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Die Denkerin

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Die Denkerin

Hannah Arendt und ihr Jahrhundert. Eine Biographie

Hannah Arendt ist die Denkerin des 20. Jahrhunderts. In ihren Schriften wie in ihrem Leben spiegeln sich die tiefgreifenden Erschütterungen dieser Zeit: Aufstieg und Fall totalitärer Regimes, Flucht- und Fremdheitserfahrungen, aber auch hoffnungsvolle Neuanfänge prägten ihr gesamtes Denken. Doch Arendt wollte nicht nur berichten und bezeugen, sondern begreifen. Wie keiner zweiten gelang es ihr, die radikalen Brüche, existenziellen Verlusterfahrungen und unverhofften Chancen des dramatischen 20. Jahrhunderts zu verstehen – und zu leben.

In ihrer wunderbaren Arendt-Biographie präsentiert Grit Straßenberger ein neues, lebendiges Bild dieser außergewöhnlichen Denkerin. Durch einen starken Fokus auf die Erinnerungen und Geschichten, die von Freunden, Kollegen und Schülern über Arendt erzählt wurden, lernen wir die Person hinter der einzigartigen Philosophin kennen. Obwohl ihr die Rolle der Intellektuellen zutiefst suspekt war, wurde sie zu einer Intellektuellen von Weltrang. Ihr Denken war irritierend und eigensinnig, sie eckte überall an, war aber alles andere als eine Einzelgängerin: Die Liste von Arendts Bekanntenkreis liest sich wie das «Who is Who» der westlichen Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Arendt führte ihr Jahrhundertleben als eine «Virtuosin der Freundschaft», für deren Denken zwischenmenschliche Verbindungen unverzichtbar waren – und die auch heute noch unsere Freundin im Geiste sein kann.

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Inhalt
Ein Jahrhundertleben

ERSTER TEIL
Man kann die Welt nicht allein erlernen
Von Königsberg nach New York (1906–1940)

1 Die Liebe zur Philosophie
Kurzporträt einer gefährlichen Denkerin | Eine fast glückliche Kindheit in Königsberg | Leidenschaftliches Denken in Marburg: Martin Heidegger | Der Doktorvater: Die Dissertation bei Karl Jaspers in Heidelberg | Studienfreunde und Weggefährten: Hans Jonas, Benno von Wiese, Dolf Sternberger

2 Die alte Welt zerbricht
Günther Anders: Ehemann auf Zeit | Hinwendung zum Zionismus: Freundschaft mit Kurt Blumenfeld | «Meine unglückliche Rahel»: Die Geschichte eines Buches

3 Exil in Paris
Was tun? Praktische Sozialarbeit | Heinrich Blücher: Ein Neubeginn für immer | Der «Perlentaucher» und «Flaneur» Walter Benjamin | Lissabon: Abschied von Europa

ZWEITER TEIL
Die reisende Theoretikerin
In New York zuhause und in der Welt unterwegs (1941–1964)

4 Sich der Geschichte stellen und entgegenstellen
Von der politischen Aktivistin zur politischen Theoretikerin | Orientierung in der neuen Welt: Arendt als «Au-pair» | Social life: Hinein in die New Yorker Intellektuellenszene | Transatlantische Gespräche und ein Büchlein für Jaspers | «Besuch in Deutschland»: Komplizierte Dreiecksbeziehungen

5 Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
Verstehen und Zerstören: Eine neue politische Wissenschaft | Das Buch | Gruppenbild mit Dame: Würdigung und Kritik des Opus magnum | Nach dem Opus magnum: «Dienstreisen» nach Europa | «Was ist Autorität?»: Ein Vortrag in Mailand

6 Was ist Politik?
Reisen und Freundschaften | Leidenschaftliche Intellektualität: Mary McCarthy | «Vita activa» – ein Gewebe politischer Geschichten | Konturen einer republikanischen Theorie der Freiheit: Reaktionen auf die «Vita activa» | Eine Laudatio auf Karl Jaspers in Frankfurt | Die politische Denkerin im Radio: Über die Ungarische Revolution

7 Übungen im politischen Denken
Verirrungen der Urteilskraft? Der «Fall Little Rock» | «Between Past and Future»: Experimentelles Denken | Öffentliche Anerkennungen und ein neues Zuhause: Princeton, Hamburg und Manhatten, 370 Riverside Drive | «Über die Revolution»: Bekenntnisse einer Staatsbürgerin

8 Arendt in Jerusalem: Über den Fall Adolf Eichmann
Der Prozess: Wie ein Gespenst mit Schnupfen | Der Bericht: Die «Banalität des Bösen» und die «kollektive Komplizenschaft» | Die Kontroverse: Herzlose, ja hämische Töne | Die Debatte in Deutschland: Karl Jaspers und Golo Mann

DRITTER TEIL
Ankünfte, Abschiede, Rückzüge(1965–1975)

9 Frau Professor
Nach Eichmann: «Über das Böse» | Die Krise der Republik: Das «Denken in Beispielen» und seine Leerstellen | «Gräfin Seydlitz»: Die Freundschaft mit Uwe Johnson | Dichterisch denken: «Men in Dark Times» | 1968: Macht und ziviler Ungehorsam

10 Abschiede und die Tröstungen der Philosophie
Abschied von Karl Jaspers – Weiterleben ohne Heinrich | «Ich stehe nirgendwo» | Das letzte große Projekt: «Vom Leben des Geistes» | Rückzug ins Denken | Preise, Ehrungen, Erinnerungen

Hannah Arendt über die Demokratie

Dank


Anhang
Abkürzungen
Literatur
Anmerkungen
Bildnachweis
Personenregister

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-83006-8

Erscheint am 18. September 2025

528 S., mit 30 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 34,000 € Kaufen

Straßenberger

Die Denkerin

Hannah Arendt und ihr Jahrhundert

Hannah Arendt ist die Denkerin des 20. Jahrhunderts. In ihren Schriften wie in ihrem Leben spiegeln sich die tiefgreifenden Erschütterungen dieser Zeit: Aufstieg und Fall totalitärer Regimes, Flucht- und Fremdheitserfahrungen, aber auch hoffnungsvolle Neuanfänge prägten ihr gesamtes Denken. Doch Arendt wollte nicht nur berichten und bezeugen, sondern begreifen. Wie keiner zweiten gelang es ihr, die radikalen Brüche, existenziellen Verlusterfahrungen und unverhofften Chancen des dramatischen 20. Jahrhunderts zu verstehen – und zu leben.

In ihrer wunderbaren Arendt-Biographie präsentiert Grit Straßenberger ein neues, lebendiges Bild dieser außergewöhnlichen Denkerin. Durch einen starken Fokus auf die Erinnerungen und Geschichten, die von Freunden, Kollegen und Schülern über Arendt erzählt wurden, lernen wir die Person hinter der einzigartigen Philosophin kennen. Obwohl ihr die Rolle der Intellektuellen zutiefst suspekt war, wurde sie zu einer Intellektuellen von Weltrang. Ihr Denken war irritierend und eigensinnig, sie eckte überall an, war aber alles andere als eine Einzelgängerin: Die Liste von Arendts Bekanntenkreis liest sich wie das «Who is Who» der westlichen Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Arendt führte ihr Jahrhundertleben als eine «Virtuosin der Freundschaft», für deren Denken zwischenmenschliche Verbindungen unverzichtbar waren – und die auch heute noch unsere Freundin im Geiste sein kann.
Webcode: /37976536

Inhalt

Ein Jahrhundertleben

ERSTER TEIL
Man kann die Welt nicht allein erlernen
Von Königsberg nach New York (1906–1940)

1 Die Liebe zur Philosophie
Kurzporträt einer gefährlichen Denkerin | Eine fast glückliche Kindheit in Königsberg | Leidenschaftliches Denken in Marburg: Martin Heidegger | Der Doktorvater: Die Dissertation bei Karl Jaspers in Heidelberg | Studienfreunde und Weggefährten: Hans Jonas, Benno von Wiese, Dolf Sternberger

2 Die alte Welt zerbricht
Günther Anders: Ehemann auf Zeit | Hinwendung zum Zionismus: Freundschaft mit Kurt Blumenfeld | «Meine unglückliche Rahel»: Die Geschichte eines Buches

3 Exil in Paris
Was tun? Praktische Sozialarbeit | Heinrich Blücher: Ein Neubeginn für immer | Der «Perlentaucher» und «Flaneur» Walter Benjamin | Lissabon: Abschied von Europa

ZWEITER TEIL
Die reisende Theoretikerin
In New York zuhause und in der Welt unterwegs (1941–1964)

4 Sich der Geschichte stellen und entgegenstellen
Von der politischen Aktivistin zur politischen Theoretikerin | Orientierung in der neuen Welt: Arendt als «Au-pair» | Social life: Hinein in die New Yorker Intellektuellenszene | Transatlantische Gespräche und ein Büchlein für Jaspers | «Besuch in Deutschland»: Komplizierte Dreiecksbeziehungen

5 Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
Verstehen und Zerstören: Eine neue politische Wissenschaft | Das Buch | Gruppenbild mit Dame: Würdigung und Kritik des Opus magnum | Nach dem Opus magnum: «Dienstreisen» nach Europa | «Was ist Autorität?»: Ein Vortrag in Mailand

6 Was ist Politik?
Reisen und Freundschaften | Leidenschaftliche Intellektualität: Mary McCarthy | «Vita activa» – ein Gewebe politischer Geschichten | Konturen einer republikanischen Theorie der Freiheit: Reaktionen auf die «Vita activa» | Eine Laudatio auf Karl Jaspers in Frankfurt | Die politische Denkerin im Radio: Über die Ungarische Revolution

7 Übungen im politischen Denken
Verirrungen der Urteilskraft? Der «Fall Little Rock» | «Between Past and Future»: Experimentelles Denken | Öffentliche Anerkennungen und ein neues Zuhause: Princeton, Hamburg und Manhatten, 370 Riverside Drive | «Über die Revolution»: Bekenntnisse einer Staatsbürgerin

8 Arendt in Jerusalem: Über den Fall Adolf Eichmann
Der Prozess: Wie ein Gespenst mit Schnupfen | Der Bericht: Die «Banalität des Bösen» und die «kollektive Komplizenschaft» | Die Kontroverse: Herzlose, ja hämische Töne | Die Debatte in Deutschland: Karl Jaspers und Golo Mann

DRITTER TEIL
Ankünfte, Abschiede, Rückzüge(1965–1975)

9 Frau Professor
Nach Eichmann: «Über das Böse» | Die Krise der Republik: Das «Denken in Beispielen» und seine Leerstellen | «Gräfin Seydlitz»: Die Freundschaft mit Uwe Johnson | Dichterisch denken: «Men in Dark Times» | 1968: Macht und ziviler Ungehorsam

10 Abschiede und die Tröstungen der Philosophie
Abschied von Karl Jaspers – Weiterleben ohne Heinrich | «Ich stehe nirgendwo» | Das letzte große Projekt: «Vom Leben des Geistes» | Rückzug ins Denken | Preise, Ehrungen, Erinnerungen

Hannah Arendt über die Demokratie

Dank


Anhang
Abkürzungen
Literatur
Anmerkungen
Bildnachweis
Personenregister