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Fricker, Miranda

Epistemische Ungerechtigkeit

Macht und die Ethik des Wissens

Dass Wissen und Macht einander beeinflussen und durchdringen, dass sie sich wechselseitig verstärken oder blockieren können, ist keine neue Einsicht. Umso erstaunlicher ist, dass die Philosophie sehr lange gebraucht hat, um die ethischen Konsequenzen für unser Erkenntnisleben genauer unter die Lupe zu nehmen, die sich insbesondere aus Vorurteilen und Stereotypen ergeben. In ihrem bahnbrechenden Buch, das mittlerweile als ein moderner Klassiker gilt, nimmt sich Miranda Fricker dieser Aufgabe an: Sie erschließt eine für Wissensgesellschaften hochaktuelle Form der Ungerechtigkeit, die sowohl die Menschlichkeit der Betroffenen als auch unsere geteilten Praktiken des Erkennens massiv bedroht.

Der Begriff, den Miranda Fricker dafür geprägt hat, ist der Begriff der «epistemischen Ungerechtigkeit». Sie findet statt, wenn Frauen oder People of Colour, migrantischen Gemeinschaften oder der Bevölkerung ganzer Kontinente die Fähigkeit und Berechtigung abgesprochen wird, relevantes Wissen zu erlangen und eigene Erfahrungen verlässlich zu kommunizieren. Eine erkenntnisbezogene Ungerechtigkeit geschieht aber auch dann, wenn marginalisierte Gruppen gar nicht im Besitz der nötigen Deutungsmittel sind – wie z.B. der Begriffe des sexuellenM issbrauchs oder der Ausbeutung –, um ihre besondere Leidenserfahrung überhaupt einordnen zu können. Miranda Fricker enthüllt diese beiden Formen der epistemischen Ungerechtigkeit als mächtige, aber weitgehend stille Dimensione der Diskriminierung. Dabei untersucht sie nicht nur die Natur des jeweiligenUnrechts, sondern macht auch deutlich, welche Tugenden wir erlernen müssen, um es zu verhindern.
Von Miranda Fricker, Aus dem Englischen von Antje Korsmeier.

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Bibliografie

978-3-406-79892-4

Erscheint am 16. März 2023

278 S.

Hardcover

Hardcover 34,00 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Eines der wichtigsten und bahnbrechendsten Themen, die in den letzten Jahren in der Philosophie entwickelt wurden."
Ian James Kidd, José Medina und Gaile Pohlhaus



"Die spannende Untersuchung eines weit verbreiteten Problems, das selten diskutiert wird."
Feminist Review



"Mutig und überzeugend, gehaltvoll und elegant geschrieben."
Times Literary Supplement



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-79892-4

Erscheint am 16. März 2023

278 S.

Hardcover

Hardcover 34,00 € Kaufen

Fricker, Miranda

Epistemische Ungerechtigkeit

Macht und die Ethik des Wissens

Dass Wissen und Macht einander beeinflussen und durchdringen, dass sie sich wechselseitig verstärken oder blockieren können, ist keine neue Einsicht. Umso erstaunlicher ist, dass die Philosophie sehr lange gebraucht hat, um die ethischen Konsequenzen für unser Erkenntnisleben genauer unter die Lupe zu nehmen, die sich insbesondere aus Vorurteilen und Stereotypen ergeben. In ihrem bahnbrechenden Buch, das mittlerweile als ein moderner Klassiker gilt, nimmt sich Miranda Fricker dieser Aufgabe an: Sie erschließt eine für Wissensgesellschaften hochaktuelle Form der Ungerechtigkeit, die sowohl die Menschlichkeit der Betroffenen als auch unsere geteilten Praktiken des Erkennens massiv bedroht.

Der Begriff, den Miranda Fricker dafür geprägt hat, ist der Begriff der «epistemischen Ungerechtigkeit». Sie findet statt, wenn Frauen oder People of Colour, migrantischen Gemeinschaften oder der Bevölkerung ganzer Kontinente die Fähigkeit und Berechtigung abgesprochen wird, relevantes Wissen zu erlangen und eigene Erfahrungen verlässlich zu kommunizieren. Eine erkenntnisbezogene Ungerechtigkeit geschieht aber auch dann, wenn marginalisierte Gruppen gar nicht im Besitz der nötigen Deutungsmittel sind – wie z.B. der Begriffe des sexuellenM issbrauchs oder der Ausbeutung –, um ihre besondere Leidenserfahrung überhaupt einordnen zu können. Miranda Fricker enthüllt diese beiden Formen der epistemischen Ungerechtigkeit als mächtige, aber weitgehend stille Dimensione der Diskriminierung. Dabei untersucht sie nicht nur die Natur des jeweiligenUnrechts, sondern macht auch deutlich, welche Tugenden wir erlernen müssen, um es zu verhindern.
Von Miranda Fricker, Aus dem Englischen von Antje Korsmeier.
Webcode: https://www.chbeck.de/34611587

Pressestimmen

"Eines der wichtigsten und bahnbrechendsten Themen, die in den letzten Jahren in der Philosophie entwickelt wurden."
Ian James Kidd, José Medina und Gaile Pohlhaus


"Die spannende Untersuchung eines weit verbreiteten Problems, das selten diskutiert wird."
Feminist Review


"Mutig und überzeugend, gehaltvoll und elegant geschrieben."
Times Literary Supplement