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Gzella, Holger

Aramäisch

Weltsprache des Altertums

Die aramäische Sprache ist ein Wunder: Ganz ohne militärische Eroberungen wurde sie im ersten Jahrtausend v. Chr. zur Verwaltungssprache des persischen Großreichs und damit zur ersten Weltsprache überhaupt. Holger Gzella erklärt anschaulich, warum sich Sprache und Schrift eines politisch unbedeutenden Territoriums durchsetzten und wie es zu einem zweiten Wunder kam: In der Weltsprache Aramäisch wurden Schriften mit einer universalen Botschaft verfasst, die aus lokalen Kulten die ersten Weltreligionen machten.

Das Aramäische war über tausend Jahre lang die Lingua franca zwischen Indus und Nil, ja mehr noch: Durch mächtige Netzwerke von Beamten und Schreibern prägte es Politik, Recht, Literatur und Religion der Alten Welt. Wichtige Teile des Alten Testaments sind auf Aramäisch geschrieben, Jesu Muttersprache war Aramäisch, das rabbinische Judentum war zum großen Teil aramäischsprachig, und die orientalischen Kirchen sind (teils bis heute) ohne das Aramäische als Literatur- und Liturgiesprache nicht zu denken. Im 7. Jahrhundert schließlich wurde das Aramäische vom Arabischen, der Sprache des Korans, als Leitsprache des Orients abgelöst.Die aramäische Sprache ist in Forschung und öffentlicher Wahrnehmung zu Unrecht ins Abseits geraten. Holger Gzellas faszinierende Gesamtdarstellung bringt ein «vergessenes Weltreich» zum Vorschein, das in den Weltreligionen bis heute weiterlebt.

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Bibliografie

978-3-406-79348-6

Erscheint am 16. Februar 2023

480 S., mit 30 Abbildungen und 5 Karten

Hardcover (Leinen)

Sonstiges 36,00 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

1. Ein unsichtbares Weltreich

Aramäisch und seine Quellen

Raum und Zeit

Sprecher und Schreiber

2. Die Wiege der aramäischen Schrift (9. – 8. Jahrhundert)

Eine neue Schrift für eine neue Welt

Vom Alphabet zur Schriftkultur

Der Beginn literarischer Aktivität

3. Assyrien und Babylonien: Alphabetschreiber erobern die Welt (7. – 6. Jahrhundert)

Die Entstehung einer assyrisch-aramäischen Verwaltungskultur

Unsichtbares Wachstum in babylonischer Zeit

Weisheit und höhere Bildung: Das Ideal des aramäischen Schreibers

4. Das Perserreich: Die Herrschaft des Buchstabens (5. – 4. Jahrhundert)

Reichsaramäisch als Lingua franca

Korrespondenz mit imperialer Signatur

Das Selbstbewusstsein der achämenidischen Beamten

5. Israel: Vom Buchhalter zum Seher (4. Jahrhundert v. Chr.–1. Jahrhundert n. Chr.)


Schriftgelehrsamkeit in der Perserzeit: Das Buch Esra-Nehemia

Weltweisheit in hellenistischer Zeit: Erleuchtung im aramäischen Danielbuch

Aramäische Texte aus Qumran, hellenistische Wissenschaft und die Sprache Jesu

6. Syrien und Mesopotamien: Staatsdiener als Träger der Tradition (3. Jahrhundert v. Chr. – 3. Jahrhundert n. Chr.)

Das intellektuelle Leben in Palmyra

Die Ursprünge der syrisch-christlichen Literatur in Edessa

Ostmesopotamien: Hatra, Stadt der Bürokraten

7. Das Schrifttum als geistiger Raum der Religionen (ab 4. Jahrhundert n. Chr.)

Hocharamäisch im syrischen Christentum

Aramäisch als zweite heilige Sprache im Judentum

Das Geheimwissen der Mandäer

8. Von der aramäischen zur arabischen Weltsprache (1. Jahrtausend v. Chr. – 2. Jahrtausend n. Chr.)

Die Nabatäer: Nordarabiens Brücke in die aramäische Sprachwelt

Die nabatäischen Ursprünge der arabischen Schriftsprache

Aramäisch und Arabisch in der islamischen Welt

9. Alte Sprache, neues Leben

Das Biotop der Dialekte

Neubeginn aus der Tradition

Coda: Anatomie einer Weltsprache


Anhang

Zeittafel der relevantesten politischen Ereignisse
Zeittafeln zur Geschichte des Aramäischen
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Register

Empfehlungen

}

Bibliografie

978-3-406-79348-6

Erscheint am 16. Februar 2023

480 S., mit 30 Abbildungen und 5 Karten

Hardcover (Leinen)

Hardcover (Leinen) 36,00 € Kaufen

Gzella, Holger

Aramäisch

Weltsprache des Altertums

Die aramäische Sprache ist ein Wunder: Ganz ohne militärische Eroberungen wurde sie im ersten Jahrtausend v. Chr. zur Verwaltungssprache des persischen Großreichs und damit zur ersten Weltsprache überhaupt. Holger Gzella erklärt anschaulich, warum sich Sprache und Schrift eines politisch unbedeutenden Territoriums durchsetzten und wie es zu einem zweiten Wunder kam: In der Weltsprache Aramäisch wurden Schriften mit einer universalen Botschaft verfasst, die aus lokalen Kulten die ersten Weltreligionen machten.

Das Aramäische war über tausend Jahre lang die Lingua franca zwischen Indus und Nil, ja mehr noch: Durch mächtige Netzwerke von Beamten und Schreibern prägte es Politik, Recht, Literatur und Religion der Alten Welt. Wichtige Teile des Alten Testaments sind auf Aramäisch geschrieben, Jesu Muttersprache war Aramäisch, das rabbinische Judentum war zum großen Teil aramäischsprachig, und die orientalischen Kirchen sind (teils bis heute) ohne das Aramäische als Literatur- und Liturgiesprache nicht zu denken. Im 7. Jahrhundert schließlich wurde das Aramäische vom Arabischen, der Sprache des Korans, als Leitsprache des Orients abgelöst.Die aramäische Sprache ist in Forschung und öffentlicher Wahrnehmung zu Unrecht ins Abseits geraten. Holger Gzellas faszinierende Gesamtdarstellung bringt ein «vergessenes Weltreich» zum Vorschein, das in den Weltreligionen bis heute weiterlebt.
Webcode: https://www.chbeck.de/33882087

Inhalt

Vorwort

1. Ein unsichtbares Weltreich

Aramäisch und seine Quellen

Raum und Zeit

Sprecher und Schreiber

2. Die Wiege der aramäischen Schrift (9. – 8. Jahrhundert)

Eine neue Schrift für eine neue Welt

Vom Alphabet zur Schriftkultur

Der Beginn literarischer Aktivität

3. Assyrien und Babylonien: Alphabetschreiber erobern die Welt (7. – 6. Jahrhundert)

Die Entstehung einer assyrisch-aramäischen Verwaltungskultur

Unsichtbares Wachstum in babylonischer Zeit

Weisheit und höhere Bildung: Das Ideal des aramäischen Schreibers

4. Das Perserreich: Die Herrschaft des Buchstabens (5. – 4. Jahrhundert)

Reichsaramäisch als Lingua franca

Korrespondenz mit imperialer Signatur

Das Selbstbewusstsein der achämenidischen Beamten

5. Israel: Vom Buchhalter zum Seher (4. Jahrhundert v. Chr.–1. Jahrhundert n. Chr.)


Schriftgelehrsamkeit in der Perserzeit: Das Buch Esra-Nehemia

Weltweisheit in hellenistischer Zeit: Erleuchtung im aramäischen Danielbuch

Aramäische Texte aus Qumran, hellenistische Wissenschaft und die Sprache Jesu

6. Syrien und Mesopotamien: Staatsdiener als Träger der Tradition (3. Jahrhundert v. Chr. – 3. Jahrhundert n. Chr.)

Das intellektuelle Leben in Palmyra

Die Ursprünge der syrisch-christlichen Literatur in Edessa

Ostmesopotamien: Hatra, Stadt der Bürokraten

7. Das Schrifttum als geistiger Raum der Religionen (ab 4. Jahrhundert n. Chr.)

Hocharamäisch im syrischen Christentum

Aramäisch als zweite heilige Sprache im Judentum

Das Geheimwissen der Mandäer

8. Von der aramäischen zur arabischen Weltsprache (1. Jahrtausend v. Chr. – 2. Jahrtausend n. Chr.)

Die Nabatäer: Nordarabiens Brücke in die aramäische Sprachwelt

Die nabatäischen Ursprünge der arabischen Schriftsprache

Aramäisch und Arabisch in der islamischen Welt

9. Alte Sprache, neues Leben

Das Biotop der Dialekte

Neubeginn aus der Tradition

Coda: Anatomie einer Weltsprache


Anhang

Zeittafel der relevantesten politischen Ereignisse
Zeittafeln zur Geschichte des Aramäischen
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Register