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Piechocki, Reinhard

Landschaft Heimat Wildnis

Schutz der Natur - aber welcher und warum?

Ein Buch für alle, die es ernst mit dem Naturschutz meinen


In der Regel versuchen Naturschützer heute mit „harten“ ökonomischen und ökologischen Argumenten von der Schutzwürdigkeit einer bedrohten Art oder eines selten gewordenen Biotops zu überzeugen. Führt diese Argumentation nicht zum Erfolg, sprechen sie vom „Eigenwert der Natur“, der inzwischen sogar Aufnahme in die Gesetzbücher gefunden hat. Der Naturschützer Reinhard Piechocki beschäftigt sich mit der Fragwürdigkeit dieses Vorgehens. Denn zum einen blendet die Reduktion auf „harte“ Fakten gerade die „weichen“, kulturellen Faktoren aus, mit denen die Bevölkerung für den Naturschutz zu gewinnen wäre – etwa die Sensibilität für die heimatliche Landschaft. Und ist die Rede vom Eigenwert der Natur nicht nur eine Fiktion, welche zudem noch die Gefahr fundamentalistischer Entwicklungen in sich birgt?

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Bibliografie

978-3-406-54152-0

Erschienen am 22. September 2010

266 S., mit 15 Abbildungen

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 14,95 € Kaufen
Inhalt
Vorbemerkung

Prolog: Naturschutz in der Sackgasse?


1    Natur und Mensch
1.1 Was ist Natur?
1.2 Mensch und Natur
1.3 Natur als Konstrukt
1.4 Wie lässt sich Natur betrachten?
1.5 Grenzenlose Naturbeherrschung?
1.6 Schutz der Natur!
1.7 Schutzgüter des Naturschutzes
1.8 Gründe für einen Naturschutz
1.9 Konträre politische Weltbilder

2    Natur als Wissenschaftsobjekt
2.1 Naturhaushalt: Vom Räderwerk zum Organismus
2.2 Arten: Von der Stufenleiter zum Netz der Lebewesen
2.3 Biozönosen: Vom Organismus zur abstrakten Gesellschaft
2.4 Biotope: Vom Naturdenkmal zum Wissenschaftsobjekt?
2.5 Ökosysteme: Von der Ganzheit zur Abstraktion
2.6 Prozesse: Von statischen Bildern zur Evolutionsdynamik
2.7 Biodiversität: Von der Lebensfülle zur Genressource?
2.8 Naturkapital: Vom Raubbau zur Nachhaltigkeit

3    Natur als Sinnbild
3.1 Naturdenkmäler: Vom Heiligtum zum Symbol
3.2 Landschaft: Vom Ideal zum Funktionsträger
3.3 Heimat: Vom Rechtsbegriff zur Besänftigungslandschaft
3.4 Wildnis: Von der Todesangst zum Freiheitstraum
3.5 Gaia: Von den Schöpfungsmythen zur lebendigen Erde?

4    Natur als Moralobjekt
4.1 Naturethik: Zum richtigen Umgang mit der Natur
4.2 Inklusionsproblem: Wer gehört zur Moralgemeinschaft?
4.3 Selbstwert: Schutz der Natur «um ihrer selbst willen»?
4.4 Anthropozentrismus: Der Mensch im Zentrum
4.5 Pathozentrismus: Selbstwert leidensfähiger Kreaturen!
4.6 Biozentrismus: Selbstwert aller Lebewesen?
4.7 Ökozentrismus: Selbstwert von Naturganzheiten?
4.8 Holismus: Selbstwert aller Naturerscheinungen?


Epilog: Naturschutz als Kulturaufgabe

Anhang
Leseempfehlungen
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Personenregister

 

Pressestimmen

Pressestimmen

"eine anregende Lektüre"
Politische Ökologie, 2014



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-54152-0

Erschienen am 22. September 2010

266 S., mit 15 Abbildungen

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen

Piechocki, Reinhard

Landschaft Heimat Wildnis

Schutz der Natur - aber welcher und warum?

Ein Buch für alle, die es ernst mit dem Naturschutz meinen


In der Regel versuchen Naturschützer heute mit „harten“ ökonomischen und ökologischen Argumenten von der Schutzwürdigkeit einer bedrohten Art oder eines selten gewordenen Biotops zu überzeugen. Führt diese Argumentation nicht zum Erfolg, sprechen sie vom „Eigenwert der Natur“, der inzwischen sogar Aufnahme in die Gesetzbücher gefunden hat. Der Naturschützer Reinhard Piechocki beschäftigt sich mit der Fragwürdigkeit dieses Vorgehens. Denn zum einen blendet die Reduktion auf „harte“ Fakten gerade die „weichen“, kulturellen Faktoren aus, mit denen die Bevölkerung für den Naturschutz zu gewinnen wäre – etwa die Sensibilität für die heimatliche Landschaft. Und ist die Rede vom Eigenwert der Natur nicht nur eine Fiktion, welche zudem noch die Gefahr fundamentalistischer Entwicklungen in sich birgt?
Webcode: https://www.chbeck.de/31957

Inhalt

Vorbemerkung

Prolog: Naturschutz in der Sackgasse?


1    Natur und Mensch
1.1 Was ist Natur?
1.2 Mensch und Natur
1.3 Natur als Konstrukt
1.4 Wie lässt sich Natur betrachten?
1.5 Grenzenlose Naturbeherrschung?
1.6 Schutz der Natur!
1.7 Schutzgüter des Naturschutzes
1.8 Gründe für einen Naturschutz
1.9 Konträre politische Weltbilder

2    Natur als Wissenschaftsobjekt
2.1 Naturhaushalt: Vom Räderwerk zum Organismus
2.2 Arten: Von der Stufenleiter zum Netz der Lebewesen
2.3 Biozönosen: Vom Organismus zur abstrakten Gesellschaft
2.4 Biotope: Vom Naturdenkmal zum Wissenschaftsobjekt?
2.5 Ökosysteme: Von der Ganzheit zur Abstraktion
2.6 Prozesse: Von statischen Bildern zur Evolutionsdynamik
2.7 Biodiversität: Von der Lebensfülle zur Genressource?
2.8 Naturkapital: Vom Raubbau zur Nachhaltigkeit

3    Natur als Sinnbild
3.1 Naturdenkmäler: Vom Heiligtum zum Symbol
3.2 Landschaft: Vom Ideal zum Funktionsträger
3.3 Heimat: Vom Rechtsbegriff zur Besänftigungslandschaft
3.4 Wildnis: Von der Todesangst zum Freiheitstraum
3.5 Gaia: Von den Schöpfungsmythen zur lebendigen Erde?

4    Natur als Moralobjekt
4.1 Naturethik: Zum richtigen Umgang mit der Natur
4.2 Inklusionsproblem: Wer gehört zur Moralgemeinschaft?
4.3 Selbstwert: Schutz der Natur «um ihrer selbst willen»?
4.4 Anthropozentrismus: Der Mensch im Zentrum
4.5 Pathozentrismus: Selbstwert leidensfähiger Kreaturen!
4.6 Biozentrismus: Selbstwert aller Lebewesen?
4.7 Ökozentrismus: Selbstwert von Naturganzheiten?
4.8 Holismus: Selbstwert aller Naturerscheinungen?


Epilog: Naturschutz als Kulturaufgabe

Anhang
Leseempfehlungen
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Personenregister

 

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"eine anregende Lektüre"
Politische Ökologie, 2014