu verstehen, die auf den Expressionismus des dicken Wohlstandslebens mit einem Purismus der ausgefeilten Wohlstandsorgen antworten."
Eberhard Rathgeb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 2004


"Es ist lange her, dass Bescheidenheit eine Zier war; wir leben im Zeitalter des „Ich-Projekts“. Worte wie Demut oder Sanftmut, so der Heidelberger Indologe Axel Michaels, verschwinden sang- und klanglos aus dem Sprachgebrauch. Geradezu sozialunverträglich sind Begriffe wie „Verzicht“ und „Entsagung“. Wer der Welt entsagt, wer freiwillig auf irdische Genussmöglichkeiten verzichtet, gehört schnell zur Klasse jener Sonderlinge, denen ein gestörtes Verhältnis zur Lust und zum sinnlichen Leben nachgesagt wird. Dennoch haben, so Axel Michaels, viele Kulturen historisch dadurch an Stärke gewonnen, dass sie den Verzicht auf sexuelle Erfüllung, auf Reichtum und auf Selbstverwirklichung zum Grundtext ihrer Werte machten. Was aber ist das Geheimnis der Askese? Auch Nietzsche etwa behandelt in der „Genealogie“ ein Kapitel, das die Frage „Was bedeuten asketische Ideale?“ reichlich polemisch angeht. Axel Michaels eröffnet da andere Perspektiven. Auch erzählt er nur am Rande eine „Kulturgeschichte“ der Askese. Denn sein zentrales Thema ist – und darin darf man ihm durchaus folgen –, dass die Praktiken der Askese und des Verzichts keineswegs lebens- und lustfeindlich sind."
rox, Neue Zürcher Zeitung, 6./7. November 2004


"Axel Michaels Die Kunst des einfachen Lebens ist eine Kulturgeschichte der Askese, die uns historisch fundiert beschreibt, wie wir uns Körperqualen ersparen und das Seelenheil gewinnen."
Hanns-Josef Ortheil, Die Welt, 30. Oktober 2004