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Höffe, Otfried

Ist die Demokratie zukunftsfähig?

Über moderne Politik

Die scheinbare Ohnmacht westlicher Politik gegenüber den weltweit sich zuspitzenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Problemen hat das Vertrauen vieler Menschen in die Demokratie erschüttert. Otfried Höffe, einer der namhaftesten politischen Philosophen der Gegenwart, legt die Faktoren offen, die demokratische Systeme dazu befähigen, in wirksamer Weise Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen und damit letztlich ihre eigene Legitimationsgrundlage zu sichern. Sein philosophischer Essay ist zugleich ein Plädoyer für die Demokratie, geführt mit großer argumentativer Klarheit und einem scharfen Blick für die Wirklichkeit.

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Bibliografie

978-3-406-58717-7

Erschienen am 19. März 2009

334 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 14,95 € Kaufen
e-Book 11,99 € Kaufen
Inhalt

1. Einführung

 

Teil I: Rahmenbedingungen

2. Was heißt «Zukunft» für die Politik?

3. Mehr Verantwortung: Basale Säkularisierung

4. Weniger Kompetenz: Differenzierung, Vernetzung und Globalisierung

5. Moderne Demokratie

6. Zwei vorpolitische und vordemokratische Mächte

7. Verantwortungen

 

Teil II: Strategien der Zukunft

8. Genesis–Strategie: Pflicht zu vorausschauendem Handeln

9. Noah–Strategie: Vorsorge für den Notfall

10. Naturkatastrophen

11. Propheten–Strategie: Rettung durch Umkehr?

12. Klimaschutz

13. Vision statt Utopie

14. Eine Weltrechtsordnung

 

Teil III: Zukunftsfähigkeit

15. Zukunft im Konflikt

16. Antriebskräfte

17. Zukunftsmacht Markt?

18. Demokratie und Sachverstand

19. Ist die Demokratie überlegen?

 

Anhang

Literatur

Personenregister

Sachregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Das Fazit des enorm gelehrten Buches entspricht dabei dem Churchchillschen Bonmot, Demokratie sei die schlechteste Regierungsform –abgesehen von allen anderen. (...) Dass die Demokratie zukunftsfähiger ist als ihre Alternativen, heißt nicht zwingend, sie sei zukunftsfähig genug.
(...) Zukunftsfähige Politik zeichnet sich nach Höffe dadurch aus, dass sie eine Führungsrolle bei der Formulierung der wichtigsten Aufgaben des Gemeinwesens, bei der Suche nach Lösungen und bei der verbindlichen Entscheidung übernimmt."
Michael Schefczyk, Neue Zürcher Zeitung, 23. Januar 2010



"[Höffes] Überprüfung der Zukunftsfähigkeit steht in keinem geschichtsphilosophischen Zusammenhang, sondern gleicht einem Leistungsvergleich, einer Materialprüfung. Wie Schumpeter sieht er in der Demokratie ein Instrument, jedoch nicht eines der Regierungsbildung, sondern eines der politischen Problembewältigung und Zukunftssicherung. Höffe ist uneingeschränkt recht zu geben. Im globalen Wettbewerb der Systeme hat die Demokratie einen Wettbewerbsvorsprung. Die demokratische Staatform hat wirklich Hegels Segen: In ihr ist die Wirklichkeit vernünftiger als anderswo."
Wolfgang Kersting, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Januar 2010



"Mit seinem erhellenden Beitrag zur Demokratiedebatte bedient er den nachdenklichen Bürger, aber auch zur Ein- und Umsicht bereite Politiker. (...) [Höffes Studie] analysiert und steckt die Rahmenbedingungen, die Strategien sowie die Aufgaben einer zukunftsfähigen Demokratie ab. (...) Letztlich steht und fällt die Zukunftsfähigkeit der Demokratie aber mit der Einsicht in notwendige, auch schmerzhafte Veränderungen. Höffes Essay lässt uns diese Erkenntnis machen und akzeptieren."
Jörg von Bilavsky, Das Parlament, 22. Juni 2009



"Der Tübinger Philosoph fragt vielmehr nach den Bedingungen einer klugen und nachhaltigen Zukunftsgestaltung. Er untersucht  sogenannte vorpolitische Institutionen wie die Familie und ihre Bedeutung für ein Engagement in der Demokratie. Und er sucht nach möglichen geeigneten visionären Leitbildern für die Zukunft – eingedenk der Tatsache, dass diese nun einmal aufgrund ihrer Natur unbekannt und unberechenbar bleibt. Am wichtigsten ist für Otfried Höffe die Idee einer Weltrechtsordnung: Dafür zu sorgen, Menschen- und Bürgerrechte umfassend durchzusetzen. (...)
Die Gelassenheit, mit der Otrfried Höffe die liberale Demokratie gegen alle ihre Zweifler verteidigt, ist wohltuend, gerade in einer Zeit der vielfach beschworenen Krisen. Der Titel des Buches entpuppt sich als rhetorische Frage – und man weiß von Anfang an, dass der Philosoph Otfried Höffe ein entschiedenes Ja zur Antwort gibt. Darin liegt der Wert seines Buches. Die Demokratie ist zukunftsfähig,. Sie muss sich freilich den Herausforderungen der Zukunft stellen."
Niels Beintker, Deutschlandfunk, 23. März 2009



"Denn in den vergangenen Monaten ist durch die Finanzkrise im Kräfteverhältnis zwischen der parlamentarischen Demokratie, dem Staat und der Marktwirtschaft eine Menge Zukunft ins Rutschen geraten (...). Otfried Höffe, Professor für politische Philosophie in Tübingen, ist mit der Studie Ist die Demokratie zukunftsfähig? in den Erdrutsch hineingeraten. Das macht den Band, der zunächst nur wie eine begriffsklärende Handreichung im Taschenbuchformat wirkt, auf unerwartete Weise interessant. Denn er sichtet die Bestände, mit denen die Demokratie für ökologisch wie ökonomisch prekäre Zukünfte gewappnet ist, und fragt nach ihrer politischen Konkurrenzfähigkeit etwa im Wettbewerb mit Autokratien. (...) Seine Argumentation hat nichts Triumphales, und aus der Abwägung geht die Demokratie keineswegs als strahlende Heldin hervor. Aber sie ist vergleichsweise beweglich und lernfähig."
Elisabeth von Thadden, Die Zeit, Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2009, 12. März 2009, 12. März 2009



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-58717-7

Erschienen am 19. März 2009

334 S.

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen
e-Book 11,99 € Kaufen

Höffe, Otfried

Ist die Demokratie zukunftsfähig?

Über moderne Politik

Die scheinbare Ohnmacht westlicher Politik gegenüber den weltweit sich zuspitzenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Problemen hat das Vertrauen vieler Menschen in die Demokratie erschüttert. Otfried Höffe, einer der namhaftesten politischen Philosophen der Gegenwart, legt die Faktoren offen, die demokratische Systeme dazu befähigen, in wirksamer Weise Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen und damit letztlich ihre eigene Legitimationsgrundlage zu sichern. Sein philosophischer Essay ist zugleich ein Plädoyer für die Demokratie, geführt mit großer argumentativer Klarheit und einem scharfen Blick für die Wirklichkeit.
Webcode: https://www.chbeck.de/26538

Inhalt

1. Einführung

 

Teil I: Rahmenbedingungen

2. Was heißt «Zukunft» für die Politik?

3. Mehr Verantwortung: Basale Säkularisierung

4. Weniger Kompetenz: Differenzierung, Vernetzung und Globalisierung

5. Moderne Demokratie

6. Zwei vorpolitische und vordemokratische Mächte

7. Verantwortungen

 

Teil II: Strategien der Zukunft

8. Genesis–Strategie: Pflicht zu vorausschauendem Handeln

9. Noah–Strategie: Vorsorge für den Notfall

10. Naturkatastrophen

11. Propheten–Strategie: Rettung durch Umkehr?

12. Klimaschutz

13. Vision statt Utopie

14. Eine Weltrechtsordnung

 

Teil III: Zukunftsfähigkeit

15. Zukunft im Konflikt

16. Antriebskräfte

17. Zukunftsmacht Markt?

18. Demokratie und Sachverstand

19. Ist die Demokratie überlegen?

 

Anhang

Literatur

Personenregister

Sachregister

Pressestimmen

"Das Fazit des enorm gelehrten Buches entspricht dabei dem Churchchillschen Bonmot, Demokratie sei die schlechteste Regierungsform –abgesehen von allen anderen. (...) Dass die Demokratie zukunftsfähiger ist als ihre Alternativen, heißt nicht zwingend, sie sei zukunftsfähig genug.
(...) Zukunftsfähige Politik zeichnet sich nach Höffe dadurch aus, dass sie eine Führungsrolle bei der Formulierung der wichtigsten Aufgaben des Gemeinwesens, bei der Suche nach Lösungen und bei der verbindlichen Entscheidung übernimmt."
Michael Schefczyk, Neue Zürcher Zeitung, 23. Januar 2010


"[Höffes] Überprüfung der Zukunftsfähigkeit steht in keinem geschichtsphilosophischen Zusammenhang, sondern gleicht einem Leistungsvergleich, einer Materialprüfung. Wie Schumpeter sieht er in der Demokratie ein Instrument, jedoch nicht eines der Regierungsbildung, sondern eines der politischen Problembewältigung und Zukunftssicherung. Höffe ist uneingeschränkt recht zu geben. Im globalen Wettbewerb der Systeme hat die Demokratie einen Wettbewerbsvorsprung. Die demokratische Staatform hat wirklich Hegels Segen: In ihr ist die Wirklichkeit vernünftiger als anderswo."
Wolfgang Kersting, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Januar 2010


"Mit seinem erhellenden Beitrag zur Demokratiedebatte bedient er den nachdenklichen Bürger, aber auch zur Ein- und Umsicht bereite Politiker. (...) [Höffes Studie] analysiert und steckt die Rahmenbedingungen, die Strategien sowie die Aufgaben einer zukunftsfähigen Demokratie ab. (...) Letztlich steht und fällt die Zukunftsfähigkeit der Demokratie aber mit der Einsicht in notwendige, auch schmerzhafte Veränderungen. Höffes Essay lässt uns diese Erkenntnis machen und akzeptieren."
Jörg von Bilavsky, Das Parlament, 22. Juni 2009


"Der Tübinger Philosoph fragt vielmehr nach den Bedingungen einer klugen und nachhaltigen Zukunftsgestaltung. Er untersucht  sogenannte vorpolitische Institutionen wie die Familie und ihre Bedeutung für ein Engagement in der Demokratie. Und er sucht nach möglichen geeigneten visionären Leitbildern für die Zukunft – eingedenk der Tatsache, dass diese nun einmal aufgrund ihrer Natur unbekannt und unberechenbar bleibt. Am wichtigsten ist für Otfried Höffe die Idee einer Weltrechtsordnung: Dafür zu sorgen, Menschen- und Bürgerrechte umfassend durchzusetzen. (...)
Die Gelassenheit, mit der Otrfried Höffe die liberale Demokratie gegen alle ihre Zweifler verteidigt, ist wohltuend, gerade in einer Zeit der vielfach beschworenen Krisen. Der Titel des Buches entpuppt sich als rhetorische Frage – und man weiß von Anfang an, dass der Philosoph Otfried Höffe ein entschiedenes Ja zur Antwort gibt. Darin liegt der Wert seines Buches. Die Demokratie ist zukunftsfähig,. Sie muss sich freilich den Herausforderungen der Zukunft stellen."
Niels Beintker, Deutschlandfunk, 23. März 2009


"Denn in den vergangenen Monaten ist durch die Finanzkrise im Kräfteverhältnis zwischen der parlamentarischen Demokratie, dem Staat und der Marktwirtschaft eine Menge Zukunft ins Rutschen geraten (...). Otfried Höffe, Professor für politische Philosophie in Tübingen, ist mit der Studie Ist die Demokratie zukunftsfähig? in den Erdrutsch hineingeraten. Das macht den Band, der zunächst nur wie eine begriffsklärende Handreichung im Taschenbuchformat wirkt, auf unerwartete Weise interessant. Denn er sichtet die Bestände, mit denen die Demokratie für ökologisch wie ökonomisch prekäre Zukünfte gewappnet ist, und fragt nach ihrer politischen Konkurrenzfähigkeit etwa im Wettbewerb mit Autokratien. (...) Seine Argumentation hat nichts Triumphales, und aus der Abwägung geht die Demokratie keineswegs als strahlende Heldin hervor. Aber sie ist vergleichsweise beweglich und lernfähig."
Elisabeth von Thadden, Die Zeit, Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2009, 12. März 2009, 12. März 2009