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Höffe, Otfried

Thomas Hobbes

Thomas Hobbes (1588 – 1679) ist ein Pionier der Moderne, dabei der Schöpfer einer der größten Staatsphilosophien der abendländischen Geistesgeschichte. Seine Vertragstheorie ist bis heute als wichtiger Gesprächspartner im politischen Diskurs präsent. Darüber hinaus hat Hobbes ein umfassendes philosophisches System entwickelt. Otfried Höffe arbeitet in diesem Buch die vielfältigen Aspekte dieses Werkes heraus und stellt sie in den Zusammenhang der politischen Ideengeschichte.

Biographie • Werkanalyse • Rezeption • Zeittafel • Bibliographie

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Bibliografie

978-3-406-60021-0

Erschienen am 23. März 2010

251 S., mit 6 Abbildungen

Softcover

Bibliografische Reihen

Schlagwörter

Broschur 14,95 € Kaufen
Inhalt
Siglen


1. Ein Pionier der Moderne

1.1 Drei Herausforderungen der Epoche
1.2 Ein dreifacher Pionier
1.3 Bruchlose Kontinuität


I. Der Lebensweg und die philosophische Entwicklung

2. Anfänge
2.1 Student, Tutor und Reisebegleiter
2.2 Euklid und Galilei
2.3 Bürgerkriege
2.4 Im Exil: Paris

3. Leviathan und Behemoth
3.1 Ein gebrochenes Verhältnis zur Rhetorik
3.2 Leviathan: das Symbol
3.3 Zurück nach England


II. Das enzyklopädische Werk


4. Wissenschaft im Dienst des Friedens
4.1 Das inhaltliche Leitziel
4.2 Die komplexe Methode
4.3 Die Mathematik als Vorbild in Grenzen
4.4 Staatsethik
4.5 Zerlegen und Zusammensetzen

5. Naturphilosophie und Erkenntnistheorie
5.1 Sensualistischer Realismus
5.2 Stufen der Erkenntnis
5.3 Über Träume
5.4 Klugheit

6. Sprache, Vernunft, Wissenschaft
6.1 Sprache 1: vorkommunikativ
6.2 Sprache 2: politisch
6.3 Ein realistischer Nominalismus
6.4 Sprache und Vernunft als Rahmen
6.5 Wissenschaft
6.6 Einteilung der Wissenschaften

7. Anthropologie, individuell: Leidenschaften
7.1 Naturalistischer Hedonismus
7.2 Landkarte der Leidenschaften
7.3 Freie Selbsterhaltung und Determinismus
7.4 Macht

8. Anthropologie, sozial: Friedensfähigkeit im Kriegszustand
8.1 Bedingungen des Friedens
8.2 «Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf»
8.3 Dominante Friedensneigung?

9. Staatsbegründung
9.1 Naturgesetze
9.2 Eine Moralphilosophie?
9.3 Urvertrag
9.4 Absolute Vollmacht
9.5 Widerstandsrecht?

10. Recht
10.1 «Nicht Wahrheit, sondern Autorität»
10.2 Zur Einteilung der Gesetze
10.3 Imperativentheorie
10.4 Naturgesetze als Korrektiv?
10.5 Autorisierte Macht

11. Religion und Kirche
11.1 Die politische Doppelfrage
11.2 Anthropologische Grundlegung
11.3 Reich Gottes
11.4 Grundsätze christlicher Politik
11.5 Materialistische Theologie
11.6 Kritik nichtanglikanischer Kirchen

12. Exkurs: Kritik an Aristoteles
12.1 Der «Afterphilosoph»
12.2 Aristoteliker wider Willen
12.3 Konfl ikt- statt Sozialnatur?

13. Geschichte
13.1 Übersetzung des Thukydides
13.2 Kirchengeschichte; das Reich Gottes
13.3 Behemoth


III. Zur Wirkung

14. Von den Zeitgenossen bis heute
14.1 Frühe Rezeption und Kritik
14.2 Fortsetzung der Debatte
14.3 Neuere Diskussionen


Anhang
Zeittafel
Bildnachweis
Bibliographie
Personenregister
Sachregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Otfried Höffes jüngst erschienene Gesamtdarstellung dieses seit Jahrhunderten die Gemüter bewegenden Denkers gesellt sich zu den bewährten Einführungen (...). Im Vergleich (...) ist Höffes Duktus gelehrter und nüchterner; seine Darstellung ist umfassender und zur Vertiefung geeigneter."
Michael Schefczyk, Neue Zürcher Zeitung, 10. August 2010



"Keine abschließenden Antworten, aber immerhin Einsichten in die Anfänge moderner Staatstheorie liefert der Philosoph und Mathematiker Thomas Hobbes. Mehr zum britischen Staatsdenker: Otfried Höffe: 'Thomas Hobbes'. C.H.Beck."
kep, Die Weltwoche, 24. Juni 2010



"Herausgekommen ist eine ebenso faire wie gründliche Darstellung, die sich auch für jene Teile der Hobbesschen Philosophie interessiert, die bei einer auf die politische Theorie konzentrierten Darstellung keine Rolle spielen: Hobbes’ Interesse an Mathematik und Optik etwa, wo er sich in endlose Dispute mit Widersachern verstrickte. Höffe stellt dies sorgfältig dar, um dann freilich doch zu dem Schluss zu kommen, dass Hobbes entgegen seiner eigenen Einschätzung kein mathematisches Genie war. (…) Hobbes wird von Höffe regelrecht examiniert. Dabei kommen einige Aspekte zum Vorschein, die einer politiktheoretischen Behandlung vermutlich entgehen würden."
Herfried Münkler, Die Zeit, 2. Juni 2010



"Höffe darf man es als Verdienst anrechnen, dass er die oft ganz überlesene andere Hälfte des Leviathan, die durchaus komplexe Auseinandersetzungen mit der Religion, angemessen zur Sprache bringt. Was Hobbes jedenfalls vertritt, ist die These von der inneren Affinität zwischen einer mechanistisch gedachten natürlichen und politischen Welt auf der einen Seite und einer 'erastianisch' (...) regulierten religiösen Vorstellungswelt auf der anderen."
Thomas Sören Hoffmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.Mai 2010



"Otfried Höffe bietet eine rundum gelungene Einführung in die Philosophie von Thomas Hobbes, gut geschrieben, historisch abgesichert und verfasst mit einem systematischen Interesse an den einzelnen Stationen."
Reinhard Brandt, Süddeutsche Zeitung, 29. April 2010



Empfehlungen

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Bibliografie

978-3-406-60021-0

Erschienen am 23. März 2010

251 S., mit 6 Abbildungen

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen

Höffe, Otfried

Thomas Hobbes

Thomas Hobbes (1588 – 1679) ist ein Pionier der Moderne, dabei der Schöpfer einer der größten Staatsphilosophien der abendländischen Geistesgeschichte. Seine Vertragstheorie ist bis heute als wichtiger Gesprächspartner im politischen Diskurs präsent. Darüber hinaus hat Hobbes ein umfassendes philosophisches System entwickelt. Otfried Höffe arbeitet in diesem Buch die vielfältigen Aspekte dieses Werkes heraus und stellt sie in den Zusammenhang der politischen Ideengeschichte.

Biographie • Werkanalyse • Rezeption • Zeittafel • Bibliographie
Webcode: https://www.chbeck.de/30207

Inhalt

Siglen


1. Ein Pionier der Moderne

1.1 Drei Herausforderungen der Epoche
1.2 Ein dreifacher Pionier
1.3 Bruchlose Kontinuität


I. Der Lebensweg und die philosophische Entwicklung

2. Anfänge
2.1 Student, Tutor und Reisebegleiter
2.2 Euklid und Galilei
2.3 Bürgerkriege
2.4 Im Exil: Paris

3. Leviathan und Behemoth
3.1 Ein gebrochenes Verhältnis zur Rhetorik
3.2 Leviathan: das Symbol
3.3 Zurück nach England


II. Das enzyklopädische Werk


4. Wissenschaft im Dienst des Friedens
4.1 Das inhaltliche Leitziel
4.2 Die komplexe Methode
4.3 Die Mathematik als Vorbild in Grenzen
4.4 Staatsethik
4.5 Zerlegen und Zusammensetzen

5. Naturphilosophie und Erkenntnistheorie
5.1 Sensualistischer Realismus
5.2 Stufen der Erkenntnis
5.3 Über Träume
5.4 Klugheit

6. Sprache, Vernunft, Wissenschaft
6.1 Sprache 1: vorkommunikativ
6.2 Sprache 2: politisch
6.3 Ein realistischer Nominalismus
6.4 Sprache und Vernunft als Rahmen
6.5 Wissenschaft
6.6 Einteilung der Wissenschaften

7. Anthropologie, individuell: Leidenschaften
7.1 Naturalistischer Hedonismus
7.2 Landkarte der Leidenschaften
7.3 Freie Selbsterhaltung und Determinismus
7.4 Macht

8. Anthropologie, sozial: Friedensfähigkeit im Kriegszustand
8.1 Bedingungen des Friedens
8.2 «Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf»
8.3 Dominante Friedensneigung?

9. Staatsbegründung
9.1 Naturgesetze
9.2 Eine Moralphilosophie?
9.3 Urvertrag
9.4 Absolute Vollmacht
9.5 Widerstandsrecht?

10. Recht
10.1 «Nicht Wahrheit, sondern Autorität»
10.2 Zur Einteilung der Gesetze
10.3 Imperativentheorie
10.4 Naturgesetze als Korrektiv?
10.5 Autorisierte Macht

11. Religion und Kirche
11.1 Die politische Doppelfrage
11.2 Anthropologische Grundlegung
11.3 Reich Gottes
11.4 Grundsätze christlicher Politik
11.5 Materialistische Theologie
11.6 Kritik nichtanglikanischer Kirchen

12. Exkurs: Kritik an Aristoteles
12.1 Der «Afterphilosoph»
12.2 Aristoteliker wider Willen
12.3 Konfl ikt- statt Sozialnatur?

13. Geschichte
13.1 Übersetzung des Thukydides
13.2 Kirchengeschichte; das Reich Gottes
13.3 Behemoth


III. Zur Wirkung

14. Von den Zeitgenossen bis heute
14.1 Frühe Rezeption und Kritik
14.2 Fortsetzung der Debatte
14.3 Neuere Diskussionen


Anhang
Zeittafel
Bildnachweis
Bibliographie
Personenregister
Sachregister

Pressestimmen

"Otfried Höffes jüngst erschienene Gesamtdarstellung dieses seit Jahrhunderten die Gemüter bewegenden Denkers gesellt sich zu den bewährten Einführungen (...). Im Vergleich (...) ist Höffes Duktus gelehrter und nüchterner; seine Darstellung ist umfassender und zur Vertiefung geeigneter."
Michael Schefczyk, Neue Zürcher Zeitung, 10. August 2010


"Keine abschließenden Antworten, aber immerhin Einsichten in die Anfänge moderner Staatstheorie liefert der Philosoph und Mathematiker Thomas Hobbes. Mehr zum britischen Staatsdenker: Otfried Höffe: 'Thomas Hobbes'. C.H.Beck."
kep, Die Weltwoche, 24. Juni 2010


"Herausgekommen ist eine ebenso faire wie gründliche Darstellung, die sich auch für jene Teile der Hobbesschen Philosophie interessiert, die bei einer auf die politische Theorie konzentrierten Darstellung keine Rolle spielen: Hobbes’ Interesse an Mathematik und Optik etwa, wo er sich in endlose Dispute mit Widersachern verstrickte. Höffe stellt dies sorgfältig dar, um dann freilich doch zu dem Schluss zu kommen, dass Hobbes entgegen seiner eigenen Einschätzung kein mathematisches Genie war. (…) Hobbes wird von Höffe regelrecht examiniert. Dabei kommen einige Aspekte zum Vorschein, die einer politiktheoretischen Behandlung vermutlich entgehen würden."
Herfried Münkler, Die Zeit, 2. Juni 2010


"Höffe darf man es als Verdienst anrechnen, dass er die oft ganz überlesene andere Hälfte des Leviathan, die durchaus komplexe Auseinandersetzungen mit der Religion, angemessen zur Sprache bringt. Was Hobbes jedenfalls vertritt, ist die These von der inneren Affinität zwischen einer mechanistisch gedachten natürlichen und politischen Welt auf der einen Seite und einer 'erastianisch' (...) regulierten religiösen Vorstellungswelt auf der anderen."
Thomas Sören Hoffmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.Mai 2010


"Otfried Höffe bietet eine rundum gelungene Einführung in die Philosophie von Thomas Hobbes, gut geschrieben, historisch abgesichert und verfasst mit einem systematischen Interesse an den einzelnen Stationen."
Reinhard Brandt, Süddeutsche Zeitung, 29. April 2010