Leseprobe Merken

Rousso, Henry

Vichy

Frankreich unter deutscher Besatzung 1940-1944

Das Regime von Vichy wurde nach der französischen Niederlage im Juni 1940 auf deutschen Druck hin etabliert. Seine Legitimation bezog es fast ausschließlich vom Ruf seines greisen Führers, dem Maréchal Pétain, aber auch ohne direkten deutschen Druck strebte das Regime eine nationalistische und rassistische Umwandlung der französischen Gesellschaft und eine Eingliederung Frankreichs in ein von Deutschland beherrschtes Europa an. Auf dem neuesten Stand der Forschung gibt dieses Buch eine chronologische Zusammenfassung und einen Überblick über alle Aspekte der Vichy-Regierung.
Von Henry Rousso. Aus dem Französischen von Matthias Grässlin.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-58454-1

Erschienen am 23. Februar 2009

147 S., Mit 1 Karte

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 11,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung


Kapitel 1 Ein neues Regime

I. Seltsame Niederlage, seltsamer Sieg
II. Der Exodus, die Furcht und die Unordnung
III. Die Entscheidung für den Waffenstillstand
IV. Eine Genealogie
V. Der 10. Juli 1940
VI. Der «État français»
VII. Die «Révolution nationale»
VIII. Pétain und Laval

Kapitel 2 Die Strategie der Kollaboration (1940 –1942)

I. Die Ziele
II. Eine französische Bitte
III. Die Politik der Besatzer
IV. Die Zusammenarbeit

Kapitel 3 Das neue Frankreich

I. Die inneren Widersprüche
II. Die charismatische Diktatur
III. Die wirtschaftliche und soziale Organisation
IV. Die neue moralische Ordnung

Kapitel 4 Die Gewaltpraxis des Staates

I. Der Polizeistaat
II. Repression und Ausschluss
III. Ausländerfeindschaft und Internierungslager
IV. Die Verfolgung der Juden

Kapitel 5 Im Weltkrieg der Nazis (1942–1944)

I. Weltkrieg, totaler Krieg
II. Die alliierte Landung in Nordafrika
III. Die Kollaboration ohne Gegenleistungen
IV. Die Mitwirkung am Genozid
V. Die Politik der Arbeitskraft
VI. Die «Milice française» und der Kampf gegen die Résistance
VII. Die Schattenregierung von Sigmaringen
VIII. Die Säuberung

Kapitel 6 Die Franzosen unter Vichy

I. Der Staat und die öffentliche Meinung
II. Ein Spektrum der Reaktionen
III. Ein zerbrochener nationaler und kolonialer Raum
IV. Die Evolution der Meinung
V. Soziale Kräfte und Unterstützer des Regimes


Schluss

Abkürzungsverzeichnis

Bibliografie

Karte
Pressestimmen

Pressestimmen

"Dass Chiracs Nachfolger Sarkozy am 8. Mai des vergangenen Jahres behauptete, das eigentliche Frankreich habe mit Vichy nichts zu tun, stellt dagegen einen Rückschritt dar und macht das Buch von Rousso umso wichtiger. Den deutschen Lesern zeigt es, dass ‘Vergangenheitsbewältigung’ zwar ein sehr deutsches Wort, das damit verbundene Problem aber ebenfalls ein französisches ist."
Clemens Klünemann, Süddeutsche Zeitung, 11. Januar 2010



"Rousso legt eine meisterhafte Synthese vor, die zuerst 2007 in der Reihe ‘Que sais-je’ erschien und die nun ins Deutsche übersetzt wurde."
Neue Zürcher Zeitung, 16. Juli 2009



"Trotz des scharfen Tons ist das Buch keine moralische Abrechnung mit dem Vichy-Regime. Es ist vielmehr eine genau kalkulierte Aufrechnung des verbrecherischen Machtmissbrauchs, der auch in anderen Ländern zu beobachten war, die mit Hitler allzu enge Bande schlossen. Freilich spielt Frankreich als Deutschlands Erzfeind in der Reihe der Kollaborateure eine Sonderrolle. Umso verdienstvoller ist es, das Rousso die Politik des Regimes in ihrer spezifischen Radikalität und Widersprüchlichkeit darstellt und damit beweist, dass nationale Souveränität niemals durch die Anpassung an das Besatzungsregime gewonnen werden kann."
Jörg von Bilavsky, Das Parlament, 13./20. Juli 2009



"Dieses Buch ist klein vom Umfang, aber gerade daher ein großer Wurf. Es räumt auf mit vielen Mythen, die sich während und nach dem Zweiten Weltkrieg gebildet haben. Und es stellt die Jahre der deutschen Besatzung Frankreichs in ihren historischen Kontext, wie es derart pointiert bisher nur selten gelungen ist."
Thomas Speckmann, Rheinischer Merkur, 25. Juni 2009



"(...) Auf diese und zahllose andere Fragen gibt dieses Buch eines der besten Kenner jener Epoche Auskunft. Ein Pionier und ein Meister des Fachs legt einen Überblick vor, der jedes Klischee mit Fakten belegt oder aber widerlegt."
han, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Mai 2009



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-58454-1

Erschienen am 23. Februar 2009

147 S., Mit 1 Karte

Softcover

Softcover 11,95 € Kaufen

Rousso, Henry

Vichy

Frankreich unter deutscher Besatzung 1940-1944

Das Regime von Vichy wurde nach der französischen Niederlage im Juni 1940 auf deutschen Druck hin etabliert. Seine Legitimation bezog es fast ausschließlich vom Ruf seines greisen Führers, dem Maréchal Pétain, aber auch ohne direkten deutschen Druck strebte das Regime eine nationalistische und rassistische Umwandlung der französischen Gesellschaft und eine Eingliederung Frankreichs in ein von Deutschland beherrschtes Europa an. Auf dem neuesten Stand der Forschung gibt dieses Buch eine chronologische Zusammenfassung und einen Überblick über alle Aspekte der Vichy-Regierung.
Von Henry Rousso. Aus dem Französischen von Matthias Grässlin.
Webcode: https://www.chbeck.de/26085

Inhalt

Einleitung


Kapitel 1 Ein neues Regime

I. Seltsame Niederlage, seltsamer Sieg
II. Der Exodus, die Furcht und die Unordnung
III. Die Entscheidung für den Waffenstillstand
IV. Eine Genealogie
V. Der 10. Juli 1940
VI. Der «État français»
VII. Die «Révolution nationale»
VIII. Pétain und Laval

Kapitel 2 Die Strategie der Kollaboration (1940 –1942)

I. Die Ziele
II. Eine französische Bitte
III. Die Politik der Besatzer
IV. Die Zusammenarbeit

Kapitel 3 Das neue Frankreich

I. Die inneren Widersprüche
II. Die charismatische Diktatur
III. Die wirtschaftliche und soziale Organisation
IV. Die neue moralische Ordnung

Kapitel 4 Die Gewaltpraxis des Staates

I. Der Polizeistaat
II. Repression und Ausschluss
III. Ausländerfeindschaft und Internierungslager
IV. Die Verfolgung der Juden

Kapitel 5 Im Weltkrieg der Nazis (1942–1944)

I. Weltkrieg, totaler Krieg
II. Die alliierte Landung in Nordafrika
III. Die Kollaboration ohne Gegenleistungen
IV. Die Mitwirkung am Genozid
V. Die Politik der Arbeitskraft
VI. Die «Milice française» und der Kampf gegen die Résistance
VII. Die Schattenregierung von Sigmaringen
VIII. Die Säuberung

Kapitel 6 Die Franzosen unter Vichy

I. Der Staat und die öffentliche Meinung
II. Ein Spektrum der Reaktionen
III. Ein zerbrochener nationaler und kolonialer Raum
IV. Die Evolution der Meinung
V. Soziale Kräfte und Unterstützer des Regimes


Schluss

Abkürzungsverzeichnis

Bibliografie

Karte

Pressestimmen

"Dass Chiracs Nachfolger Sarkozy am 8. Mai des vergangenen Jahres behauptete, das eigentliche Frankreich habe mit Vichy nichts zu tun, stellt dagegen einen Rückschritt dar und macht das Buch von Rousso umso wichtiger. Den deutschen Lesern zeigt es, dass ‘Vergangenheitsbewältigung’ zwar ein sehr deutsches Wort, das damit verbundene Problem aber ebenfalls ein französisches ist."
Clemens Klünemann, Süddeutsche Zeitung, 11. Januar 2010


"Rousso legt eine meisterhafte Synthese vor, die zuerst 2007 in der Reihe ‘Que sais-je’ erschien und die nun ins Deutsche übersetzt wurde."
Neue Zürcher Zeitung, 16. Juli 2009


"Trotz des scharfen Tons ist das Buch keine moralische Abrechnung mit dem Vichy-Regime. Es ist vielmehr eine genau kalkulierte Aufrechnung des verbrecherischen Machtmissbrauchs, der auch in anderen Ländern zu beobachten war, die mit Hitler allzu enge Bande schlossen. Freilich spielt Frankreich als Deutschlands Erzfeind in der Reihe der Kollaborateure eine Sonderrolle. Umso verdienstvoller ist es, das Rousso die Politik des Regimes in ihrer spezifischen Radikalität und Widersprüchlichkeit darstellt und damit beweist, dass nationale Souveränität niemals durch die Anpassung an das Besatzungsregime gewonnen werden kann."
Jörg von Bilavsky, Das Parlament, 13./20. Juli 2009


"Dieses Buch ist klein vom Umfang, aber gerade daher ein großer Wurf. Es räumt auf mit vielen Mythen, die sich während und nach dem Zweiten Weltkrieg gebildet haben. Und es stellt die Jahre der deutschen Besatzung Frankreichs in ihren historischen Kontext, wie es derart pointiert bisher nur selten gelungen ist."
Thomas Speckmann, Rheinischer Merkur, 25. Juni 2009


"(...) Auf diese und zahllose andere Fragen gibt dieses Buch eines der besten Kenner jener Epoche Auskunft. Ein Pionier und ein Meister des Fachs legt einen Überblick vor, der jedes Klischee mit Fakten belegt oder aber widerlegt."
han, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Mai 2009