Cover: Schlaudt, Oliver, Zugemüllt

Schlaudt, Oliver

Zugemüllt

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Sachbücher des Monats April 2024: Platz 2
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Schlaudt, Oliver

Zugemüllt

Eine müllphilosophische Deutschlandreise.

Die weltweit größte Untertagedeponie für gefährliche Abfälle im hessischen Heringen, ein gigantischer Abwasserkanal bei Essen, eine Tierkadaververwertungsanlage im schönen Moseltal: Oliver Schlaudt hat sich auf eine eigentümliche Deutschlandreise begeben, um verborgene, aber spektakuläre Wahrzeichen unserer Müllkultur aufzusuchen. Sein genauso verblüffender wie wunderbar erzählter Reisebericht liest sich allerdings nicht nur wie ein Fremdenführer durch deutsche Abfalllandschaften. Inmitten ihrer besonderen Müllgeschichten entwickelt Schlaudt zugleich eine Philosophie, die sich die Hände buchstäblich schmutzig macht.

Menschheitsgeschichtlich haben wir den Punkt erreicht, an dem unser Müll überall ist und wir uns allmählich mit ihm selbst vergiften. Zugleich geben wir uns sehr viel Mühe, seine beunruhigende Allgegenwart aus unserem Gesichtsfeld zu verbannen. Es wird daher Zeit, der drastischen Wirklichkeit unserer zumüllenden Lebensform ins Auge zu blicken – und mit Oliver Schlaudt eine müllphilosophische Deutschlandreise zu unternehmen. Wir besuchen unter anderem die unscheinbare, aber rettungslos zerstörte Mülllandschaft von Bitterfeld (wo Marx’ Einsicht sinnfällig wird, dass der Müll der «unheilbare Riss» im Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur ist), die BASF-Sondermülldeponie auf einer künstlichen Rheininsel (wo wir erkennen, dass wir in Sachen Müll «Cartesianer» geblieben sind, Bewohner zweier getrennter Welten) und die charmante Wurmkiste im eigenen Zuhause. Es wird klar: Der Müll ist das ungewollte Erbe, das wir nicht ausschlagen können.

Von Oliver Schlaudt, Illustriert mit Werken von Swaanje Güntzel.
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e-Book 16,99 € Kaufen
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Details

978-3-406-81464-8

Erschienen am 15. Februar 2024

364 S., mit 6 Abbildungen

Klappenbroschur

Bibliografische Reihen

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Inhalt
Vorwort


1 Willkommen!
Mit Josefa in B. | Paradoxe Effekte | Ingenieure geben auf | Jupiter und Venus in Konjunktion | Gegen den Ikonoklasmus | Seistu verflucht – Sapere aude, think we must

2 Der unheilbare Riss
Kunde von der Neuen Welt | Der Fluss unter dem Fluss | Blumige Wiesen, üppiges Gras, Quendel, Thymian, Salbei | Biß er sich ißt gantz und speyt, sich tödt und das Leben schafft | Wie die Gipfel eines schneebedeckten Gebirges | Abschied aus Nova Atlantis

3 Palläste der Nacht im Schooße der Erde
Blick über Europa | Lazurblau | Das Blutwunder in den Rheinauen | Cartesianische Ökonomie | Auf dem Grundedes Zechsteinmeeres | Die Zukunft der Schönheit | Gegebenenfalls aufsammeln | Die künftigen Stelen unserer Zivilisation des Mülls

4 Unser täglich Müll
Wir bleiben zuhause | Gestatten, maître composteur | Eiter und Blut von dem verfaulten Schaden deß Krebs getruncken | Madame beschwert sich | Sully nimmt ein Bad | Von des Weibes Gesundheit und Schönheit | Zimmer mit Aussicht | Matter out of place? | Finsterniß

5 Denn du bist Erden
Die äthiopische Zibetkatze | Das verachtete Wasser der Salmoa | Sie baden Ihre Hände drin! | Von der Flora der Mittelmeerinseln | E-Abfälle | Ein Grab am indischen Ozean | Himbeerroter Porphyr am Onegasee | Einige Fälle von Kannibalismus | Koth bistu, in und vom Koth lebestu

6 Kompostmoderne
Hitler ante portas | Schwerelosigkeit im freien Fall | Und kam gar wenig Guts darvon, dann daß es alles verbrannt | Die Oekonomie der Exkremente der Produktion | Captain Swinghat verloren | Das ideale Dorf des Bürgermeisters Petit | Mit Scheiße hört es auf


Danksagung
Auswahlbibliografie
Anmerkungen
Bildnachweis
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

Sachbuchbestenliste von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk im April:
„Eine Philosophie des Verhältnisses von Mensch und Abfall.“



„Mein Lieblingsbuch von der Liste ... verbindet Themen, die nicht viel miteinander zu tun haben, wie Müll und Kunst.“
Deutschlandfunk Kultur Studio 9, Christian Rabhansl



„Sehr interessant ... überaus geistreich ... und das Buch wird zum Ende hin immer noch besser als es sowieso schon ist.“
Deutschlandfunk Kultur, Susanne Billig



„Oliver Schlaudt belässt es nicht beim Schreiben im stillen Kämmerlein, sondern unternimmt eine ‚müllphilosophische Deutschlandreise‘ entlang einer Untertagedeponie, eines Abwasserkanals, einer Tierkadaver-Verwertungsanlage und so weiter.“
Philosophie Magazin, Ronald Düker



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-81464-8

Erschienen am 15. Februar 2024

364 S., mit 6 Abbildungen

Klappenbroschur

Klappenbroschur 22,000 € Kaufen
e-Book 16,990 € Kaufen

Schlaudt, Oliver

Zugemüllt

Eine müllphilosophische Deutschlandreise

Die weltweit größte Untertagedeponie für gefährliche Abfälle im hessischen Heringen, ein gigantischer Abwasserkanal bei Essen, eine Tierkadaververwertungsanlage im schönen Moseltal: Oliver Schlaudt hat sich auf eine eigentümliche Deutschlandreise begeben, um verborgene, aber spektakuläre Wahrzeichen unserer Müllkultur aufzusuchen. Sein genauso verblüffender wie wunderbar erzählter Reisebericht liest sich allerdings nicht nur wie ein Fremdenführer durch deutsche Abfalllandschaften. Inmitten ihrer besonderen Müllgeschichten entwickelt Schlaudt zugleich eine Philosophie, die sich die Hände buchstäblich schmutzig macht.

Menschheitsgeschichtlich haben wir den Punkt erreicht, an dem unser Müll überall ist und wir uns allmählich mit ihm selbst vergiften. Zugleich geben wir uns sehr viel Mühe, seine beunruhigende Allgegenwart aus unserem Gesichtsfeld zu verbannen. Es wird daher Zeit, der drastischen Wirklichkeit unserer zumüllenden Lebensform ins Auge zu blicken – und mit Oliver Schlaudt eine müllphilosophische Deutschlandreise zu unternehmen. Wir besuchen unter anderem die unscheinbare, aber rettungslos zerstörte Mülllandschaft von Bitterfeld (wo Marx’ Einsicht sinnfällig wird, dass der Müll der «unheilbare Riss» im Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur ist), die BASF-Sondermülldeponie auf einer künstlichen Rheininsel (wo wir erkennen, dass wir in Sachen Müll «Cartesianer» geblieben sind, Bewohner zweier getrennter Welten) und die charmante Wurmkiste im eigenen Zuhause. Es wird klar: Der Müll ist das ungewollte Erbe, das wir nicht ausschlagen können.
Von Oliver Schlaudt, Illustriert mit Werken von Swaanje Güntzel.
Webcode: /36288722

Inhalt

Vorwort


1 Willkommen!
Mit Josefa in B. | Paradoxe Effekte | Ingenieure geben auf | Jupiter und Venus in Konjunktion | Gegen den Ikonoklasmus | Seistu verflucht – Sapere aude, think we must

2 Der unheilbare Riss
Kunde von der Neuen Welt | Der Fluss unter dem Fluss | Blumige Wiesen, üppiges Gras, Quendel, Thymian, Salbei | Biß er sich ißt gantz und speyt, sich tödt und das Leben schafft | Wie die Gipfel eines schneebedeckten Gebirges | Abschied aus Nova Atlantis

3 Palläste der Nacht im Schooße der Erde
Blick über Europa | Lazurblau | Das Blutwunder in den Rheinauen | Cartesianische Ökonomie | Auf dem Grundedes Zechsteinmeeres | Die Zukunft der Schönheit | Gegebenenfalls aufsammeln | Die künftigen Stelen unserer Zivilisation des Mülls

4 Unser täglich Müll
Wir bleiben zuhause | Gestatten, maître composteur | Eiter und Blut von dem verfaulten Schaden deß Krebs getruncken | Madame beschwert sich | Sully nimmt ein Bad | Von des Weibes Gesundheit und Schönheit | Zimmer mit Aussicht | Matter out of place? | Finsterniß

5 Denn du bist Erden
Die äthiopische Zibetkatze | Das verachtete Wasser der Salmoa | Sie baden Ihre Hände drin! | Von der Flora der Mittelmeerinseln | E-Abfälle | Ein Grab am indischen Ozean | Himbeerroter Porphyr am Onegasee | Einige Fälle von Kannibalismus | Koth bistu, in und vom Koth lebestu

6 Kompostmoderne
Hitler ante portas | Schwerelosigkeit im freien Fall | Und kam gar wenig Guts darvon, dann daß es alles verbrannt | Die Oekonomie der Exkremente der Produktion | Captain Swinghat verloren | Das ideale Dorf des Bürgermeisters Petit | Mit Scheiße hört es auf


Danksagung
Auswahlbibliografie
Anmerkungen
Bildnachweis
Personenregister

Pressestimmen

Sachbuchbestenliste von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk im April:
„Eine Philosophie des Verhältnisses von Mensch und Abfall.“


„Mein Lieblingsbuch von der Liste ... verbindet Themen, die nicht viel miteinander zu tun haben, wie Müll und Kunst.“
Deutschlandfunk Kultur Studio 9, Christian Rabhansl


„Sehr interessant ... überaus geistreich ... und das Buch wird zum Ende hin immer noch besser als es sowieso schon ist.“
Deutschlandfunk Kultur, Susanne Billig


„Oliver Schlaudt belässt es nicht beim Schreiben im stillen Kämmerlein, sondern unternimmt eine ‚müllphilosophische Deutschlandreise‘ entlang einer Untertagedeponie, eines Abwasserkanals, einer Tierkadaver-Verwertungsanlage und so weiter.“
Philosophie Magazin, Ronald Düker