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Wehler, Hans-Ulrich

Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914 - 1949

Hans-Ulrich Wehlers „Deutsche Gesellschaftsgeschichte“ behandelt in diesem Band die Epoche des „zweiten Dreißigjährigen Krieges“ seit 1914. Die ersten vier Nachkriegsjahre, die ganz von den Kriegsfolgen überschattet waren, werden dabei in die Darstellung einbezogen. Wiederum analysiert der Autor die wichtigsten Dimensionen der Gesellschaft in ihrer geschichtlichen Entwicklung. Eines der großen Geschichtswerke der Nachkriegszeit nähert sich damit seinem Abschluß. Ein fünfter Band, der die Geschichte der beiden deutschen Staaten und die Vereinigung darstellt, wird folgen.
Der vierte Band der großen „Deutschen Gesellschaftsgeschichte“ behandelt die Epoche von 1914 bis 1949, umspannt also die beiden Weltkriege, die Zerstörung der Weimarer Republik, die Führerdiktatur Hitlers, den Holocaust und die Nachkriegsjahre bis zur Gründung der beiden deutschen Neustaaten. Erneut werden Wirtschaft und Sozialstruktur, politische Herrschaft und Kultur als die dominierenden Dimensionen der deutschen Gesellschaft in ihrer historischen Entwicklung analysiert.
Der erste Abschnitt stellt neben der militärischen Entwicklung die sozialökonomischen und ideenpolitischen Konstellationen während des Ersten Weltkriegs dar. Insbesondere geht es um die Spannungen im politischen System und in der deutschen Klassengesellschaft bis hin zur Revolution von 1918.
Der zweite Abschnitt verfolgt die kurze Geschichte der ersten deutschen Republik, der trotz ihrer hohen Anfangsbelastungen die Konsolidierung zu gelingen schien. Doch unter dem zerstörerischen Anprall der Weltwirtschaftskrise seit 1929, dem Druck der beiden radikalen Flügelparteien, NSDAP und KPD, und der auf eine autoritäre Lösung drängenden Machteliten zerfiel nicht nur das politische Institutionengefüge, sondern auch die Konsensbasis der Republik. Im Mittelpunkt des dritten Abschnitts steht das „Dritte Reich“. Im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und im Genozid an den europäischen Juden erreichte die Zerstörungsfähigkeit, die durch Hitlers charismatische Herrschaft in der deutschen Gesellschaft freigesetzt wurde, den Tiefpunkt eines „Zivilisationsbruchs“. Allgemein zielt die Deutung der Führerdiktatur darauf, die nationalsozialistischen Jahre nicht als erratischen Block im historischen Prozeß zu verfremden, sie vielmehr im Zuge einer dezidierten Historisierung des Nationalsozialismus weithin in die Kontinuität der neueren deutschen Geschichte einzuordnen.


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Bibliografie

978-3-406-32264-8

Erschienen am 20. August 2003

Vorzugspreis bei Gesamtabnahme aller Bände € 44,90.
Bitte bestellen Sie hierfür das Gesamtwerk 3-406-32490-8.

3., durchgesehene Auflage, 2008

XXIV, 1173 S.

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 49,90 € Kaufen
Inhalt
Siebenter Teil
Das Kaiserreich im Ersten Weltkrieg 1914-1918


I. Die Konstellation des Weltkrieges
II. Die deutsche Innenpolitik im Weltkrieg
III. Die deutsche Gesellschaft im Weltkrieg
IV. Die Dritte Oberste Heeresleitung und der Totale Krieg
V. Die deutsche Revolution von 1918
VI. Der Untergang des Deutschen Kaiserreichs

Achter Teil
Die Weimarer Republik 1918-1933

I. Die Bevölkerungsentwicklung 1914-1933
II. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse der Wirtschaft
III. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse sozialer Ungleichheit
IV. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse politischer Herrschaft
V. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse der Kultur
VI. Deutschland am Vorabend seines "Zivilisationsbruchs"

Neunter Teil
Charismatische Herrschaft und deutsche Gesellschaft im "Dritten Reich" 1933-1945

I. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse politischer Herrschaft
II. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse der Wirtschaft
III. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse sozialer Ungleichheit
IV. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse der Kultur
V. Das "Dritte Reich" im Zweiten Weltkrieg

Zehnter Teil
Folgen des zweiten verlorenen Totalen Krieges 1945-1949

I. Kriegsverluste und Folgekosten
II. Lebensumstände in der "Zusammenbruchsgesellschaft"
III. Gesellschaftliche Verwerfungen und stabilisierende Gegengewichte
IV. Restauration oder restriktive Bedingungen des Neuanfangs?
V. Allgemeine Ausgangsbedingungen für die beiden Neustaaten von 1949
Rückblick: das deutsche "Zeitalter der Extreme"

Pressestimmen

Pressestimmen

"Zweifellos ein Höhepunkt der modernen deutschen Geschichtsschreibung. (...) Jeder, der sich mit der Geschichte der vergangenen 200 Jahre in Deutschland beschäftigt, [wird] immer mit Wehler beginnen müssen."
Ulrich Herbert, Die Welt, 25. August 2008



"Keiner der vielen Versuche, dieser Zeit gerecht zu werden, hat sich bisher ihrer gewaltigen, widerstreitenden Kräfte so ausgesetzt wie Wehler - und keiner hat das ungeheure Geschehen dieses Zeitraums mit solcher Anstrengung zu bündeln versucht. Wenn Wehler ihn mit dem Dreissigjährigen Krieg vergleicht, dieser Verwüstung Mitteleuropas, so gibt er einen Begriff von diesem alle Vorstellungen sprengenden Geschehen - und bringt nebenher in Erinnerung, dass diese Zeit tatsächlich nur dreissig Jahre dauerte, halb so lang wie die Friedenszeit seither. Das Buch erhebt und erfüllt den Anspruch großer Geschichte (...)
Vor allem aber hat Wehler, was Geschichte braucht: den großen Atem, das hochgespannte Problembewusstsein, die Kraft - und Lust - des Urteils. (...) als Ganzes bietet sie ein glänzendes Beispiel für eine analysierende debattierende und argumentierende Geschichtsschreibung."
Hermann Rudolph, Der Tagesspiegel, 22. September 2003



"Kein Konzept kann alles erfassen, was die historische Wirklichkeit konstituiert. Wehlers „theoriegeleitete Sozial- und Gesellschaftsgeschichte mit ihrem Zentralbegriff der Gesellschaft" bietet auf ihre Weise eine beeindruckende Synthese. Gespannt warten wir nun auf den abschließenden Band."
Gottfried Niedhart, Das Parlament, 29. September 2003



"Diese Buch fordert mitdenkende Leser, die sich auf eine weit gespannte, gedanklich verdichtete und problemorientierte Darstellung einlassen wollen. Seine Lektüre wird nicht nur durch die kraftvolle, dynamische Sprache zum Vergnügen auf höchstem Niveau, nicht nur durch die Souveränität des Autors im Umgang mit einem gewaltigen Stoff, sondern auch durch die kunstvolle Verbindung von wissenschaftlicher Disziplin und politischem Engagement."
Paul Nolte, Der Spiegel, 1. September 2003



"Die Herrschaftssoziologie Max Webers ist in der Geschichtsschreibung wohl noch nie auf eine so überzeugende Weise produktiv gemacht worden wie von Wehler in seiner Bismarck- und Hitlerdeutung. Ihm gelingt eine Synthese aus scientistischer Sozialgeschichte und großem historischem Drama. Wehlers Gesellschaftsgeschichte ist ein Gebirge an Fakten und Deutungen - und eine ungemein spannende Lektüre."
Eckhard Fuhr, Die Welt, 23. August 2003



"Der Nationalsozialismus als Generationen-Projekt? Hans-Ulrich Wehlers Analyse ist bestechend. Denn sie hat die gesamte deutsche Gesellschaft im Blick und diskutiert all die zentralen Fragen wie etwa die möglichen Alternativen zu Hitlers Herrschaft oder die Modernität des Dritten Reiches. Zugleich ist sie eingebettet in eine spannende Darstellung der ersten Jahrhunderthälfte. Wer immer sich künftig mit dieser Epoche beschäftigt: An Hans-Ulrich Wehlers "Deutscher Gesellschaftsgeschichte" führt wohl kaum ein Weg vorbei."
MDR Kultur, Niels Beintker, 19. August 2003



"Das Werk ist ein beeindruckendes Zeugnis des Anspruchs und der Produktivität, die Wehler zu einer herausragenden Figur des intellektuellen Deutschlands gemacht haben."
Hermann Rudolph, Der Tagesspiegel, 11. September 2006



"Auf rund 4000 Seiten ist die 'Deutsche Gesellschaftsgeschichte', das große Projekt des Bielefelder Historikers Hans-Ulrich Wehler, inzwischen angewachsen. Eben erschien der vierte Band, der die Zeit von 1914 bis 1949 behandelt, die Geschichte des zweiten 'Dreißigjährigen Krieges', wie der Verfasser sie nennt. (...) Ein solch großes Werk spricht nicht nur von einer bewunderungswürdigen Gelehrsamkeit, sondern es ist auch ein wissenschaftliches Ereignis und nicht zuletzt ein Politikum. Denn mit seiner monumentalen Geschichtserzählung schließt der Verfasser an namhafte Vorgänger an, die vergleichbare historische Großwerke geschaffen haben, an Leopold von Ranke, an Heinrich von Treitschke oder an Franz Mehring. Jeder von ihnen schrieb seine Geschichte repräsentativ für eines der deutschen politischen Systeme seit 1848. Hans-Ulrich Wehlers Sozialgeschichte ist die Geschichte Deutschlands mit dem Blick der Bundesrepublik."
Manfred Schneider, Literaturen, November 2003



"Hans-Ulrich Wehlers grandiose „Deutsche Gesellschaftsgeschichte“: In seinem vierten Band deutet er Hitler und den Nationalsozialismus neu.
Als Hans-Ulrich Wehler vor sechzehn Jahren die ersten beiden Bände einer Deutschen Gesellschaftsgeschichte veröffentlichte, da wurde dieses Unternehmen zu Recht als ein Ereignis gefeiert. Denn der Bielefelder Gelehrte hatte sich damit als erster Historiker überhaupt an das Wagnis gemacht, die Entwicklung der deutschen Gesellschaft seit der frühen Neuzeit unter konsequent sozialgeschichtlicher Perspektive zu beschreiben – ein gigantisches Projekt, das die Arbeitskraft eines einzelnen Forschers zu überfordern schien."
Volker Ulrich, Die Zeit, 9. Oktober 2003



"Trotz all der Widersprüche, die der Band provoziert und bis zu einem gewissen Grad selbst enthält, steht außer Frage, dass wir es hier mit einer Meisterleistung deutscher Geschichtsschreibung zu tun haben. Wehler mag sich hier in wenig erforschten Gewässern bewegen, doch fast zu jedem Punkt, den er behandelt, hat er etwas Anregendes und Originelles zu sagen. Allein die Tatsache, dass hier die Perspektiven und Methoden einer Gesellschaftsgeschichte, die in den vergangenen dreißig Jahren entwickelt wurde, mit einer solchen intellektuellen Energie und Ausdauer auf die schwierigste und umstrittenste Periode der deutschen Geschichte angewandt werden, ist ein enormer Gewinn für den Leser. Was vielleicht am meisten beeindruckt, ist Wehlers durchgehendes und unermüdliches Bedürfnis, zu erklären und zu interpretieren, schwierige intellektuelle Frage zu stellen und dem Leser klare Antworten darauf anzubieten. Zu einer Zeit, in der zu viele Historiker anscheinend nur daran interessiert sind, moralische Urteile über die Vergangenheit abzugeben, ist dieses Buch eine Erinnerung zur rechten Zeit, dass die Hauptaufgabe des Historikers darin besteht, zu verstehen und nicht zu urteilen. (Aus dem Englischen von Udo Rennert).
Richard J. Evans, Frankfurter Rundschau, 8. Oktober 2003



"Hans-Ulrich Wehler hat endlich den lange erwarteten vierten Band seiner „Deutschen Gesellschaftsgeschichte" publiziert. Darin erzählt und analysiert er die Jahre 1914 bis 1949 so klar und umfassend informiert, so verständlich und urteilsfreudig wie kein anderer Historiker. Kurz: Es ist ein Meisterwerk."
Micha Brumlik, Die Tageszeitung, 8. Oktober 2003



"Wehlers vierter Band der Gesellschaftsgeschichte wird auf noch mehr Lob als die ersten Bände stoßen, weil es dem Autor in beeindruckender Weise gelang, Grundlegendes und Erhellendes zur Ausgangsposition der Bundesrepublik herauszupräparieren."
Günter Wollstein, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Oktober 2003



"Erneut erweist sich Wehler als Meister der strukturierten Problemanalyse. Wie kein zweiter Historiker deutscher Sprache vermag er es, auch komplizierte historische Problemlagen präzise und kühl auf die zugrundeliegenden Kernfragen zurückzuführen. Ob es sich um die deutsche Militärstrategie im Ersten Weltkrieg handelt, um Brünings Deflationspolitik, die Arbeiterschaft im „Dritten Reich" oder die protestantischen Kirchen während des Zweiten Weltkriegs - immer schafft es der Autor mit der ihm eigenen Klarheit und Schärfe die wesentlichen Zusammenhänge zu klären und irreführende Positionen plausibel zurückzuweisen. Das ist gestützt auf eine schier unglaubliche Literaturkenntnis. Selbst in abgelegenen Bereichen wird der Stand der Forschung zuverlässig genau rekapituliert.
(...) Dieses leidenschaftlich um Eindeutigkeit ringende Buch markiert in seinen Stärken wie in seinen Schwächen den Höhepunkt der jüngeren deutschen Geschichtsschreibung."
Ulrich Herbert, Süddeutsche Zeitung, 6. Oktober 2003



"Hans-Ulrich Wehlers Gesellschaftsgeschichte ist eine monumentale Leistung moderner Geschichtswissenschaft."
Eckhard Fuhr, Die Welt, 4. Oktober 2003



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-32264-8

Erschienen am 20. August 2003

Vorzugspreis bei Gesamtabnahme aller Bände € 44,90.
Bitte bestellen Sie hierfür das Gesamtwerk 3-406-32490-8.

3., durchgesehene Auflage , 2008

XXIV, 1173 S.

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 49,90 € Kaufen

Wehler, Hans-Ulrich

Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914 - 1949

Hans-Ulrich Wehlers „Deutsche Gesellschaftsgeschichte“ behandelt in diesem Band die Epoche des „zweiten Dreißigjährigen Krieges“ seit 1914. Die ersten vier Nachkriegsjahre, die ganz von den Kriegsfolgen überschattet waren, werden dabei in die Darstellung einbezogen. Wiederum analysiert der Autor die wichtigsten Dimensionen der Gesellschaft in ihrer geschichtlichen Entwicklung. Eines der großen Geschichtswerke der Nachkriegszeit nähert sich damit seinem Abschluß. Ein fünfter Band, der die Geschichte der beiden deutschen Staaten und die Vereinigung darstellt, wird folgen.
Der vierte Band der großen „Deutschen Gesellschaftsgeschichte“ behandelt die Epoche von 1914 bis 1949, umspannt also die beiden Weltkriege, die Zerstörung der Weimarer Republik, die Führerdiktatur Hitlers, den Holocaust und die Nachkriegsjahre bis zur Gründung der beiden deutschen Neustaaten. Erneut werden Wirtschaft und Sozialstruktur, politische Herrschaft und Kultur als die dominierenden Dimensionen der deutschen Gesellschaft in ihrer historischen Entwicklung analysiert.
Der erste Abschnitt stellt neben der militärischen Entwicklung die sozialökonomischen und ideenpolitischen Konstellationen während des Ersten Weltkriegs dar. Insbesondere geht es um die Spannungen im politischen System und in der deutschen Klassengesellschaft bis hin zur Revolution von 1918.
Der zweite Abschnitt verfolgt die kurze Geschichte der ersten deutschen Republik, der trotz ihrer hohen Anfangsbelastungen die Konsolidierung zu gelingen schien. Doch unter dem zerstörerischen Anprall der Weltwirtschaftskrise seit 1929, dem Druck der beiden radikalen Flügelparteien, NSDAP und KPD, und der auf eine autoritäre Lösung drängenden Machteliten zerfiel nicht nur das politische Institutionengefüge, sondern auch die Konsensbasis der Republik. Im Mittelpunkt des dritten Abschnitts steht das „Dritte Reich“. Im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und im Genozid an den europäischen Juden erreichte die Zerstörungsfähigkeit, die durch Hitlers charismatische Herrschaft in der deutschen Gesellschaft freigesetzt wurde, den Tiefpunkt eines „Zivilisationsbruchs“. Allgemein zielt die Deutung der Führerdiktatur darauf, die nationalsozialistischen Jahre nicht als erratischen Block im historischen Prozeß zu verfremden, sie vielmehr im Zuge einer dezidierten Historisierung des Nationalsozialismus weithin in die Kontinuität der neueren deutschen Geschichte einzuordnen.

Webcode: https://www.chbeck.de/4750

Vom Feudalismus des Alten Reiches bis zur defensiven Modernisierung der Reformära 1700-1815

Von der Reformära bis zur industriellen und politischen Deutschen Doppelrevolution 1815-1845/49

Von der Deutschen Doppelrevolution bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914

Bundesrepublik und DDR 1949-1990

Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914 - 1949


Inhalt

Siebenter Teil
Das Kaiserreich im Ersten Weltkrieg 1914-1918


I. Die Konstellation des Weltkrieges
II. Die deutsche Innenpolitik im Weltkrieg
III. Die deutsche Gesellschaft im Weltkrieg
IV. Die Dritte Oberste Heeresleitung und der Totale Krieg
V. Die deutsche Revolution von 1918
VI. Der Untergang des Deutschen Kaiserreichs

Achter Teil
Die Weimarer Republik 1918-1933

I. Die Bevölkerungsentwicklung 1914-1933
II. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse der Wirtschaft
III. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse sozialer Ungleichheit
IV. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse politischer Herrschaft
V. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse der Kultur
VI. Deutschland am Vorabend seines "Zivilisationsbruchs"

Neunter Teil
Charismatische Herrschaft und deutsche Gesellschaft im "Dritten Reich" 1933-1945

I. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse politischer Herrschaft
II. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse der Wirtschaft
III. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse sozialer Ungleichheit
IV. Strukturbedingungen und Entwicklungsprozesse der Kultur
V. Das "Dritte Reich" im Zweiten Weltkrieg

Zehnter Teil
Folgen des zweiten verlorenen Totalen Krieges 1945-1949

I. Kriegsverluste und Folgekosten
II. Lebensumstände in der "Zusammenbruchsgesellschaft"
III. Gesellschaftliche Verwerfungen und stabilisierende Gegengewichte
IV. Restauration oder restriktive Bedingungen des Neuanfangs?
V. Allgemeine Ausgangsbedingungen für die beiden Neustaaten von 1949
Rückblick: das deutsche "Zeitalter der Extreme"

Pressestimmen

"Zweifellos ein Höhepunkt der modernen deutschen Geschichtsschreibung. (...) Jeder, der sich mit der Geschichte der vergangenen 200 Jahre in Deutschland beschäftigt, [wird] immer mit Wehler beginnen müssen."
Ulrich Herbert, Die Welt, 25. August 2008


"Keiner der vielen Versuche, dieser Zeit gerecht zu werden, hat sich bisher ihrer gewaltigen, widerstreitenden Kräfte so ausgesetzt wie Wehler - und keiner hat das ungeheure Geschehen dieses Zeitraums mit solcher Anstrengung zu bündeln versucht. Wenn Wehler ihn mit dem Dreissigjährigen Krieg vergleicht, dieser Verwüstung Mitteleuropas, so gibt er einen Begriff von diesem alle Vorstellungen sprengenden Geschehen - und bringt nebenher in Erinnerung, dass diese Zeit tatsächlich nur dreissig Jahre dauerte, halb so lang wie die Friedenszeit seither. Das Buch erhebt und erfüllt den Anspruch großer Geschichte (...)
Vor allem aber hat Wehler, was Geschichte braucht: den großen Atem, das hochgespannte Problembewusstsein, die Kraft - und Lust - des Urteils. (...) als Ganzes bietet sie ein glänzendes Beispiel für eine analysierende debattierende und argumentierende Geschichtsschreibung."
Hermann Rudolph, Der Tagesspiegel, 22. September 2003


"Kein Konzept kann alles erfassen, was die historische Wirklichkeit konstituiert. Wehlers „theoriegeleitete Sozial- und Gesellschaftsgeschichte mit ihrem Zentralbegriff der Gesellschaft" bietet auf ihre Weise eine beeindruckende Synthese. Gespannt warten wir nun auf den abschließenden Band."
Gottfried Niedhart, Das Parlament, 29. September 2003


"Diese Buch fordert mitdenkende Leser, die sich auf eine weit gespannte, gedanklich verdichtete und problemorientierte Darstellung einlassen wollen. Seine Lektüre wird nicht nur durch die kraftvolle, dynamische Sprache zum Vergnügen auf höchstem Niveau, nicht nur durch die Souveränität des Autors im Umgang mit einem gewaltigen Stoff, sondern auch durch die kunstvolle Verbindung von wissenschaftlicher Disziplin und politischem Engagement."
Paul Nolte, Der Spiegel, 1. September 2003


"Die Herrschaftssoziologie Max Webers ist in der Geschichtsschreibung wohl noch nie auf eine so überzeugende Weise produktiv gemacht worden wie von Wehler in seiner Bismarck- und Hitlerdeutung. Ihm gelingt eine Synthese aus scientistischer Sozialgeschichte und großem historischem Drama. Wehlers Gesellschaftsgeschichte ist ein Gebirge an Fakten und Deutungen - und eine ungemein spannende Lektüre."
Eckhard Fuhr, Die Welt, 23. August 2003


"Der Nationalsozialismus als Generationen-Projekt? Hans-Ulrich Wehlers Analyse ist bestechend. Denn sie hat die gesamte deutsche Gesellschaft im Blick und diskutiert all die zentralen Fragen wie etwa die möglichen Alternativen zu Hitlers Herrschaft oder die Modernität des Dritten Reiches. Zugleich ist sie eingebettet in eine spannende Darstellung der ersten Jahrhunderthälfte. Wer immer sich künftig mit dieser Epoche beschäftigt: An Hans-Ulrich Wehlers "Deutscher Gesellschaftsgeschichte" führt wohl kaum ein Weg vorbei."
MDR Kultur, Niels Beintker, 19. August 2003


"Das Werk ist ein beeindruckendes Zeugnis des Anspruchs und der Produktivität, die Wehler zu einer herausragenden Figur des intellektuellen Deutschlands gemacht haben."
Hermann Rudolph, Der Tagesspiegel, 11. September 2006


"Auf rund 4000 Seiten ist die 'Deutsche Gesellschaftsgeschichte', das große Projekt des Bielefelder Historikers Hans-Ulrich Wehler, inzwischen angewachsen. Eben erschien der vierte Band, der die Zeit von 1914 bis 1949 behandelt, die Geschichte des zweiten 'Dreißigjährigen Krieges', wie der Verfasser sie nennt. (...) Ein solch großes Werk spricht nicht nur von einer bewunderungswürdigen Gelehrsamkeit, sondern es ist auch ein wissenschaftliches Ereignis und nicht zuletzt ein Politikum. Denn mit seiner monumentalen Geschichtserzählung schließt der Verfasser an namhafte Vorgänger an, die vergleichbare historische Großwerke geschaffen haben, an Leopold von Ranke, an Heinrich von Treitschke oder an Franz Mehring. Jeder von ihnen schrieb seine Geschichte repräsentativ für eines der deutschen politischen Systeme seit 1848. Hans-Ulrich Wehlers Sozialgeschichte ist die Geschichte Deutschlands mit dem Blick der Bundesrepublik."
Manfred Schneider, Literaturen, November 2003


"Hans-Ulrich Wehlers grandiose „Deutsche Gesellschaftsgeschichte“: In seinem vierten Band deutet er Hitler und den Nationalsozialismus neu.
Als Hans-Ulrich Wehler vor sechzehn Jahren die ersten beiden Bände einer Deutschen Gesellschaftsgeschichte veröffentlichte, da wurde dieses Unternehmen zu Recht als ein Ereignis gefeiert. Denn der Bielefelder Gelehrte hatte sich damit als erster Historiker überhaupt an das Wagnis gemacht, die Entwicklung der deutschen Gesellschaft seit der frühen Neuzeit unter konsequent sozialgeschichtlicher Perspektive zu beschreiben – ein gigantisches Projekt, das die Arbeitskraft eines einzelnen Forschers zu überfordern schien."
Volker Ulrich, Die Zeit, 9. Oktober 2003


"Trotz all der Widersprüche, die der Band provoziert und bis zu einem gewissen Grad selbst enthält, steht außer Frage, dass wir es hier mit einer Meisterleistung deutscher Geschichtsschreibung zu tun haben. Wehler mag sich hier in wenig erforschten Gewässern bewegen, doch fast zu jedem Punkt, den er behandelt, hat er etwas Anregendes und Originelles zu sagen. Allein die Tatsache, dass hier die Perspektiven und Methoden einer Gesellschaftsgeschichte, die in den vergangenen dreißig Jahren entwickelt wurde, mit einer solchen intellektuellen Energie und Ausdauer auf die schwierigste und umstrittenste Periode der deutschen Geschichte angewandt werden, ist ein enormer Gewinn für den Leser. Was vielleicht am meisten beeindruckt, ist Wehlers durchgehendes und unermüdliches Bedürfnis, zu erklären und zu interpretieren, schwierige intellektuelle Frage zu stellen und dem Leser klare Antworten darauf anzubieten. Zu einer Zeit, in der zu viele Historiker anscheinend nur daran interessiert sind, moralische Urteile über die Vergangenheit abzugeben, ist dieses Buch eine Erinnerung zur rechten Zeit, dass die Hauptaufgabe des Historikers darin besteht, zu verstehen und nicht zu urteilen. (Aus dem Englischen von Udo Rennert).
Richard J. Evans, Frankfurter Rundschau, 8. Oktober 2003


"Hans-Ulrich Wehler hat endlich den lange erwarteten vierten Band seiner „Deutschen Gesellschaftsgeschichte" publiziert. Darin erzählt und analysiert er die Jahre 1914 bis 1949 so klar und umfassend informiert, so verständlich und urteilsfreudig wie kein anderer Historiker. Kurz: Es ist ein Meisterwerk."
Micha Brumlik, Die Tageszeitung, 8. Oktober 2003


"Wehlers vierter Band der Gesellschaftsgeschichte wird auf noch mehr Lob als die ersten Bände stoßen, weil es dem Autor in beeindruckender Weise gelang, Grundlegendes und Erhellendes zur Ausgangsposition der Bundesrepublik herauszupräparieren."
Günter Wollstein, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Oktober 2003


"Erneut erweist sich Wehler als Meister der strukturierten Problemanalyse. Wie kein zweiter Historiker deutscher Sprache vermag er es, auch komplizierte historische Problemlagen präzise und kühl auf die zugrundeliegenden Kernfragen zurückzuführen. Ob es sich um die deutsche Militärstrategie im Ersten Weltkrieg handelt, um Brünings Deflationspolitik, die Arbeiterschaft im „Dritten Reich" oder die protestantischen Kirchen während des Zweiten Weltkriegs - immer schafft es der Autor mit der ihm eigenen Klarheit und Schärfe die wesentlichen Zusammenhänge zu klären und irreführende Positionen plausibel zurückzuweisen. Das ist gestützt auf eine schier unglaubliche Literaturkenntnis. Selbst in abgelegenen Bereichen wird der Stand der Forschung zuverlässig genau rekapituliert.
(...) Dieses leidenschaftlich um Eindeutigkeit ringende Buch markiert in seinen Stärken wie in seinen Schwächen den Höhepunkt der jüngeren deutschen Geschichtsschreibung."
Ulrich Herbert, Süddeutsche Zeitung, 6. Oktober 2003


"Hans-Ulrich Wehlers Gesellschaftsgeschichte ist eine monumentale Leistung moderner Geschichtswissenschaft."
Eckhard Fuhr, Die Welt, 4. Oktober 2003