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Viel, Bernhard

Johann Peter Hebel

oder Das Glück der Vergänglichkeit

Johann Peter Hebel gehört zum Erbe klassischer deutscher Bildung. „Kannitverstan“ und „Unverhofftes Wiedersehen“ stehen als Meisterstücke seiner „Kalendergeschichten“ in jedem Lesebuch, Muster einer kunstvollen wie volksnahen Literatur. Seinen Ruhm hatte zu Lebzeiten Goethes Urteil befördert, Hebel sei es als erstem gelungen, „auf die naivste, anmutigste Weise“ im bäuerlich-kleinbürgerlichen Milieu den Weltentwurf der Aufklärung zu vermitteln – wie umgekehrt die bahnbrechend neue Qualität der Hebelschen Dichtung ebenso darin bestand, den als sinnvoll erkannten „Bau der Welt“ in den Grenzen bäuerlichen Lebens zu spiegeln.

In seinem Innersten allerdings war Hebel ein gebrochener Charakter, der zeitlebens unter dem frühen Tod seiner Mutter litt. Bernhard Viel nimmt dieses Lebenstrauma als Ausgangspunkt seiner Darstellung und zeigt, dass gerade das traumatische Erlebnis des Todes Kräfte freisetzte, die Hebel zum Schöpfer staunenswert kühner Verse und zum Erfinder der modernen Kurzgeschichte machten. Auch weltanschaulich teilt sich die innere Gebrochenheit mit. Immer wieder werden Zweifel am Sinn einer Ordnung der Welt laut – wenn Hebel auch in einer Art trotzigen Aufbegehrens der irdischen Vergänglichkeit das Glück einer göttlich begründeten Erlösung entgegenhält.

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Bibliografie

978-3-406-59836-4

Erschienen am 23. März 2010

Statt € 22,95 jetzt € 9,95

296 S.

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 9,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

I. Zwischen den Welten: Kindheit
Vergänglichkeit
Von nichts kommt nichts
«Ich habe gelernt nichts haben und alles haben …»
Bauernkind und Bürgermagd: Die Mutter
Kriegsmann und Poet: Der Vater
Hochzeit,Wachstum, Gedeihen
Geburt vor Flusslandschaft: Basel
Huldigungen: Die Stadt und das Markgräfler Land
Totentanz
Kinderliebe
Verlust und Trauma
Trauma und Aufstieg – ein Lebensabriss mit Frauen und Politik
Arbeit: Bergwerk und Mistkarren
Streiche, Prügel, Gerundiv: Die Dorf- und die Lateinschule

II. Gymnasiast in der Fremde
Abschiede,Wandlungen
Kostgänger in Karlsruhe
Cicero, Homer und die Bibel

III. Student in Regnitz-Athen
Wanderschaft und Freiheit
Mannbarkeitsriten: Knaster und Duell

IV. Lehrjahre in der Provinz: Hertingen
Schloss Bürgeln
Hauslehrer oder Im Haus der Scharfrichtertochter
Anerkennung und das Glück des Lehrens
Begegnung mit einem Anarchisten
Bildungserlebnisse,Wanderungen

V. Der Hilfslehrer
Unerfüllte Wünsche, heitere Geselligkeit
Freundschaft fürs Leben, Männerbund
Dem Gesuch wird nicht stattgegeben

VI. Der Ruf in die Stadt
Der Aufstieg beginnt mit einer Demütigung
«Catechismus» und Götterglaube
Unruhe um einen Friedfertigen
Liebe im Reich der Phantasie oder Gustave wartet vergebens
Die Jungfer als Muse wider Willen

VII. Alle Menschen werden gut: Die «Alemannischen Gedichte»
Der Professor sehnt sich nach dem Oberland
Kühn und folgsam, begehrlich und fromm: «Die Wiese»
Vorbilder und Vorgänger: Sailer, Jacobi, Schlosser
Schrecken der Leere, Tröstungen des Glaubens
Schillers «Braut» und Hebels «Wegweiser»
Wilhelm Meisters Schwester

VIII. Das garstige Lied der Politik
Der Storch mit den roten Strümpfen
Identitätsstiftung

IX. Berufsschriftsteller und Redakteur
Bescheidenheit und unverhoffter Ruhm
Der flügellahme Pegasus
Hebel entsagt der Pfarre und bleibt in Karlsruhe
Aus dem «Badischen Landkalender» wird der «Rheinländische Hausfreund»
Theaterliebe oder Henriette Hendel deklamiert

X. Kalendergeschichten
Volksbildung im «Dritten Deutschland»
Unverhofftes Wiedersehen I: Die Schauermär des Christian Ernst Graf von Bentzel-Sternau
Unverhofftes Wiedersehen II: Die verhinderte Liebe
Der Schnitt mit dem Rasiermesser: Oskar Maria Graf huldigt Hebel
Zweifel und Heilsgewissheit
Hebel wandert noch einmal, Goethe kommt
Der Spalt in der Hintertür: Die «Zundelfrieder»-Geschichten

XI. Aufstieg und Ende
Prälat, Kirchenpolitiker, Abgeordneter
Moses war ein Zeitgenosse: «Biblische Geschichten»
Im Sonnenschein späten Glücks

XII. Tod und Verklärung
Die letzte Reise
Auf einem Grabe – Hebels eigener Epitaph
Ungereimtheiten um den Dichter im Lorbeerkranz

Danksagung
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Zeittafel
Landkarte Badens und Württembergs
Bildnachweis
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Mit Hebels Leben beschäftigen sich zwei neue Biografien von Bernhard Viel (...). Beide werden in den Rezensionen gelobt – wenn auch längst nicht so überschwänglich wie die 'Kalendergeschichten'."
buchreport, 12. Mai 2010



"Auch [Viel] folgt der Lebenslinie Hebels, nimmt sich aber schon fast 150 Seiten Platz, um den Weg des begabten Jungen durch die Schulen bis nach Karlsruhe um 1800 und zu den ‚Alemannischen Gedichten’ zu erzählen. Ebenso werden die Details des Sterbens und der Beisetzung genau berichtet."
Michael Stolleis, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Mai 2010



"Die Biografie von Bernhard Viel erzählt anschaulich und angenehm lesbar (...)."
Ulrich Greiner, Die Zeit, 6. Mai 2010



"Bernhard Viel ist auf 260 Seiten (...) frecher und ordnet Hebel stark in die Zeitgeschichte ein."
Adrian Prechtel, Abendzeitung, 4. Mai 2010



"Bernhard Viel, in 'Johann Peter Hebel oder Das Glück der Vergänglichkeit', surmises that in several particularly engaging stories that deal with resourceful thieves, Hebel has found an outlet for his suppressed anarchic impulses. (…) Bernhard Viel has written a highly enjoyable biographical sketch which sends one back to Hebel with renewed appreciation. (…) He does dwell, justifiably, on the trauma that shaped Hebel’s life: when he was thirteen, his mother was suddenly taken ill and died in his arms on the very road where Hebel would later locate his great poem on transience."
Ritchie Robertson, Times Literary Supplement, 15. April 2011



"Literaturwissenschaftler Bernhard Viel erzählt das Leben des 'Erfinders der modernen Kurzgeschichte' ebenso fachkundig und prägnant wie unterhaltsam und ordnet Hebels aufklärerisches Wirken der napoleonischen Zeit ein."
hc, börsenblatt, 12. Mai 2010



"Bernhard Viel hat Spaß an der Nähe. Das kann manchmal bis ans Romanhafte reichen. Bernhard Viel stellt uns einen unbekannten Hebel vor – einen Wortverdreher und Buchstaben-Jongleur. Hebel als früher Kollege von Ernst Jandl und Kurt Schwitters. (...) diesen beiden vorzüglichen Biographien (...)."
Jürgen Werth, NDRkultur, 10. Mai 2010



"Denn nun gibt’s gleich zwei Lebensbeschreibungen, beides fundierte, anschauliche, flüssig erzählte Bücher (...) das andere von Bernhard Viel, mit knapp dreihundert Seiten etwas schlanker, aber ebenso eindrucksvoll."
Klaus Bellin, Neues Deutschland, 10. Mai 2010



"Die chronologische Variante, eine solide Einführung, mehr in Hebels Leben (unter besonderer und interessanter Berücksichtigung der Kindheit) als in sein Werk."
Frankfurter Rundschau, 10. Mai 2010



"[Die Biografe] zeichne[t] sich durch Gründlichkeit und Detailreichtum aus. (...) Viel [geht] stärker auf die Institutionen, in denen Hebel als Schul- und Kirchenmann wirkte, sowie auf die Sozialpolitik der Epoche [ein]."
pap., NZZ am Sonntag, 9. Mai 2010



"Bernhard Viel (...) schildert die Vita des Autors in seinem Opus in einem deutlich flotteren, eloquenteren Stil von hohem Unterhaltungs- und Informationswert."
Märkische Allgemeine Zeitung, 8. Mai 2010



"Es hat die Menschen vor Augen, die erst noch Hebel-Leser werden wollen. So wählt Viel einen direkteren Zugriff und eine schlankere Sprache. (...) Dabei gelingt es ihm, den frühen Tod der Mutter als Hebels Urtrauma anschaulich werden zu lassen, von dem aus sich vieles erklärt: Hebels Wunsch, durch unermüdliche Arbeit aufzusteigen, seine Frömmigkeit, seine Heimatliebe, seine Lebensangst, sein ewiges Junggesellentum. Mit vergleichsweise wenigen Strichen zeichnet Viel die ganze Komplexität eines heiter-unglücklichen Menschen. Hilfreich sind die Passagen, in denen er Hebels Texte in die literarischen zusammenhänge seiner Zeit einstellt."
Johann Hinrich Claussen, Süddeutsche Zeitung, 8. Mai 2010



"Bernhard Viels Lebensbeschreibung (...) informiert aber ebenfalls zuverlässig über die wichtigsten biografischen und werkgeschichtlichen Stationen."
Manfred Koch, Neue Zürcher Zeitung, 8. Mai 2010



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Bibliografie

978-3-406-59836-4

Erschienen am 23. März 2010

Statt € 22,95 jetzt € 9,95

296 S.

Hardcover (In Leinen)

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Viel, Bernhard

Johann Peter Hebel

oder Das Glück der Vergänglichkeit

Johann Peter Hebel gehört zum Erbe klassischer deutscher Bildung. „Kannitverstan“ und „Unverhofftes Wiedersehen“ stehen als Meisterstücke seiner „Kalendergeschichten“ in jedem Lesebuch, Muster einer kunstvollen wie volksnahen Literatur. Seinen Ruhm hatte zu Lebzeiten Goethes Urteil befördert, Hebel sei es als erstem gelungen, „auf die naivste, anmutigste Weise“ im bäuerlich-kleinbürgerlichen Milieu den Weltentwurf der Aufklärung zu vermitteln – wie umgekehrt die bahnbrechend neue Qualität der Hebelschen Dichtung ebenso darin bestand, den als sinnvoll erkannten „Bau der Welt“ in den Grenzen bäuerlichen Lebens zu spiegeln.

In seinem Innersten allerdings war Hebel ein gebrochener Charakter, der zeitlebens unter dem frühen Tod seiner Mutter litt. Bernhard Viel nimmt dieses Lebenstrauma als Ausgangspunkt seiner Darstellung und zeigt, dass gerade das traumatische Erlebnis des Todes Kräfte freisetzte, die Hebel zum Schöpfer staunenswert kühner Verse und zum Erfinder der modernen Kurzgeschichte machten. Auch weltanschaulich teilt sich die innere Gebrochenheit mit. Immer wieder werden Zweifel am Sinn einer Ordnung der Welt laut – wenn Hebel auch in einer Art trotzigen Aufbegehrens der irdischen Vergänglichkeit das Glück einer göttlich begründeten Erlösung entgegenhält.
Webcode: https://www.chbeck.de/29810

Inhalt

Vorwort

I. Zwischen den Welten: Kindheit
Vergänglichkeit
Von nichts kommt nichts
«Ich habe gelernt nichts haben und alles haben …»
Bauernkind und Bürgermagd: Die Mutter
Kriegsmann und Poet: Der Vater
Hochzeit,Wachstum, Gedeihen
Geburt vor Flusslandschaft: Basel
Huldigungen: Die Stadt und das Markgräfler Land
Totentanz
Kinderliebe
Verlust und Trauma
Trauma und Aufstieg – ein Lebensabriss mit Frauen und Politik
Arbeit: Bergwerk und Mistkarren
Streiche, Prügel, Gerundiv: Die Dorf- und die Lateinschule

II. Gymnasiast in der Fremde
Abschiede,Wandlungen
Kostgänger in Karlsruhe
Cicero, Homer und die Bibel

III. Student in Regnitz-Athen
Wanderschaft und Freiheit
Mannbarkeitsriten: Knaster und Duell

IV. Lehrjahre in der Provinz: Hertingen
Schloss Bürgeln
Hauslehrer oder Im Haus der Scharfrichtertochter
Anerkennung und das Glück des Lehrens
Begegnung mit einem Anarchisten
Bildungserlebnisse,Wanderungen

V. Der Hilfslehrer
Unerfüllte Wünsche, heitere Geselligkeit
Freundschaft fürs Leben, Männerbund
Dem Gesuch wird nicht stattgegeben

VI. Der Ruf in die Stadt
Der Aufstieg beginnt mit einer Demütigung
«Catechismus» und Götterglaube
Unruhe um einen Friedfertigen
Liebe im Reich der Phantasie oder Gustave wartet vergebens
Die Jungfer als Muse wider Willen

VII. Alle Menschen werden gut: Die «Alemannischen Gedichte»
Der Professor sehnt sich nach dem Oberland
Kühn und folgsam, begehrlich und fromm: «Die Wiese»
Vorbilder und Vorgänger: Sailer, Jacobi, Schlosser
Schrecken der Leere, Tröstungen des Glaubens
Schillers «Braut» und Hebels «Wegweiser»
Wilhelm Meisters Schwester

VIII. Das garstige Lied der Politik
Der Storch mit den roten Strümpfen
Identitätsstiftung

IX. Berufsschriftsteller und Redakteur
Bescheidenheit und unverhoffter Ruhm
Der flügellahme Pegasus
Hebel entsagt der Pfarre und bleibt in Karlsruhe
Aus dem «Badischen Landkalender» wird der «Rheinländische Hausfreund»
Theaterliebe oder Henriette Hendel deklamiert

X. Kalendergeschichten
Volksbildung im «Dritten Deutschland»
Unverhofftes Wiedersehen I: Die Schauermär des Christian Ernst Graf von Bentzel-Sternau
Unverhofftes Wiedersehen II: Die verhinderte Liebe
Der Schnitt mit dem Rasiermesser: Oskar Maria Graf huldigt Hebel
Zweifel und Heilsgewissheit
Hebel wandert noch einmal, Goethe kommt
Der Spalt in der Hintertür: Die «Zundelfrieder»-Geschichten

XI. Aufstieg und Ende
Prälat, Kirchenpolitiker, Abgeordneter
Moses war ein Zeitgenosse: «Biblische Geschichten»
Im Sonnenschein späten Glücks

XII. Tod und Verklärung
Die letzte Reise
Auf einem Grabe – Hebels eigener Epitaph
Ungereimtheiten um den Dichter im Lorbeerkranz

Danksagung
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Zeittafel
Landkarte Badens und Württembergs
Bildnachweis
Personenregister

Pressestimmen

"Mit Hebels Leben beschäftigen sich zwei neue Biografien von Bernhard Viel (...). Beide werden in den Rezensionen gelobt – wenn auch längst nicht so überschwänglich wie die 'Kalendergeschichten'."
buchreport, 12. Mai 2010


"Auch [Viel] folgt der Lebenslinie Hebels, nimmt sich aber schon fast 150 Seiten Platz, um den Weg des begabten Jungen durch die Schulen bis nach Karlsruhe um 1800 und zu den ‚Alemannischen Gedichten’ zu erzählen. Ebenso werden die Details des Sterbens und der Beisetzung genau berichtet."
Michael Stolleis, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Mai 2010


"Die Biografie von Bernhard Viel erzählt anschaulich und angenehm lesbar (...)."
Ulrich Greiner, Die Zeit, 6. Mai 2010


"Bernhard Viel ist auf 260 Seiten (...) frecher und ordnet Hebel stark in die Zeitgeschichte ein."
Adrian Prechtel, Abendzeitung, 4. Mai 2010


"Bernhard Viel, in 'Johann Peter Hebel oder Das Glück der Vergänglichkeit', surmises that in several particularly engaging stories that deal with resourceful thieves, Hebel has found an outlet for his suppressed anarchic impulses. (…) Bernhard Viel has written a highly enjoyable biographical sketch which sends one back to Hebel with renewed appreciation. (…) He does dwell, justifiably, on the trauma that shaped Hebel’s life: when he was thirteen, his mother was suddenly taken ill and died in his arms on the very road where Hebel would later locate his great poem on transience."
Ritchie Robertson, Times Literary Supplement, 15. April 2011


"Literaturwissenschaftler Bernhard Viel erzählt das Leben des 'Erfinders der modernen Kurzgeschichte' ebenso fachkundig und prägnant wie unterhaltsam und ordnet Hebels aufklärerisches Wirken der napoleonischen Zeit ein."
hc, börsenblatt, 12. Mai 2010


"Bernhard Viel hat Spaß an der Nähe. Das kann manchmal bis ans Romanhafte reichen. Bernhard Viel stellt uns einen unbekannten Hebel vor – einen Wortverdreher und Buchstaben-Jongleur. Hebel als früher Kollege von Ernst Jandl und Kurt Schwitters. (...) diesen beiden vorzüglichen Biographien (...)."
Jürgen Werth, NDRkultur, 10. Mai 2010


"Denn nun gibt’s gleich zwei Lebensbeschreibungen, beides fundierte, anschauliche, flüssig erzählte Bücher (...) das andere von Bernhard Viel, mit knapp dreihundert Seiten etwas schlanker, aber ebenso eindrucksvoll."
Klaus Bellin, Neues Deutschland, 10. Mai 2010


"Die chronologische Variante, eine solide Einführung, mehr in Hebels Leben (unter besonderer und interessanter Berücksichtigung der Kindheit) als in sein Werk."
Frankfurter Rundschau, 10. Mai 2010


"[Die Biografe] zeichne[t] sich durch Gründlichkeit und Detailreichtum aus. (...) Viel [geht] stärker auf die Institutionen, in denen Hebel als Schul- und Kirchenmann wirkte, sowie auf die Sozialpolitik der Epoche [ein]."
pap., NZZ am Sonntag, 9. Mai 2010


"Bernhard Viel (...) schildert die Vita des Autors in seinem Opus in einem deutlich flotteren, eloquenteren Stil von hohem Unterhaltungs- und Informationswert."
Märkische Allgemeine Zeitung, 8. Mai 2010


"Es hat die Menschen vor Augen, die erst noch Hebel-Leser werden wollen. So wählt Viel einen direkteren Zugriff und eine schlankere Sprache. (...) Dabei gelingt es ihm, den frühen Tod der Mutter als Hebels Urtrauma anschaulich werden zu lassen, von dem aus sich vieles erklärt: Hebels Wunsch, durch unermüdliche Arbeit aufzusteigen, seine Frömmigkeit, seine Heimatliebe, seine Lebensangst, sein ewiges Junggesellentum. Mit vergleichsweise wenigen Strichen zeichnet Viel die ganze Komplexität eines heiter-unglücklichen Menschen. Hilfreich sind die Passagen, in denen er Hebels Texte in die literarischen zusammenhänge seiner Zeit einstellt."
Johann Hinrich Claussen, Süddeutsche Zeitung, 8. Mai 2010


"Bernhard Viels Lebensbeschreibung (...) informiert aber ebenfalls zuverlässig über die wichtigsten biografischen und werkgeschichtlichen Stationen."
Manfred Koch, Neue Zürcher Zeitung, 8. Mai 2010