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Sprengel, Peter

Gerhart Hauptmann

Bürgerlichkeit und großer Traum

Der Streit um die Weber machte ihn zum bekanntesten Deutschen seiner Generation: Gerhart Hauptmanns (1862–1946) Ruhm überdauerte den Zweiten Weltkrieg und sicherte noch dem Verstorbenen eine Ausreise per Sonderzug aus dem inzwischen polnischen Schlesien sowie die Beteiligung führender SED-Politiker an seiner Bestattung auf Hiddensee. Die erste konsequent aus Originalquellen gespeiste Biographie Gerhart Hauptmanns erzählt die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Gastwirtssohns aus dem schlesischen Salzbrunn, der auszog, um Monumentalbildhauer zu werden, und als größter Dramatiker des Naturalismus in die Literaturgeschichte einging. Dem Ruf einer moralischen Autorität, ja des Gewissens der Nation ist der vor 150 Jahren geborene Nobelpreisträger weder 1914 noch 1933 vollauf gerecht geworden. Dennoch ist Hauptmanns Leben von früh an durch moralischen Idealismus und den utopischen Traum einer besseren Welt geprägt, den er in leidenschaftlichen Liebesaffären zu verwirklichen suchte und in zahlreichen lyrischen und epischen Werken gespiegelt hat. Deren lebensgeschichtlicher Ort kommt hier ebenso zur Sprache wie die biographischen Voraussetzungen eines dramatischen Œuvres, das an Umfang und Vielgestaltigkeit seinesgleichen sucht.

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Bibliografie

978-3-406-64045-2

Erschienen am 23. August 2012

848 S., mit 120 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Schlagwörter

Sonstiges 38,00 € Kaufen
e-Book 28,99 € Kaufen
Inhalt
«GESICHTER TÄUSCHEN» – STATT EINES VORWORTS

I. KURORTFREUDEN – SCHÜLERLEIDEN 1862–1880
Familienleben im Hotel
Krieg und Krise
Breslauer Leiden
Sorgau, Lohnig, Lederose
Osmundis
Nachtigall und Falkner

II. GENIE-LEBEN AUF KOSTEN DER BRAUT 1880–1885
Zwischen Breslau und Hohenhaus
Von Jena nach Malaga
Mit Carl nach Capri
Rom oder New Icaria
Erkundung Berlins

III. EIN FAMILIENVATER ENTDECKT DIE MODERNE 1885–1888
Kleine Fluchten aus Moabit
Erstes Jahr in Erkner
Vereinsverwicklungen
Zürich und Hamburg

IV. DRAMEN- UND THEATERREVOLTE 1889–1893
Von «Papa Hamlet» zu «Vor Sonnenaufgang»
Der Sprung auf die Bühne
Literatur und Leben: Familiendramen bei S. Fischer
Hausbau und Webernot
Theater- und Kunstreisen: Komödien und verlorene Ideale
Drei Uraufführungen und ein Traum mit Musik

V. LIEBESLEIDENSCHAFT UND KUNSTRELIGION 1893–1901
Baumeister Solness und sein «Eigentumchen»
Amerika: Therapie ohne Folgen
«Florian Geyer» und die Gesetze des Deutschen Theaters
Aufbrüche zu neuem Leben
Der Zug des Todes
Eine Burg als Kunsttempel

VI. KRISEN AUF DEM WEG ZUM KLASSIKER 1902–1912
Veränderungen, Spaltungen, Konkurrenz
Geselligkeit in neuen Sphären
Noch einmal: Ehe und Erotik
Reisen zu Schilfrohr, Öl- und Lorbeerzweig
Kulturkonservatismus und Zivilisationskritik
Abschied von einer Epoche

VII. ATHENE DEUTSCHLAND ODER GERMANIA 1913–1918
Das Festspiel des Sonnenanbeters
Künstler-Theater und neue Mobilität
Ein barbarischer Krieg
Marys Anklage und die Demütigung durch einen Orden
Kriegs- und Friedensreden
Magier, Ketzer, Flieger

VIII. PEEPERKORN UND DIE REPUBLIK 1919–1925
Der große Alptraum
Homer oder Kino
Todesfälle und Trauerarbeit
Wie Goethe? Reden und Feiern im Dienst der Nation
Ruhrkampf und Inselmann
Roc d’amour
Peeperkorns Gespräche
Die Präsidentenfrage

IX. GRENZEN DER REPRÄSENTANZ 1926–1932
Villa Carlevaro für fünf Winter
Kulturtransfer und Ur-Hamlet
Nur Zeit für einen Tee? Passives Mitglied der Akademie
High Society
Faszination der Fremde
Zwei Audienzen
Abriss und Untergang
Ein deutsch-amerikanisches Jubiläum

X. SCHATTEN DER GEWALT 1933–1946
Seltsames Auge, puffendes Radio
Zwischen Treue und Verrat
Heilige Opfer?
Letzte Bühnenerfolge
Denkmal seiner selbst
Noah oder Christophorus
Dresden-Visionen
Bleiben oder Gehen
Sonderzug nach Deutschland

ANHANG
Anmerkungen
Bibliographie
Abbildungsnachweis

Register
Personen
Werke
Aufenthaltsorte
Pressestimmen

Pressestimmen

"Der Biograf hat Hauptmanns Werke eingehend analysiert."
Theater heute, März 2013



"2012 ist ein Hauptmann-Jahr, und die Branche ignoriert ihn weitgehend. Deshalb muss man einmal mehr dem Beck-Verlag zu einer hervorragenden Biografie gratulieren, geschrieben von dem derzeit wohl profundesten Kenner Hauptmanns."
Klaus Prinz, sandammeer.at, Oktober 2012



"Hauptmanns Lebensgeschichte wird bei Sprengel zu einem Stück deutscher Geistes- und Mentalitätsgeschichte, zum Lehrstück über die eigenartige Vermengung von Bürgerlichkeit und utopischen Fantasien."
Wiener Zeitung, 6. Oktober 2012



"Sprengel (...) hat sich schon häufig mit Hauptmann beschäftigt. Aber noch nie so intensiv wie diesmal. Das Ergebnis ist Respekt einflößend."
Main-Post, 28. September 2012



"Unglaublich detail- und kenntnisreich"
Peter Kümmel, Zeit, 15. November 2012



"Nun hat sich der Berliner Germanist Peter Sprengel mit wohltuender kritischer Distanz in einer gewaltigen Biografie dem Schriftsteller genähert."
Moritz Reininghaus, Tagesspiegel, 14. November 2012



"Man kommt an dieser neuen Biografie nicht vorbei."
Andreas Heimann, Gießener Anzeiger/dpa, 13. November 2012



"[...] eine zeitgeschichtliche Fundgrube."
Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Büchermarkt, 11. November 2012



"Die wichtigste Novität im Jubiläumsjahr"
Börsenblatt, 8. November 2012



"Ebenso detailliert wie unterhaltsam"
Holger Teschke, Theater der Zeit, November 2012



"Das definitive Buch zum Leben Hauptmanns, alles Bisherige in dieser Richtung deutlich übertreffend und auch künftig wohl nicht zu überbieten. (...) Peter Sprengel hat die Persönlichkeit Hauptmanns in seiner Biografie auf beeindruckende Weise ins Relief getrieben und zu neuer, starker Wahrheit erhoben."
Jens Malte Fischer, Süddeutsche Zeitung, 22. Oktober 2012



"Sprengel ist etwas gelungen, das für Literaturwissenschaftler nicht selbstverständlich ist. Seine Biografie vermeidet Wissenschaftsjargon, bemüht sich um verständliche Sprache und spannungsreiches Erzählen."
Main-Post, 9. Oktober 2012



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-64045-2

Erschienen am 23. August 2012

848 S., mit 120 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 38,00 € Kaufen
e-Book 28,99 € Kaufen

Sprengel, Peter

Gerhart Hauptmann

Bürgerlichkeit und großer Traum

Der Streit um die Weber machte ihn zum bekanntesten Deutschen seiner Generation: Gerhart Hauptmanns (1862–1946) Ruhm überdauerte den Zweiten Weltkrieg und sicherte noch dem Verstorbenen eine Ausreise per Sonderzug aus dem inzwischen polnischen Schlesien sowie die Beteiligung führender SED-Politiker an seiner Bestattung auf Hiddensee. Die erste konsequent aus Originalquellen gespeiste Biographie Gerhart Hauptmanns erzählt die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Gastwirtssohns aus dem schlesischen Salzbrunn, der auszog, um Monumentalbildhauer zu werden, und als größter Dramatiker des Naturalismus in die Literaturgeschichte einging. Dem Ruf einer moralischen Autorität, ja des Gewissens der Nation ist der vor 150 Jahren geborene Nobelpreisträger weder 1914 noch 1933 vollauf gerecht geworden. Dennoch ist Hauptmanns Leben von früh an durch moralischen Idealismus und den utopischen Traum einer besseren Welt geprägt, den er in leidenschaftlichen Liebesaffären zu verwirklichen suchte und in zahlreichen lyrischen und epischen Werken gespiegelt hat. Deren lebensgeschichtlicher Ort kommt hier ebenso zur Sprache wie die biographischen Voraussetzungen eines dramatischen Œuvres, das an Umfang und Vielgestaltigkeit seinesgleichen sucht.
Webcode: https://www.chbeck.de/10459369

Inhalt

«GESICHTER TÄUSCHEN» – STATT EINES VORWORTS

I. KURORTFREUDEN – SCHÜLERLEIDEN 1862–1880
Familienleben im Hotel
Krieg und Krise
Breslauer Leiden
Sorgau, Lohnig, Lederose
Osmundis
Nachtigall und Falkner

II. GENIE-LEBEN AUF KOSTEN DER BRAUT 1880–1885
Zwischen Breslau und Hohenhaus
Von Jena nach Malaga
Mit Carl nach Capri
Rom oder New Icaria
Erkundung Berlins

III. EIN FAMILIENVATER ENTDECKT DIE MODERNE 1885–1888
Kleine Fluchten aus Moabit
Erstes Jahr in Erkner
Vereinsverwicklungen
Zürich und Hamburg

IV. DRAMEN- UND THEATERREVOLTE 1889–1893
Von «Papa Hamlet» zu «Vor Sonnenaufgang»
Der Sprung auf die Bühne
Literatur und Leben: Familiendramen bei S. Fischer
Hausbau und Webernot
Theater- und Kunstreisen: Komödien und verlorene Ideale
Drei Uraufführungen und ein Traum mit Musik

V. LIEBESLEIDENSCHAFT UND KUNSTRELIGION 1893–1901
Baumeister Solness und sein «Eigentumchen»
Amerika: Therapie ohne Folgen
«Florian Geyer» und die Gesetze des Deutschen Theaters
Aufbrüche zu neuem Leben
Der Zug des Todes
Eine Burg als Kunsttempel

VI. KRISEN AUF DEM WEG ZUM KLASSIKER 1902–1912
Veränderungen, Spaltungen, Konkurrenz
Geselligkeit in neuen Sphären
Noch einmal: Ehe und Erotik
Reisen zu Schilfrohr, Öl- und Lorbeerzweig
Kulturkonservatismus und Zivilisationskritik
Abschied von einer Epoche

VII. ATHENE DEUTSCHLAND ODER GERMANIA 1913–1918
Das Festspiel des Sonnenanbeters
Künstler-Theater und neue Mobilität
Ein barbarischer Krieg
Marys Anklage und die Demütigung durch einen Orden
Kriegs- und Friedensreden
Magier, Ketzer, Flieger

VIII. PEEPERKORN UND DIE REPUBLIK 1919–1925
Der große Alptraum
Homer oder Kino
Todesfälle und Trauerarbeit
Wie Goethe? Reden und Feiern im Dienst der Nation
Ruhrkampf und Inselmann
Roc d’amour
Peeperkorns Gespräche
Die Präsidentenfrage

IX. GRENZEN DER REPRÄSENTANZ 1926–1932
Villa Carlevaro für fünf Winter
Kulturtransfer und Ur-Hamlet
Nur Zeit für einen Tee? Passives Mitglied der Akademie
High Society
Faszination der Fremde
Zwei Audienzen
Abriss und Untergang
Ein deutsch-amerikanisches Jubiläum

X. SCHATTEN DER GEWALT 1933–1946
Seltsames Auge, puffendes Radio
Zwischen Treue und Verrat
Heilige Opfer?
Letzte Bühnenerfolge
Denkmal seiner selbst
Noah oder Christophorus
Dresden-Visionen
Bleiben oder Gehen
Sonderzug nach Deutschland

ANHANG
Anmerkungen
Bibliographie
Abbildungsnachweis

Register
Personen
Werke
Aufenthaltsorte

Pressestimmen

"Der Biograf hat Hauptmanns Werke eingehend analysiert."
Theater heute, März 2013


"2012 ist ein Hauptmann-Jahr, und die Branche ignoriert ihn weitgehend. Deshalb muss man einmal mehr dem Beck-Verlag zu einer hervorragenden Biografie gratulieren, geschrieben von dem derzeit wohl profundesten Kenner Hauptmanns."
Klaus Prinz, sandammeer.at, Oktober 2012


"Hauptmanns Lebensgeschichte wird bei Sprengel zu einem Stück deutscher Geistes- und Mentalitätsgeschichte, zum Lehrstück über die eigenartige Vermengung von Bürgerlichkeit und utopischen Fantasien."
Wiener Zeitung, 6. Oktober 2012


"Sprengel (...) hat sich schon häufig mit Hauptmann beschäftigt. Aber noch nie so intensiv wie diesmal. Das Ergebnis ist Respekt einflößend."
Main-Post, 28. September 2012


"Unglaublich detail- und kenntnisreich"
Peter Kümmel, Zeit, 15. November 2012


"Nun hat sich der Berliner Germanist Peter Sprengel mit wohltuender kritischer Distanz in einer gewaltigen Biografie dem Schriftsteller genähert."
Moritz Reininghaus, Tagesspiegel, 14. November 2012


"Man kommt an dieser neuen Biografie nicht vorbei."
Andreas Heimann, Gießener Anzeiger/dpa, 13. November 2012


"[...] eine zeitgeschichtliche Fundgrube."
Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Büchermarkt, 11. November 2012


"Die wichtigste Novität im Jubiläumsjahr"
Börsenblatt, 8. November 2012


"Ebenso detailliert wie unterhaltsam"
Holger Teschke, Theater der Zeit, November 2012


"Das definitive Buch zum Leben Hauptmanns, alles Bisherige in dieser Richtung deutlich übertreffend und auch künftig wohl nicht zu überbieten. (...) Peter Sprengel hat die Persönlichkeit Hauptmanns in seiner Biografie auf beeindruckende Weise ins Relief getrieben und zu neuer, starker Wahrheit erhoben."
Jens Malte Fischer, Süddeutsche Zeitung, 22. Oktober 2012


"Sprengel ist etwas gelungen, das für Literaturwissenschaftler nicht selbstverständlich ist. Seine Biografie vermeidet Wissenschaftsjargon, bemüht sich um verständliche Sprache und spannungsreiches Erzählen."
Main-Post, 9. Oktober 2012