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Assmann, Jan

Thomas Mann und Ägypten

Mythos und Monotheismus in den Josephsromanen

Jan Assmann geht den bahnbrechenden religions- und kulturwissenschaftlichen Einsichten Thomas Manns nach, die dieser vor allem in seinem Romanzyklus Joseph und seine Brüder vermittelt. Auf faszinierende Weise läßt er seine Leser nicht nur das literarische Kunstwerk der Josephsromane mit neuen Augen sehen, sondern vor allem auch den Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Thomas Mann.

In der Begegnung mit dem Alten Ägypten erschloß sich Thomas Mann eine kulturelle Tiefendimension der Zeit. Seine Josephsromane kreisen um die Frage, die auch Proust, Bergson und Freud beschäftigte: in welcher Weise die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt, und sie geben darauf einige der klügsten Antworten. Gerade in seinen Einsichten zum Wesen des Mythos, zur Entstehung des Monotheismus, zum kulturellen Gedächtnis und zur historischen Anthropologie und Psychologie erweist sich Thomas Mann als einer der bedeutendsten Kultur- und Religionswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Den bislang noch wenig erschlossenen Dimensionen seines Werkes geht Jan Assmann in seinem neuen Buch nach. Er beschreibt das Ägyptenbild der Josephsromane und vergleicht die Josephsgeschichte Manns mit der biblischen Erzählung sowie ihrer ägyptischen Urgestalt. Höchst aufschlußreich sind auch die abschließenden Vergleiche mit zeitgenössischen Werken wie Arnold Schönbergs Moses und Aron und Sigmund Freuds Der Mann Moses.


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Bibliografie

978-3-406-72941-6

Erschienen am 29. Oktober 2018

3. Auflage, 2018

256 S.

Hardcover

Hardcover 24,95 € Kaufen
e-Book 19,99 € Kaufen
Inhalt

Inhalt

Vorwort

I Der Brunnen der Vergangenheit

Zum Ursprung der Dinge – und zurück
Ironie, Wissenschaft und tiefere Bedeutung
Bruch contra Kontinuität
Fiktion und Fest

II Das mythische Ich

Die mythische Würde des Ich
Mondgrammatik und das «nach hinten offene Ich»
Schrift und Selbst
 Mythische und rituelle Identität

III Die mythische Zeit

Mythische Gleichzeitigkeit
Das kulturelle Gedächtnis
Das Unbewußte – die «kotigen Wurzeln»

IV Ägypten: Urteile und Vorurteile
Erste Initiation: Jaakobs Vorurteil und Josephs Vorbehalt
Zweite Initiation: der midianitische Kaufmann
Dritte Initiation: die Reise nach Theben

V Versuchung

Die biblische Geschichte von Potiphars Weib
Die griechische Version: Bellerophontes und Anteia
Die Ägyptische Urform: der Hirte und das Weib des Ackermanns
Joseph und Mut-em-enet
Keuschheit, Scham und Sünde

VI Monotheismus bei Echnaton und bei Abraham

Joseph und Echnaton
Abrahams Gott und der Weg des Monotheismus

VII Monotheismus und Widerstand: Sigmund Freud, Thomas Mann, Arnold Schönberg

Sigmund Freud: der Fortschritt in der Geistigkeit
Thomas Mann: Gott ist die Zukunft
Arnold Schönberg: das Denkbare und das Lehrbare

Abkürzungen und Zitierweise
Anmerkungen
Zitierte Literatur
Namenregister
Sachregister

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-72941-6

Erschienen am 29. Oktober 2018

3. Auflage , 2018

256 S.

Hardcover

Hardcover 24,95 € Kaufen
e-Book 19,99 € Kaufen

Assmann, Jan

Thomas Mann und Ägypten

Mythos und Monotheismus in den Josephsromanen

Jan Assmann geht den bahnbrechenden religions- und kulturwissenschaftlichen Einsichten Thomas Manns nach, die dieser vor allem in seinem Romanzyklus Joseph und seine Brüder vermittelt. Auf faszinierende Weise läßt er seine Leser nicht nur das literarische Kunstwerk der Josephsromane mit neuen Augen sehen, sondern vor allem auch den Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Thomas Mann.

In der Begegnung mit dem Alten Ägypten erschloß sich Thomas Mann eine kulturelle Tiefendimension der Zeit. Seine Josephsromane kreisen um die Frage, die auch Proust, Bergson und Freud beschäftigte: in welcher Weise die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt, und sie geben darauf einige der klügsten Antworten. Gerade in seinen Einsichten zum Wesen des Mythos, zur Entstehung des Monotheismus, zum kulturellen Gedächtnis und zur historischen Anthropologie und Psychologie erweist sich Thomas Mann als einer der bedeutendsten Kultur- und Religionswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Den bislang noch wenig erschlossenen Dimensionen seines Werkes geht Jan Assmann in seinem neuen Buch nach. Er beschreibt das Ägyptenbild der Josephsromane und vergleicht die Josephsgeschichte Manns mit der biblischen Erzählung sowie ihrer ägyptischen Urgestalt. Höchst aufschlußreich sind auch die abschließenden Vergleiche mit zeitgenössischen Werken wie Arnold Schönbergs Moses und Aron und Sigmund Freuds Der Mann Moses.

Webcode: https://www.chbeck.de/25425540

Inhalt

Inhalt

Vorwort

I Der Brunnen der Vergangenheit

Zum Ursprung der Dinge – und zurück
Ironie, Wissenschaft und tiefere Bedeutung
Bruch contra Kontinuität
Fiktion und Fest

II Das mythische Ich

Die mythische Würde des Ich
Mondgrammatik und das «nach hinten offene Ich»
Schrift und Selbst
 Mythische und rituelle Identität

III Die mythische Zeit

Mythische Gleichzeitigkeit
Das kulturelle Gedächtnis
Das Unbewußte – die «kotigen Wurzeln»

IV Ägypten: Urteile und Vorurteile
Erste Initiation: Jaakobs Vorurteil und Josephs Vorbehalt
Zweite Initiation: der midianitische Kaufmann
Dritte Initiation: die Reise nach Theben

V Versuchung

Die biblische Geschichte von Potiphars Weib
Die griechische Version: Bellerophontes und Anteia
Die Ägyptische Urform: der Hirte und das Weib des Ackermanns
Joseph und Mut-em-enet
Keuschheit, Scham und Sünde

VI Monotheismus bei Echnaton und bei Abraham

Joseph und Echnaton
Abrahams Gott und der Weg des Monotheismus

VII Monotheismus und Widerstand: Sigmund Freud, Thomas Mann, Arnold Schönberg

Sigmund Freud: der Fortschritt in der Geistigkeit
Thomas Mann: Gott ist die Zukunft
Arnold Schönberg: das Denkbare und das Lehrbare

Abkürzungen und Zitierweise
Anmerkungen
Zitierte Literatur
Namenregister
Sachregister