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Dalos, György

Der Vorhang geht auf

Das Ende der Diktaturen in Osteuropa

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung


Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn, DDR, CSSR, Bulgarien und Rumänien nach jahrzehntenlanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluß an das westliche Europa suchen.

Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozeß der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. Die Massenflucht der DDR-Bürger über die ungarische Grenze oder der gemeinsame Auftritt von Václav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz – diese Ereignisse bezeugen eindrucksvoll eine historische Massenaktivität, einen euphorischen und ungebremsten Freiheitsdrang. Diese sich beschleunigende Befreiungsbewegung erhielt in den betreffenden Ländern Namen wie „Systemwechsel“, „Wende“ oder auch „Revolution“ – in jedem Fall leitete sie einen Prozeß ein, der zu Demokratie, nationaler Souveränität und einem neuen europäischen Selbstverständnis führte.
Von György Dalos. Deutsche Bearbeitung von Elsbeth Zylla.

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Bibliografie

978-3-406-58245-5

Erschienen am 01. Juni 2013

Statt 19,90 € jetzt nur noch 9,95 €

2. Auflage, 2009

272 S.

Hardcover

Schlagwörter

Hardcover 9,95 € Kaufen
Inhalt
Staatsbegräbnis und Trauergäste
Ein spätsowjetisches Gruppenbild

Polen: Die Tafelrunde der Erzfeinde

Ungarn: Der gemütliche Weltuntergang

DDR: Demokratie zwischen Spaltung und Einheit

Bulgarien: Echter Kollaps, imitierte Revolution

CSSR: Revolte mit Samthandschuhen

Rumänien: Revolution bei Grabeskälte

Die Befreiung der Sowjetunion von ihren Satelliten
Eine Utopie

Danksagung

Quellen

Zeittafel

Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Neben den Erzähler, den Satiriker, den Verfasser schlitzohriger Essays, als den ihn auch die Leser der Süddeutschen Zeitung kennen, trat in den vergangenen Jahren immer deutlicher der Historiker. Früh hatte Dalos über den ‘Archipel Gulasch’ (1986) und die Entstehung einer demokratischen Opposition in Ungarn geschrieben, nach dem Umbruchsjahr 1989 bald auch das ‘Ende des Ostblockwitzes’ (1993) konstatieren müssen. Seine Bücher über die Geschichte Ungarn (‘Ungarn in der Nussschale’, 2004, ‘1956. Der Aufstand in Ungarn’, 2006) bestechen durch einen unsentimentalen Ton und gerechte, nicht ausgewogene Urteile. (...)
Seine oft ernüchternde, immer freie Darstellung überragt andere Bücher über ‘1989’ um Längen."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 17. März 2010



"György Dalos (...) schildert die Wende in allen sechs sowjetischen Satellitenstaaten, die aus dem Ostblock ein östliches Europa entstehen liess. Die Helden, etwa Vaclav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz, stehen im Rampenlicht. Aber auch der Abgang des rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu bleibt unvergesslich."
Christof Münger, Tages-Anzeiger, 27. April 2009



"Dalos hat für seine Darstellung zwar ein additives Verfahren gewählt – er erzählt die Ereignisse nach den jeweiligen Ländern geordnet –, so dass der Eiserne Vorhang sich nur Bahn für Bahn hebt."
Michael Jeismann, Literaturen, Mai 2009



"Die politischen Komplementärphänomene des Jahres 1989 skizziert Dalos in knappen Essays, die die Lage in den kommunistischen Ländern atmosphärisch verdichten."
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 18./19. April 2009



"Das Buch ist ausgezeichnet geschrieben, voller spannender Details der dramatischen Monate und Jahre, der Autor kennt sich aus, er war selbst eine Person der Zeitgeschichte in Ungarn. In der prägnanten Art ist das ein sehr empfehlenswertes Zeitgeschichtsbuch."
Rupert Neudeck, Deutschlandfunk, 6. April 2009



"Wer seine Bücher nicht kennt, der hat etwas verpasst. (...) Nicht nur beeindruckt Dalos’ reflexive Vorsicht, sondern er überzeugt auch durch seine begriffliche Schärfe. Was war es nun für ein Stück, das Ende der achtziger Jahre geboten wurde? (...) Die immer wieder aufflammenden Spitzeldebatten verdrängen den historischen Sinn und das gesellschaftliche Gespür, die nötig wären, um die menschliche Dimension dieses Systemwechsels zu begreifen. Wer das möchte, der muss doch Dalos gelesen haben – seine Romane ebenso wie dieses als Sachbuch daherkommende Kunstwerk."
Detlev Claussen, Die Zeit, 2. April 2009



"Dalos konzentriert sich auf die inneren politischen Auflösungsprozesse am Ende der 80er-Jahre in der Sowjetunion, in Polen, der DDR, in Ungarn, der CSSR, in Bulgarien und in Rumänien. Doch betreibt er keine nationale Nabelschau nach dem Opfer-Täter-Schema, sondern seziert trocken-lakonisch und nicht ohne Empathie die Gemeinsamkeiten und die nationalen Besonderheiten des Scheiterns der ehemaligen sozialistischen Bruderstaaten. Der Mauerfall ist das Ergebnis und der Schlusspunkt einer osteuropäischen Entwicklung. (...) Ein mitfühlend-ironischer Grundton durchzieht sein Buch, das eine Mischung aus politischer Analyse und literarischer Erzählung ist, ein Politthriller mit satirischen Episoden und Details."
Volker Saupe, Berliner Zeitung, 13. März 2009



"Für deutsche Leser bietet das Buch zum Beginn des Berliner Jubeljahres 2009 einen erfreulichen Perspektivwechsel. Der Mauerfall, dieser Wendepunkt, war eben gerade kein Wunder der Deutschen allein. Dalos schildert von Rumänien bis zur DDR die Jahre des Umbruchs in einer eindringlichen Kombination aus politischer Analyse und literarischer Erzählung. (...) Bei Dalos bildet der Mauerfall darum bloß den Schlusspunkt einer gemeinsamen osteuropäischen Entwicklung. So wird der 9. November als deutsches Ereignis kleiner, als europäisches aber größer."
Ines Langelüddecke, Vorwärts, März 2009



"Dalos’ Buch besticht durch seine phrasenlose Erzählung und seine nüchterne politische Analyse. Angesichts der Zumutungen, die im Jubiläumsjahr noch zu erwarten sind, kann man das Buch nur empfehlen, das das Jahr 1989 ins rechte Licht stellt."
Rudolf Walther, Die Tageszeitung, Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2009, 12. März 2009



"Ohne zu belehren, entfaltet Dalos auf wenigen Seiten, mit großem kompositorischen Geschick ein Panorama Osteuropas, das auch die Gegenwart erschließt, jedem auf die Sprünge hilft, der sich über aktuelle Absonderlichkeiten wundert."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 10. März 2009



"In seinem neuen Buch gelingt es Dalos, die Befreiungsgeschichte in Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei, Rumänien und der DDR nachzuzeichnen, ohne dabei die Unterschiede der jeweiligen politischen Entwicklungen, die diversen Motive der kommunistischen Parteiführer oder die Schwierigkeiten der Opposition aus dem Auge zu verlieren. Möglich ist dies, weil der Autor nicht nur über grundlegende Kenntnisse des sozialistischen Systems verfügt, sondern auch die Mentalität der Bevölkerung in Osteuropa genau einzuschätzen weiß."
Aschot Manutscharjan, Das Parlament, 9. März 2009



"Ein melancholischer Ton ist unüberhörbar. Er gehört, neben der Ironie, zur ungarischen Grundstimmung, wie Dalos sie in seinen Essays herausarbeitet. In keinem Land Europas gab es in den siebziger und achtziger Jahren eine höhere Selbstmordrate, schreibt er. Aus solchen Fakten gewinnt er seine Erkenntnisse. Das Kapitel über Polen in seinem die Länder Osteuropas vergleichenden Buch über das Jahr 1989 konnte er nicht schreiben, bevor er nicht wusste, wie der Runde Tisch aussah und wer diese Möbelstück getischlert hat. Die Freude am sprechenden Detail, das Interesse für das alltägliche Leben sind es, die seine Bücher so lesenswert machen."
Jörg Magenau, Der Tagesspiegel, Sonderseiten zur Leipziger Buchmesse 2010, 17. März 2010



"An seinem jüngsten Buch, für das der 66-jährige im März den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung erhält, hat Dalos alles in allem zwei Jahre gearbeitet. ‘Der Vorhang geht auf’ ist ein Werk über ‘das Ende der Diktaturen in Osteuropa’ – ein Kapitel, man könnte auch sagen, eine Erzählung für jedes Land. Dalos, der am liebsten abwechselnd Romane und Sachbücher schreibt, überzeugt auch in letzterem als literarischer Stilist."
Holger Heimann, Börsenblatt, 10. Dezember 2009



"Mit Dalos sind wir in den Zentren der Macht und bei denen, die sie stürmten."
Frankfurter Rundschau, 6. November 2009



"Der Historiker und Autor György Dalos liefert eine fundierte politische Analyse der Wendejahre, gespeist aus eigener Anschauung der Entwicklung in Budapest, Ostberlin, Warschau und Prag. Ein pralles historisches Panorama – grundiert mit politischem Witz."
Wolfgang Stenke, Deutschlandfunk, 24. September 2009



" ... beschränkt sich Dalos jedoch nicht auf Ungarn, sondern schildert essayistisch den Wandel in allen mittelosteuropäischen Ländern mit Ausnahme der baltischen Staaten. György Dalos' Buch hat (...) literarische Qualität."
Gerd Appenzeller, Der Tagesspiegel, 31. August 2009



"György Dalos hat nicht nur eine kenntnisreiche, sondern vor allem auch eine mit feinem Gespür für geschichtliche Prozesse angereicherte Darstellung des Niedergangs des Ostblocks verfasst. (...) Mit Lakonie, Ironie und Witz versteht es der Autor, kein falsches Pathos aufkommen zu lassen, sondern mit analytischem Verstand und angenehmer Distanz das Ende einer Epoche zu beschreiben, die Europa so tiefe Wunden geschlagen hat."
Lerke von Saalfeld, Radio Bremen, 9. Juni 2009



"György Dalos, der ungarische Historiker und Schriftsteller, hat nicht nur eine kenntnisreiche, sondern vor allem auch eine mit feinem Gespür für geschichtliche Prozesse angereicherte Darstellung des Niedergangs des Ostblocks verfasst. (...) Die besondere Qualität dieses Buches von György Dalos ist, dass er sowohl die objektiven wie die subjektiven Faktoren darstellt; dass er detailgetreue Schilderungen der jeweiligen Besonderheiten der Oppositionskräfte wie der Regierungseliten anschaulich macht; dass er die Eigenheiten der verschiedenen Länder niemals über einen Kamm schert. (...) Mit Lakonie, Ironie und Witz versteht er es, kein falsches Pathos aufkommen zu lassen, sondern mit analytischem Verstand und angenehmer Distanz das Ende einer Epoche zu beschreiben, die Europa so tiefe Wunden geschlagen hat."
Lerke von Saalfeld, SWR 2, 7. Juni 2009



„ (...) eine der besten Überblicksdarstellungen zum Thema. (...) Der scharfsinnige Beobachter Dalos widmet jedem der sieben Staaten, die damals im Brennpunkt standen, einen kleinen mitfühlend-ironischen Essay: Polen, Ungarn, die DDR, Bulgarien, die CSSR, Rumänien und die Sowjetunion. Abgerundet wird das handliche Buch durch eine nach Ländern gegliederte Zeittafel und ein knapp kommentiertes Personenregister.“
Urs Rauber, Neue Zürcher Zeitung, 31. Mai 2009



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Bibliografie

978-3-406-58245-5

Erschienen am 01. Juni 2013

Statt 19,90 € jetzt nur noch 9,95 €

2. Auflage , 2009

272 S.

Hardcover

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Dalos, György

Der Vorhang geht auf

Das Ende der Diktaturen in Osteuropa

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung


Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn, DDR, CSSR, Bulgarien und Rumänien nach jahrzehntenlanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluß an das westliche Europa suchen.

Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozeß der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. Die Massenflucht der DDR-Bürger über die ungarische Grenze oder der gemeinsame Auftritt von Václav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz – diese Ereignisse bezeugen eindrucksvoll eine historische Massenaktivität, einen euphorischen und ungebremsten Freiheitsdrang. Diese sich beschleunigende Befreiungsbewegung erhielt in den betreffenden Ländern Namen wie „Systemwechsel“, „Wende“ oder auch „Revolution“ – in jedem Fall leitete sie einen Prozeß ein, der zu Demokratie, nationaler Souveränität und einem neuen europäischen Selbstverständnis führte.
Von György Dalos. Deutsche Bearbeitung von Elsbeth Zylla.
Webcode: https://www.chbeck.de/25678

Inhalt

Staatsbegräbnis und Trauergäste
Ein spätsowjetisches Gruppenbild

Polen: Die Tafelrunde der Erzfeinde

Ungarn: Der gemütliche Weltuntergang

DDR: Demokratie zwischen Spaltung und Einheit

Bulgarien: Echter Kollaps, imitierte Revolution

CSSR: Revolte mit Samthandschuhen

Rumänien: Revolution bei Grabeskälte

Die Befreiung der Sowjetunion von ihren Satelliten
Eine Utopie

Danksagung

Quellen

Zeittafel

Personenregister

Pressestimmen

"Neben den Erzähler, den Satiriker, den Verfasser schlitzohriger Essays, als den ihn auch die Leser der Süddeutschen Zeitung kennen, trat in den vergangenen Jahren immer deutlicher der Historiker. Früh hatte Dalos über den ‘Archipel Gulasch’ (1986) und die Entstehung einer demokratischen Opposition in Ungarn geschrieben, nach dem Umbruchsjahr 1989 bald auch das ‘Ende des Ostblockwitzes’ (1993) konstatieren müssen. Seine Bücher über die Geschichte Ungarn (‘Ungarn in der Nussschale’, 2004, ‘1956. Der Aufstand in Ungarn’, 2006) bestechen durch einen unsentimentalen Ton und gerechte, nicht ausgewogene Urteile. (...)
Seine oft ernüchternde, immer freie Darstellung überragt andere Bücher über ‘1989’ um Längen."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 17. März 2010


"György Dalos (...) schildert die Wende in allen sechs sowjetischen Satellitenstaaten, die aus dem Ostblock ein östliches Europa entstehen liess. Die Helden, etwa Vaclav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz, stehen im Rampenlicht. Aber auch der Abgang des rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu bleibt unvergesslich."
Christof Münger, Tages-Anzeiger, 27. April 2009


"Dalos hat für seine Darstellung zwar ein additives Verfahren gewählt – er erzählt die Ereignisse nach den jeweiligen Ländern geordnet –, so dass der Eiserne Vorhang sich nur Bahn für Bahn hebt."
Michael Jeismann, Literaturen, Mai 2009


"Die politischen Komplementärphänomene des Jahres 1989 skizziert Dalos in knappen Essays, die die Lage in den kommunistischen Ländern atmosphärisch verdichten."
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 18./19. April 2009


"Das Buch ist ausgezeichnet geschrieben, voller spannender Details der dramatischen Monate und Jahre, der Autor kennt sich aus, er war selbst eine Person der Zeitgeschichte in Ungarn. In der prägnanten Art ist das ein sehr empfehlenswertes Zeitgeschichtsbuch."
Rupert Neudeck, Deutschlandfunk, 6. April 2009


"Wer seine Bücher nicht kennt, der hat etwas verpasst. (...) Nicht nur beeindruckt Dalos’ reflexive Vorsicht, sondern er überzeugt auch durch seine begriffliche Schärfe. Was war es nun für ein Stück, das Ende der achtziger Jahre geboten wurde? (...) Die immer wieder aufflammenden Spitzeldebatten verdrängen den historischen Sinn und das gesellschaftliche Gespür, die nötig wären, um die menschliche Dimension dieses Systemwechsels zu begreifen. Wer das möchte, der muss doch Dalos gelesen haben – seine Romane ebenso wie dieses als Sachbuch daherkommende Kunstwerk."
Detlev Claussen, Die Zeit, 2. April 2009


"Dalos konzentriert sich auf die inneren politischen Auflösungsprozesse am Ende der 80er-Jahre in der Sowjetunion, in Polen, der DDR, in Ungarn, der CSSR, in Bulgarien und in Rumänien. Doch betreibt er keine nationale Nabelschau nach dem Opfer-Täter-Schema, sondern seziert trocken-lakonisch und nicht ohne Empathie die Gemeinsamkeiten und die nationalen Besonderheiten des Scheiterns der ehemaligen sozialistischen Bruderstaaten. Der Mauerfall ist das Ergebnis und der Schlusspunkt einer osteuropäischen Entwicklung. (...) Ein mitfühlend-ironischer Grundton durchzieht sein Buch, das eine Mischung aus politischer Analyse und literarischer Erzählung ist, ein Politthriller mit satirischen Episoden und Details."
Volker Saupe, Berliner Zeitung, 13. März 2009


"Für deutsche Leser bietet das Buch zum Beginn des Berliner Jubeljahres 2009 einen erfreulichen Perspektivwechsel. Der Mauerfall, dieser Wendepunkt, war eben gerade kein Wunder der Deutschen allein. Dalos schildert von Rumänien bis zur DDR die Jahre des Umbruchs in einer eindringlichen Kombination aus politischer Analyse und literarischer Erzählung. (...) Bei Dalos bildet der Mauerfall darum bloß den Schlusspunkt einer gemeinsamen osteuropäischen Entwicklung. So wird der 9. November als deutsches Ereignis kleiner, als europäisches aber größer."
Ines Langelüddecke, Vorwärts, März 2009


"Dalos’ Buch besticht durch seine phrasenlose Erzählung und seine nüchterne politische Analyse. Angesichts der Zumutungen, die im Jubiläumsjahr noch zu erwarten sind, kann man das Buch nur empfehlen, das das Jahr 1989 ins rechte Licht stellt."
Rudolf Walther, Die Tageszeitung, Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2009, 12. März 2009


"Ohne zu belehren, entfaltet Dalos auf wenigen Seiten, mit großem kompositorischen Geschick ein Panorama Osteuropas, das auch die Gegenwart erschließt, jedem auf die Sprünge hilft, der sich über aktuelle Absonderlichkeiten wundert."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 10. März 2009


"In seinem neuen Buch gelingt es Dalos, die Befreiungsgeschichte in Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei, Rumänien und der DDR nachzuzeichnen, ohne dabei die Unterschiede der jeweiligen politischen Entwicklungen, die diversen Motive der kommunistischen Parteiführer oder die Schwierigkeiten der Opposition aus dem Auge zu verlieren. Möglich ist dies, weil der Autor nicht nur über grundlegende Kenntnisse des sozialistischen Systems verfügt, sondern auch die Mentalität der Bevölkerung in Osteuropa genau einzuschätzen weiß."
Aschot Manutscharjan, Das Parlament, 9. März 2009


"Ein melancholischer Ton ist unüberhörbar. Er gehört, neben der Ironie, zur ungarischen Grundstimmung, wie Dalos sie in seinen Essays herausarbeitet. In keinem Land Europas gab es in den siebziger und achtziger Jahren eine höhere Selbstmordrate, schreibt er. Aus solchen Fakten gewinnt er seine Erkenntnisse. Das Kapitel über Polen in seinem die Länder Osteuropas vergleichenden Buch über das Jahr 1989 konnte er nicht schreiben, bevor er nicht wusste, wie der Runde Tisch aussah und wer diese Möbelstück getischlert hat. Die Freude am sprechenden Detail, das Interesse für das alltägliche Leben sind es, die seine Bücher so lesenswert machen."
Jörg Magenau, Der Tagesspiegel, Sonderseiten zur Leipziger Buchmesse 2010, 17. März 2010


"An seinem jüngsten Buch, für das der 66-jährige im März den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung erhält, hat Dalos alles in allem zwei Jahre gearbeitet. ‘Der Vorhang geht auf’ ist ein Werk über ‘das Ende der Diktaturen in Osteuropa’ – ein Kapitel, man könnte auch sagen, eine Erzählung für jedes Land. Dalos, der am liebsten abwechselnd Romane und Sachbücher schreibt, überzeugt auch in letzterem als literarischer Stilist."
Holger Heimann, Börsenblatt, 10. Dezember 2009


"Mit Dalos sind wir in den Zentren der Macht und bei denen, die sie stürmten."
Frankfurter Rundschau, 6. November 2009


"Der Historiker und Autor György Dalos liefert eine fundierte politische Analyse der Wendejahre, gespeist aus eigener Anschauung der Entwicklung in Budapest, Ostberlin, Warschau und Prag. Ein pralles historisches Panorama – grundiert mit politischem Witz."
Wolfgang Stenke, Deutschlandfunk, 24. September 2009


" ... beschränkt sich Dalos jedoch nicht auf Ungarn, sondern schildert essayistisch den Wandel in allen mittelosteuropäischen Ländern mit Ausnahme der baltischen Staaten. György Dalos' Buch hat (...) literarische Qualität."
Gerd Appenzeller, Der Tagesspiegel, 31. August 2009


"György Dalos hat nicht nur eine kenntnisreiche, sondern vor allem auch eine mit feinem Gespür für geschichtliche Prozesse angereicherte Darstellung des Niedergangs des Ostblocks verfasst. (...) Mit Lakonie, Ironie und Witz versteht es der Autor, kein falsches Pathos aufkommen zu lassen, sondern mit analytischem Verstand und angenehmer Distanz das Ende einer Epoche zu beschreiben, die Europa so tiefe Wunden geschlagen hat."
Lerke von Saalfeld, Radio Bremen, 9. Juni 2009


"György Dalos, der ungarische Historiker und Schriftsteller, hat nicht nur eine kenntnisreiche, sondern vor allem auch eine mit feinem Gespür für geschichtliche Prozesse angereicherte Darstellung des Niedergangs des Ostblocks verfasst. (...) Die besondere Qualität dieses Buches von György Dalos ist, dass er sowohl die objektiven wie die subjektiven Faktoren darstellt; dass er detailgetreue Schilderungen der jeweiligen Besonderheiten der Oppositionskräfte wie der Regierungseliten anschaulich macht; dass er die Eigenheiten der verschiedenen Länder niemals über einen Kamm schert. (...) Mit Lakonie, Ironie und Witz versteht er es, kein falsches Pathos aufkommen zu lassen, sondern mit analytischem Verstand und angenehmer Distanz das Ende einer Epoche zu beschreiben, die Europa so tiefe Wunden geschlagen hat."
Lerke von Saalfeld, SWR 2, 7. Juni 2009


„ (...) eine der besten Überblicksdarstellungen zum Thema. (...) Der scharfsinnige Beobachter Dalos widmet jedem der sieben Staaten, die damals im Brennpunkt standen, einen kleinen mitfühlend-ironischen Essay: Polen, Ungarn, die DDR, Bulgarien, die CSSR, Rumänien und die Sowjetunion. Abgerundet wird das handliche Buch durch eine nach Ländern gegliederte Zeittafel und ein knapp kommentiertes Personenregister.“
Urs Rauber, Neue Zürcher Zeitung, 31. Mai 2009