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Reinhardt, Volker

Geschichte Italiens

Von der Spätantike bis zur Gegenwart

Erst 1861 wird Italien zum Einheitsstaat. Vorausgegangen waren mehr als 13 Jahrhunderte kleinräumiger Hegemonien – und Epochen großer kultureller Blüte. Dieses Buch erzählt und erklärt die Geschichte und die Entwicklung der verschiedenen Staaten und Herrschaftsformen zwischen Alpen und Ätna, beschreibt die Lebenswelten der Eliten und der kleinen Leute und arbeitet dabei verständlich und fesselnd die historischen Leitlinien der in Italien bis heute besonders lebendigen Vergangenheit heraus.
Dieses Buch erzählt fundiert und fesselnd die Geschichte Italiens über anderthalb Jahrtausende. Es erklärt die vielfältige Staatenwelt und deren Schicksale im Verlauf der Jahrhunderte, zeichnet die Kleinräumigkeit der Loyalitäten und die besondere Form des Patriotismus nach, würdigt Herrscher und bedeutende Persönlichkeiten und läßt in besonderer Weise die einzigartige und innovative Kultur des Landes lebendig werden, die Italien ein halbes Jahrtausend lang zu einem Begriff in Europa machte.
Die hier vorgelegte Gesamtdarstellung, die auf dem neuesten Forschungsstand einen geschlossenen Überblick über die historische Entwicklung des Landes vom Ausgang der Spätantike bis zur Gegenwart bietet, zieht zudem Verbindungslinien zwischen Vergangenheit und Gegenwart und macht so das besondere Nationalbewußtsein und die gegenwärtige Befindlichkeit Italiens verständlich.

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Bibliografie

978-3-406-50284-2

Erschienen am 25. Februar 2003

348 S.

Hardcover (In Leinen)

Bibliografische Reihen

Schlagwörter

Sonstiges 29,90 € Kaufen
Inhalt
Zur Einführung

I. Reichsgewalt und Regionalisierung - 500 bis 1050

II. Kommunen, Kaiser; Kommerz und Krisen 1050 bis 1300

III. Bankrotte, Epidemien und politische Flurbereinigung 1300 bis 1430

IV. Kulturblüte und neue Hegemonien - 1430 bis 1560

V. Rechtgläubigkeitsregeln, Versorgungsengpässe und innere Stabilität - 1560 bis 1700

VI. Die Entdeckung der Rückständigkeit und das Streben nach Reformen - 1700 bis 1796

VII. Erzwungene Modernisierung und der Weg zum Nationalstaat - 1796 bis 1861

VIII. Konfliktträchtige Entwicklung und die Katastrophe des Krieges - 1861 bis 1922

IX. Der Weg in die Diktatur: das faschistische Italien 1922 bis 1945

X. Die etwas andere Republik - 1946 bis heute

Anhang
Literatur
Personenregister
Ortsregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Besonders informativ sind die Kapitel über die Renaissance mit ihrem relativ modernen, aber fragilen Staatensystem, mit den neuen Fürstenhöfen und ihren Herrschaftsinszenierungen, über die folgende spanische Hegemonie und die Gegenreformation samt der Ambivalenz von Inquisition und Gedankenfreiheit, von Realismus und Skepsis, über die allmähliche wirtschaftliche und politische Regression, welche im päpstlichen Rom durch barocken Glanz überspielt wurde, schließlich über das 18. Jahrhundert, als die intellektuellen Eliten die eigene Rückständigkeit entdeckten und nach Reformen strebten, die schließlich die Rückkehr ins moderne Europa eingeleitet haben."
Rudolf Lill, DAMALS, Dezember 2003



"Vom Lehenswesen zur spätmittelalterlichen Kommune, von vielgestaltiger Mehrstaatlichkeit zu den "Fremdherrschaften" (die Anführungsstriche stammen von Reinhardt, der den Begriff mit Recht als nachträglich nationale Disqualifizierung versteht) und schliesslich zu einem Staatenwesen, das zu einer fraglos übergreifenden Stabilität immer noch unterwegs ist: Diesen Entwicklungen so nachzugehen, dass sie nicht als permanente Verwicklungen, sondern als nachvollziehbare Prozesse erscheinen, ist nur durch die Reduktion auf das jeweils innere Spiel der gesellschaftlich-wirtschaftlichen und mentalen Kräfte möglich. Und dank strenger Konzentration auf den historischen Knochenbau der italienischen Politik gelingt es Reinhardt auch, die Kontinuitäten herauszuarbeiten, die sonst im Wirbel der Neuauflagen verschwinden könnten.
Hanno Helbing, Neue Zürcher Zeitung, 2. Juli 2003



"(...) wie können spätrömische und Völkerwanderungsgeschichte, fränkische Geschichte, Papstgeschichte und Reichsgeschichte, die Geschichte der mächtigen Stadtrepubliken, später die Geschichte der europäischen Großmächte, die Nationalbewegung, das liberale System, Faschismus und Antifaschismus, die beiden Weltkriege, die italienische Nachkriegsrepublik und ihr Zerfall in ein nicht allzu voluminöses Gefäß gepresst werden, das die Aufschrift 'Italienische Geschichte' trägt? Es geht, wenn ein nüchtern-scharfer Geist wie Volker Reinhardt, der zu den besten Italienkennern der deutschsprachigen Historikerzunft gehört, sich jegliches Schwelgen in der historischen Anschauung verbietet. (...)
Volker Reinhardt (...) schärft den Blick für das Geschehen der Gegenwart."
Eckhard Fuhr, Die Welt, 5. Juli 2003



"Dem Autor kann uneingeschränkt konzediert werden, ein gut und spannend geschriebenes Buch vorgelegt zu haben. Die Ausführungen über das Zeit und Raum übergreifende, oft humane, manchmal aber allzu menschliche, mitunter ins Kriminelle abgleitende Klientelgefüge von Italiens Gesellschaft und Staat überzeugen den Leser, zumal der Autor es vermeidet, in den gestelzten Jargon mancher Sozialhistoriker zu verfallen."
Heinz Thoma, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Juni 2003



"Die eineinhalbtausendjährige Geschichte Italiens zwischen Buchdeckel zu quetschen, ist nicht leicht. Dem Freiburger Historiker Volker Reinhardt gelingt der Versuch."
Bernd Roeck, Tagesanzeiger, 22. April 2003



"Volker Reinhardt ist ein exzellenter Kenner der Italiener, ihrer Geschichte und Kultur.
Reinhardt schafft es überzeugend, die Komplexität dieser gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen in gewandter Verschränkung von Bericht und Interpretation vorzuführen. Der weitgehende Verzicht auf das übliche Nach- und Nebeneinander des Faktischen bedingt eine essayistische Durchformung, die das Buch zu einer durchweg flüssigen, doch auch anspruchsvollen Lektüre macht. Hervorzuheben bleibt schließlich, dass es eine glänzende, klug differenzierende Darstellung des italienischen Faschismus enthält, die dem deutschen Leser aufschlussreiche Vergleiche zum Nationalsozialismus nahe legt."
Reinhard Lebe, Die Zeit, März 2003



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-50284-2

Erschienen am 25. Februar 2003

348 S.

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 29,90 € Kaufen

Reinhardt, Volker

Geschichte Italiens

Von der Spätantike bis zur Gegenwart

Erst 1861 wird Italien zum Einheitsstaat. Vorausgegangen waren mehr als 13 Jahrhunderte kleinräumiger Hegemonien – und Epochen großer kultureller Blüte. Dieses Buch erzählt und erklärt die Geschichte und die Entwicklung der verschiedenen Staaten und Herrschaftsformen zwischen Alpen und Ätna, beschreibt die Lebenswelten der Eliten und der kleinen Leute und arbeitet dabei verständlich und fesselnd die historischen Leitlinien der in Italien bis heute besonders lebendigen Vergangenheit heraus.
Dieses Buch erzählt fundiert und fesselnd die Geschichte Italiens über anderthalb Jahrtausende. Es erklärt die vielfältige Staatenwelt und deren Schicksale im Verlauf der Jahrhunderte, zeichnet die Kleinräumigkeit der Loyalitäten und die besondere Form des Patriotismus nach, würdigt Herrscher und bedeutende Persönlichkeiten und läßt in besonderer Weise die einzigartige und innovative Kultur des Landes lebendig werden, die Italien ein halbes Jahrtausend lang zu einem Begriff in Europa machte.
Die hier vorgelegte Gesamtdarstellung, die auf dem neuesten Forschungsstand einen geschlossenen Überblick über die historische Entwicklung des Landes vom Ausgang der Spätantike bis zur Gegenwart bietet, zieht zudem Verbindungslinien zwischen Vergangenheit und Gegenwart und macht so das besondere Nationalbewußtsein und die gegenwärtige Befindlichkeit Italiens verständlich.
Webcode: https://www.chbeck.de/14653

Inhalt

Zur Einführung

I. Reichsgewalt und Regionalisierung - 500 bis 1050

II. Kommunen, Kaiser; Kommerz und Krisen 1050 bis 1300

III. Bankrotte, Epidemien und politische Flurbereinigung 1300 bis 1430

IV. Kulturblüte und neue Hegemonien - 1430 bis 1560

V. Rechtgläubigkeitsregeln, Versorgungsengpässe und innere Stabilität - 1560 bis 1700

VI. Die Entdeckung der Rückständigkeit und das Streben nach Reformen - 1700 bis 1796

VII. Erzwungene Modernisierung und der Weg zum Nationalstaat - 1796 bis 1861

VIII. Konfliktträchtige Entwicklung und die Katastrophe des Krieges - 1861 bis 1922

IX. Der Weg in die Diktatur: das faschistische Italien 1922 bis 1945

X. Die etwas andere Republik - 1946 bis heute

Anhang
Literatur
Personenregister
Ortsregister

Pressestimmen

"Besonders informativ sind die Kapitel über die Renaissance mit ihrem relativ modernen, aber fragilen Staatensystem, mit den neuen Fürstenhöfen und ihren Herrschaftsinszenierungen, über die folgende spanische Hegemonie und die Gegenreformation samt der Ambivalenz von Inquisition und Gedankenfreiheit, von Realismus und Skepsis, über die allmähliche wirtschaftliche und politische Regression, welche im päpstlichen Rom durch barocken Glanz überspielt wurde, schließlich über das 18. Jahrhundert, als die intellektuellen Eliten die eigene Rückständigkeit entdeckten und nach Reformen strebten, die schließlich die Rückkehr ins moderne Europa eingeleitet haben."
Rudolf Lill, DAMALS, Dezember 2003


"Vom Lehenswesen zur spätmittelalterlichen Kommune, von vielgestaltiger Mehrstaatlichkeit zu den "Fremdherrschaften" (die Anführungsstriche stammen von Reinhardt, der den Begriff mit Recht als nachträglich nationale Disqualifizierung versteht) und schliesslich zu einem Staatenwesen, das zu einer fraglos übergreifenden Stabilität immer noch unterwegs ist: Diesen Entwicklungen so nachzugehen, dass sie nicht als permanente Verwicklungen, sondern als nachvollziehbare Prozesse erscheinen, ist nur durch die Reduktion auf das jeweils innere Spiel der gesellschaftlich-wirtschaftlichen und mentalen Kräfte möglich. Und dank strenger Konzentration auf den historischen Knochenbau der italienischen Politik gelingt es Reinhardt auch, die Kontinuitäten herauszuarbeiten, die sonst im Wirbel der Neuauflagen verschwinden könnten.
Hanno Helbing, Neue Zürcher Zeitung, 2. Juli 2003


"(...) wie können spätrömische und Völkerwanderungsgeschichte, fränkische Geschichte, Papstgeschichte und Reichsgeschichte, die Geschichte der mächtigen Stadtrepubliken, später die Geschichte der europäischen Großmächte, die Nationalbewegung, das liberale System, Faschismus und Antifaschismus, die beiden Weltkriege, die italienische Nachkriegsrepublik und ihr Zerfall in ein nicht allzu voluminöses Gefäß gepresst werden, das die Aufschrift 'Italienische Geschichte' trägt? Es geht, wenn ein nüchtern-scharfer Geist wie Volker Reinhardt, der zu den besten Italienkennern der deutschsprachigen Historikerzunft gehört, sich jegliches Schwelgen in der historischen Anschauung verbietet. (...)
Volker Reinhardt (...) schärft den Blick für das Geschehen der Gegenwart."
Eckhard Fuhr, Die Welt, 5. Juli 2003


"Dem Autor kann uneingeschränkt konzediert werden, ein gut und spannend geschriebenes Buch vorgelegt zu haben. Die Ausführungen über das Zeit und Raum übergreifende, oft humane, manchmal aber allzu menschliche, mitunter ins Kriminelle abgleitende Klientelgefüge von Italiens Gesellschaft und Staat überzeugen den Leser, zumal der Autor es vermeidet, in den gestelzten Jargon mancher Sozialhistoriker zu verfallen."
Heinz Thoma, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Juni 2003


"Die eineinhalbtausendjährige Geschichte Italiens zwischen Buchdeckel zu quetschen, ist nicht leicht. Dem Freiburger Historiker Volker Reinhardt gelingt der Versuch."
Bernd Roeck, Tagesanzeiger, 22. April 2003


"Volker Reinhardt ist ein exzellenter Kenner der Italiener, ihrer Geschichte und Kultur.
Reinhardt schafft es überzeugend, die Komplexität dieser gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen in gewandter Verschränkung von Bericht und Interpretation vorzuführen. Der weitgehende Verzicht auf das übliche Nach- und Nebeneinander des Faktischen bedingt eine essayistische Durchformung, die das Buch zu einer durchweg flüssigen, doch auch anspruchsvollen Lektüre macht. Hervorzuheben bleibt schließlich, dass es eine glänzende, klug differenzierende Darstellung des italienischen Faschismus enthält, die dem deutschen Leser aufschlussreiche Vergleiche zum Nationalsozialismus nahe legt."
Reinhard Lebe, Die Zeit, März 2003