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Meier, Franziska

Besuch in der Hölle

Dantes Göttliche Komödie

Mehr als die Bibel hat Dantes Göttliche Komödie unsere Vorstellung von Hölle und Paradies geprägt. Wie kommt es, dass dieses 700 Jahre alte Buch so vielen Menschen ein Begriff ist, obwohl es nur die wenigsten gelesen haben? Wie konnte ein Werk italienischer Sprache aus dem 14. Jahrhundert, das schon die Zeitgenossen nur mit der Hilfe von Kommentaren entschlüsselten, ein globales Kulturgut werden? Und wie gelangte Dantes Herrscher der Hölle, Luzifer, in japanische Manga? Die Romanistin Franziska Meier folgt der verschlungenen Geschichte dieses Jahrtausendbuchs, an dessen Ruhm nur die Odyssee Homers und die Dramen Shakespeares heranreichen.
Der Erfolg der Göttlichen Komödie war und ist im höchsten Maße unwahrscheinlich. Dantes Dichtung ist im Grunde unübersetzbar. Dennoch liegt die Divina Commedia inzwischen selbst in den entlegensten Sprachen vor. Szenen und Bilder des noch ganz dem mittelalterlichen Weltbild entstammenden Werkes, namentlich der Besuch in der Hölle, wurden immer wieder umgedeutet und so kreativ weitergesponnen, dass vom Original manchmal wenig übrigblieb. Für Europa wurde dieses Jahrtausendbuch zur Blaupause. Und Dichtern aus früheren Kolonien diente die im Exil verfasste Commedia als Modell, um über das ihnen zugefügte Leid zu schreiben.

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Bibliografie

978-3-406-76723-4

Erscheint am 18. März 2021

214 S., mit 12 Abbildungen

Gebunden

Hardcover 26,00 € Kaufen

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Bibliografie

978-3-406-76723-4

Erscheint am 18. März 2021

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Gebunden

Gebunden 26,00 € Kaufen

Meier, Franziska

Besuch in der Hölle

Dantes Göttliche Komödie

Mehr als die Bibel hat Dantes Göttliche Komödie unsere Vorstellung von Hölle und Paradies geprägt. Wie kommt es, dass dieses 700 Jahre alte Buch so vielen Menschen ein Begriff ist, obwohl es nur die wenigsten gelesen haben? Wie konnte ein Werk italienischer Sprache aus dem 14. Jahrhundert, das schon die Zeitgenossen nur mit der Hilfe von Kommentaren entschlüsselten, ein globales Kulturgut werden? Und wie gelangte Dantes Herrscher der Hölle, Luzifer, in japanische Manga? Die Romanistin Franziska Meier folgt der verschlungenen Geschichte dieses Jahrtausendbuchs, an dessen Ruhm nur die Odyssee Homers und die Dramen Shakespeares heranreichen.
Der Erfolg der Göttlichen Komödie war und ist im höchsten Maße unwahrscheinlich. Dantes Dichtung ist im Grunde unübersetzbar. Dennoch liegt die Divina Commedia inzwischen selbst in den entlegensten Sprachen vor. Szenen und Bilder des noch ganz dem mittelalterlichen Weltbild entstammenden Werkes, namentlich der Besuch in der Hölle, wurden immer wieder umgedeutet und so kreativ weitergesponnen, dass vom Original manchmal wenig übrigblieb. Für Europa wurde dieses Jahrtausendbuch zur Blaupause. Und Dichtern aus früheren Kolonien diente die im Exil verfasste Commedia als Modell, um über das ihnen zugefügte Leid zu schreiben.
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