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Veyne, Paul

Als unsere Welt christlich wurde (312-394)

Aufstieg einer Sekte zur Weltmacht

Wie und warum wurde aus dem heidnischen römischen Reich ein christliches? Wie war es möglich, daß die Christen, eben noch blutig verfolgt und als Staatsfeinde gebrandmarkt, plötzlich, am 28. Oktober 312, den römischen Kaiser selbst in ihren Reihen begrüßen durften und danach innerhalb weniger Generationen das Christentum Staatsreligion wurde? Ein kluger, unterhaltsamer Essay über eine Revolution im 4. Jahrhundert, die aus einem vielfältig heidnischen Europa ein christliches machte. Was wäre aus der kleinen unterdrückten christlichen Sekte geworden, wenn Kaiser Konstantin nicht diese Religion angenommen hätte? Wäre alles anders gekommen? Gäbe es heute ein Europa, das sich gerne als christlich präsentiert, wäre es säkularer, wäre es islamisch oder heidnisch? Die Fragen, die der große französische Althistoriker Paul Veyne aufgreift, betreffen ein für Europa entscheidendes Jahrhundert: Was machte den christlichen Glauben für den Kaiser so attraktiv? Welche Art von Avantgarde repräsentierten die Christen für ihn? Welche Veränderung durchlief der schon vorhandene heidnische  Antisemitismus? Welche Rolle spielte die Idee des Monotheismus? Und nicht zuletzt: Was bedeutete die Frage nach dem „wahren“ Glauben, die die Christen mit solcher Vehemenz stellten?

„Ein Buch, das zu den großen Fragen durchdringt.“
Le Figaro

„Ein belebender, antikonformistischer und leidenschaftlicher Spaziergang, der den Leser klüger macht.“
L’Express
Von Paul Veyne. Aus dem Französischen von Matthias Grässlin.

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Bibliografie

978-3-406-57064-3

Erschienen am 20. Mai 2008

223 S.

Hardcover

Hardcover 19,90 € Kaufen
Inhalt
I. Ein Retter der Menschheit: Konstantin
Banalität des Außergewöhnlichen
Kurzer Abriss der Ereignisse
Konstantins Religionspolitik im Überblick
Eine gewinnende Toleranz

II. Ein Meisterwerk: das Christentum
Eine Liebesgeschichte zwischen Gott und Mensch
Ein Wort, das irreführt: der Monotheismus
Liebe, Charisma des Herrn, Moralismus
Die Religion ist eine nicht herleitbare Eigenschaft
Ein innovativer Bestseller
Bekam man davon Herzklopfen?

III. Das andere Meisterwerk: die Kirche
Wahrheitsanspruch und Glaubensbekenntnis
Ein kompletter Organismus, eine Kirche der Bekehrten
Eine Religion quer durch alle Gesellschaftsschichten
Sekte für Virtuosen oder Religion für alle?

IV. Der Traum der Milvischen Brücke,
Konstantins Glaube und Bekehrung

Konstantins hohe Mission
Ein banaler Traum, ein Bekehrter ohne Taufe

V. Kleine und große Beweggründe der
Bekehrung Konstantins
Bekehrung als «Blackbox»
Prestige durch Religion
Konstantins ehrliche Gläubigkeit
Abergläubisches Kalkül oder Normalität der Religion?
Sekundäre Vorteile

VI. Konstantin als «Vorsitzender» der Kirche
Zweideutige Anfänge
Ein zweideutiger Herr und Meister
Die Kirche aufbauen
Christlicher Anführer und römischer Kaiser

VII. Ein doppeltes Jahrhundert:
Das heidnische und christliche Reich

Ein durchaus römisches, ja heidnisches Jahrhundert
Kein Totalitarismus
Immer am Sonntag
Die Heiden bekehren oder ihre Kulte abschaffen?

VIII. Das Christentum schwankt,
dann triumphiert es

War das Christentum nur ein Zwischenspiel?
Nach der Milvischen Brücke: Der kalte Fluss

IX. Eine relativ «tolerante» Staatsreligion.
Das Los der Juden
Diffusion oder Rezeption? Der neue Glaube des einfachen Volkes
Der religiöse Sinn der Mehrheit
Aber Religion ist nicht homogen
Das Christentum besetzt nur einen Teil des Terrains
Häretiker und Juden: Geburt des Antisemitismus
Der Revolutionär und die Veralltäglichung

X. Ideologie – was ist das eigentlich?
Die Ideologie ist nicht die Wurzel des Gehorsams
Ein etwas kurzschlüssiger Utilitarismus
Die Kinder und die großen Personen
Pragmatik, keine Ideologie
Ein Vorurteil: Gott und Kaiser

XI. Hat Europa christliche Wurzeln?
Gibt es Wurzeln in der Geschichte?
Individualismus oder Universalismus?
Religion und politisches Programm sind zwei verschiedene Dinge
Sind wir also noch Christen?
Der Teil der Wahrheit: Das Christentum hat den Boden bereitet
Wurzeln oder Epigenese?

Anhang: Polytheismus und Monolatrie im alten Israel

Anmerkungen
Verzeichnis der Kurztitel

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-57064-3

Erschienen am 20. Mai 2008

223 S.

Hardcover

Hardcover 19,90 € Kaufen

Veyne, Paul

Als unsere Welt christlich wurde (312-394)

Aufstieg einer Sekte zur Weltmacht

Wie und warum wurde aus dem heidnischen römischen Reich ein christliches? Wie war es möglich, daß die Christen, eben noch blutig verfolgt und als Staatsfeinde gebrandmarkt, plötzlich, am 28. Oktober 312, den römischen Kaiser selbst in ihren Reihen begrüßen durften und danach innerhalb weniger Generationen das Christentum Staatsreligion wurde? Ein kluger, unterhaltsamer Essay über eine Revolution im 4. Jahrhundert, die aus einem vielfältig heidnischen Europa ein christliches machte. Was wäre aus der kleinen unterdrückten christlichen Sekte geworden, wenn Kaiser Konstantin nicht diese Religion angenommen hätte? Wäre alles anders gekommen? Gäbe es heute ein Europa, das sich gerne als christlich präsentiert, wäre es säkularer, wäre es islamisch oder heidnisch? Die Fragen, die der große französische Althistoriker Paul Veyne aufgreift, betreffen ein für Europa entscheidendes Jahrhundert: Was machte den christlichen Glauben für den Kaiser so attraktiv? Welche Art von Avantgarde repräsentierten die Christen für ihn? Welche Veränderung durchlief der schon vorhandene heidnische  Antisemitismus? Welche Rolle spielte die Idee des Monotheismus? Und nicht zuletzt: Was bedeutete die Frage nach dem „wahren“ Glauben, die die Christen mit solcher Vehemenz stellten?

„Ein Buch, das zu den großen Fragen durchdringt.“
Le Figaro

„Ein belebender, antikonformistischer und leidenschaftlicher Spaziergang, der den Leser klüger macht.“
L’Express
Von Paul Veyne. Aus dem Französischen von Matthias Grässlin.
Webcode: https://www.chbeck.de/22779

Inhalt

I. Ein Retter der Menschheit: Konstantin
Banalität des Außergewöhnlichen
Kurzer Abriss der Ereignisse
Konstantins Religionspolitik im Überblick
Eine gewinnende Toleranz

II. Ein Meisterwerk: das Christentum
Eine Liebesgeschichte zwischen Gott und Mensch
Ein Wort, das irreführt: der Monotheismus
Liebe, Charisma des Herrn, Moralismus
Die Religion ist eine nicht herleitbare Eigenschaft
Ein innovativer Bestseller
Bekam man davon Herzklopfen?

III. Das andere Meisterwerk: die Kirche
Wahrheitsanspruch und Glaubensbekenntnis
Ein kompletter Organismus, eine Kirche der Bekehrten
Eine Religion quer durch alle Gesellschaftsschichten
Sekte für Virtuosen oder Religion für alle?

IV. Der Traum der Milvischen Brücke,
Konstantins Glaube und Bekehrung

Konstantins hohe Mission
Ein banaler Traum, ein Bekehrter ohne Taufe

V. Kleine und große Beweggründe der
Bekehrung Konstantins
Bekehrung als «Blackbox»
Prestige durch Religion
Konstantins ehrliche Gläubigkeit
Abergläubisches Kalkül oder Normalität der Religion?
Sekundäre Vorteile

VI. Konstantin als «Vorsitzender» der Kirche
Zweideutige Anfänge
Ein zweideutiger Herr und Meister
Die Kirche aufbauen
Christlicher Anführer und römischer Kaiser

VII. Ein doppeltes Jahrhundert:
Das heidnische und christliche Reich

Ein durchaus römisches, ja heidnisches Jahrhundert
Kein Totalitarismus
Immer am Sonntag
Die Heiden bekehren oder ihre Kulte abschaffen?

VIII. Das Christentum schwankt,
dann triumphiert es

War das Christentum nur ein Zwischenspiel?
Nach der Milvischen Brücke: Der kalte Fluss

IX. Eine relativ «tolerante» Staatsreligion.
Das Los der Juden
Diffusion oder Rezeption? Der neue Glaube des einfachen Volkes
Der religiöse Sinn der Mehrheit
Aber Religion ist nicht homogen
Das Christentum besetzt nur einen Teil des Terrains
Häretiker und Juden: Geburt des Antisemitismus
Der Revolutionär und die Veralltäglichung

X. Ideologie – was ist das eigentlich?
Die Ideologie ist nicht die Wurzel des Gehorsams
Ein etwas kurzschlüssiger Utilitarismus
Die Kinder und die großen Personen
Pragmatik, keine Ideologie
Ein Vorurteil: Gott und Kaiser

XI. Hat Europa christliche Wurzeln?
Gibt es Wurzeln in der Geschichte?
Individualismus oder Universalismus?
Religion und politisches Programm sind zwei verschiedene Dinge
Sind wir also noch Christen?
Der Teil der Wahrheit: Das Christentum hat den Boden bereitet
Wurzeln oder Epigenese?

Anhang: Polytheismus und Monolatrie im alten Israel

Anmerkungen
Verzeichnis der Kurztitel