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von Kieseritzky, Ingomar

Traurige Therapeuten

Roman

Herr Singram ist mit der besten aller Welten mehr als unzufrieden und zieht sich enttäuscht und leicht angeschlagen in ein Sanatorium zurück, um endlich schriftlich zu fixieren, welche Lebens-Manöver er mit der Hilfe von Frauen, Tieren und weltflüchtigen Compagnons bestanden hat. Lässt seine Erinnerungsfähigkeit nach, versenkt er sich in die anekdotenreichen Tagebücher seiner Vorfahren, die alle eine Schwäche für Tiere hatten – Urgroßvater Irin war Zobeljäger, sein Sohn Edward unterhielt in England einen Privatzoo, dessen Sohn malt die Tiere – berühmt ist seine "Arche Noa sticht in See" – und zeugt zwischen zwei Bildern Arthur Singram, den Verfasser dieser melancholisch-komischen Annalen, in denen sich traurige Selbstironie und heitere Duldsamkeit gegen die tückische Realität verbünden; gegen die helfen nur Animositäten und Neurosen. Sein Arbeitsmotto ist von einem Herrn Dr. Knock, der einmal schrieb – "was ich nicht dulden kann, ist, dass die Gesundheit Ausmaße einer Provokation annimmt." Ingomar von Kieseritzkys vergnüglicher Roman ist ein erzählerisches Füllhorn der Gebrechen, ein malades "Brehms Tierleben", komisch, absurd und unterhaltsam, die grundsätzlich vergängliche Einrichtung der Welt und ihre Malaisen werden mit soviel funkelndem Witz gefeiert, dass strotzende Gesundheit im Vergleich dazu öde und langweilig wirkt. Und der Roman ist sogar rezeptfrei zu haben.

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Bibliografie

978-3-406-64152-7

Erschienen am 23. August 2012

347 S.

Hardcover

Hardcover 19,95 € Kaufen
e-Book 9,99 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Ohne solche starrköpfigen und theoriefesten Platzhalter des eigenen und fremden Leids wäre unser Dasein um eine stark machende Kränkung ärmer"
Andreas Langenbacher, Neue Züricher Zeitung, 13. Juli 2013



"Das Werk [ähnelt] in seiner Struktur mehr einem Kuriositätenkabinett als einem Roman: So voll gestopft ist es mit effektvollen, anspielungsreichen und scherzhaften Details."
Eberhard Falcke, Deutschlandfunk, 10. Juni 2013



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-64152-7

Erschienen am 23. August 2012

347 S.

Hardcover

Hardcover 19,95 € Kaufen
e-Book 9,99 € Kaufen

von Kieseritzky, Ingomar

Traurige Therapeuten

Roman

Herr Singram ist mit der besten aller Welten mehr als unzufrieden und zieht sich enttäuscht und leicht angeschlagen in ein Sanatorium zurück, um endlich schriftlich zu fixieren, welche Lebens-Manöver er mit der Hilfe von Frauen, Tieren und weltflüchtigen Compagnons bestanden hat. Lässt seine Erinnerungsfähigkeit nach, versenkt er sich in die anekdotenreichen Tagebücher seiner Vorfahren, die alle eine Schwäche für Tiere hatten – Urgroßvater Irin war Zobeljäger, sein Sohn Edward unterhielt in England einen Privatzoo, dessen Sohn malt die Tiere – berühmt ist seine "Arche Noa sticht in See" – und zeugt zwischen zwei Bildern Arthur Singram, den Verfasser dieser melancholisch-komischen Annalen, in denen sich traurige Selbstironie und heitere Duldsamkeit gegen die tückische Realität verbünden; gegen die helfen nur Animositäten und Neurosen. Sein Arbeitsmotto ist von einem Herrn Dr. Knock, der einmal schrieb – "was ich nicht dulden kann, ist, dass die Gesundheit Ausmaße einer Provokation annimmt." Ingomar von Kieseritzkys vergnüglicher Roman ist ein erzählerisches Füllhorn der Gebrechen, ein malades "Brehms Tierleben", komisch, absurd und unterhaltsam, die grundsätzlich vergängliche Einrichtung der Welt und ihre Malaisen werden mit soviel funkelndem Witz gefeiert, dass strotzende Gesundheit im Vergleich dazu öde und langweilig wirkt. Und der Roman ist sogar rezeptfrei zu haben.
Webcode: https://www.chbeck.de/10680543

Pressestimmen

"Ohne solche starrköpfigen und theoriefesten Platzhalter des eigenen und fremden Leids wäre unser Dasein um eine stark machende Kränkung ärmer"
Andreas Langenbacher, Neue Züricher Zeitung, 13. Juli 2013


"Das Werk [ähnelt] in seiner Struktur mehr einem Kuriositätenkabinett als einem Roman: So voll gestopft ist es mit effektvollen, anspielungsreichen und scherzhaften Details."
Eberhard Falcke, Deutschlandfunk, 10. Juni 2013