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Scheidegger Lämmle, Cédric

Werkpolitik in der Antike

Studien zu Cicero, Vergil, Horaz und Ovid

Unter den verschiedenen Formen, literarische Texte zu sammeln und zu erschließen, zählt deren Gruppierung zu einem Œuvre mit Sicherheit zu den gängigsten: Das Œuvre als Summe aller Werke eines bestimmten Autors wird dabei oft an scheinbar objektivierbaren Kriterien wie Werkbestand (Gesamtwerk) oder Autorbiographie (Spätwerk, Lebenswerk) gemessen und gleichsam als selbstverständlich betrachtet. Werkpolitik in der Antike fragt demgegenüber nach den Voraussetzungen (und ebenso nach den Auswirkungen) der Orientierung am Œuvre. Die lateinische Literatur der späten Republik und des augusteischen Prinzipats erweist sich für die Genese eines emphatischen Begriffes des auktorialen Corpus als formativ: Die Umwälzungen im literarischen Betrieb dieser Epoche, nicht zuletzt die Gründung öffentlicher Bibliotheken, bedingten bei Autoren, Kritikern und Lesern eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Begründung von Werkzusammenhängen, welche die Idee des Œuvres nachhaltig prägte. In vier Studien zu Cicero, Vergil, Horaz und Ovid wird nachgezeichnet, wie sowohl innerhalb der literarischen Werke selbst wie in deren Rezeption bestimmte Vorstellungen von Lebens- und Gesamtwerk Gestalt annehmen konnten.

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Bibliografie

978-3-406-69935-1

Erschienen am 21. November 2016

312 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 88,00 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"In ihrer behutsamen Diskussion moderner Subjekts- und Eigentumsdiskurse führen beide Analysen mustergültig vor, wie man die Antike mit Mitteln moderner Theoriebildung erschließen kann (…).Darin liegt die Zukunft zumal der literaturwissenschaftlich arbeitenden klassischen Philologie."
Melanie Möller, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Juni 2017



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978-3-406-69935-1

Erschienen am 21. November 2016

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Scheidegger Lämmle, Cédric

Werkpolitik in der Antike

Studien zu Cicero, Vergil, Horaz und Ovid

Unter den verschiedenen Formen, literarische Texte zu sammeln und zu erschließen, zählt deren Gruppierung zu einem Œuvre mit Sicherheit zu den gängigsten: Das Œuvre als Summe aller Werke eines bestimmten Autors wird dabei oft an scheinbar objektivierbaren Kriterien wie Werkbestand (Gesamtwerk) oder Autorbiographie (Spätwerk, Lebenswerk) gemessen und gleichsam als selbstverständlich betrachtet. Werkpolitik in der Antike fragt demgegenüber nach den Voraussetzungen (und ebenso nach den Auswirkungen) der Orientierung am Œuvre. Die lateinische Literatur der späten Republik und des augusteischen Prinzipats erweist sich für die Genese eines emphatischen Begriffes des auktorialen Corpus als formativ: Die Umwälzungen im literarischen Betrieb dieser Epoche, nicht zuletzt die Gründung öffentlicher Bibliotheken, bedingten bei Autoren, Kritikern und Lesern eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Begründung von Werkzusammenhängen, welche die Idee des Œuvres nachhaltig prägte. In vier Studien zu Cicero, Vergil, Horaz und Ovid wird nachgezeichnet, wie sowohl innerhalb der literarischen Werke selbst wie in deren Rezeption bestimmte Vorstellungen von Lebens- und Gesamtwerk Gestalt annehmen konnten.
Webcode: https://www.chbeck.de/16617263

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"In ihrer behutsamen Diskussion moderner Subjekts- und Eigentumsdiskurse führen beide Analysen mustergültig vor, wie man die Antike mit Mitteln moderner Theoriebildung erschließen kann (…).Darin liegt die Zukunft zumal der literaturwissenschaftlich arbeitenden klassischen Philologie."
Melanie Möller, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Juni 2017