Seine Bücher sind Ereignisse. Nach Stationen in Cambridge und Yale lehrt Adam Tooze heute an der Columbia University in New York. Seine Fähigkeiten haben ihn überall auf der Welt zu einem gefragten Experten für die Ökonomie von Krisen gemacht. Denn Tooze versteht es wie kein Zweiter, komplexe Themen wie die Wirtschaft des Dritten Reiches oder die Finanzkrise von 2008 so darzustellen, dass bei der Lektüre seiner Bücher und Artikel ein unwiderstehlicher Sog entsteht. Das liegt an seiner druckvollen Sprache, seinen brillanten Analysen und an seinem feinen britischen Humor, aber auch daran, dass er die Gegenwart nie aus den Augen verliert. Sein neues Buch „Welt im Lockdown. Die globale Krise und ihre Folgen“ führt uns direkt in das krisengeschüttelte Jahr vom Januar 2020 bis zum Januar 2021. Spürbar unter Strom, zieht der preisgekrönte Historiker darin alle Register seines Könnens. Er schildert das Krisenmanagement der Staaten und Ökonomien von Asien über Afrika bis zu Europa und den USA und analysiert die Auswirkungen der unterschiedlichen Strategien. Zugleich aber verknüpft er die Pandemie mit den parallelen Krisen unserer Zeit und eröffnet so einen Blick in eine dramatische Zukunft, in der die Menschheit lernen muss, ihr Krisenmanagement zu optimieren - wenn sie überleben will.

1. Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Praktikant bei IBM.


2. Was nehmen Sie sich immer wieder vor?
Spanisch lernen.


3. Was ertragen Sie nur mit Humor?
Verzögerungen.


4. Ein großes "Beinahe" in Ihrem Leben?
Ich hätte Bürger der Bundesrepublik werden können.


5. Welche Künstler beeindrucken Sie?
Dichter


6. Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Menschen am meisten?
Ehrlichkeit.


7. Ihr liebstes Smalltalk-Thema?
Der Markt für amerikanische Schatzanleihen.


8. Welcher Illusion geben Sie sich gerne hin?
Noch jung zu sein.


9. Ihr Lieblingsmuseum?
The Metropolitan Museum of Art in New York.


10. Welchen Satz haben Sie sich zuletzt aus einem Buch notiert?
In medias res.


11. Welche Redewendung strapazieren Sie über?
Noch nie dagewesen.


12. Was wollten Sie als Kind werden?
Autodesigner.


13. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Besorgt und ungeduldig.


14. Was haben Sie immer dabei?
Laptop und Teebeutel.


15. Welches Buch möchten Sie gern noch schreiben?
Eine Jahrhundertgeschichte der Weltwirtschaftskrise von 1929.


16. Was würde niemand von Ihnen vermuten?
Mein Faible für die National Football League.


17. Was ist für Sie das größte Glück?
Kommunikation, das Gefühl nicht allein zu sein.

"Einer der führenden ‹Global Thinkers› unserer Zeit." 

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